Vor nicht einmal zwanzig Jahren nährte die Digitalisierung noch die Hoffnung auf eine universelle Befreiung der Menschen. Geblieben ist davon nicht viel: Die Furcht vor Überwachung ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Mit Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien hielt eine neue Form von Hetze Einzug in die Öffentlichkeit. Und auf die permanente Verfügbarkeit von Informationen folgte der Kampf der etablierten Medien gegen den digitalen Dauerbeschuss mit Fake News. Höchste Zeit also für eine kritische Bestandsaufnahme.
In diesem Band gehen einige der wichtigsten Denkerinnen und Denker der Gegenwart drängenden Fragen nach: Wie lässt sich der digitale Kapitalismus zähmen? Stellt das Internet eine Gefahr für die Demokratie dar? Und wie können wir in einer digitalisierten Welt Autonomie (zurück)erobern?
Mit Beiträgen von Martin Schulz, Jakob Augstein, Gerhart Baum, Yvonne Hofstetter, Evgeny Morozov u. v. a.
Thematische Textsammlung die aus dem gleichnamigen Symposium hervorgegangen ist. Die jeweiligen Texte sind dabei unterschiedlich plausibel argumentiert. Hervorzuheben sind: De Philipis Text zur Blockchain, der auch nicht technik-affinen Lesern einen Zugang zur komplexen Thematik erschließt. Kurz und Riegers Texte und Vorschläge zur Bewältigung des Überscheitens der ›creepy line‹. Hoffmann-Riems Text zur Macht der Big Five. Zuboffs Meditation über die Aufforderung Norbert Elias . Auch Kalblizerts Text zur Empörungskultur konnte ich etwas abgewinnen. Und schließlich die Überlegungen von Gerhart Baum.