Menschliches Leben ist in vielfacher Weise begrenzt. Krankheit, Alter und Behinderung sind Erfahrungsfelder, in denen auf bedrangende Weise diese Begrenztheit und Endlichkeit menschlichen Lebens erfahren wird. Die verschiedenen Skizzen dieses Bandes begreifen diese Erfahrungsfelder als konstruktive Herausforderungen der theologischen Anthropologie. Das Buch bietet detaillierte Analysen und engagierte theologische Auseinandersetzungen mit den Phanomenen der Endlichkeit und der lebensbedrohlichen Krankheit, dem Problem der Autonomie im Alterungsprozess sowie mit dem Instrument der Patientenverfugung. Die Beitrage fragen nach der menschlichen Personalitat an den Grenzen des Lebens und nach der Verantwortbarkeit des "Enhancement". Sie stellen sich der Frage nach der Gute der Schopfung angesichts von Behinderung und setzen sich theologisch dicht mit den Nachtseiten der Schopfung auseinander. Im Nachdenken uber die Besonderheiten christlicher Krankenhauser werden diese als ganz besondere Orte der christlichen Konfrontation mit diesen Nachtseiten der Schopfung bestimmt.