Haags (1924 - 2011) Buch ist der monumentale Akt des Akademiker-Apostaten: Er gibt seine Frankfurter Professur auf, um sich der höchsten Philosophie zu widmen. Dabei handelt er nicht mystisch, sondern rational – er wendet den Thales-Effekt an, kalkuliert, dass er von Mieteinnahmen leben kann, und erkauft sich so die notwendige Muse zur Rettung der Metaphysik. Das Werk stellt sich gegen den Positivismus, der nur das Messbare gelten lässt, und kämpft um alles, was am metaphysischen Überbau noch zu retten ist. Die Ironie: Haags Argumente gelten heute überwiegend als nicht tragfähig. Für mich erhielt dieses tragikomische Ringen eine perfekte Pointe, als ich die „Prolegomena zur Rettung der Metaphysik“ (=„Der Fortschritt in der Philosophie“) am 13.9.1996 für gerade einmal 7 DM statt 14 DM erwarb – der Beweis, dass der große Fortschritt der Philosophie ökonomisch betrachtet nur ein schnell reduzierter Restposten war.