Волей рока я, Евлампия Романова, опять втянута в расследование загадочного убийства соседа по даче академика Славина. Убили его в кабинете Академии высшего образования. Он был там один. Причем вначале его застрелили, а потом, уже мертвого, ударили ножом. Говорят, Славина любили все. Даже его многочисленные жены и чада жили с ним в одном доме. Его дочь Ребекка просит меня найти убийцу отца - ей кажется, что это кто-то из близких. Ведь только они знали о тайном ходе в его кабинет. Я согласилась помочь, не подозревая, во что ввязалась... И тут вдруг погибает под колесами электрички последняя жена Славина - красавица Анжелика...
Darya Dontsova (Russian: Дарья Донцова) (before marriage known as Vasilyeva) is a Russian writer of detective novels, scriptwriter, TV presenter and member of the Union of Writers of Russia. Winner of a number of literary awards. Over the years, according to official data of the Russian Book Chamber, Dontsova takes the first place in Russia among adult fiction authors on the total annual circulation of books published by it. In 2015, published 117 books and pamphlets total circulation of Dontsova 1968 thousand copies in Russia.
Auch wenn dies bereits der 4. Fall von Tanja Romanowa war, wollte ich nun endlich einmal einen Kriminalroman aus Moskau lesen. Für mich war es zwar der erste Fall mit ihr, aber so konnte ich gleich sehen, ob man die Reihe auch problemlos einzeln lesen könnte. Mit Erfolg, denn tatsächlich handelte es sich zumindest bei diesem Band um eine abgeschlossene Geschichte, welche nur sehr wenige Anspielungen an die Vorgänger machte.
Dabei fand ich es besonders toll, das man Hauptcharakterin Tanja noch einmal beschrieb. Egal ob Aussehen, Beruf oder Leidenschaften, alles wurde mit in die Geschichte eingebaut, so das ich mir ein gutes Bild von ihr machen konnte. Dieses fiel dazu auch noch sehr positiv aus. Ich mochte ihre lässige und manchmal auch recht freche Art, die mir eine taffe Frau zeigte, die das Herz am rechten Ort hat. Auch der Rest ihrer wilden Rasselbande aus Kindern, Hunden, Katzen und einer Kröte waren dabei unglaublich unterhaltsam. Es machte einfach Spaß zu lesen, was sie alles erlebten.
Diese Art half ihr auch beim Fall, welcher sie diesmal in eine reiche Familie führte, deren Oberhaupt ermordet wurde. Klingt erst einmal nicht besonders, bis man erfuhr wie der Herr lebte. Neben vielen Hochzeiten und Scheidungen war es nämlich schon außergewöhnlich, dass ein Teil seiner Frauen noch immer mit ihm zusammenlebte. Natürlich nicht immer friedlich, aber man kam eben miteinander aus. Dass der Tod des Mannes nun alles über Bord warf, konnte man sich da glatt denken. Dabei entstand eine interessante Reise, welche nicht nur die Familie näher beleuchtete, sondern auch das Land in dem sie lebten.
Ich war noch nie in Moskau oder in Russland allgemein und war daher gespannt was mich erwarten würde. Kurz gesagt, die Wahrheit. Die Autorin scheute sich nicht davor auch die weniger gut betuchten Gegenden des Landes aufzuzeigen oder wie gewisse Abläufe bei Schulen ablaufen. Das einzige Problem für mich war bloss ihre Aussprache. Da Bahnhöfe oder Bezirke mit ihrem originalen Namen benannt wurden, blieb mir irgendwann nichts anderes mehr übrig als diese zu überlesen. Das war zwar schade, aber ich kam trotzdem sehr gut in der Geschichte voran.
Sprachlich hatte ich trotz allem eine Menge Spaß. Die Charaktere boten eine große Auswahl an Persönlichkeiten, die mal mehr oder mal weniger unterhaltsam waren. Ich werde auf jeden Fall noch die anderen Bände lesen, denn ich möchte unbedingt wissen was Tanja noch alles erlebt hatte.
Was für ein Abenteuer in Russland. Zusammen mit Tanja Romanowa durchlebte ich einen spannenden Fall, der mich emotional, aber auch unterhaltungs-technisch einfach fesselte. Zwar hieß es sich oftmals einfach auf die Ereignisse einzulassen, aber wer das kann erlebt einen gut aufgebauten Kriminalfall mit ordentlich Tiefgang.
Ein Verwirrspiel um die Persönlichkeit, Vergangenheit und Verwandtschaft des Professor Slawin. Tanja löst den Fall zwar nicht, aber sie mischt kräftig mit. Wie immer witzig und locker zu lesen. Ach ja: Seitdem ich dazu übergegangen bin, mir bei Donzowas Krimis eine Personen-Liste anzufertigen, komme ich mit den vielen russischen Namen viel besser klar.