Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, 1,7, Universität Paderborn, Deutsch, Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Der Wandel des Wissenschaftsbegriffes im Mittelalter 3. Bedeutende Vertreter des wissenschaftlich-orientierten Mittelalters 3.1. Robert Grosseteste 3.1.1. Forscher 3.1.2. Übersetzer 3.1.3. Autor 3.1.4. Seine Bedeutung für die Wissenschaft 3.2. Roger Bacon 3.2.1. Seine Werke 3.2.2. Seine Bedeutung für die Wissenschaft 3.3. Die Verbindung zwischen Grosseteste und Bacon 4. Schluss 5. Literaturverzeichnis 1. Einleitung In der heutigen Zeit ist das Weltbild maßgeblich von den Erkenntnissen der Naturwissenschaften geprägt, die ihre Aussagen aufgrund eines standardisierten Vorgehens, bestehend aus Beobachtung, Thesenformulierung und Verifizierung bzw. Falsifikation durch Experiment, gewinnt. Diese Art der Erkenntnisgewinnung ist jedoch nicht während der gesamten Wissenschaftsgeschichte zugänglich gewesen. Im Allgemeinen gelten Johannes Kepler und Galileo Galilei als erste moderne Wissenschaftler, die im 16. und 17. Jahrhundert wirkten und dank öffentlicher Aufmerksamkeit ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen konnten und für ihre Arbeit und Forschung die erforderliche Anerkennung auch Jahrhunderte nach ihrem Tod erhalten haben. Jedoch ist diese ihnen zugeschriebene Rolle nur bedingt zulässig. Denn, wie diese Hausarbeit zeigen wird, beruht die von beiden angewendete Methode der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung auf einer von Robert Grosseteste und Roger Bacon aufgestellten Theorie wissenschaftlichen Arbeitens. Diese ihnen gebührende Ehre des historischen Stellenwertes wird den Persönlichkeiten Roger Bacon und Robert Grosseteste nur partiell zu Teil, da ihnen in der öffentlichen Wahrnehmung kaum Bedeutung für ihre Lebenswerke zu gesprochen wird. Im Gegensatz zur allgemeinen öffentlichen Datierung der modernen Naturwissenschaft im 16. Jahrhundert hat