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Asimovs Robotergesetze (Telepolis): Was leisten sie wirklich?

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Die Robotergesetze von Isaac Asimov sind schon mehr als 75 Jahre alt. Dies verblüfft, erscheinen sie doch so aktuell. Das mag daran liegen, dass die Gesetze zum Zeitpunkt ihrer Entstehung eine Vision waren, eine Vision einer damals fernen Zukunft. Diese Zukunft ist inzwischen zumindest kalendarisch eingetreten, die technische Entwicklung in der Computertechnik hat in den letzten Jahrzehnten gewaltige Fortschritte erfahren und so liegt es auf der Hand zu untersuchen, welche Bedeutung die Robotergesetze heute in technischer und philosophischer Sicht haben. Regeln für Roboter sind Autonome Fahrzeug fahren auf unseren Straßen, das EU-Parlament diskutiert Roboterrechte und nicht nur der Deutsche Ethikrat befasst sich mit Pflegerobotern.

Die Robotergesetze werden philosophisch und technisch untersucht. Dabei wird schrittweise erarbeitet, was ein Roboter ist und wie ein solcher Roboter nach dem heutigen Stand der Technik "denken" würde. Dabei untersuchen wir, inwieweit Roboter individuell sein könnten und wer die Verantwortung für den Roboter hat. Alle drei Robotergesetze werden zu ersten Male simuliert, was teilweise zu unerwarteten Ergebnisse führt. Die Roboter werden durch Hinzunahme von Lernen weiterentwickelt, es werden die Unterschiede zwischen regelbasiertem Lernen und Deep Learning dargestellt und am aktuellen Beispiel erläutert.

Dr. Gunter Laßmann, Jahrgang 1955, in Berlin geboren, ist Mathematiker. In seiner aktiven Zeit war er Forschungsabteilungsleiter und arbeitete in den Graphentheorie, Diskrete Geometrie, Theor. Informatik, Kryptographie, Chipkarten, IT-Sicherheit, Biometrie, Verifikation von Software. Seit der Pensionierung studiert er mit zunehmendem Interesse Philosophie. Er ist seit den 70er Jahren Fan der "frühen" Science Fiction.

187 pages, Kindle Edition

Published December 12, 2017

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December 1, 2025
„Asimovs Robotergesetze – Was leisten sie wirklich?“
Gunter Laßmann – Mathematiker im Ruhestand und Philosoph aus Leidenschaft – unterzieht Asimovs berühmte Robotergesetze einem schonungslosen Realitätscheck. Das Buch ist eine ideale Lektüre für alle, die sich fragen, ob die drei Gesetze von 1942 mehr sind als ein elegantes literarisches Plot-Device.
Bevor Laßmann seine Kritik entfaltet, lohnt ein Blick auf die ursprüngliche Fassung dieser Regeln. Ursprünglich 1942 in einer Kurzgeschichte formuliert, gelten sie bis heute als die bekanntesten Grundregeln für Roboter in der Science-Fiction:
Schutz: Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Gehorsam: Ein Roboter muss Befehlen von Menschen gehorchen (sofern dies nicht gegen Regel 1 verstößt).
Selbstschutz: Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen (solange es nicht gegen Regel 1 oder 2 verstößt).
Laßmann arbeitet anschließend präzise heraus, wie groß die Kluft zwischen dieser eleganten, fast klassischen Ordnung der Science-Fiction und der unberechenbaren Realität moderner KI-Systeme tatsächlich ist.
Der philosophische TÜV:
Schon die grundlegende Frage „Was ist ein Roboter?“ erweist sich heute als schwieriger denn je. Laßmann führt die Leser von definitorischen Überlegungen bis zu Simulationsmodellen und zeigt, wie schnell starre Regeln an der Komplexität probabilistischer Systeme und lernender Algorithmen zerschellen.
Simulation statt Spekulation:
Der Höhepunkt des Buches ist der Versuch, Asimovs Gesetze tatsächlich zu simulieren. Das Ergebnis: überraschende, teils paradoxe Konsequenzen, die demonstrieren, dass Ethik sich nur schwer in Code pressen lässt. Ein Roboter, der Befehle stur befolgt, wird im Zweifel eher zur Gefahr als zur Hilfe.
Haftung statt Heldentum:
Während Asimovs künstliche Wesen moralische Dilemmata lösen, kämpfen wir heute mit weitaus prosaischeren Fragen: Wer haftet, wenn das autonome Auto den Blumenkübel rammt? Laßmann holt die Debatte vom futuristischen Podest herunter und führt sie zurück auf den Boden juristischer Realität.
Ein kluges, pointiertes Buch, das den schwierigen Spagat zwischen technischer Machbarkeit und philosophischer Notwendigkeit souverän meistert. Es erinnert uns daran, dass wir uns nicht auf 75 Jahre alte Visionen verlassen können – sondern eigene, zeitgemäße Antworten entwickeln müssen.
Bevor der Staubsaugerroboter beschließt, dass Schmutz möglicherweise ebenfalls eine schützenswerte Lebensform ist.

Weitere Einzelheiten entnehme man hier:
https://www.goodreads.com/book/show/3...
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