Oedip. Hat bisher ohne die Hilfe der Bürger zu gebrauchen regiert. Jetzt findet er, dass er sich an diese wenden muss, da er später, als die That geschah, in die Stadt gekommen ist. In einer seltsamen'aufregung ruft er den Beistand der Bürger an, zeigt, dass dieses eine Sache sei von der er selbst keine Kunde habe und ruft den entsetzlichen Fluch über den Thät'er, und damit über sem ergenes Haupt herab. Während er das Beste will und mit aller Macht daran arbeitet, verwickelt er sich mehr' und mehr in das grauenvolle Irrsal, und furchtbar muss für die Zuschauer einerseits die Betheuerung seiner Huwis senheit und seiner Unschuld, andererseits die wilde Hast sein, mit der er, gleichwie von einer dämonischen Gewalt gezwungen der Erhnntniss seiner schrecklichen Lageentgegen geht in welcher er sich als Vatermörder und alt Entéhrer des mütterlichen Ehebettes erkennen muss. In der Untersuchung nun zeigt sich eben jene Ironie, durch welche das Schicksal ihn, trotz seines Widerstre ben's, trotz seiner Anstrengung, den Orakelspruc_h unwahr zu machen und dem ihm verkündeten Loose zu entgehen, zur Vollendung desselben gelangen lässt, und macht den übemälti'gendaten Eindruck, da die Flüche die er über den Thäter' ausgesprochen auf ihn zurückfallen werden.
About the Publisher
Forgotten Books publishes hundreds of thousands of rare and classic books. Find more at www.forgottenbooks.com
This book is a reproduction of an important historical work. Forgotten Books uses state-of-the-art technology to digitally reconstruct the work, preserving the original format whilst repairing imperfections present in the aged copy. In rare cases, an imperfection in the original, such as a blemish or missing page, may be replicated in our edition. We do, however, repair the vast majority of imperfections successfully; any imperfections that remain are intentionally left to preserve the state of such historical works.