Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, 1.7, Universität Trier (FB IV), Bildung und Wettbewerb, Deutsch, Der Versuch Bildung unter dem ökonomischen Gesichtspunkt des Wettbewerbes zu betrachten bringt einige grundlegende Probleme mit sich, die eine marktwirtschaftliche Analyse der Bildung erschweren. Diese beginnen schon bei dem Gut Bildung selbst. Bildung ist keine Ware oder Dienstleistung mit geregelten Besitzverhältnissen und somit auch nicht handelbar. Sie entsteht durch das Zusammenwirken von Lehrern als ausführende und gestaltende Organe, den Schulträgern als Sachleistungsträger sowie den Schülern selbst. Der Gedanke eines Bildungsmarktes liegt somit vom Begriff her vorerst nicht nahe, da ein unmittelbarer Bezug zwischen Leistung und Gegenleistung fehlt Um das öffentliche Schulwesen in Deutschland unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachten zu können, müssen im wesentlichen sechs Aspekte beachtet werden, die den Gedanken eines freien Bildungsmarktes Erstens herrscht durch die Schulpflicht ein Zwang zum Konsum von Bildung. Zweitens ergibt sich durch die Schulpflicht eine sehr gut vorhersehbare Nachfrage, die aufgrund von demographischen Daten schon auf lange Sicht hin planbar ist. Drittens ergibt sich aus der vorhersehbaren Nachfrage eine zentralisierte Planung der benötigten Schulplätze und somit der Quantität des Angebots. Viertens ist das Angebot ebenfalls unflexibel, da Lehrer grundsätzlich den Regelungen des öffentlichen Dienstes unterliegen und somit auch bei mangelhaften Leistungen oder Überangebot nicht kurzfristig kündbar sind. Fünftens hat Bildung zum einen den privaten Nutzen der Steigerung des eigenen Wohlstandes und als dessen Ergebnis weitere „Konsumgewinne", wie z.B. Freude am Lernen oder ein bestimmter Status und Lebensstil, der durch Bildung im allgemeinen erreicht werden kann. Sechstens resultiert aus dem vorangegangenen Punkt, dass Bildung nicht nur