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Die blaue Galeere

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Der flämische Maler Jan Massys kennt das Meer genau. Oft genug hat er es gemalt, und als er jetzt in einer dunklen Mauernische im Hafen steht, kann der Geruch de Ozeans sogar den Gestank von Tier- und Menschenkot überdecken. Sein ganzes Besitztum hat Massys in einem Leinensäckchen mit ans Ufer gebracht. Denn Massys, einst geachtetes Mitglied der berühmten Antwerpener Lukasgilde, ist auf der Flucht vor der Inquisition. Frau und vier Kinder hat er zurückgelassen, und ob er sie und seine anderen holländischen Freunde und Bekannten wieder sieht, ist ungewiss.

In der Fremde im italienischen Genua lernt der Maler einen Menschen kennen, der ihn das Heimweh zumindest etwas vergessen macht: den großen Admiral Andrea Doria. "Jeder Mensch braucht ein Vorbild, an dem er sich messen kann", sagt ihm Doria im Gespräch, und in gewisser Weise wird der charismatische Militär, den Massys als Schlachtenmaler begleitet, ein solches Vorbild des Künstlers. Und dann sitzt Doria dem Maler Modell. In stundenlangen Gesprächen während der Sitzungen kommen die beiden Männer sich näher. Bis es Massys in den Hafen von Genua zieht, wo man eine rätselhafte und unbemannte blaue Galeere gesichtet hat.

Bis hin zum leisen Ende breitet der Berliner Autor Henning Boëtius ein faszinierendes Panorama vor dem Leser aus, dass ihm die von Stürmen erschütterte Zeit im Europa des 16. Jahrhunderts fast so farbig wie ein Gemälde vor Augen führt. Die blaue Galeere ist ein wundervoller historischer Roman über einen faszinierenden Admiral, einen sensiblen Künstler -- und eine aufregende Zeit. --Stefan Kellerer

416 pages, Paperback

First published July 31, 2004

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About the author

Henning Boëtius is a German author.

He also uses the pseudonym Uwe Bastiansen.

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56 reviews
September 24, 2022
Schöne kunstgeschichtliche Bezüge hergestellt , wir begleiten den Maler J. M. auf seiner Reise . Die Geschichte spielt Ende des 15 Jahrhunderts . Die Beschreibungen zum Schiffsbau haben mir auch sehr gefallen , die Darstellung der bildenden Kunst. Jedoch ist das Ende zu dramatisch mit der anhaltenden Sehnsucht nach Flora. Auch interessant fand ich Draguts Auftreten , Schüler Barbarossas . Die Einblicke in Schlachtenmalerei auf See + Schießpulver Verwendungen , die Aufstellungen der Atellerie.
3 reviews
March 5, 2009
Die Geschichte ist nicht unbedingt fesselnd, ebenso die umständliche die Sprache.
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