Jola ist endgültig auf dem Ginsterhof angekommen: Reitstunden, Schulalltag, neue Freunde und Mittagessen mit den Webers. Und dann ist da der geheimnisvolle weiße Hengst, der den Mädchen immer noch Rätsel aufgibt. Mittlerweile sind sich Jola und Katie sicher, dass er ein Geist ist, der seit vielen Jahren auf dem Ginsterhof spukt. Aber wann hat das Pferd hier gelebt? Und wer waren seine Besitzer? Als eine Antwort auf ihre Fragen greifbar nah scheint, braut sich ein schwerer Sturm zusammen. Bald ist der Hof von der Außenwelt abgeschnitten, und als die Pferde in höchste Gefahr geraten, versuchen Jola und Katie auf sich allein gestellt, die Herde zu retten. Doch je heftiger das Gewitter wütet, desto aussichtsloser wird ihre Suche nach einer ausgerissenen Stute. Können sie sich auf die Hilfe des weißen Hengstes verlassen?
WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Ich bin ja kein Pferdemädchen aber ich stehe auf geschichtliches aus dem zweiten Weltkrieg. Man mag es nicht meinen aber auch das beinhaltet de Mädchenreihe und nachdem mir der erste Band der Reihe gefallen hat, lese ich jetzt selbstverständlich weiter.
HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Bei diesem Buch hatte ich nicht viele Erwartungen. Ich lasse die Wolkenherz-Bücher gerne auf mich zukommen, da sie ja nicht ganz meinen Interessen entsprechen. Enttäuscht wurde ich aber noch nie.
WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Mir gefallen diese Pferdebücher doch immer besser als gedacht. Ich finde es toll, den Spuren des geheimnisvollen Hengstes nachzugehen der - wie wir jetzt wissen - ein Geist zu sein scheint. In diesem Band wird nicht nur spekuliert, es geht endlich etwas voran und die Recherchen fangen an bzw. vertiefen sich. Auch finde ich schön, dass Jola nun endlich angekommen ist und wir uns auch erzähltechnisch wirklich hauptsächlich auf das Pferd konzentrieren können. Es lauern nicht mehr in jeder Ecke Probleme und auch mit Katie versteht sich Jola nun so gut, dass sie von ihr tatkräftige Unterstützung bekommt.
WAS HAT MICH GESTÖRT? Kann es nun endlich mal los- oder weitergehen? Ich bin ja wirklich froh, dass in Eine Fährte im Sturm nun schon einmal mehr passiert ist, als im ersten Band. Dennoch scheint die Handlung immer noch nicht wirklich voran zu gehen und ich erhoffe mir mittlerweile einfach mehr Durchblick. Eine vierbändige Reihe und somit ein langes Begleiten der Protagonistin ist zwar sicher für Kinder schön, man hätte die Reihe aber durchaus halbieren oder mit mehr Geschichte füllen können.
FAZIT. Wolkenherz bleibt eine durchweg gute und unterhaltsame Kinderbuchreihe. Endlich kommen wir auch den Geheimnissen mehr auf die Spur und Jolas Umgebung festigt sich auch weiter. Dennoch fände ich es sehr schön, wenn die Handlung nun wirklich einmal voran gehen könnte. Was in zwei Büchern und auf über 500 Seiten passiert ist, kann man leider immer noch an einer Hand abzählen. | ★★★★☆
Es wird Winter auf dem Ginsterhof und noch immer ist das Rätsel um den weißen Hengst nicht gelöst. Mittlerweile hat er einen festen Platz im Stall und hört auf den Namen Ghost, doch Jola will immer noch wissen, was es mit diesem wunderschönen Pferd auf sich hat.
Nachdem wirklich packenden Ende des ersten Bandes war ich total gespannt wie es mit Jola und Katie weiter gehen würde. Zum Glück ließ der zweite Band nicht allzu lange auf sich warten und wir durften endlich erfahren was es mit Ghost auf sich hat. Wie schon im ersten Band der Reihe rund um Wolkenherz gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einem die Geschichte von Jola die mit ihrem Vater zurück nach Deutschland zieht und versucht sich auf dem Ginsterhof zurecht zu finden. Hier wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Jola erzählt. Und dann gibt es da noch die kurzen Geschichten von Lotte, die auf der Flucht ist und versucht ihren Freund Max und ihr Pferd Wolkenherz, wiederzufinden. Diese Rückblenden fand ich persönlich immer viel zu kurz, hier hätte ich mir viel mehr an Text gewünscht, denn Lottes Geschichte hat mich auch sehr mitgenommen.
Wie schon in meiner Rezension zum ersten Teil erwähnt habe ich Jola mittlerweile als offenen und herzlichen Menschen wahrgenommen. Auch wenn sie am Anfang noch zurückhaltend und introvertierte wirkte, scheint es doch als würde ihr die Nähe zu Ghost gut tun. Mit Katie hat sie mittlerweile auch eine wirklich gute Freundin gefunden, die ihr hilft, die Welt der Pferde näher kennenzulernen. Insgesamt fand ich, haben die beiden und auch die gesamte Familie viel harmonischer gewirkt, als es in Band 1 noch den Anschein hatte. Lediglich Jolas Vater konnte einem noch etwas das Leben schwer machen.
Im Mittelpunkt steht natürlich immer noch die Frage nach der Herkunft von Ghost, und was er auf dem Ginsterhof sucht. Vor allem Jola lässt diese Frage nicht mehr los und sie versucht mit allen Mitteln herauszufinden was Ghost ist und wieso er ausgerechnet jetzt aufgetaucht ist. Dabei macht die Autorin auch kein Halt vor dem Übernatürlichen, was ich als angenehme Abwechslung empfunden habe. Parallel verarbeitet sie dabei auch Jolas Vergangenheit, was uns als Leser die Möglichkeit gibt sie noch besser kennenzulernen. Auch wenn am Ende ein paar offene Fragen aufgelöst werden, hoffe ich einfach dass es mit der Reihe rund um Jola und den Ginsterhof weiter geht.
Fazit: Auch die Fortsetzung "Wolkenherz - Eine Fährte im Sturm" konnte mich begeistern, vor allem das auch Lottes Geschichte immer spannender wird fand ich toll. Jola kam mir in diesem Band schon wieder selbstbewusster vor, und das obwohl ihre Vergangenheit immer noch auf ihr lastet. Insgesamt war ich erneut begeistern von Sabine Giebkens Roman und hoffe auf eine weitere Fortsetzung.