Digitalisierung und Industrie 4.0 werden wie ein Orkan über uns hinwegziehen – ganze Branchen hinwegfegen und unsere Arbeitswelt, unsere Gesellschaft und unser Leben nachhaltig verändern. Ein Orkan, der kaum einen Lebensbereich verschonen und – im Worst Case – massive Schäden anrichten wird. So sagen es zumindest die Protagonisten voraus.
Doch wie existenziell sind diese Herausforderungen wirklich? Inwieweit betreffen sie mich, meine Branche, mein Unternehmen – mein Leben? Wie begegne ich den unentwegten Veränderungen, die in zunehmend hohem Tempo die Komplexität bis hin zur Unüberschaubarkeit erhöhen?
Antworten liefert Radermachers Buch. Es leitet von Denk- und Arbeitsansätzen aus der Softwareentwicklung – dem für die Digitalisierung maßgeblichen Wirtschaftszweig schlechthin – konkrete Prinzipien ab, die effektiv und verlässlich als Handlungsmaximen taugen. Ganz wesentlich dabei ist ein Merkmal der Digitalisierung und unserer Zeit: die Fähigkeit, über den wirtschaftlichen Tellerrand hinauszublicken. Denn nur so sind wir nicht nur für das ökonomische Überleben gerüstet, sondern auch künftig erfolgreich
Ingo Raderbachers Buch "Digitalisierung selbst denken" zeigt zunächst auf wie sich die Wirtschaft von analog zu digital verändert und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um diesen Umbruch erfolgreich zu meistern.
Der Autor führt auf, dass man dieser Entwicklung nicht entweichen kann und zeigt Möglichkeiten, die er Maxime nennt, wie man sich für die Digitalisierung vorbereiten sollte. Er zählt hierzu 12 Maxime auf:
1.Sei fleißig und gebildet 2.Werde zum Teilzeit-Informatiker 3.Lerne zu lernen 4. Vereinfache 5.Nimm deine Sprache ernst 6.Bilde Antifragilität aus 7.Erlange Sicherheitskompetenz 8.Suche ein Gleichgewicht zwischen Agilität und Stabilität 9.Differenziere bei Innovation 10.Führen heißt Katzen hüten 11.Vertiefe dein Verständnis von Mensch und Welt 12.Lass dich drauf ein
Diese Maxime sind für Unternehmen wichtig, um für Digitalisierung und deren Anforderungen gerecht zu werden. Zum Schluss des Buches wird auf die Umweltbedingungen aufmerksam gemacht. Hierzu zählen, wie sich das Arbeitsleben verändern wird, was digitales Leben heißt, was man Kindern lehren kann, wie die Identität in einer digitalen Welt aussieht und welche Risiken und Nebenwirkungen diese Entwicklungen mit sich bringen könnte.
Im Großen und Ganzen regt das Buch über die 12 Maxime zum nachzudenken an. Die Maxime reichen von Softskills, Kompetenzen, Lebenseinstellungen, bis hin zu den Fragen der organisationalen Aufstellung und Ausrichtung aus der aktuellen Entrepreneurship-Forschung.
Das Buch ist einfach zu lesen und verständlich aufbereitet, so das man nachvollziehen kann, was der Autor für eine digitale Transformation empfiehlt.