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Die zentralen Nebensächlichkeiten der Demokratie: Von Applausminuten, Föhnfrisuren und Zehnpunkteplänen

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Dieses Buch handelt von unserer Demokratie – und von Aufsitzrasenmähern, Milbenkäse, Inkontinenzwindeln sowie von Zwergschnauzern mit seidenweichem Haarschleier. Außerdem noch von zu viel Gel in den Haaren, von Sherry mit geschlagenem Ei, « Fördern und Fordern », den Tücken elektronischer Abstimmungssysteme und vielem anderen mehr. Dass man anhand der Nebensächlichkeiten der Demokratie Wesentliches über die Demokratie erfährt und dass das sogar sehr unterhaltsam sein kann, ist die zentrale These dieses Buches. Es versammelt von A wie Applausminuten über F wie Flechtslipper bis Z wie Zehnpunkte­plan scheinbar Abseitiges aus dem poli­tischen Betrieb. Welche Orte, Dinge, Gesten und Worte zeichnen den politischen Alltag aus, und wie nehmen wir Bürger und Wähler an ihm teil? Und was sagen uns diese Orte, Dinge, Gesten und Worte über die medialen Vermittlungszwänge, das ewige Abgrenzungsspiel, die leidenschaftliche Intensität und die manchmal auch nur absurde Komik der Politik?

320 pages, Paperback

Published July 21, 2017

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Philip Manow

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Profile Image for Christopher.
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October 16, 2017
Im letzten Kapitel "Zehnpunkteplan" dieses Buches fragt Manow, angesichts der Vielzahl solcher Zehnpunktepläne in der Politik nach den Lückenfüllern, den Punkten, die es nur in den Plan geschafft haben, um zehn Punkte zusammenzubekommen. Leider leidet auch Manows Buch an einem ähnlichen Problem, dem Aufbau als Wörterbuch. Während die Überschriften (Ein Kapitel pro Anfangsbuchstabe, manchmal mehr) etwas passgenauer hätten sein können, war auch die Belanglosigkeit mancher Abschnitte enttäuschend.

Das Buch glänzt nichtsdestoweniger an vielen Stellen mit scharfsichtigen Beobachtungen politischer, nun ja, "Nebensächlichkeiten". Da kann es um die Currywurst des deutschen Politikers, den Bürger in der Wahlkabine oder die Omnipräsenz knackiger Soundbites gehen. Manow durchdringt und erklärt sie anschaulich, manchmal auch mit Hang zur kurzen Anekdote. Gerade deshalb hat das Buch viel Spaß gemacht und war durchaus Anregend.
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