Kurztext Antonio Gamoneda, Jahrgang 1931, gehört zu den bedeutendsten spanischsprachigen Lyrikern der Gegenwart. Seine Gedichte sind Gedächtnisräume, in denen sich Stationen der eigenen Biographie mit Spaniens jüngster Geschichte überlagern. Erinnerung und Bewußtsein, Verlust und Trauer, aber auch die Feier des Lebens sind Schlüsselbegriffe dieser Lyrik, deren eindringlich-emotionale Bildsprache einen unverwechselbaren Ton anschlägt. Die zweisprachige Anthologie, übersetzt von Petra Strien-Bourmer und Manfred Bös, versammelt eine umfangreiche Auswahl von Gedichten aus dem Gesamtwerk, für das Antonio Gamoneda 2007 den Cervantes-Preis erhielt.
Vita Javier Gómez-Montero ist Professor für Romanische Literaturwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Leiter der Projektgruppe LITES (Literatura Española). Er gab mehrere Anthologien zur Gegenwartslyrik in Spanien (mit deutschen Übersetzungen) heraus: Territorien der Lyrik in Spanien (edition tranvía/Berlin 2001), Du kamst, Vogel, Herz, im Flug (gemeinsam mit Petra Strien, Suhrkamp/Frankfurt am Main 2004) und – unter Mitwirkung der Kieler Übersetzerwerkstatt – Cuando va a la ciudad, mi Poesía. Das Gedicht und die Stadt. Gegenwartslyrik aus Spanien (1980–2005), SIAL Ediciones/Madrid 2005).