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Glampain

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Nachdem ihre große Liebe sie verlassen hat, kann Torina es kaum erwarten, mit der Arbeit an der neuen Parfum-Kampagne "Dangerous Temptation" zu beginnen. Der Duft soll der Firma "Rose’s Heart" endlich den internationalen Durchbruch bringen. Als Kampagnengesichter werden keine Geringeren als das Model Olivia Livington und der Skandalrockstar Luke Flynt engagiert.
Was als vielversprechendes Projekt beginnt, entwickelt sich bald zu einer Katastrophe. Denn die beiden Berühmtheiten leben ihre Exzesse und Überheblichkeiten rücksichtslos aus und nehmen es auch mit der Wahrheit nicht so genau.
Torinas Glaube an das Gute im Menschen wird so auf eine harte Probe gestellt. Und Olivia wird schmerzhaft bewusst, dass ihr Leben im Glamour mehr als nur eine Schattenseite hat.

Eine Geschichte von Liebe, Schmerz und Niedertracht auf dem roten Teppich der Eitelkeiten.

290 pages, Kindle Edition

First published March 27, 2017

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Laura S..
32 reviews19 followers
May 3, 2018
Vorneweg: Ich bemühe mich, das hier so spoilerfrei wie möglich zu halten, aber ich weiß nicht, ob ich das hinbekomme. Also wer puren, ungefilterten Lesegenuss haben will, sollte das hier erst lesen, wenn er mit GLAMPAIN durch ist.
(Und man möge mir verzeihen, wenn das hier keinem allgemein gültigen Review-Schema folgt, ich habe so etwas noch nie geschrieben.)

Man. Was soll ich zu diesem Buch sagen? Was k a n n ich sagen? Dass ich himmelweit und rettungslos in den Stil verliebt bin, ist nichts Neues, aber ich kann es nicht oft genug sagen. So roh, so ungefiltert und so voller Emotionen. Ohne Beschönigungen, ohne unnötige Schnörkel. Auf den Punkt gebracht und mitten ins Herz getroffen mit jedem Satz.

Ich bin großer Fan von Perspektivwechseln. Das war hier wunderbar, denn man hat Ereignisse meistens von zwei Seiten beleuchtet bekommen: Einmal von Torina und einmal von Olivia. Das trägt meiner Meinung nach einfach so viel zur Spannung und zum Leseerlebnis bei, wenn man mehr als eine Facette kennt. Wenn man sich aus zwei (oder mehr) verschiedenen Teilen das große Ganze zusammenpuzzeln kann. Das ist hier phänomenal umgesetzt worden.
An der Stelle möchte ich auch ein paar Wörter zu den POV-Charakteren verlieren: Torina & Olivia.

Torina, mein kleiner Liebling. Hat es faustdick hinter den Ohren, steht für ihre Dinge ein, kämpft um das, was sie will und ist sich gleichermaßen nicht zu schade, auch Schwäche zu zeigen. Um Hilfe zu bitten, wenn sie merkt, sie schafft das nicht allein. Sie ist eine herrliche Balance zwischen »stark« und »schwach« und das macht sie so unglaublich menschlich. So glaubwürdig. So tiefgründig. Sie macht Fehler und sie tut alles in ihrer Machtstehende, um diese Fehler auszumerzen. Sie bemüht sich. Sie gibt ihr Bestes. Und stößt auch an Grenzen, weil manchmal alles Mühen nicht ausreicht. Weil man manche Fehler nicht rückgängig machen kann. Das muss sie in einem unglaublich schmerzvollen Prozess lernen, aber sie wächst daran. Und man, was habe ich sie dafür geliebt. Was liebe ich sie dafür immer noch. An manchen Stellen hätte ich sie so gern gepackt und geschüttelt, weil man als Leser einfach w e i ß, dass es nicht gut für sie enden wird, dass sie sich damit so viel Schmerz aufhalst, den sie nicht haben müsste (ja, Riley, dabei gucke ich dich an. Arschloch.) und gleichermaßen will man sie aber dann, wenn es passiert, einfach in den Arm nehmen. Torina ist ein bisschen wie die Freundin, die man vor dem Untergang bewahren will und man aber gleichzeitig machtlos dagegen ist. Man ist verdammt, ihr dabei zuzusehen und will ihr dann eigentlich nur eine tröstende Umarmung schenken, weil sie es nicht verdient. Weil sie so viel Besseres verdient.
Und auf der anderen Seite Olivia: Mit der ich - und es tut mir echt weh, das so formulieren zu müssen - keine Sekunde lang warm geworden bin. Sie ist Miss Symmetriewunder, sie ist die strahlende Schönheit, der Engel, um den sich alles dreht (oder eher: drehen soll, wenn es nach ihr geht.) Sie ist ein Paradebeispiel dafür, was Ruhm, Bekanntheit und dieses ständige im-Rampenlicht-Stehen mit Menschen machen kann. Es ist authentisch und unbeschönt. Nicht nur die glamouröse Seite, das Funkeln, das Strahlen, das Geld, sondern auch die Schattenseite: Gestalkt werden, sich für jeden Schritt verantworten müssen, sich physisch und psychisch an seine Grenzen bringen und sie zu überschreiten, überschreiten zu müssen, um zu gefallen und nicht zu enttäuschen. Was mich an ihr einfach wahnsinnig gestört hat, ist, dass sie als toughe, selbstbestimmte Frau auftritt - und dann aber doch die meiste Zeit passiv in den Seilen hängt. Sie sinnt auf Rache, sie hegt Pläne dafür, sie w i l l etwas tun und tut es dann doch nicht. Lässt sich herumschubsen, lässt sich schlagen, macht die Beine breit und duckt sich, spielt jedes Spiel mit, das mit ihr getrieben wird. Das passt für mich nicht zu dem, was sie verkörpern will. Was sie allen anderen vermittelt. Ich bin überzeugt davon, dass das gewollt ist und dass es noch mehr Tiefe in ihren Charakter bringt. Weil sie will und nicht kann. Weil sie irgendwo auch an sich selbst verzweifelt. Ihr ist wahnsinnig viel Schlimmes widerfahren, aber ich konnte mich einfach nicht dazu überwinden, Mitleid mit ihr zu haben. Dafür ist sie für mich eine viel zu unangenehme Person, dafür hat sie zu viel Mist gebaut und war so unfair zu anderen. Dafür ist sie mir zu egozentrisch, zu arrogant.

Und ich muss noch einen Charakter anführen, obwohl er kein POV-Charakter ist. Muss erwähnen, was er mit mir gemacht hat, denn man, was habe ich mich in Luke Flynt verliebt. Der unnahbare Rockstar, der plötzlich doch so angreifbar und verletzlich wird. Der seine harte Schale zerbricht und seinen weichen, zersplitterten Kern zeigt. Der sich in Alkohol flüchtet und versucht, sich mit Skandalen in der Bekanntheit zu halten. Gott, ich liebe ihn. Ich liebe ihn so sehr. Dafür, dass er versucht und versucht und gegen Mauern anrennt, die er um sich selbst gezogen hat. Dass er sich verletzlich macht, dass er zur Liebe steht, auch wenn sie (anfangs & in seinen Augen) zum Scheitern verurteilt ist. Dass er diesen Song schreibt. Dass er damit so viel Fläche bietet, um angegriffen zu werden und sich trotzdem in die Bresche wirft. Er wächst. Er wächst so unglaublich viel im Verlauf der Geschichte. Über sich selbst hinaus und bleibt sich trotzdem treu. Und er ist so menschlich dabei. Er verbockt Dinge ganz gewaltig. Er ist stur und unnachgiebig. Er verzeiht nicht, obwohl er in einem Standard-Buch verzeihen würde.

Das ist ein Punkt, an dem ich ganz generell einhaken möchte: In GLAMPAIN wird wahnsinnig viel mit Klischees und Mainstream-Dingen gespielt und bewusst gebrochen. Und das fand ich beim Lesen unglaublich gut. Da werden Fehler nicht sofort verziehen, weil es den Plot einfacher machen würde. Es werden Dinge ungeschönt beschrieben, die Mainstream und Hollywood gern totschweigen.
Natürlich gibt es das Love-Triangle Riley-Torina-Luke, aber das hat mich in diesem Fall überhaupt nicht gestört. Weil es nie ein »da sind zwei strahlende Ritter und für einen musst du dich entscheiden« war. Das war ein »du stehst zwischen den Fronten und musst mit dir selbst klären, in welchen Krieg du dich wirfst: Gehst du zum Ex zurück, der dich einfach zurückgelassen hat oder lässt du dich auf einen vollkommen zerstörten Menschen ein, der dich mit in den Abgrund reißen könnte?«
Und man. Ich liebe Laura und Ali dafür, dass sie nicht auf dieses Hollywood-Ding hereinfallen. Torina liebt Luke nicht wieder ganz. Sie ist für ihn da, sie unterstützt ihn dabei, eine bessere Version von sich selbst zu sein, aber sie heilt ihn nicht mit einem Kuss oder mit Sex. Sie hilft ihm. Sie sind gleichberechtigt. Sie verleiht ihm keine Absolution, da ist kein Happily Ever After, sondern ein »wir kämpfen für unser Glück. Und wenn wir zum Scheitern verurteilt sind, dann genießen wir zumindest die Momente, die wir bis zum Untergang haben«.

Es gab ein paar Dinge, über die ich gestolpert bin (zB Ben & Olivia. Das ging mir ein bisschen zu holprig und zu unangekündigt), aber es gibt nichts, das mich in diesem Buch wirklich, wirklich gestört hätte. Es ist ein bisschen so, als würde man für die Dauer des Lesens in den Kopf von Celebrities sehen können. Als wäre man selbst einer und erlebt, was es heißt, wirklich berühmt zu sein. Aber es ist so viel mehr als das. Weil man für sich selbst einfach wahnsinnig viel mitnehmen kann. So vieles, das man von Torina, von Olivia, von Luke, von allen Charakteren lernen kann. Und das macht die besten Geschichten aus, finde ich - sie bleiben auch dann im Kopf, wenn man das Buch schließt. Und das hat GLAMPAIN definitiv geschafft. ♥
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