Sophie war Luftartistin - bis zu einem tragischen Sturz. Danach hatte sie sich geschworen, nie wieder an einem Trapez zu turnen. Als bei einem Zirkus ein Mädchen für alles gesucht wird, bewirbt sich Sophie spontan und bekommt prompt den Job - von ihrer Vergangenheit erzählt sie jedoch nichts. Ihr altes Leben geheim zu halten wird allerdings schwieriger als gedacht. Denn plötzlich steht Bo vor ihr: ein charmanter Feuerkünstler, den sie von der Artistenschule kennt. Langsam kommen sich Sophie und Bo näher, und sosehr sie es auch versucht, sie kann seiner Anziehung nicht widerstehen. Doch ihre Vergangenheit scheint sie einzuholen - Denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass Sophie wieder auf der Bühne steht.
Eine wundervolle Geschichte, die sich Stück für Stück ein Platz im Herzen sucht. Vorallem Bo hat mir richtig gut gefallen und jetzt, wo ich diese Geschichte gelesen habe, habe ich so unglaublich Lust in den Zirkus zu gehen 😍
Äh puh ... ich mochte die Prämisse super gerne (ich liebe ja Charaktere mit einem Trauma in der Vergangenheit) und auch das Zirkussetting fand ich auch recht originell und interessant zu explorieren. Den Einblick in die Welt von Artisten und Trapezkünstlern fand ich spannend, davon hätte es gerne mehr geben können - grade was das Training, die spezifischen Herausforderungen oder auch wie man bestimmte Nummern erarbeitet, anging. Sophie als Charakter fand ich leider extrem ... blass. Dadurch, dass sie bis zum Schluss so unfassbar still, zurückhaltend und passiv war, war sie war einfach sehr nichtssagend. Ja, sie ist traumatisiert durch das was ihr geschehen ist, aber dass sie so ein wahnsinniges Geheimnis daraus macht (sie hatte einen dramatischen Unfall am Anfang ihrer Karriere), fand ich absolut nicht nachvollziehbar. Das fühlte sich einfach nur gekünstelt an und hat für den langweiligsten Konflikt aller Zeiten gesorgt (nämlich dass die Protagonistin mit sich selbst ringt).
Als jemand dann anfing sie zu sabotieren und ihr Drohbriefe geschrieben hat, war ich so YESS!, weil ich dachte JETZT wird sie aber doch mal was sagen. Immerhin bringt sie ja sonst auch alle anderen in Gefahr... Aber nope... Nichts dergleichen. Sophie schweigt aus unerfindlichen Gründen. Why? Ihre neuen Kollegen wirken fast alle super nett und supportive. Ihr ist selbst klar, dass sie was sagen sollte. Aber dann tut sie es einfach nicht und das konnte ich null nachvollziehen. Der Konflikt war einfach dumm. Das Grübeln darüber, dass sie nichts sagen will, hat ENDLOS viel Raum eingenommen und war endlos langweilig. Auch Bo als Love Interest fand ich eher ... nichtssagend. Es ist ein bisschen her, dass ich das Buch gelesen habe und mir ist fast nichts über ihn hängen geblieben. Er war einfach... da und sah hübsch aus.
Also kurz, coole Idee, aber man hätte SO viel mehr daraus machen können. Das Problem scheint ein generelles der Autorin zu sein. Sie lässt ihre Protagonistinnen immer schweigen, wenn es VIEL spannender wäre, wenn sie endlich REDEN. Dadurch würde sich die Beziehung zu dem Love Interest auch viel besser entwickeln und man hätte mehr Raum sich auf interessantere Dinge zu konzentrieren als auf "Ich müsste was sagen, aber ich KANN NICHT!"
Was, wenn wir fliegen habe ich mir auf der LoveLetter Convention in Berlin mitgenommen. Da ich es bei der Signierstunde erworben habe, ist es sogar mit einem persönlichen Autogramm von Kim Nina Ocker versehen. Besonders interessiert hat mich das Thema des Buches, denn die Autorin entführt uns in diesem zeitgenössischen Liebesroman in die Welt der Akrobatik und des Zirkus.
„»Lehnen Sie sich zurück, lassen Sie sich fallen, und schauen Sie zu, wie wir Ihre Träume das Fliegen lehren!«“ S. 354
Nach einem tragischen Sturz hat die Luftakrobatin Sophia sich geschworen nie wieder am Trapez zu turnen und sich komplett von ihrer Welt der Akrobatik abgewandt. Doch sie ist mit ihrem neuen Leben absolut nicht glücklich und als bei einem Zirkus ein Mädchen für alles gesucht wird, bewirbt sie sich darauf und wird prompt genommen. Diese Welt zieht sie sofort wieder in ihren Bann. Von ihrer Vergangenheit erzählt sie am Zirkus niemandem etwas, doch dies geheim zu halten gestaltet sich als schwieriger als gedacht. Bo, der attraktive Feuerkünstler, kennt sie aus ihrer Zeit in der Artistenschule und zudem kommen Sophie und Bo sich auch noch immer näher! Auch, dass Sophies Vergangenheit sie wieder einholt, lässt die Situation ziemlich brenzlig werden …
Das Cover hat mich persönlich jetzt nicht wirklich angesprochen, aber es passt sehr gut zum Inhalte des Buches und das finde ich wirklich toll. Besonders gereizt hat mich die Kulisse der Handlung. Das Thema ist doch eher ungewöhnlich und genau das macht den Reiz aus. Der Zirkus zieht einen einfach in seinen Bann und man möchte sich verzaubern lassen von dieser außergewöhnlichen Welt.
Der angenehm leichte Schreibstil von Kim Nina Ocker hat mir den Einstieg in das Buch leicht gemacht. Er fängt die mystische Atmosphäre des Zirkus perfekt ein. So kam ich gut und schnell in die Handlung und ich habe die Protagonistin gleich ins Herz geschlossen. Kaum hatte ich das Buch in die Hand genommen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen.
„Ich würde in diesem Zirkus vielleicht nur das Mädchen für alles sein, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass ich von morgen an Teil einer Zirkusfamilie wäre. Nach zwei Jahren hatte ich endlich wieder das Gefühl, einen Salto schlagen zu können.“ S. 39
Zu Beginn hatte ich ein wenig Probleme die einzelnen Künstler und Artisten namentlich auseinander zu halten, doch das hat sich schnell gelegt. Jeder von ihnen hat seine eigene Persönlichkeit und sticht durch seine Eigenarten aus der Masse heraus. Zwar sind diese ganzen Nebencharaktere nicht tief ausgearbeitet, dennoch fügen Sie sich nahtlos ins Geschehen mit ein. Dadurch, dass die Handlung die ganze Zeit aus der Sicht von Sophie aus der Ich-Perspektive erzählt wird, lernt man sie besonders gut kennen und kann sich in sie hinein versetzen. Als Leser leidet man ein wenig mit ihr mit, denn ihr schlechtes Gewissen frisst sie langsam auf und sie möchte ihre neue Familie nicht verlieren. Die Welt des Zirkus erinnert sie an ihre Zeit als Akrobatin und ihr Widerstand nie mehr am Trapez zu arbeiten beginnt immer mehr zu bröckeln.
Ein Charakter, der mir unheimlich gut gefallen hat, ist Bo. Er ist der furchtbar sexy Feuerspucker, zu dem sich Sophie immer und immer mehr hingezogen fühlt. Die Szenen zwischen den beiden ließ die Luft jedes Mal knistern. Er soll einen total heißen niederländischen Akzent haben, den ich mir aber irgendwie nicht so richtig vorstellen konnte, denn Niederländer habe ich mir bis jetzt nicht sexy vorgestellt. :D
„Bo beugte sich zu meinem Ohr und sagte so leise, dass nur ich ihn verstehen konnte: »Die Bühne schreit nach dir, princess. Hörst du sie rufen?«“ S. 254
Richtig spannend wird die Handlung dadurch, dass Sophies Vergangenheit sie langsam, aber sicher, einholt und nicht nur sie in Gefahr bringt, sondern auch ihre neue Familie. Dadurch bekommt das Buch eine Prise von Action und Krimi und das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Nur die Auflösung des Ganzen ging mir am Ende ein wenig zu schnell und war mit einem Hauch zu viel Drama versehen.
Fazit:
Was, wenn wir fliegen ist ein Buch über Neuanfänge, Freundschaft, innere Stärke mit einer Liebesgeschichte fürs Herz, das vor einer ungewöhnlichen Kulisse spielt und mit viel Humor und Emotion geschrieben wurde. Lest dieses Buch und lasst euch verzaubern! Dafür vergebe ich vier von fünf Schmetterlingen.
Ich liebe die Detailliebe bei dem Cover und muss feststellen es passt einfach wie der Deckel auf den Topf. Die Thematik Zirkus, sowie Luftartistik und die Farbenvielfalt wird hier gut dargestellt. Im Hintergrund sieht es aus als würde man nach oben in die Spitze eines Zirkuszeldes schauen. Also absolut rund und stimmig.
Bis dato hatte ich noch kein Buch der Autorin gelesen. Was sich ab jetzt aber definitiv ändern wird. Der Schreibstil hat mich richtig gut gefallen. Auch wenn die Story aus der Sicht von Sophie erzählt wird, hat mir Bos Perspektive nicht gefehlt. Die Autorin schafft es jede Figur in diesem Buch zum Leben zu erwecken und mir die Zirkuswelt näher zu bringen.
Sophie hat in einem nicht ganz so nüchternen Zustand eine Bewerbung abgeschickt und erhält hierfür eine Einladung. Ein Mädchen für alles beim Zirkus klingt mega spannend. Doch Sophie hat ein Geheimnis. Denn sie hat einen besonderen Bezug zum Thema Zirkus, aber das behält sie für sich. Sophie liebt die Atmosphäre und den Zauber des Zirkusleben sehr. Die Artisten sind unfassbar sympathisch. Alles scheint perfekt. Doch dann taucht Bo auf. Ein Artist, welchen sie aus ihrer Vergangenheit kennt. Wird er ihr Geheimnis lüften? Wird er Sophie beistehen? Wird er ihr zu ihrem Ziel verhelfen, gegen all den Widrigkeiten?
Bo ist ein wundervoller Charakter. Auch wenn man eigentlich denkt, ihm solle als Feuerkünstler eine düstere Atmosphäre umgeben. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Er ist so sympathisch, warmherzig und lieb. Sophie hat keine einfach Vergangenheit, aber die Autorin be- und umschreibt es super. Doch eine Person gönnt Sophie ihr Glück nicht und mit dieser kommt auch die Spannung ins Geschehen. Ich wurde als Leserin mitgerissen und war richtig gefesselt. Sophie hätte ich gern ein ums andere Mal in den Arm genommen und Bo gesagt, was für ein wundervoller Mann er ist.
Für alle, bei denen sich beim Thema Zirkus vllt die Zehnägel hoch krempelt wegen den Tieren, kann ich sagen, in diesem Zoo gibt es keine Tiere. Hier liegt der Hauptaugenmerk auf den Artisten, was eine wundervolle Atmosphäre schafft.
Eine Story, welche ich von Herzen gern gelesen habe. Es war mir ein absolutes Lesevergnügen.