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Und dein Leben, dein Leben
»Du bist Schriftstellerin. Dann orchestriere meinen Mord doch fiktiv. Wie würdest du es machen, mh?«Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück.»Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen.Ein philosophischer Thriller für jeden Mutigen, der sich traut, Angst vor sich selbst zu Geschichte thematisiert Mord, sexuellen Missbrauch, Selbstmord und Gewalt im Elternhaus.
- GenresContemporary
112 pages, Paperback
Published February 26, 2019
About the author
Magret Kindermann
15 books7 followersMagret Kindermann wurde 1988 in einem kleinen Dorf in Hessen geboren. Sie studierte Online Journalismus in Darmstadt und arbeitete als Redakteurin und Produzentin in Berlin. Nun lebt sie in Thüringen mit ihrer Familie. Sie interessiert sich für Verhaltensmuster und Emotionen, für leichte Sprache für große Themen, und kuriose Menschen. Wenn sie nicht schreibt, ist sie im Schwimmbad oder Theater zu finden. Mehrere Bücher erschienen bereits im Selbstverlag, Killing Zombies and Kissing You ist ihr erstes im Genre New Adult und im GedankenReich Verlag.
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Displaying 1 - 13 of 13 reviews
February 26, 2019
In einem Rutsch verschlungen.
Ausführliche Rezi kommt demnächst.
Ausführliche Rezi kommt demnächst.
February 1, 2019
Kurzmeinung
Genre: Novelle, Thriller
Handlung: Carmen lebt als Autorin mit ihrem Hund Dexter in einem einsam gelegenen Bootshaus in der Nähe des Waldes. Sie lebt gerne so einsam und abgeschieden. Für sie ist das die beste Umgebung und Atmosphäre, um den Blick auf das Wesentliche zu fokusieren und daraus Kriminalfälle für ihre Bücher zu konstruieren. Sie liebt es sich mörderische Gedanken zu machen und genießt das Gefühl von Panik und Angst, das sie manchmal auf ihren Waldspaziergängen provoziert. Sie sehnt sich danach, DAS Buch zu schreiben. Und dann bekommt sie eines Tages einen ungewöhnlichen Besuch, der ihr Leben aus der Bahn wirft…
Charaktere: Carmen: Eine interessante und unnahbare Frau. Sie beobachtet Menschen lieber als mit ihnen direkten Kontakt zu haben. Sie meidet Beziehungen und kann doch nicht ganz ohne sie sein. Eine etas verstörte Seele, die sich zu begreifen versucht. Wunderbar gelungen!
Spannung: Die Autorin schickt den*die Leser*in mit Carmen in eine überaus ungewöhnliche Begegnung, die plötzlich Carmens Leben komplett auf den Kopf stellt. Welchen Weg gibt es aus der Situation, die sich stetig aufbaut und ein unterschwelliges Grauen hervorbringt. Selbst Carmen weiß nicht, ob sie Freude oder Angst empfinden soll. Sie schwankt währenddessen zwischen unterschiedlichen Gefühlen und lernt dabei sich selbst besser kennen und verstehen.
Sprache / Schreibstil: In flüssigem Schreibstil, schönen Dialogen und direkter, manchmal für mich etwas zu salopper Sprache, bringt die Autorin ihre Geschichte auf wenigen Seiten aufs Papier. Dabei gelingt ihr eine grandiose Geschichte mit überraschenden Wendungen. Große Stärke von Magret Kindermann ist es, trotz der wenigen Seiten, eine Charakterentwicklung ihrer Protagonistin auszuarbeiten und dieser genug Tiefe zu geben, dass man sie sich vorstellen kann. Des Weiteren erzählt sie eine sehr spannende Geschichte und bringt diese auch noch gekonnt zu Ende.
Ende: Ein Ende, das überrascht und nachwirkt! Sehr ausgeklügelt!
Fazit: Kurze Geschichten mag ich eigentlich überhaupt nicht. Sind sie gerade angelaufen, sind sie quasi schon vorbei. Sehr wenige Autoren schaffen es, auf wenigen Seiten eine ausgwogene Handlung zu schreiben. Doch dieses Buch hier hat mich positiv überrascht! Nach einer erfolgreichen Einführung der Protagonistin, entwickelt sich stetig eine Spannung auf etwas, das man noch nicht greifen kann. Und dann erwischt es den Leser so kalt wie Carmen selbst. Einfach grandios, wie das Thema, über das Carmen und ihr Besucher dann zum Ende hin philosophieren, aufgegriffen wurde. Absolute Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen und dabei nicht auf Spannung verzichten wollen.
Genre: Novelle, Thriller
Handlung: Carmen lebt als Autorin mit ihrem Hund Dexter in einem einsam gelegenen Bootshaus in der Nähe des Waldes. Sie lebt gerne so einsam und abgeschieden. Für sie ist das die beste Umgebung und Atmosphäre, um den Blick auf das Wesentliche zu fokusieren und daraus Kriminalfälle für ihre Bücher zu konstruieren. Sie liebt es sich mörderische Gedanken zu machen und genießt das Gefühl von Panik und Angst, das sie manchmal auf ihren Waldspaziergängen provoziert. Sie sehnt sich danach, DAS Buch zu schreiben. Und dann bekommt sie eines Tages einen ungewöhnlichen Besuch, der ihr Leben aus der Bahn wirft…
Charaktere: Carmen: Eine interessante und unnahbare Frau. Sie beobachtet Menschen lieber als mit ihnen direkten Kontakt zu haben. Sie meidet Beziehungen und kann doch nicht ganz ohne sie sein. Eine etas verstörte Seele, die sich zu begreifen versucht. Wunderbar gelungen!
Spannung: Die Autorin schickt den*die Leser*in mit Carmen in eine überaus ungewöhnliche Begegnung, die plötzlich Carmens Leben komplett auf den Kopf stellt. Welchen Weg gibt es aus der Situation, die sich stetig aufbaut und ein unterschwelliges Grauen hervorbringt. Selbst Carmen weiß nicht, ob sie Freude oder Angst empfinden soll. Sie schwankt währenddessen zwischen unterschiedlichen Gefühlen und lernt dabei sich selbst besser kennen und verstehen.
Sprache / Schreibstil: In flüssigem Schreibstil, schönen Dialogen und direkter, manchmal für mich etwas zu salopper Sprache, bringt die Autorin ihre Geschichte auf wenigen Seiten aufs Papier. Dabei gelingt ihr eine grandiose Geschichte mit überraschenden Wendungen. Große Stärke von Magret Kindermann ist es, trotz der wenigen Seiten, eine Charakterentwicklung ihrer Protagonistin auszuarbeiten und dieser genug Tiefe zu geben, dass man sie sich vorstellen kann. Des Weiteren erzählt sie eine sehr spannende Geschichte und bringt diese auch noch gekonnt zu Ende.
Ende: Ein Ende, das überrascht und nachwirkt! Sehr ausgeklügelt!
Fazit: Kurze Geschichten mag ich eigentlich überhaupt nicht. Sind sie gerade angelaufen, sind sie quasi schon vorbei. Sehr wenige Autoren schaffen es, auf wenigen Seiten eine ausgwogene Handlung zu schreiben. Doch dieses Buch hier hat mich positiv überrascht! Nach einer erfolgreichen Einführung der Protagonistin, entwickelt sich stetig eine Spannung auf etwas, das man noch nicht greifen kann. Und dann erwischt es den Leser so kalt wie Carmen selbst. Einfach grandios, wie das Thema, über das Carmen und ihr Besucher dann zum Ende hin philosophieren, aufgegriffen wurde. Absolute Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen und dabei nicht auf Spannung verzichten wollen.
March 4, 2019
»Du bist Schriftstellerin. Dann orchestriere meinen Mord doch fiktiv. Wie würdest du es machen, mh?«
Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück.
»Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen....(Klappentext)
〥〥〥〥〥
"Doch die Perversion ist in uns verankert, in uns allen.
Sie können sich einen Anzug, eine Fliege und teure Schuhe anziehen, sich rasieren und parfümieren,
aber das mörderische Tier kriegen sie niemals aus sich heraus."
(S. 55)
Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass dieser Roman nicht ohne Trigger-Warnung auskommt und dieses Buch daher nicht für jeden geeignet sein könnte.
Trigger: Die Geschichte thematisiert Mord, sexuellen Missbrauch, Selbstmord und Gewalt im Elternhaus.
Carmen lebt in einem Bootshaus und zelebriert, umgeben von Wald und Gewässer die Einsamkeit. Sie liebt das Morbide und Makabere und freut sich, wenn sie sich ängstigt oder zufällig über eine Leiche stolpert, um dieses Erlebnis sogleich beruflich zu verarbeiten. Carmen ist Krimiautorin und das mit Leidenschaft und schreiben ist ihr Leben. Eines Tages scheinen jedoch die Geschichten ihrer Bücher real zu werden. Ein Mörder findet den Weg in ihr Bootshaus und da ganz und gar nicht zufällig. Aus dieser Begegnung entspinnt sich ein faszinierendes Gespräch, welches hinter die Fassade von Carmen blicken lässt und diese ist äußerst düster.
"Sie hatte sich angewöhnt, manchmal Selbstgespräche zu führen, um die Stille zu vertreiben.
So sehr sie die Einsamkeit liebte, manchmal fürchtete sie sich vor dem Wahnsinn."
(S. 11)
Diese Story kommt mit nur wenigen Figuren aus, diese sind jedoch mit einer Tiefe gezeichnet, die man nur selten in Büchern findet.
Eine Schriftstellerin und ein Serienkiller, beide vom Charakter her von gesellschaftlichen Normen abweichend, beide grundverschieden und doch haben sie so manches gemein. Diese beiden, und allen voran der Serienkiller, werden nicht ver- oder beurteilt, sondern regen den Leser an über das Böse im Menschen zu sinnieren. Ja, selbst das Böse ist hier nicht das Böse. Es ist was es ist - eine menschliche Eigenschaft, die in jedem von uns schlummert und sich mehr oder weniger im Laufe des Lebens entwickelt, bzw. entwickeln KANN.
"Sie war irre!
Aber sie wollte sich nicht dagegen wehren, denn sie war, wie sie war
und es gab nichts Schöneres, als das zuzugeben."
(S. 78)
Die Story selbst ist spannend, düster und ebenso fern des Mainstreams wie die Charaktere selbst. Es fängt, meiner Meinung nach, zwar etwas holprig an, entwickelte sich im Verlauf jedoch zu einem packenden Pageturner und endet mit einer völlig unerwarteten Wendung. Schade eigentlich, denn diese beiden Charaktere beinhalten Stoff für einen ganzen Roman. Zu gerne wäre ich mit ihnen noch im Bootshaus verweilt und hätte ihnen gelauscht. Dies ist vor allem auch dem Schreib- und Erzählstil der Autorin geschuldet. Flüssig und klar, inklusive unglaublicher Wortgewalt mit teils philosophischen Zügen in beklemmender Atmosphäre, führt die Autorin den Leser durch diese Geschichte, welche einen auch nach dem Schließen des Buches nicht mehr loslässt.
Fazit:
Das Buch, bzw. die Story hat mich regelrecht mitgerissen und lässt mich auch jetzt noch nicht los. Diese Novelle hat eine fesselnde Story, tiefsinnige Charaktere fern von 08/15, eine beklemmende Atmosphäre und philosophische Wortgewalt, welche einen zum Nachdenken anregt. Ich will mehr! Mehr von solchen Stories, mehr von dieser Autorin!!
© Pink Anemone
Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück.
»Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen....(Klappentext)
〥〥〥〥〥
"Doch die Perversion ist in uns verankert, in uns allen.
Sie können sich einen Anzug, eine Fliege und teure Schuhe anziehen, sich rasieren und parfümieren,
aber das mörderische Tier kriegen sie niemals aus sich heraus."
(S. 55)
Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass dieser Roman nicht ohne Trigger-Warnung auskommt und dieses Buch daher nicht für jeden geeignet sein könnte.
Trigger: Die Geschichte thematisiert Mord, sexuellen Missbrauch, Selbstmord und Gewalt im Elternhaus.
Carmen lebt in einem Bootshaus und zelebriert, umgeben von Wald und Gewässer die Einsamkeit. Sie liebt das Morbide und Makabere und freut sich, wenn sie sich ängstigt oder zufällig über eine Leiche stolpert, um dieses Erlebnis sogleich beruflich zu verarbeiten. Carmen ist Krimiautorin und das mit Leidenschaft und schreiben ist ihr Leben. Eines Tages scheinen jedoch die Geschichten ihrer Bücher real zu werden. Ein Mörder findet den Weg in ihr Bootshaus und da ganz und gar nicht zufällig. Aus dieser Begegnung entspinnt sich ein faszinierendes Gespräch, welches hinter die Fassade von Carmen blicken lässt und diese ist äußerst düster.
"Sie hatte sich angewöhnt, manchmal Selbstgespräche zu führen, um die Stille zu vertreiben.
So sehr sie die Einsamkeit liebte, manchmal fürchtete sie sich vor dem Wahnsinn."
(S. 11)
Diese Story kommt mit nur wenigen Figuren aus, diese sind jedoch mit einer Tiefe gezeichnet, die man nur selten in Büchern findet.
Eine Schriftstellerin und ein Serienkiller, beide vom Charakter her von gesellschaftlichen Normen abweichend, beide grundverschieden und doch haben sie so manches gemein. Diese beiden, und allen voran der Serienkiller, werden nicht ver- oder beurteilt, sondern regen den Leser an über das Böse im Menschen zu sinnieren. Ja, selbst das Böse ist hier nicht das Böse. Es ist was es ist - eine menschliche Eigenschaft, die in jedem von uns schlummert und sich mehr oder weniger im Laufe des Lebens entwickelt, bzw. entwickeln KANN.
"Sie war irre!
Aber sie wollte sich nicht dagegen wehren, denn sie war, wie sie war
und es gab nichts Schöneres, als das zuzugeben."
(S. 78)
Die Story selbst ist spannend, düster und ebenso fern des Mainstreams wie die Charaktere selbst. Es fängt, meiner Meinung nach, zwar etwas holprig an, entwickelte sich im Verlauf jedoch zu einem packenden Pageturner und endet mit einer völlig unerwarteten Wendung. Schade eigentlich, denn diese beiden Charaktere beinhalten Stoff für einen ganzen Roman. Zu gerne wäre ich mit ihnen noch im Bootshaus verweilt und hätte ihnen gelauscht. Dies ist vor allem auch dem Schreib- und Erzählstil der Autorin geschuldet. Flüssig und klar, inklusive unglaublicher Wortgewalt mit teils philosophischen Zügen in beklemmender Atmosphäre, führt die Autorin den Leser durch diese Geschichte, welche einen auch nach dem Schließen des Buches nicht mehr loslässt.
Fazit:
Das Buch, bzw. die Story hat mich regelrecht mitgerissen und lässt mich auch jetzt noch nicht los. Diese Novelle hat eine fesselnde Story, tiefsinnige Charaktere fern von 08/15, eine beklemmende Atmosphäre und philosophische Wortgewalt, welche einen zum Nachdenken anregt. Ich will mehr! Mehr von solchen Stories, mehr von dieser Autorin!!
© Pink Anemone
October 13, 2018
Und dein Leben, dein Leben ist ein Buch,
welches man in einem Atemzug verschlingt!
Worum geht es?
Die geheimnisvolle Carmen lebt zurückgezogen in einem Bootshaus, hinter sich den Wald, vor ihr der See. Sie ist Autorin und fasziniert von Morden. „Und dein Leben, dein Leben“ erzählt aus einem einzigen Tag, doch dieser Tag ist so intensiv und wirft so viele Fragen auf, dass es einem beinahe wie ein ganzes Leben vorkommt.
Erster Satz:
„Noch war es still im Haus, zumindest im Vergleich zum Abend, der folgen sollte.“
unddeinlebendeinleben
Klappentext
»Du bist Schriftstellerin. Dann orchestriere meinen Mord doch fiktiv. Wie würdest du es machen, mh?«
Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück.
»Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen. (Quelle: Magret Kindermann)
Meine Meinung
Obwohl „Und dein Leben, dein Leben“ nur 112 Seiten umfasst, hat es doch jede einzelne Seite ganz schön in sich. Man steigt mitten in den Alltag von Carmen ein, erhält einen Einblick in ihr Leben und in ihre Gedanken, man streift kurz ein paar Menschen, die sie kennt, verweilt aber nie allzu lange bei ihnen.
Wie schnell es geht, wie schnell das Leben ausgehaucht ist. Tod und Leben, Tod und Leben; ein Kreislauf. S. 18
Carmen ist fasziniert vom Tod – von Morden und Mördern. Auch die Bücher, die sie schreibt handeln darüber, wieso sie davon so eingenommen ist, erfährt man aber erst viel später.
Doch das wirklich faszinierende geschieht am Abend, als sich plötzlich ein echter Mörder in ihr Leben drängt. Und obwohl die Situation überaus gefährlich ist, kommt die echte Carmen erst im Gespräch mit ihm wirklich zum Vorschein.
Es entwickelt sich eine spannende und überaus fesselnde Diskussion zwischen Mörder und möglicherweise dem Opfer. Viele Fragen, werden einfach so in den Raum geworfen, ohne wirklich eine Antwort darauf zu erhalten. Doch der Nachklang, lässt einen noch lange nach dem Lesen nicht los.
Schreibstil & Cover
Der Schreibstil von Magret hat mich extrem gefesselt und fasziniert! Die Wörter sind unglaublich treffend und die Sätze auf den Punkt gebracht. Das Cover gefällt mir richtig gut und bringt auf jeden Fall die Kälte, die auch in „Und dein Leben, dein Leben“ vorkommt gut rüber.
Du lebst auf der Oberfläche, in der Fassade. Doch so ist das Leben nicht, es ist hässlich, und wenn du es einmal erlebt hast, erträgst du die Fassade nicht mehr.
S. 23
Fazit
Kaum ein Buch schafft es auf nur 112 Seiten so viel zu sagen und so viele Gefühle und Gedanken auf einmal rüber zu bringen. Für mich war dieses Buch überaus faszinierend und wer Lust auf einen interessanten Thriller, der so ganz anders ist als gewohnt hat, dem kann ich „Und dein Leben, dein Leben“ nur empfehlen!
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
welches man in einem Atemzug verschlingt!
Worum geht es?
Die geheimnisvolle Carmen lebt zurückgezogen in einem Bootshaus, hinter sich den Wald, vor ihr der See. Sie ist Autorin und fasziniert von Morden. „Und dein Leben, dein Leben“ erzählt aus einem einzigen Tag, doch dieser Tag ist so intensiv und wirft so viele Fragen auf, dass es einem beinahe wie ein ganzes Leben vorkommt.
Erster Satz:
„Noch war es still im Haus, zumindest im Vergleich zum Abend, der folgen sollte.“
unddeinlebendeinleben
Klappentext
»Du bist Schriftstellerin. Dann orchestriere meinen Mord doch fiktiv. Wie würdest du es machen, mh?«
Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück.
»Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen. (Quelle: Magret Kindermann)
Meine Meinung
Obwohl „Und dein Leben, dein Leben“ nur 112 Seiten umfasst, hat es doch jede einzelne Seite ganz schön in sich. Man steigt mitten in den Alltag von Carmen ein, erhält einen Einblick in ihr Leben und in ihre Gedanken, man streift kurz ein paar Menschen, die sie kennt, verweilt aber nie allzu lange bei ihnen.
Wie schnell es geht, wie schnell das Leben ausgehaucht ist. Tod und Leben, Tod und Leben; ein Kreislauf. S. 18
Carmen ist fasziniert vom Tod – von Morden und Mördern. Auch die Bücher, die sie schreibt handeln darüber, wieso sie davon so eingenommen ist, erfährt man aber erst viel später.
Doch das wirklich faszinierende geschieht am Abend, als sich plötzlich ein echter Mörder in ihr Leben drängt. Und obwohl die Situation überaus gefährlich ist, kommt die echte Carmen erst im Gespräch mit ihm wirklich zum Vorschein.
Es entwickelt sich eine spannende und überaus fesselnde Diskussion zwischen Mörder und möglicherweise dem Opfer. Viele Fragen, werden einfach so in den Raum geworfen, ohne wirklich eine Antwort darauf zu erhalten. Doch der Nachklang, lässt einen noch lange nach dem Lesen nicht los.
Schreibstil & Cover
Der Schreibstil von Magret hat mich extrem gefesselt und fasziniert! Die Wörter sind unglaublich treffend und die Sätze auf den Punkt gebracht. Das Cover gefällt mir richtig gut und bringt auf jeden Fall die Kälte, die auch in „Und dein Leben, dein Leben“ vorkommt gut rüber.
Du lebst auf der Oberfläche, in der Fassade. Doch so ist das Leben nicht, es ist hässlich, und wenn du es einmal erlebt hast, erträgst du die Fassade nicht mehr.
S. 23
Fazit
Kaum ein Buch schafft es auf nur 112 Seiten so viel zu sagen und so viele Gefühle und Gedanken auf einmal rüber zu bringen. Für mich war dieses Buch überaus faszinierend und wer Lust auf einen interessanten Thriller, der so ganz anders ist als gewohnt hat, dem kann ich „Und dein Leben, dein Leben“ nur empfehlen!
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
November 19, 2019
Ich liebe es.
October 30, 2019
Ich lese nicht sehr oft deutschsprachige Literatur, deshalb war das schon vor dem wirklichen Lesen ganz schön merkwürdig. Der Schreibstil ist okay und der Anfang war relativ interessant - ich fand die Umgebung (abgelegenes Bootshaus im Wald) sehr gut gewählt und auch, dass die Figur Autorin war, empfand ich als positiv. Hätte die Geschichte sich nur um ihren Alltag gedreht, wäre ich wahrscheinlich auf die zweite Hälfte des Buches besser zu sprechen. Leider ist die Handlung in eine Richtung gegangen, die mir nicht so sehr gefallen hat. Das hat sich für mich nämlich etwas zu gewollt und konstruiert angefühlt. Außerdem fand ich die Hintergrundgeschichte von Carmen, dem Hauptcharakter, etwas zu übertrieben. Es hat sich für mich dabei ein bisschen so angefühlt, als wurden einige düstere Elemente nur hereingenommen, damit sie tatsächlich im Buch sind und nicht weil sie für die Charakterisierung von ihr notwendig gewesen wären.
Außerdem Trigger Warnung (hätte ich gerne vor dem Lesen gewusst) für: Inzest, Suizid, abgetrennte Körperteile
Außerdem Trigger Warnung (hätte ich gerne vor dem Lesen gewusst) für: Inzest, Suizid, abgetrennte Körperteile
February 22, 2019
Darum geht's:
In einem kleinen Bootshaus lebt die Autorin Carmen sehr zurückgezogen. Nur ihren Hund Dexter mag sie dauerhaft um sich haben, obwohl sie eine lockere Affäre zu Leon aus dem nächten Dorf unterhält. Carmen hat das Gefühl, von niemandem wirklich verstanden zu werden. An einem Tag im Herbst ändert sich das.
Meine Meinung dazu gibt’s hier
In einem kleinen Bootshaus lebt die Autorin Carmen sehr zurückgezogen. Nur ihren Hund Dexter mag sie dauerhaft um sich haben, obwohl sie eine lockere Affäre zu Leon aus dem nächten Dorf unterhält. Carmen hat das Gefühl, von niemandem wirklich verstanden zu werden. An einem Tag im Herbst ändert sich das.
Meine Meinung dazu gibt’s hier
September 11, 2019
Sehr gelungener Krimi / Thriller, der mich gefesselt hat. Eine Schriftstellerin trift auf einen besonderen Fan.
March 22, 2020
Spannend und atmosphärisch, trotz der geringen Seitenzahl. Außerdem heißt der Hund der Protagonistin Dexter, genauso wie meiner. :D
March 14, 2019
Wow! Große Liebe für diese aufwühlende Geschichte, die nachhallt und so einen einfachen und doch so atmosphärischen Schreibstil verpackt ist. Wie konnte ich nur so lange damit warten, Magret Kindermanns Bücher zu lesen?
July 1, 2020
Stimmungsvolle Novelle mit Tiefgang.
June 28, 2018
Carmen lebt alleine in einem Haus am See und lebt ihre morbide Faszination mit Serienmördern in den Romanen aus, die sie schreibt. Eines Tages sieht sie sich jedoch einem waschechten Mörder gegenüber, mit dem sich ein gefährliches Gespräch über die Psychologie des Bösen entspinnt. Theoretische Überlegungen werden in seiner Gegenwart unmittelbar und roh. Carmen fühlt sich zu ihm hingezogen und im Laufe ihres Zusammenseins kommt ihre Vergangenheit ans Licht, die eine schockierende Erklärung ihrer Eigenheiten bietet. Der Abschluss ist zwar rund, aber auch überraschend. Mit eindringlichen Worten, die fallen wie Steine in einen tiefen See, erzählt Magret Kindermann die Geschichte zweier Menschen, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen und das, was allgemein als böse und verdorben angesehen wird, mit ganz anderen Augen betrachten. Wie in all ihren Werken urteilt sie nicht über die Figuren, sie zeigt lediglich ihre Begegnung und regt dadurch zu eigenen Gedanken an. Und dein Leben, dein Leben ist dunkler und schwerer als ihre bisherigen Werke, aber dafür auch mutiger und gewaltiger. Ein wahres Meisterwerk und empfehlenswert für jeden, der in Büchern mehr als kurzweilige Unterhaltung sucht.
July 6, 2019
Bereits häufig hatte ich von dem Buch "Und dein Leben, dein Leben" gehört und habe es mir dann irgendwann auf den E-Book-Reader geladen. Bevor ich begonnen habe, das Buch zu lesen, war ich etwas skeptisch, weil ich mir nicht sicher war, ob man in so einem engen Rahmen eine spannende Geschichte erzählen kann. Aber ich wurde sehr überrascht.
Margret Kindermann schafft es, durch ein unvorhergesehenes Ereignis den Leser mitten in die Spannung hineinzuwerfen. Ab diesem Moment war ich nicht mehr in der Lage, das Buch aus der Hand zu legen (jedenfalls nicht freiwillig). Die Auflösung des Rätsels, das ziemlich zu Beginn aufgeworfen wird, ist ebenso überraschend.
Schade, dass die Geschichte so kurz war. Sie macht definitiv Lust auf mehr. Deshalb vier von fünf Sternen.
Margret Kindermann schafft es, durch ein unvorhergesehenes Ereignis den Leser mitten in die Spannung hineinzuwerfen. Ab diesem Moment war ich nicht mehr in der Lage, das Buch aus der Hand zu legen (jedenfalls nicht freiwillig). Die Auflösung des Rätsels, das ziemlich zu Beginn aufgeworfen wird, ist ebenso überraschend.
Schade, dass die Geschichte so kurz war. Sie macht definitiv Lust auf mehr. Deshalb vier von fünf Sternen.
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