ATLAN - Höllenwelt-Trilogie I Februar 3113 alter Terranischer Zeitrechnung: In dieser Zeit geht die United Stars Organisation - kurz USO - gegen das organisierte Verbrechen vor. An ihrer Spitze steht der Arkonide Atlan, Perry Rhodans bester Freund. Ein Zellaktivator verleiht dem mehr als zehntausend Jahre alten einstigen Imperator des arkonidischen Imperiums die relative Unsterblichkeit. Lordadmiral Atlan befindet sich auf einer diplomatischen Mission, als ihn seine ehemalige Geliebte Rhaen Tolsom auf ihre Heimatwelt einlädt. Auf dem terranischen Kolonialplaneten Reddeye, der sich wegen einer schrecklichen Seuche gegenüber der Milchstraße abschottet, sollen merkwürdige Dinge vorgehen. Schon kurz nach dessen Ankunft verübt man ein Attentat auf Atlan, und die Zahl der Rätsel wird immer größer. Welche dunkle Macht greift nach Reddeye? Wer steht hinter der scheinbar harmlosen Freiheitsbewegung Libra? Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielen die merkwürdigen Roboter, die Gehirnfragmente eines Menschen in sich tragen?
Folgende Romane sind Teil der Höllenwelt-Trilogie:
1. »Rhaens Ruf« von Rüdiger Schäfer 2. »Das Erwachen« von Achim Mehnert 3. »Dämmerung über Höllenwelt« von Hans Kneifel
Man hat das Jahr 3112 alter terranischer Zeitrechnung. Atlan erreicht das Hilfegesuch einer Ex-Gefährtin, der ehemaligen SolAb-Agentin Rhaen Tolsom. Sie ist zu ihrer Heimat, der unabhängigen terranischen Kolonialwelt Reddeye, zurückgekehrt, wo ihr Vater die Regierungsgeschäfte leitet. Für Atlan, zu der Zeit Lordadmiral der USO, ist dies eine willkommene Gelegenheit, die langweilige Goodwilltour durch Kolonialwelten, auf der er sich gerade befindet, zu unterbrechen. Mit einem Spezialisten-Team der USO fliegt er nach Reddeye auf der Westside der Galaxis. Manches wird ihm verschwiegen, erkennt er bald. Und auf Reddeye angekommen wird auf seinen Gleiter ein Anschlag verübt, den er und seine Leute mit Glück überstehen. Dabei war Atlan und seine Begleiter inkognito als Gäste der Tolsoms gekommen; es gibt offensichtlich einen "Verräter". Um 3112 ist die Lage angespannt, es gibt in der Galaxis verschiedene Machtblöcke, einige sind offen expansiv. Auf Reddeye wollen sich die Isolationisten aus diesen Konflikten heraushalten, während die andere Gruppierung, zu der auch Rhaens Vater gehört, von der Annäherung an das Solare Imperium Sicherheit und auch wirtschaftliche Vorteile versprechen. Eine Gruppe der Isolationisten, die sich Libra nennt, scheint sich nun radikalisert zu haben, und auch für die Anschläge verantwortlich zu sein. Atlan wird in diese Auseinadersetzungen hineingezogen. Es geschehen weitere Terrorakte; kurz nachdem Atlan vor dem Parlament eine Rede gehalten hat, wird das Parlamentsgebäude angegriffen. Er erfährt von einer verheerenden Seuche, der Nergeischen Verformung, die viele Opfer gefordert hat und einen Teil der Siedler veranlasst hat, den Planeten wieder zu verlassen. Atlan (und mit ihm der Leser) bekommt Einblick in eine Organisation, deren Mitglieder schwer bewaffnet und gut organisiert sind. Zu ihr gehört auch Rhaens Bruder, der sich krankhaft verändert hat. Immer mehr Fragen tauchen auf: Was verbirgt sich hinter dem Höllenweltmythos Reddeyes? Besteht noch in dem Quaräntanegebiet die Gefahr durch die Seuche? Schäfer stattet diese Welt mit vielen Besonderheiten aus. Dazu gehören auch die Parthan-Träger, robotische Berater mit eigener Identität, die angeblich einen Teil des Gehirns von Parthan, des Retters der Kolonie, in sich tragen, damit dessen Rat nach dessen Tod auch späteren Generationen zu Gute kommt. Die Situation spitzt sich zu, als ein Frachtschiff Reddeye anfliegt, das von den Dunkelmännern erwartet worden ist. Rhaen und der USO-Agent Perthar Almoth begeben sich an Bord, um das Schiff zu erkunden. Dabei machen sie eine schreckliche Entdeckung. Für den USO-Agenten, der seit seinem letzten schrecklicen Einsatz eine Art Trauma vor den anderen verbirgt, bedeutet das die Rückkehr in die Hölle. Die Höllenwelt-Trilogie beginnt recht vielversprechend. Der Roman ist dicht und baut eine interessante Rätselkulisse auf, die der Perry Rhodan-Leser an der Serie so schätzt. Rüdiger Schäfer versteht es, das Perry Rhodan Universum mit Leben zu erfüllen. Er hat einen Blick fürs Detail, er schafft es, interessante Charaktere agieren zu lassen. Ein Spannungsbogen, mit immer neuen Enthüllungen und Wendungen hält die Leser bis zuletzt bei der Stange. Gibt es etwas Negatives zu schreiben? Wenig, der Roman zeigt die Stärken der Serie und drängt die Schwächen zurück. Natürlich geht es wie auch in der Serie um geheime Machenschaften, Bedrohungen müssen abgewehrt werden. Es kommt zu Kämpfen, und ein bisschen Sense of Wonder ist auch dabei. Alles nicht sonderlich tiefgründig, aber spannend und anschaulich.