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ATLAN - Höllenwelt-Trilogie II
Februar 3113 alter Terranischer Zeitrechnung:
In dieser Zeit geht die United Stars Organisation - kurz USO - gegen das organisierte Verbrechen vor. An ihrer Spitze steht der Arkonide Atlan, Perry Rhodans bester Freund. Ein Zellaktivator verleiht dem mehr als zehntausend Jahre alten einstigen Imperator des arkonidischen Imperiums die relative Unsterblichkeit.

Die rätselhaften Ereignisse auf dem terranischen Kolonialplaneten Reddey und der Tod von zweitausend Menschen an Bord des Siedlerraumschiffs INANNA haben Lordadmiral Atlan in eine schwierige Lage gebracht. Weil der Arkonide nicht glauben will, dass seine ehemalige Geliebte Rhaen Tolsom eine Massenmörderin ist, überredet er Perry Rhodan zu einem gewagten Doppelspiel, in der Hoffnung, seine Gegner aus der Reserve zu locken. Doch die Zahl der Rätsel wird nicht kleiner. Aus welchem Grund jagen monströse Attentäter auf dem Planeten Shasker eine harmlose Terraforming-Spezialistin? Wieso tauchen dort robotische Träger der Gehirnfragmente Boris Parthans auf? Und wer verbirgt sich hinter der mysteriösen Geistesmacht, die aus dem Hintergrund die Fäden zu ziehen scheint?

Folgende Romane sind Teil der Höllenwelt-Trilogie:

1. »Rhaens Ruf« von Rüdiger Schäfer
2. »Das Erwachen« von Achim Mehnert
3. »Dämmerung über Höllenwelt« von Hans Kneifel

300 pages, Mass Market Paperback

First published December 1, 2009

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Achim Mehnert

300 books

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September 9, 2020
Meine Kritik bei Erscheinen des Romans:
Nachdem Rhaen Tolsom dem Raumschiff mit den Siedlern für Reddeye als einzige entkommen konnte und das in die Sonne stürzte, wird sie auf der Erde des Massenmordes angeklagt. Wegen der politisch angespannten Lage in der Galaxis scheint das das Beste zu sein. Die Ärzte haben aus ihr fremde Zellverbände entfernt, die unglaublich gefährliche Eigenschaften durch ihre Wandelbarkeit haben. Die schwer Traumatisierte Freundin Atlans wird auf der Erde insgeheim durch ein Simulacra ersetzt. Rhaen Tolsom selbst erhält eine künstliche Identität, hinter der sich die wahre Persönlichkeit stabilisieren kann, mit dem Ziel, der Aufklärung der Vorgänge einen Schritt näher zu kommen. Es wird auch die Falschinformation verbreitet, dass sich Rhaen Tolsom unter falschen Namen sich in verschiedenen USO-Gewahrsam aufhalten soll, mit dem Ziel, die Hintermänner hervorzulocken. Ihr wahrer Aufenthaltsort bleibt jedoch geheim. Als Terraforming-Spezialistin Terian Sadlik wird sie zum zum terranischen Kolonialplaneten Shasker gebracht und verbringt dort ein paar entspannte Tage, bis sie auch hier von monströsen Gestalten angegriffen wird und nur dadurch entkommen kann, da sie unbewusst auf die Ausbildung Rhaens als Sol-Ab-Agentin zurückgreift. Die Solare Abwehr und das Team von USO-Spezialisten, den noch lebenden Mitgliedern des Denar-Quintetts, beschützen sie hier auf Shasker aber auch, doch die Verfolger sind hartnäckig und verfügen über große Mittel. Die Macht hinter Libra hat ihren Aufenthaltsort herausgefunden, und auch auf Shasker sind die so genannten Parthan-Träger aktiv, einer nennt Rhaens Verfolger "Söldner" und will ihr helfen. Wobei nicht klar ist, welche Rolle die Berater von Reddeye genau spielen, sind sie nun freundlich oder feindlich, weil eins klar scheint, sie sind in die Ereignisse tief verstrickt.
Mehnert weiß in diesem Abschnitt geschickt die verschiedenen Handlungsorte und -ebenen zu verknüpfen, so dass der Leser erst allmählich die Hintergründe des Schauplatzes Shasker erfährt und sich eine Spannung aufbauen kann. Dann wird es auch Zeit für Atlan selbst einzugreifen. Zusammen mit dem Telepathen Felmer Lloyd begiebt er sich nach Shasker. Lloyd kann mit seinen Fähigkeiten erkennen, dass die Söldner und auch die Libra-Mitglieder von einem starken Bewusstsein gelenkt werden. Die Steuerung scheint über die krebsartigen Zellen zu geschehen, von denen auch Rhaen Tolsom befallen war. Der Parthan-Träger verhilft Terian/Rhaen zur Flucht und die führt sie und ihre Beschützer geradewegs zurück nach Reddeye, zum Hauptquartier der Separatistenbewegung Libra, wo sich auch Rhaens Bruder aufhält. Rhaens Persönlichkeit hat sich wieder stabilisiert und gegenüber Terian Sadlik durchgesetzt. Die Libra Mitglieder halten sie für Sympathisanten und scheinen keinen Verdacht zu schöpfen, sprich seltsam arglos zu sein, auf was Atlan und seiner Gruppe seltsam vorkommt. Immerhin gelingt es ihnen so zu wichtigen Erkenntnissen zu kommen. Die Lage spitzt sich zu, als weitere Söldner nach Reddeye gebracht werden sollen.
Mehnert kann spannend erzählen. Der dramatische Höhepunkt der Handlung ist eigentlich die Flucht der Handlung von Shasker, danach beginnt eigentlich ein neuer Handlungsabschnitt, der wieder kulminieren muss. Dass verhindert eigentlich den Aufbau eines richtigen Spannungsbogens, aber das ist auch ein Problem beim ersten Roman gewesen. Der Mittelteil einer Trilogie ist von den dramatischen Verknüpfungen immer der schwierigste, besonders wenn mit der Handlung auch bisher verborgene Sachverhalte verknüpft sind. Der Leser wird vor allem durch die schrittweise Erhellung des Geschehens bei Laune gehalten, diese bildet das Zentrum der Aufmerksamkeit, und weniger die spannende Handlung oder die Entwicklung der Hauptfiguren. Dennoch sind Mehnert auch einige interessante Charaktere in Nebenrollen gelungen, und er sorgt auch für Bezügen zur Handlung der Serie und ihren Akteuren. So ist das Tolsom Simulacra der Prototyp des Vario-Roboters. Ein späteres Modell, Vario-500, macht als Freihändlerkaiser Anson Argyris auf dem Planeten Olymp Karriere und wird vorübergehend eine wichtige Figur in der Roman-Serie.
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