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In der Fremde im italienischen Genua lernt der Maler einen Menschen kennen, der ihn das Heimweh zumindest etwas vergessen macht: den großen Admiral Andrea Doria. "Jeder Mensch braucht ein Vorbild, an dem er sich messen kann", sagt ihm Doria im Gespräch, und in gewisser Weise wird der charismatische Militär, den Massys als Schlachtenmaler begleitet, ein solches Vorbild des Künstlers. Und dann sitzt Doria dem Maler Modell. In stundenlangen Gesprächen während der Sitzungen kommen die beiden Männer sich näher. Bis es Massys in den Hafen von Genua zieht, wo man eine rätselhafte und unbemannte blaue Galeere gesichtet hat.
Bis hin zum leisen Ende breitet der Berliner Autor Henning Boëtius ein faszinierendes Panorama vor dem Leser aus, dass ihm die von Stürmen erschütterte Zeit im Europa des 16. Jahrhunderts fast so farbig wie ein Gemälde vor Augen führt. Die blaue Galeere ist ein wundervoller historischer Roman über einen faszinierenden Admiral, einen sensiblen Künstler -- und eine aufregende Zeit. --Stefan Kellerer
416 pages, Paperback
First published July 31, 2004