Der eine Sommer im Leben, der alles verändert: Es ist heiß auf Pantelleria, flirrend heiß, und der letzte Sturm hat die Quallen in die Bucht getrieben, wo Tina sie jetzt eine nach der anderen aus dem Wasser fischt und auf den Beton wirft. Es ist der erste Sommer ohne den Vater. Die Mutter ist nach der Trennung mit ihren beiden Töchtern alleine auf die Insel gefahren. Zwischen Rosmarin und Kapernblüten, salziger Haut und sonnenverbrannten Gesichtern, glitzerndem Wasser und felsigen Buchten erleben Tina und ihre Schwester die Fatalität des Erwachsenseins. Alessio Torino erzählt auf einzigartige Weise von dem schmerzlichen Moment der Gewissheit, in dem wir erkennen, dass nichts mehr so sein wird wie zuvor. Ein Roman über die Kraft des Verstehens und die Melancholie des Verlusts.
Una piccola storia estiva, dal sapore di vacanza. Una bambina che assomiglia a un bambino e tenta con il suo retino di svuotare il mare dalle meduse. Una madre lasciata. Un ristoratore simpatico e confusionario. Una campionessa di nuoto. Tanti personaggi, con i loro desideri espressi e repressi, le loro frustrazioni più o meno evidenti, le loro manie. In una pausa sospesa, come sempre è una vacanza, ancora più se il traghetto per riportarti a casa ritarda e tu resti bloccato su un'isola. Poi questo isolamento si rompe. Ma non proprio nel modo che ti aspetti. Un racconto lungo che fa quello che deve fare un racconto lungo: costruire un'atmosfera, immergerti in una storia e poi svelarti che il mondo in cui ti sei adagiato nonè proprio quello che ti aspetti. Ho apprezzato molto che in questa scrittura delicata, di sentimenti narrati tramite cose, solo qua e là velata di piccole ingenuità, sorgesse infine un elemento capace di riportare tutto in 3d, di dare spessore ai personaggi e agli avvenimenti. Non aggiungo altro, è un libro fragile, sarebbe facilissimo tradirlo.
In Tina Alessio Torino ci regala una storia delicata e forte, coraggiosa, ma piena di paure. La protagonista è un ossimoro vivente e l'autore si guarda bene dal nascondere questa sua natura. Un libro da leggere quando si è in cerca di risposte perché si è stanchi porsi delle domande. Leggi la recensione qui: http://www.ultimapagina.net/recension...
Uno di quei libri presi in biblioteca attratta dalla scioltezza del linguaggio e dall'editore di cui ho molta fiducia. Però mi ha deluso, non saprei neppure dire perché. Forse l'inconsistenza dei personaggi, il mio poco interesse per quella storia. O la mia predisposizione del momento.
Puh, wo soll ich anfangen? Dieses „Sommerbuch“ wurde mir direkt vom Hoffmann und Campe Verlag empfohlen, weshalb ich sofort zusagte, denn Klappentext und Cover lockten mich schon ein wenig. Dass dieses Buch leider so gar nicht meins war, ist umso bedauernswerter, denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Den versprochenen Tiefgang gab es, allerdings auf eine Art und Weise, die mich leicht verwirrt zurückließ. Doch zum Anfang: Es geht um die achtjährige Tina, die unter der Scheidung ihrer Eltern leidet. Ihre Mutter hat Tina und ihre Schwester mit zum Urlaub (der allerdings länger anzudauern scheint) auf eine italienische Insel genommen; dort verbringen die drei ihren ersten Sommer ohne den Vater. Tinas Schwester Bea ist sich ihrer aufblühenden Weiblichkeit schon sehr bewusst, Tina jedoch wird von vielen für einen Jungen gehalten, vor allem anscheinend, weil sie mit ihren acht Jahren noch kein Bikini-Oberteil trägt. Allerdings bemüht sich Tina auch nicht, die Sache aufzuklären, es ist ihr sogar unangenehm, wenn ihre Mutter sie mit ihrem Namen ruft. Während Tina den ganzen Tag damit verbringt, aus dem vor Quallen wimmelnden Meer ebendiese herauszufischen und zu töten, legt Bea es darauf an, Jungs aufzureißen. Doch die anfangs so perfekte, so harmonische Fassade der Insel und ihrer Bewohner bzw. Urlauber droht zu bröckeln.
"Tina. Mit diesem unentrinnbaren a. Ihr kam der Verdacht, dass ihre Mutter es absichtlich tat: So konnte sie der ganzen Cala und dem Bar-Restaurant Alta Marea verkünden, dass Signora Ottaviani aus Urbino zwei Töchter hatte."
Mit diesem Buch wurde ich irgendwie nicht warm. Während mir die Charaktere Tina mit ihrer verschlossenen, beobachtenden Art, und Bea, die aufblühende, angriffslustige, gut gefallen haben, war die Art, wie Alessio Torino diese Geschichte erzählt, sehr verwirrend. Zu schnell wurden zu viele andere Personen eingeführt und ich konnte außer Stefano und seiner Freundin Parì, eine Profi-Schwimmerin, nicht zwischen den übrigen Charakteren unterscheiden. Die Charaktere führten zudem an ihrem Treffpunkt, dem „Alta Marea“, einem kleinen Restaurant, Gespräche, denen sich mir jeglicher Sinn entzogen hat. Diese Perspektive (wir erfahren alles aus Tinas Sicht) hat mich doch stark an „Kenia Valley“ erinnert, in dem der junge Theo bei den viel älteren Valley-Bewohnern herumhängt und deren Gespräche zu verstehen versucht. Dieses Gefühl kam auch bei „Über mir die Sonne“ auf: Tina, die den Gesprächen der Erwachsenen lauscht, versucht, aus diesen Gesprächen eine Erkenntnis über das Erwachsensein zu ziehen, und ihrer Gefühle für die sportliche Parì, die Tina allerdings auch für einen Jungen hält. Alessio Torino formt den Roman nahezu zu einem Kammerspiel, da die Urlauber die Insel plötzlich nicht mehr verlassen können und sich so Streitigkeiten aufbauen. Und mittendrin ist der Anruf des Vaters, der die jungen Schwestern aus der Bahn wirft, sie daran erinnert, dass es letzten Sommer noch anders war. Eigentlich müssten Verlust und Trauer in Torinos Roman viel präsenter sein, doch scheinen zumindest alle erwachsenen Charaktere etwas zu unterdrücken, sie erscheinen festgefahren, selbst Tinas Mutter scheint die Scheidung bereits überwunden zu haben.
Fazit: „Über mir die Sonne“ lässt sich wunderbar leicht und in kurzer Zeit lesen. Der flüssige Schreibstil spiegelt sich jedoch leider nicht in der Geschichte wider, die mir zu merkwürdig erscheint, zu wenig geradeheraus. Besonders durch das Ende des Buches fällt es mir schwer, in Retrospektive ein Fazit zu ziehen. Was ich aber definitiv sagen kann, ist, dass „Über mir die Sonne“ vielleicht auf einer sonnigen Insel spielt, aber zumindest für mich kein Sommerbuch ist. Die Leichtigkeit, die diesen Büchern zugeschrieben wird, fehlt hier komplett, stattdessen muss man als Leser selbst auf Spurensuche gehen, was der Autor uns hier vermitteln möchte.
Wir befinden uns auf einer italienischen Insel im Mittelmeer. Ein sonniger Urlaubsort, der sich mit den dort lebenden Personen aber im Kontrast befindet, u.a. macht auch Tina mit ihrer frisch getrennten Mutter und ihrer Schwester dort Urlaub.
Das Buch hat mich ein wenig verwirrt zurück gelassen und es fiel mir noch nie so schwer, eine Rezension zu schreiben. Die ersten Seiten lasen sich locker und leicht, doch schon bald wird das Buch zunehmend schwerer. Die anfangs schöne Sommerstimmung wird immer düsterer. Es gibt keinen wirklichen Plot in diesem kurzen Roman, was mein Kritikpunkt wäre. Die Handlung wird durch die Beschreibungen der Personen getragen.
Die Charakterisierung wird im Laufe des Romanes immer spitzer und dadurch auch düsterer, denn die Insel ist voll von gescheiterten Persönlichkeiten. Auch Tina und ihre Familie passt dabei ins Bild. Die beiden Schwestern kämpfen - jede auf ihre Art - mit der Trennung ihrer Eltern und auch ihre Mutter ist viel mit sich selbst und ihrer persönlichen Zurückweisung durch den Vater beschäftigt. Trost wird nicht beieinander gesucht, eher im Gegenteil. So ist gefühlt jede auftretende Person vor allem mit sich selbst beschäftigt. Viele Probleme werden nur durch Beobachtungen skizziert (vor allem die der anderen Gäste) und einiges bleibt im Dunkeln. Das Buch ist sicherlich dazu gemacht, mehrmals gelesen zu werden, um die vielen Facetten zu begreifen und miteinander verknüpfen zu können.
Der Schreibstil ist angenehm. Verständlich und gut zu lesen, auch wenn vieles nur angedeutet wird. Wer klare Worte, sinnvolle Zusammenhänge sich wünscht, wird mit diesem Buch enttäuscht werden. Da das Buch mit seinen 150 Seiten aber so schmal ist, hat mich das nicht gestört. Dafür war es nicht lang genug.
Auch wenn "Sonne" im Titel vorkommt, ist das für mich keine Sommerlektüre. Im Herbst könnte sie zwar depressive Auswirkungen haben, passt für mich stimmungsmäßig aber besser. Wer ernste Töne, kaputte Charaktere feinfühlig beschrieben sucht, kann mit diesem Buch glücklich werden.
Qualche vezzo e qualche concessione, non alla moda, ma a un certo modo di concludere le frasi in modo inatteso, che hanno un po' stancato. Ma nel complesso una bellissima lettura.
Tina è asciutta, senza alcun accenno di forme, viene scambiata per maschio provocandole molta irritazione: «era piatta e senza sedere, ma lei era un pesce», così l’ha soprannominata Andre. Al contrario della gemella Bea che mostra chiari segni della sua spigliatezza, qualcuno si azzarda a tracciare un destino un po’ tragico. Hanno otto anni, segni distintivi univoci. Il padre le avrebbe chiamate rispettivamente Kezia e Lottie. Si trovano a Pantelleria in vacanza accompagnate dalla madre e abitanti di un dammuso dall’aria disordinata. Sono qui per liberarsi da mesi svilenti, di bugie. C’è un padre nell’ombra, rimasto ad Urbino, lungo la linea telefonica si consuma l’ultimo atto di storia familiare fallita.
La bambina diventa spettatrice di un microcosmi di una serie di comparse. Arrivano sull’isola bisognosi di consistenza: la madre e le sue fragilità, Andre fuggito dalla Corsica, Stefano e Parì in cerca di chissà quale conferma e soprattutto Charles, il più enigmatico. E qui sull’isola, con i suoi retaggi letterari e le suadenti metafore, ciascuno prova a ridefinirsi, a guarire di quella strana malattia che è la vita. Raggiungere a nuoto il faraglione, addentrarsi nel cuore nero del vulcano: Tina comincia il suo percorso di crescita, di scoperta della propria identità.