Martin Walser ist Schriftsteller. Jakob Augstein ist Journalist. Und sie sind Vater und Sohn. In diesem Buch sprechen sie über das Leben von Martin Walser, über dessen Jugend in Wasserburg am Bodensee, über den Vater, der Hölderlin gelesen hat, und die Mutter, die das Gasthaus geführt hat. Sie sprechen über den Krieg, über das Schreiben, über Geld und das Spielcasino in Bad Wiessee, über Uwe Johnson und Willy Brandt. Sex sei kein Sujet, sagt Walser, und so sprechen sie stattdessen über das Lieben. Und dann über das Beten.
Jakob Augstein fragt Walser nach der umstrittenen Rede in der Paulskirche und der öffentlichen Fehde mit Marcel Reich-Ranicki. Und natürlich spielen Auschwitz und die deutsche Vergangenheit eine Rolle, ohne die das Leben und die Romane von Walser nicht zu denken sind. Und sie sprechen auch über sich.
«Das Leben wortwörtlich» ist ein gemeinsamer Blick auf eine deutsche Lebensgeschichte, bewegend und voller überraschender Einsichten.
Martin Walser was a German writer. He became famous for describing the conflicts his anti-heroes have in his novels and stories. In 1998 he was awarded the Peace Prize of the German Book Trade in Frankfurt. He was also the father of authors Johanna Walser, Theresia Walser and Alissa Walser.
Es ist schon faszinierend, wenn ein Vater mit seinem Sohn ihr gemeinsames Leben entdecken und noch dazu leserlich und übersichtlich. Mich hat es sehr bewegt, wie der katholische Vater, der ja nicht nur tief von Kafka und Eichendorf geprägt, sondern auch von Augustin, Kierkegaard und Barth bewegt ist, seinem ungetauften und atheistischem Sohn das Beten nahezubringen und sich vielleicht sogar dem Glauben anzunähern. Sie unterhalten sich über das Gewissen, das öffentliche Dichterdasein in Deutschland, das Gegenüber zu Kritikern und dem Umgang mit Widerspruch und Ablehnung. Obwohl sie engstens verwandt sind, trennen sie Jahrzehnte, Lebens- und Ideenwelten und doch bemühen sie sich um Verstehen und Verständnis - vielleicht Übersetzung und Kommunikation durch begrenzte Wortmöglichkeiten und Horizonte versuchen sie gemeinsamen Boden unter den Füßen und mitteilsame Gedanken im Kopf und ähnliche Gefühle im Herzen zu entfalten und mitzuteilen. Ein einfühlsames, behutsames und sehr persönliches Buch, das doch nicht ins Banale abrutscht und Mut macht Brücken zu schlagen, Verständnis zu suchen und dem gemeinsamen Leben Schönes abzugewinnen. Und sprachlich ist da manches gewagt und erreicht worden. Das läßt sich sogar ins Englische übersetzen: "As long as something is, it isn't what it will have been." (S.288)
Eigenlijk is dit niet meer dan een zeer uitgebreid interview. Daar is niks op tegen, maar het is wel pretentieus. De zoon stelt de vader vragen over literatuur, politiek, religie de liefde en de literaire wereld en de vader antwoordt op een tamelijk zelfingenomen manier. Zegt zich kwetsbaar op te stellen en is gebelgd als hij gekwetst wordt. Tegen het slot blijkt de interviewende zoon (een journalist) ook nog eens in werkelijkheid de onechte zoon van Walser te zijn. Heb veel dingen gelezen die ik van mezelf niet hoef te lezen. Je kunt je niet voor alles interesseren en heel bijzonder mooi opgeschreven is het niet..