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Die Rückkehr der Wale

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Ein großer Liebesroman um einen geheimnisvollen Fremden von der neuen deutschen Autorin Isabel Morland vor dem grandiosen Hintergrund einer wilden Hebriden-Insel

Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint.
Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint …

480 pages, Paperback

Published November 2, 2017

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9 (18%)
1 star
3 (6%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Amy-Maus87.
55 reviews
November 7, 2017
Inhalt:
Kayla lebt mir ihrem Mann auf einer beschaulichen Hybriden Insel und ist in ihrer Ehe alles andere als glücklich. Oft ist es sogar die Angst vor ihrem eigenen Mann, die sie nach draußen in die Einsamkeit treibt. Bis eines Tages ein fremder Mann auf der Insel auftaucht, der auf Kayla eine magische Anziehungskraft hat, der sie sich bald nicht mehr entziehen kann.

Meine Meinung:
„Die Rückkehr der Wale“ fiel mir zunächst durch dieses wunderschöne Cover und den Klappentext auf, welches mich vom ersten Moment an nicht mehr losließ und in mir schnell den Wunsch entstehen ließ, das ich es unbedingt lesen müsste.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, sodass ich gleich einen sehr guten Einstieg in die Geschichte gefunden habe. Die Beschreibungen der Landschaften rund um die Hebrid Inseln ist sehr anschaulich, sodass ich manches Mal selbst den kalten Wind um die Nase spüren konnte, der vom Meer herüber getragen wurde. Sehr gut haben mir in diesem Zusammenhang auch die Mythen und Legenden um Teile der Insel gefallen, die im Buch erzählt werden. Das Buch hat also durchaus auch eine mystische Seite an sich. Weniger passend fand ich dagegen, das auch immer wieder die gälische Ausdrucksweise, neben der deutschen genutzt wurde, was meinen Lesefluss störte.

Kayla empfand ich von Anfang an als eine sehr sympathische Protagonisten und man konnte als Leser deutlch spüren, wie sehr sie die Ehe zu Daziel verändert hatte zu einer eingeschüchterten jungen Frau. Als jedoch der geheimnisvolle Fremde auftauchte und sich für Kayla zu interessieren began, gewann sie nach und nach von ihrer eigenen Stärke zurück, die so tief vergraben zu sein schien. Neben Kayla und dem fremden Brennan tauchen noch weitere Nebencharaktere auf, die die Geschichte ausfüllen und ein sehr detailliertes Bild von Kayla und ihrem ganzen Umfeld geben.

Mit dem Ende des Buches habe ich zwar so nicht gerechnet aber es lässt Raum für ganz eigene Gedanken und Interpretationen zu dieser Geschichte, was es wiederrum zu einem passenden rührenden Schluss führt.

Mein Fazit:
Ein schöne Liebesgeschichte hinter einer traumhaften Kulisse, dem ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche. Von mir gibt es 4 von Sternen.
203 reviews2 followers
February 2, 2018
Die Äußeren Hebriden sind kein leichtes Fleckchen Erde. Die Menschen hier leben hauptsächlich vom Fisch- und Krabbenfang und züchten Schafe, daneben gibt ein wenig Tourismus. Ein ewiger Wind weht über die kahle, torfreiche Landschaft mit endlosen Mooren, Wiesen und Heiden.

„Obwohl der Wind zornige Wolken vor sich hertrieb, die alles Blau in sich aufzusaugen und in dämmriges Zwielicht zu verwandeln schienen, wirkte der Himmel grenzenlos weit.“ (Seite 287)

Der Glaube an Gott und an Sagen, Legenden und Mythen ist gleichermaßen in den Menschen verwurzelt. So verschließt sich auch Kayla ihren schottischen Genen diesbezüglich nicht, obwohl die Realität sie viel zu fest im Griff hat. Und die sieht traurig aus. Ihre Ehe mit Dalziel steht unter keinem guten Stern, wenngleich Kayla – ob aus Pflichtgefühl oder aus Liebe – noch daran festhält. Die Stimmung in ihrem Zuhause ist düsterer denn je, nachdem Dalziels Sohn Iain mit seinem gutmütigen und fröhlichen Wesen dieses verlassen hat, um entgegen dem Willen seines Vaters seinen eigenen Weg zu gehen.

Eines Tages erscheint ein Fremder auf der Suche nach einer Beschäftigung auf die Insel. Er ist zurückhaltend und offenbart seine Herkunft nicht. Ihn umgibt eine geheimnisvolle Aura, zudem geht eine unerklärliche Kraft von ihm aus. Brannan ist aufmerksam und mitfühlend und hat wie Kayla eine besonderes musikalisches Empfinden. Dieser Mann löst eine ungeahnte, vibrierende Sehnsucht in ihr aus und bringt sie dazu, Dinge zu wahrzunehmen, von deren Existenz sie bislang nicht einmal ahnte. Zwischen den beiden entwickelt sich etwas, das sich nicht in Worten fassen lässt. Kayla beginnt, ihr bisheriges Leben und die Gefühle für Dalziel zu hinterfragen.


Isabel Morland erzählt in "Die Rückkehr der Wale" eine ruhig dahingleitende Geschichte, die mit mythischen und mystischen, traurigen und freudigen, bitteren und hoffnungsvollen Elemente aufwartet. Sie nimmt sich dabei Zeit, viele Naturbeschreibungen einfließen zu lassen und zu zeigen, wie die Menschen in ihrer Umgebung agieren. Dadurch wird die Natur zu einem wesentlichen Bestandteil der Handlung, und der Leser erhält ein Bild von der einfachen und herben Schönheit und ebenfalls von ihren Bewohnern geboten.

„Die Luft war ätherisch, beinahe kristallen, ein zarter Duft von Blüten lag über den Gräbern, in der Ferne erklang der zwitschernde Gesang einer Seeschwalbe.“ (Seite 400)

Außerdem legt die Autorin Wert auf die ausgewogene Gestaltung ihrer Protagonisten. Sowohl die Hauptfiguren, als auch die in zweiter Reihe auftretenden Personen sind mit Behutsamkeit ausgearbeitet worden und ergeben einen bunten Reigen unterschiedlicher Charaktere mit all ihren positiven und negativen Eigenheiten, die das Eiland hervorgebracht haben könnte. Sie lässt sie oft in ihrer gälischen Muttersprache zu Wort kommen, was sich manches Mal allerdings als störend für den Lesefluss herausstellt.

Kayla ist Mitte Dreißig, über romantische Schwärmereien längst hinaus, eine äußerst bodenständig und warmherzige Frau. Der tägliche Kampf ums Dasein hat sie geprägt, das Leben hier fernab von Städten und Luxus verhätschelt die Menschen nicht. Sie hat Dalziel aus Zuneigung geheiratet, und so denkt sie nicht daran, trotz aller Komplikationen in ihrer Beziehung, das ihrem Mann vor Gott gegebene Versprechen leichtfertig zu brechen.

Aber Kayla ahnt nicht, dass Dalziel noch an seiner ersten Frau – seiner großen Liebe – hängt. Zwar bemerkt sie seine Alpträume, doch Dalziel ist verschlossen. Da er sich weigert, mit Kayla darüber zu sprechen, was ihn bewegt, wird der Zustand ihrer Ehe für beide von Tag zu Tag erdrückender. Sie entfernen sich immer mehr voneinander. Hierzu trägt ebenfalls bei, dass Dalziel Kayla gegenüber ein unbeherrschtes und rüdes Verhalten an den Tag legt und auch eifersüchtig auf jede Begegnung mit Brannan reagiert.

Erst das Zusammentreffen mit Brannan lässt in Kayla eine Seite erklingen, die fast verstummt gewesen ist. Und Brannan erwidert ihre Liebe mit einer leisen, sinnlichen Intensität. Bei ihm hat Kayla den Eindruck, dass er die Fähigkeit besitzt, in ihr zu lesen wie in einem offenen Buch. Wobei sie damit der Wahrheit ziemlich nahe kommt. Denn Brannan verfügt über eine Art Hellfühligkeit, die ihn die Gefühle der ihn umgebenden Menschen zu spüren vermag. Das ist jedoch der Grund für seine Rastlosigkeit, Bindungen einzugehen ist nicht Teil seiner Natur. Brannan zieht immer dann weiter, bevor er mit den Leuten in seiner Umgebung vertraut wird und bleibt so stets ein Fremder...

"Die Rückkehr der Wale" ist mehr als eine gewöhnliche Liebesgeschichte. Der Roman besticht durch die emotionale Beschreibung eines Landstrichs und seiner Bewohner und lässt Raum für Fantasie und Glaube an die Hoffnung.
Profile Image for Claudia.
58 reviews
November 26, 2017
Nach einer Woche Lesezeit habe ich „Die Rückkehr der Wale“ von Isabel Morland nun auch endlich mal beendet. Der Roman erscheint heute im Knaur-Verlag und ich durfte ihn netterweise schon früher lesen; danke an dieser Stelle an das Vorablesen-Team!

Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint. Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint …

Ich habe mich so unfassbar darüber gefreut, dieses Buch gewonnen zu haben – nicht nur, weil das Cover wunderschön ist, sondern auch weil ich mir nach der Leseprobe auf Vorablesen sehr viel von der Geschichte erhofft habe. Was in dem Klappentext nicht wirklich angesprochen wird, ist, dass es anfangs auch so aussieht, als würde die Liebesgeschichte durch Sagen und Mythen noch an Fantasyelementen dazugewinnen. Meiner Meinung nach hätte dies die Handlung wirklich perfekt gemacht, da sich die Geschichte so von allen anderen abgesetzt hätte. Leider wurden meine Hoffnungen nicht erfüllt, diese Fantasyandeutungen bleiben lediglich Andeutungen. Insofern hebt sich diese Liebesgeschichte leider nicht sehr stark von anderen 0815-Geschichten ab, die ich bereits gelesen habe.
Der Einstieg in die Geschichte, aber auch das Lesen mehrerer Kapitel am Stück fiel mir persönlich sehr schwer. Dies liegt vermutlich an den ausladenden Landschaftsbeschreibungen, die teilweise mehr als eine Seite am Stück füllen. Dass die Liebesgeschichte vor dem grandiosen Hintergrund einer wilden Hebriden-Insel stattfindet, finde ich eigentlich total schön und als romantisches Setting gut geeignet. Die Naturbeschreibungen schweifen in „Die Rückkehr der Wale“ allerdings so sehr aus, dass ich mich gar nicht so gut auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte. Aus meiner Sicht hätte man die beeindruckenden Naturbeschreibungen auch geschickter einbauen, immer mal hier und mal da einen Satz dazu schreiben können, um den Lesefluss nicht allzu sehr zu stören.
Dies führt direkt zu meinem nächsten kleinen Kritikpunkt auf der Liste: Leider war mir die Geschichte insgesamt etwas zu langatmig. Dafür, dass alles in allem gar nicht so viel in diesem Buch passiert, umfasst es ziemlich viele Seiten. Ich hätte mir also entweder mehr Handlung oder weniger Seiten gewünscht – so wird meiner Meinung nach leider alles nur etwas unnötig in die Länge gezogen.
Kayla, die Protagonistin, war mir zu Anfang unfassbar sympathisch. Sie leidet unter ihrer Ehe, versucht sich mit der Situation erfolglos zu arrangieren – eine Hintergrundgeschichte, bei der sofort Mitgefühl aufkommt. Allerdings hat mir die Protagonistin im Laufe der Geschichte immer wieder Anlass dazu gegeben, diese Sympathie wieder aufzuheben. Ich kann ihr Handeln in Bezug auf ihren Umgang mit ihrer Liebe zu Brannan und ihrer Ehe mit Dalziel im Zwiespalt weder komplett nachvollziehen noch billigen. Dem Leser wird dadurch auch vermittelt, dass es okay ist, andere Menschen so zu hintergehen und dass man letzten Endes sogar damit durchkommt. Meiner Meinung nach sind das schlichtweg keine Werte, die vermittelt werden sollten. Noch dazu kommt, dass mir die sich aufbauende Liebe zwischen Brannan und Kayla viel zu schnell ging. Ich konnte kaum gucken, da war direkt die Rede von wahrer Liebe, obwohl die beiden keine zwei ernsthaften Gespräche miteinander geführt hatten.
Bei allen anderen Charakteren ging es mir genauso wie mit Kayla: Einige Eigenschaften habe ich sofort total ins Herz geschlossen, andere Handlungen, Gedanken oder Eigenschaften haben mich daran gehindert, vollkommene Sympathie zu spüren.
Der Schreibstil der Autorin hat mir – bis auf die ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen – sehr gut gefallen. Er war angenehm zu lesen. Das Buch ließ sich nicht innerhalb von wenigen Stunden herunterlesen, was aber an der bedeutungsvollen Wortwahl lag.
Zusammengefasst hat mich Kaylas Zwiespalt zwischen der Ehe, die gerettet werden müsste, und der neuen, fremden Liebe sehr fasziniert. Leider haben mir aber einige Punkte gefehlt, die der Liebesgeschichte zu einem wirklich besonderen Leseerlebnis verholfen hätten.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,459 reviews12 followers
December 1, 2017
Kayla lebt mit ihrem Mann Dalziel auf der Insel Harris, wo sie gemeinsam ihren kleinen Hof oder, wie es dort heißt, Croft bewirtschaften. Aus der Wolle ihrer eigenen Schafe webt Kayla wunderschöne Tweedstoffe.

Einfach ist das Leben nicht gerade, und seit Iain, Dalziels Sohn aus erster Ehe, aus- und aufs Festland gezogen ist, steht es um die Stimmung zwischen den Eheleuten nicht gerade zum besten. Der sowieso schon verschlossene Dalziel ist dauerhaft übellaunig und aufbrausend. Manchmal weiß Kayla gar nicht so recht, wie sie das noch aushalten soll. Hinzu kommt der Tod ihrer Mutter vor kurzer Zeit und die Aufgabe, den elterlichen Haushalt aufzulösen, die sich wie eine unüberwindliche Mauer vor ihr auftürmt.

Als eines Tages Brannan Tait auf der Insel auftaucht, der den Walen nachgereist ist, die sich zeitweise in der Gegend tummeln, kommt Bewegung in das eintönige Inselleben. Er sieht gut aus, gibt sich manchmal etwas geheimnisvoll und spielt wunderschön auf der traditionellen Fiddle, und er berührt etwas in Kayla, das schon lange brachgelegen hat. Sie beginnt, mit Brannan und der kleinen Folkband aus dem Dorf zu singen, ein kleines Stück Freiheit, das sie sich gegen den Willen ihres eifersüchtigen Mannes erobert, und stellt irgendwann fest, dass sie sich rettungslos in Brannan verliebt hat.

Klingt nach einer handelsüblichen Dreiecksgeschichte? Ist es auch, und zwar keine besonders gute.

Das Schönste an dem Buch war für mich der Schauplatz, die faszinierend rauhe Insel Harris mit ihren Schafen und Tweedherstellern und traditionellen Psalmengesängen, die dortige Legendenwelt und ein paar interessante bis ulkige Bräuche. Die titelgebenden Wale hingegen werden nur ab und an erwähnt und spielen ansonsten keine großartige Rolle für die Handlung.

Selbige ist, wie das rosarot angehauchte Cover vermuten lässt, nichts anderes als ein ziemlich vorhersehbarer Liebesroman mit ziemlich klischeehaften Figuren - der unterdrückten Frau, der ständig suggeriert wird, dass sie mit Mitte dreißig alt und nicht mehr begehrenswert ist, dem grantigen, unausstehlichen, eifersüchtigen Ehemann, den patenten Freundinnen, der charakterlich ganz anderen jüngeren Schwester und natürlich dem geheimnisumwitterten, musikalischen, umwerfend attraktiven Fremden, der auch noch eine besondere Gabe besitzt.

Die Dialoge lesen sich über weite Strecken wie aus einer deutschen Vorabendserie - hölzern und unauthentisch - und die Liebesszenen schwülstig. Wie zutreffend die Darstellung der Religiosität auf Harris ist, weiß ich nicht, mir kam dabei einiges beim Lesen jedoch eher wie aus dem späten 19. Jahrhundert vor als aus dem frühen 21. Auch die zahlreichen gälischen Einsprengsel nerven irgendwann, zumal sie oft nicht erklärt werden. Fußnoten oder ein Glossar im Anhang hätten geholfen.

Für mich also kein Highlight, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich einfach nicht zur Zielgruppe gehöre. Fans des klassischen Liebesroman-Genres mögen das anders sehen. Bei mir kamen statt der beabsichtigten Romantik leider nur Stereotypen und Langeweile an.
Profile Image for Nici's Buchecke.
275 reviews4 followers
December 6, 2017
Bei diesem Buch hatte das Cover mich direkt für sich eingenommen. Der Klappentext tat dann sein Übriges. Ich habe ein paar Seiten, und damit meine ich um die 20, gebraucht um ich mich in die Geschichte einzufinden. Den Anfang fand ich etwas ungewöhnlich und irritierend, aber im Nachhinein betrachtet ergibt er deutlich einen Sinn.
Ich finde die Autorin hat eine grandiose Geschichte erschaffen, die mich bis zur letzten Seite fesseln konnte. Besonders hat mir gefallen, wie sie die Inseln, das Meer und die Legenden um diese beschreibt. Man kann förmlich die Gischt und den Wind im Gesicht beim Lesen spüren. Das durch die Legenden und Inselbewohner eine regelrecht dürstere Stimmung in den passenden Momenten erzeugt wird fand ich großartig.
Die Charaktere runden das Gesamtbild perfekt ab. Denn jede Figur hat die nötige Tiefe und seine ganz persönlichen Eigenheiten hauchen der Geschichte Leben ein. Natürlich wurde so auch eine Sympathie oder Antipathie erzeugt. Besonders sympathisch war mir Brannan. Sein Handeln und seine gesamte Art haben mich für ihn eingenommen. Bei Kayla schwankte es etwas, trotz dass sie im Mittelpunkt der Handlung steht kam ich nicht so wirklich an sie ran. Sie war für mich distanziert und unnahbar, ihre Gefühle wurden aber sehr gut dargestellt. Genau kann ich nicht sagen warum sich keine intensive Verbindung zu ihr aufbauen wollte. Absolut unsympathisch, und ich denke das war genau so gewollt, war mir Dalziel. Kaylas Mann verhält sich absolut so,wie man sich einen verbitterten und griesgrämigen Inselbewohner vorstellt. Aber gerade die Vielfalt an Persönlichkeiten gefiel mir sehr. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl zur Gemeinde zu gehören.
Die Geschichte ist abgeschlossen und den Schluss könnte man als beendet bezeichnen. Man kann sich aber seine eigenen Gedanken dazu machen und bei mir stellte sich ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit ein.
Isabel Morland hat einen großartigen Roman geschrieben, der die Rauheit der schottischen Inseln und das Leben auf diesen perfekt widerspiegelt.
Für mich war es ein wundervolles Leseerlebnis und wer sich gerne an die schottische Küste träumen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
42 reviews1 follower
November 16, 2017
Das Buch hat mich mit dem wunderschönen Cover und der Nennung meines Lieblingstieres auf der ersten Seite
sofort angesprochen. Die Geschichte spielt auf einer schottischen Insel und die Protagonist Kayla lebt in einer
unglücklichen Ehe bis ein fremder Mann als Saisonarbeiter auf die Insel kommt und ihre Gefühle ordentlich durcheinander
bringt.

Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll.Sie schafft ein sehr stimmungsvolles Bild der Insel und man kann
sich die Landschaft und Umgebung sehr gut vorstellen. Beim lesen packt einen die Lust eine Reise nach Schottland zu
unternehmen. Auch die ganzen Nebencharaktere sind sehr liebevoll und detailreich beschrieben so dass man sie auch gut
voneinander unterscheiden kann.
Besonders gut hat mir der unerwartete leichte Fantasy Teil gefallen der sehr gut mit den alten schottischen Sagen
verknüpft wurde. Die ganzen Nebenerzählstrenge sind zwar sehr nett aber für die eigentliche Hauptgeschichte nicht immer
notwendig.

Die eigentliche Liebesgeschichte hat sehr vielversprechend angefangen hat jedoch im weiteren Verlauf enttäuscht.
Das Paar gesteht sich fast sofort ihre unendliche große Liebe doch der Funke ist hier leider bei mir nicht rübergesprungen.
Ich habe schon viele Liebesromane gelesen wo man bei jedem heimlichen Treffen der Liebenden Herzklopfen hatte , doch in diesem
Fall hat mich das kalt gelassen. Das Problem der Protagonistin wird am Ende des Buches auch auf die einfachste denkbare
Art gelöst. Das Ende lässt auch einige Fragen offen. Schade, denn die Geschichte und Idee hatte viel Potenzial doch sie verblasst im Vergleich zu dem wunderbar beschriebenen Setting.

Fazit : Wer sich an wundervollen Beschreibungen von Landschaften und Orten erfreut dem wird dieser Roman sehr gefallen. Wenn man allerdings einen großen berauschenden Liebesroman erwartet wird man eher enttäuscht.
Profile Image for Bücherfarben.
524 reviews6 followers
December 23, 2017
Meine Meinung:

Der Schreibstil von Isabel Morland war anfangs echt gewöhnungsbedürftig, da er doch besonders ist aber wenn man den Einstieg geschafft hat, dann ist ihr Stil leicht lesbar. Auch sehr schön fand ich, dass die Gefühle im Stil sehr gut durch kamen und ich mich so in die Gefühlswelt einleben konnte. Der Stil wird von Seite zu Seite lockerer und einfach anziehender.

Im Buch treffen wir zuerst auf den mysteriösen Unbekannten. Anfangs war ich skeptisch und dachte mir echt "Hä, was macht der?" und alles. Als ich dann Kayla und ihren Mann kennengelernt habe, was ich einfach schockiert. Ihr fragt euch nun warum? Weil der Kayla's Mann ein Dummkopf war. Er behandelte seine Frau nicht gut und deshalb konnte ich Kayla in jeder Hinsicht vollkommen verstehen. Sie war anfänglich eine gebrochene Frau, wenn ich das so sagen kann, und entwickelte sich zu einer frohen und lebenslustigen Protagonistin.

Die Handlung samt Handlungsstrang waren für mich im ersten Moment nicht ganz einfach zu verstehen, weshalb ich mehrere Anläufe gebraucht habe, in die Handlung hineinzufinden. Ich konnte mich ncht direkt auf die Geschichte einlassen, sondern musste mich zu aller erst zurecht finden. Als ich dann den fluss so gefunden habe und die Handlung und den Handlungsstrang angenommen und gefunden habe, war es ein wunderschönes Lesevergnügen.

Mein Fazit:

Die Rückkehr der Wale von Isabel Morland war für mich eine Geschichte, welche ich so nicht erwartet hätte. Kommt man ins Buch hinein, wird auch der Stil locker und leicht lesbar. Trotz diesen mehreren Anläufen, ist das Buch großartig geworden, auf seine Weiße. Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Diamanten.
198 reviews
November 24, 2017
schöner Roman - nett zu lesen

Inhalt:
Magisches Licht, die unendliche Weite des Meeres und schroffe Küsten – hier auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel wollte Kayla einst an der Seite ihres Mannes Dalziel ihr Glück finden. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm bekommt. Da taucht eines Tages ein Fremder auf, über den bald einiges geredet wird, was Kayla bei ihrer ersten Begegnung mit ihm bestätigt findet: Er ist nicht nur sehr attraktiv und teilt mit ihr die Liebe zur Musik, er scheint auch eine besondere Gabe für alles zu haben, was mit dem Meer zu tun hat. Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint.

Mein Fazit:
Bei dem Buch handelt es sich um einen schönen Roman - nett zu lesen und gut für Zwischendurch.
Mir persönlich hat aber einfach das Besondere in diesem Buch gefehlt... keiner der Charaktere war für mich etwas außergewöhnliches, die Handlung war gut zu Lesen, aber mehr nicht.
Daher eine nette Geschichte für Zwischendurch, aber nichts Besonderes.
277 reviews
July 20, 2018
Kayla ist unglücklich mit Dalziel verheiratet. Als auch noch Iain, der Sohn von Dalziel, nach einem Streit die Insel verlässt, wird das Verhältnis zu Dalziel immer schwieriger.
Als dann auch noch ein Fremder Mann auf der Insel auftaucht ist Kalya noch verwirrter, denn sie fühlt sich zu Brannan hingezogen und spürt eine tiefe Verbundenheit.

Fazit:
Eine schöne schottische Geschichte, die zum einem die Sprache einem näher bringt und zum anderen die Kultur der Menschen dort. Die Geschichte ist mit viel Detail zur Landschaft beschrieben ohne das es zu viel ist und stört. Die Geschichte zeigt auf das nicht alles schwarz oder weiß ist, richtig oder falsch im Leben. Daher auch sehr tiefgründig.
Profile Image for Sarahs bunte Welt.
715 reviews3 followers
August 8, 2025
Butter bei die Fische - blass, voller Klischees und dann noch schwache Charaktere und langweilige Dreiecksgeschichte. Für mich war das leider ein Satz mit X.
Profile Image for Ulliken.
311 reviews3 followers
January 26, 2020
Eine wunderschöne Geschichte von einer Hebriden-Insel


Isabel Morland , Mutter von vier Töchtern, hat Gott sei Dank neben ihrem Beruf als Trainerin und Coach Zeit gefunden, diese wunderbare Geschichte für uns aufzuschreiben. Sie wurde dazu durch ihre zahlreichen Reisen auf entlegene schottische Inseln inspiriert.

Auf einer dieser Hebriden-Inseln, im Fischerdorf Leverburgh, gehörend zu Harris, leben wenige in einigen Crofts (Gehöften) und/oder verdienen sich als Fischer ihren Lebensunterhalt. Es verkehrt eine Fähre vom Festland zu diesem Ort. Gesprochen wird hier Gälisch, Schottisch und Englisch. Von den alt eingesessenen Männern werden Neuankömmlinge getestet, die sich niederlassen wollen erst mal darauf, ob sie auf gälisch antworten können.

In den Köpfen dieser Menschen sind oft noch die alten Sagen verhaftet, in denen das Meer das Sagen hat. Wer sich versündigt gegen das Meer, der wird seine Stärke zu spüren bekommen. Auch soll es Selkies geben, Robben, die an Land kommen, ihr Fell ablegen und als Menschen leben.
Manche Menschen haben das Gefühl, mit den singenden Robben am Strand reden zu können bzw. sie zumindest zu verstehen.

Die Hauptprotagonistin des Buches "Die Rückkehr der Wale" kennt viele dieser Sagen, die ihr ihre Großmutter erzählt hat. Auch kann sie sich in der Nähe der Robben von ihrem Verdruss erholen. Sie hat großen Ärger mit ihrem Mann Dalziel, dessen zweite Frau sie ist. Gibt er ihr doch die Schuld, dass sein Sohn sich mit ihm zerstritten hat und auf Festland gegangen ist, um dort sein Glück zu finden.

Eines Tages kommt mit der Fähre ein Fremder auf die Insel. Er ist zurückhaltend, was seinen Ursprungsort angeht und sucht Arbeit. Bei den Männern des Dorfes wird er bald angenommen und hat auch schnell Arbeit. Einzig Dalziel, Kaylas Mann, scheint etwas gegen ihn zu haben. Aber er hat ja gegen alles etwas. - Wie sich bald zeigt, kann er auch nach sieben Jahren Ehe mit Kayla seine glückliche erste Ehe nicht vergessen. Er scheint sein gesamtes Ich zu verlieren, ist ruppig und trinkt.

Der Fremde scheint ein besonderes Gespür für alles zu haben, was mit dem Meer zu tun hat. Außerdem liebt er die Musik und den Gesang, genauso wie Kayla, was ihrem Mann wiederum missfällt. Dem missfällt übrigens alles, auch das, was mit Brannan zusammenhängt.

Kayla fühlt sich zu diesem attraktiven Mann hingezogen, aber wie sieht das bei ihm aus? Außerdem würde sie ihren Mann Dalziel doch nie hintergehen, das passt nicht zu ihr.

Isabel Morland schreibt diese Geschichte so wunderbar, dass ich mich wie ein kleines Mädchen in einem Märchen verlieren konnte. Ja, ich möchte doch so gerne glauben, dass Kayla die Robben verstehen kann. Durch ihre bildreiche Sprache kann ich mich in das Fischerdorf versetzen und sehe alle Beteiligten vor mir.

Ich könnte meinen, wenn ich dort wäre, würde ich den Priester Niall, Tormod mit seinem Imbiss, die Lehrerin Ally und Sandra in der Post finden. Und natürlich Donald, der nur an die alten Sagen glaubt und nur mit ihnen lebt - und natürlich mit Whisky.

Es ist ein sehr schönes Buch, ich freue mich, es gelesen zu haben und kann es nur weiterempfehlen.
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