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Staat und Gesellschaft der Griechen und Römer (European political thought)

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Excerpt from Staat und Gesellschaft der Griechen und Römer

Reich, das bis an den Indus reicht, eine zu schmale Basis ist. Und er ist zwar Trager der hellenischen Kultur, aber ein Hellene selbst eben sowenig wie sein Heer, und in dieses Heer und die Beamtenschaft be absichtigt er den Persern gleichberechtigten Zutritt zu gewähren. Sein jäher Tod macht diesem Versuche, zugleich aber auch der Einheit des Reiches ein Ende. Erst als Rom Herrin der westlichen Mittelmeerlande geworden ist, den Osten ganz in Besitz genommen und selbst in der gesetz lichen Herrschaft des Kaisers sein Gleichgewicht gefunden hat, zeigt sich Europa stark genug, Asien wenigstens bis zum Euphrat in den Frieden eines Reiches und einer Kultur einzubeziehen, und dieses Rom ist ebenso wie die makedonischen Königreiche Träger der hellenischen es hat die Barbaren des Ostens immer nur hellenisieren, niemals romanisieren wollen. So hört das Hellenentum darum nicht auf, eine Rolle zu spielen, daß die Herren der Welt Makedonen und Römer sind, wenn auch der Staat der Kaiser in Rom und Byzanz nur als römisches Gebilde recht gewürdigt werden kann. Dagegen hatte das Hellenentum auch schon jahrhunderte vor dem Tage von Marathon ziemlich an allen Küsten des Mittelmeeres den Samen seiner Kultur ausgestreut, die berufen war, sich zu der Kultur Europas und der Welt auszuwachsen.

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280 pages, Paperback

Published January 1, 1979

About the author

Enno Friedrich Wichard Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff (1848 – 1931) was a German classical philologist. Wilamowitz, as he is known in scholarly circles, was a renowned authority on Ancient Greece and its literature.

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