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New York zu verschenken

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Ein Chat-Roman über die wahre Liebe

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …

336 pages, Paperback

Published August 28, 2017

4 people are currently reading
47 people want to read

About the author

Anna Pfeffer

12 books7 followers
Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.

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72 (36%)
2 stars
23 (11%)
1 star
8 (4%)
Displaying 1 - 30 of 49 reviews
Profile Image for Ivonne.
Author 1 book111 followers
September 26, 2017
Eigentliche Wertung: 0,5 Sterne

New York, meine Herzensstadt. Meine große Liebe. Mein Happy Place. Vor vielen Jahren habe ich mein Herz in der wohl tollsten Stadt der Welt gelassen und lese seither jedes Buch, das auch nur im entferntesten etwas mit New York zu tun hat. Es ist also nicht wirklich verwunderlich, dass ich ausgerecht Anna Pfeffer‘s neuesten Roman New York zu verschenken beim Bloggerportal angefragt habe. Vielen Dank an dieser Stelle für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. War meine Vorfreude anfangs noch sehr groß, wurde selbige bereits nach nur 30 Seiten getrübt und hatte sich nach 70 Seiten bereits vollkommen in Luft aufgelöst. Warum genau möchtet ihr wissen? Ich habe versucht, meine Gedanken in Worte zu fassen und euch selbige in der nachfolgenden Rezension niedergeschrieben.

„Ein Chat-Roman über die wahre Liebe“ – Wenn die wahre Liebe so aussieht, dann möchte ich sie nicht. Klingt hart? Ist aber leider so. Ich habe lange überlegt, ob ich das Buch überhaupt beenden soll. Ich mag es nicht sonderlich Rezensionsexemplare abzubrechen. Immerhin erhalte ich sie aus einem bestimmten Grund, und zwar um meine ehrliche Meinung kundzutun, wofür ich das Buch allerdings gelesen haben muss. Also habe ich es beendet; dennoch war ich mir zuerst unsicher, ob ich das Buch am Ende bewerten soll. Ja, entgegen all der Lobeshymnen die sich ihren Weg durch die sozialen Medien bahnen, hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen. Und zwar so gar nicht. Jetzt, nachdem ich es beendet habe würde ich tatsächlich so weit gehen und behaupten, das es eines der für mich persönlich schlechtesten Bücher ist, die ich jemals gelesen habe.

AN OBERFLÄCHLICHKEIT KAUM ZU ÜBERTREFFEN

Dieses Buch ist an Oberflächlichkeit kaum zu übertreffen. Ich muss gestehen, ich habe mich mehr durch die Seiten gequält, statt sie zu genießen. Für gewöhnlich mag ich solche Chat-Romane, ich bin ein Fan von allem, was anders ist und habe, nicht nur aufgrund des doch recht vielversprechenden Klappentextes, sondern auch wegen der vielen positiven Stimmen, einen jugendlich leichten Roman erwartet. Jugendlich war er, leicht vielleicht auch, aber war er auch fesselnd? Irgendwie tiefgründig? Vielleicht ein bisschen unterhaltsam? Leider kann ich all das nur verneinen. Dieses Buch hat ein reinstes Nervenbündel aus mir gemacht. Obwohl das Buch aufgrund des Aufbaus und der Schreibweise sehr schnell und flüssig zu lesen ist, habe ich eine gefühlte Ewigkeit dafür gebraucht, da ich mehr Zeit mit Augenrollen, statt mit Lesen verbracht habe.

Anton, einer unserer beiden Hauptfiguren ist ein arroganter, eingebildeter, verwöhnter und selbstverliebter Bengel. Ich bin mir nicht sicher, vielleicht sollte das Ganze auch einfach lustig rüberkommen? Bei mir hat es jedenfalls nicht gewirkt und seine ständigen Jammertiraden darüber, dass er doch nur einen Porsche zu seinem Geburtstag bekommt und keinen Maserati, wie sein Freund, sind mir sehr negativ aufgestoßen. Auch die Tatsache, dass er Frauen zu 99 % nur nach dem Aussehen beurteilt, teilweise ziemlich frauenfeindlich ist und Bodyshaming en masse betreibt, konnte ich diesem kleinen arroganten Idioten wirklich so rein gar nichts Positives abgewinnen. Vielleicht hat er das auch alles gar nicht Ernst gemeint, hat nur Witze gemacht und ich soll das Ganze nicht so Ernst nehmen? Leider kann ich über Bodyshaming nicht hinweg sehen, mag es nicht, wenn man sich seine Freundin nur nach dem Aussehen aussucht um sicherzugehen, dass man sie auch „herzeigen“ kann und reagiere ziemlich allergisch auf Prolls, die nichts Besseres mit ihrer freien Zeit anzufangen wissen, als in jedem zweiten Satz zu erwähnen, wie reich sie doch sind, was sie alles haben (Porsche, IPad, etc. pp.) und wie gut sie doch aussehen. Außerdem reagiere ich allergisch darauf, wenn man anderen vorschreibt, wie sie zu leben haben, denn der liebe Anton glaubt, nur weil Liv, unsere zweite Protagonistin, ihre Freizeit gerne mit Lesen und nicht so gerne mit „Saufen“ und feiern verbringt, gar kein richtiges Leben hat.

„Da ich megagut aussehe, wäre meine Superkraft wahrscheinlich, dass sich die ganzen Ladys in mich verknallen. Na, was hältst du davon? #theirresistible“

Anton reduziert jeden auf sein Aussehen. Ich bezweifle, dass er überhaupt eine Ahnung hat, was innere Werte sind, geschweige denn, was das Wort „Charakter“ bedeutet. Der fehlt ihm nämlich leider.

„Und was ist mit dir, Liv? Kann man dich auch herzeigen?“

Hatte ich anfangs noch geglaubt, dass ich mich mit Liv etwas anfreunden, vielleicht sogar identifizieren kann, löste sich diese Vermutung ganz schnell wieder in Luft auf. Liv bewundert Anton dafür, wie er die Welt sieht. Zugegeben, Anton lebt sein Leben ganz nach dem Motto „Nutze den Tag„, allerdings scheint er dies mehr zu machen, um Anerkennung dafür zu ernten, statt dies wirklich für sich selbst zu tun. Er möchte die Aufmerksamkeit aller Menschen; er braucht das, um sich gut; um sich wohl und wichtig zu fühlen und je mehr er davon erhält, desto wichtiger fühlt er sich. Offenbar findet Liv das toll. Liv und ich hatten daher leider so gar nichts gemeinsam, außer vielleicht unsere Liebe zu Büchern und Star Wars. Das wars dann aber auch schon.

Das Buch hätte auch gut und gerne 50-100 Seiten kürzer sein können. Um ehrlich zu sein, ging es hier auch in keinster Art und Weise um New York. Anton und Liv liefern sich in ihren Chatnachrichten einen langweiligen Schlagabtausch nach dem anderen. Leider konnte hier auch der Humor nicht punkten, da dieser meiner Meinung nach kaum bis gar nicht vorhanden war. Die Message die hinter dem Ganzen steckt, das Schubladendenken aufzugeben, ist schön und gut und sicher auch sehr wichtig, leider ging sie unter diesen ganzen Belanglosigkeiten, langweiligen Dialogen und nervigen/oberflächlichen Charakteren vollkommen unter. Genauso gut hätte man einen Chatverlauf zwischen mir und meinem Bruder veröffentlichen können, das wäre vielleicht sogar noch um einiges unterhaltsamer gewesen.

VON NERVIGEN CHARAKTEREN BIS HIN ZU LANGWEILIGEN PLOTTWISTS

Eine Entwicklung der Charaktere konnte ich leider nicht feststellen, zugegeben, vielleicht ein bisschen, minimal bei Anton. Liv hingegen hat sich von Seite zu Seite mehr ins Negative gewandelt, als hätte Anton auf sie abgefärbt – was vielleicht sogar der Fall war. Der Plottwist ließ leider auch sehr zu wünschen übrig. Das Ende war vorhersehbar und meiner Meinung nach völlig Fehl am Platz.

Das Einzige, was ich an dem Buch tatsächlich mochte ist das wunderschöne Cover und die Tatsache, dass der Titel „New York“ enthält, auch wenn der Inhalt wirklich nur sehr wenig mit dieser wundervollen Stadt zu tun hat.

Für mich war dieses Buch ein absoluter Fehlgriff. #EinbisschenmehrOriginalität wäre schön gewesen. Leider wurde ich absolut enttäuscht, empfehlen würde ich das Buch daher eher nicht.
Profile Image for Claudia - BookButterflies.
567 reviews314 followers
September 5, 2018
Leider die erste große Enttäuschung dieses Jahr! Ich hatte mir viel von diesem Rezensionsexemplar erhofft! Das Cover ist cool, die Idee der Geschichte klang toll und New York ist nicht nur eine Reise sondern immer auch ein Buchthema wert. Doch leider hat mich mein erster "Chat Roman" mehr als enttäuscht.

„Ein Chat-Roman über die wahre Liebe“ >>> Vielleicht wenn man ein 15jähriger Teenager ist, aber als Erwachsener Mensch konnte ich nur mit den Augenrollen und den Kopfschütteln. Die Dialoge sind plump, oberflächlich und voll mit Schubladendenken, dass sogar ich (die nicht immer sofort das schlimmste denkt) die Krise bekommen habe beim Lesen.

Anton und Olivia sind jeweils auf ihre eigene Art und Weise unsympathisch. Extrem verwöhntes und reiches Einzelkind, was voll Overflächlichkeiten strotzt trifft auf schüchternes Mädchen mit "schwierigen" Familienverhältnissen.

Die Witze sollen humorvoll und sarkastisch sein, aber ich find sie einfach nur dümmlich und nervig, da ein und derselbe Spaß (ich meine #Spasso) ständig wieder hervorgekramt wird.

Ich glaube das Autorinnenduo hat zum Ende versucht irgendwie Tiefe reinzubekommen und eine Charakterentwicklung darzustellen, was meiner Meinung nach aber komplett misslungen ist!

Ach ja... New York kommt insgesamt vielleicht auf 10 Seiten vor... Es hätte auch jede andere Destination sein können!

Wäre es kein rezensionsexemplar gewesen, hätte ich das Buch nach 50 Seiten abgebrochen und meine Lebenszeit sinnvoller verwendet! 1 Stern, da dies die niedrigste Bewertung hier ist!
Profile Image for Book-addicted.
890 reviews
September 15, 2017
*Inhalt*
"Ein Chat-Roman über die wahre Liebe

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …" (Quelle: Amazon)

*Erster Satz des Buches*
"Aufgepasst, Leute!"

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 336 Seiten

Verlag: cbj Verlag

ISBN: 978-3570173978
Preis: 14,99 € (Broschiert) / 11,99 € (E-Book)

*Infos zur Autorin*
"Hinter den Pseudonymen Anna Pfeffer und Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy. Und am 12. September erscheint unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj. Das Buch heißt „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ und ist eine Teenie-Liebesgeschichte mit einer erfrischend negativen Heldin, die uns besonders ans Herz gewachsen ist.

Wenn ihr benachrichtigt werden wollt, sobald unser nächstes Buch erscheint, meldet euch gerne für unseren Newsletter an: www.rosesnow.de/newsletter." (Quelle: Amazon)

*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen?
Jeder neue Roman des Autoren-Duos Rose Snow/Anna Pfeffer muss natürlich umgehend in meinem Regal landen, weswegen ich natürlich auch um den neuesten Roman nicht drumherum kam. Zudem sprach mich der Klappentext sehr an, denn den Roman "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer war der bis dato einzige Chat-Roman, der mich absolut überzeugen konnte.


-> Cover:
Ich mag dieses verrückte, knallpinke und New York-veehrende Cover wahnsinnig gerne!


-> Story + Charaktere:
Anton und Liv unterhalten sich nur über per WhatsApp Nachricht, denn Anton hat auf Instagram dazu aufgerufen, sich für eine Reise nach New York bei ihm zu bewerben - aber nur, wenn die entspreche Person Olivia Lindmann heißt. Dies trifft auch auf Liv zu, weswegen sich die beiden nun kennenlernen und anschließend zusammen ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten reisen möchten...

Was war ich gespannt auf diesen Roman, denn auch, wenn ich die Romane von Rose Snow/Anna Pfeffer sehr gerne lese, bin ich, was Chat-Romane angeht, ein wenig geprägt. Damals schon sehr skeptisch laß ich "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glasauer und war ... verliebt. Nie wieder habe ich einen Chat Roman gelesen, der mich so sehr berühren und fesseln konnte, weswegen ich an "New York zu verschenken" natürlich hohe Anforderungen stellte.

Beginnt man zu lesen, findet man sich recht schnell in der Welt von Liv und Anton wieder, liest, wie sich die beiden versuchen kennenzulernen und lernt so auch jeden der beiden ein wenig besser kennen. Liv gibt anfangs (oder eigentlich die ganze Zeit) nur recht wenig von sich Preis, ganz im Gegenteil zu Anton, der alles andere als zurückhaltend ist, was Informationen zu seiner Person betrifft. Während Liv eher schüchtern und introvertiert wirkt, ist Anton der totale Macho, scheinbar eine oberflächliche Person, wie sie im Buche steht. Dennoch mochte ich Anton nach einiger Zeit ganz gerne, denn über kurz oder lang werden die Gespräche tiefsinniger und man merkt - auch Anton hat einen weichen Kern! Dennoch muss ich zugeben, dass ich die Gespräche der beiden nicht immer ganz nachvollziehen konnte, insbesondere deswegen, weil ich - als einer der beiden - über kurz oder lang den Kontakt abgebrochen hätte. Bevor sich die beiden tatsächlich richtig kennenlernen, streiten sie schon, bzw. äußern eher verletzende Dinge, worauf ich an deren Stelle ehrlich gesagt keine Lust gehabt hätte. Auch wenn sich die beiden - emotional gesehen - irgendwann näher kommen (und es dann klar ist, dass sie den Kontakt nicht mehr abbrechen) konnte ich als Leser nicht unbedingt nachvollziehen, dass die beiden das Ganze so konsequent durchgezogen haben, anstatt irgendwann einfach das Weite zu suchen. Bedingt durch diese Umstände empfand ich den Chat - Roman stellenweise als etwas langatmig und mit sich wiederholenden (Streit)-Gesprächen, weswegen ich mir diese Geschichte eher als normalen Roman gewünscht hätte.

Dennoch gefiel mir die Story an sich sehr gut, auch wenn ich mir etwas mehr "New York" in dieser Geschichte gewünscht hätte. Trotzdem schaffte es das Autoren - Duo, mir definitiv noch mehr Lust auf diese tolle Stadt zu machen und ich werde definitiv irgendwann einmal nach New York reisen und all die tollen Orte besuchen...

Das Ende des Buches war unvorhersehbar und gefiel mir richtig gut, auch wenn ich mir noch etwas mehr "danach" gewünscht hätte.

-> Schreibstil:
Der Chat-Schreibstil war anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, man konnte sich nach einiger Zeit aber doch recht gut einfinden. Die Tages- und Zeitangaben zwischen der Kommunikation fand ich stellenweise etwas unrealistisch, ich hätte mir eher "normale" Kapitel gewünscht.


-> Gesamt:
Ein liebenswerter Chat-Roman mit interessanten Charakteren, der mir jedoch als normaler Roman wohl deutlich besser gefallen hätte.


Wertung: 4 von 5 Sterne!
Profile Image for Lavendel KnowsBest.
392 reviews4 followers
Read
August 31, 2017
4,5 Sterne!

Anton hält sich für den Nabel der Erde. Er hat aber auch alles, was man sich erträumen kann: ein gutes Aussehen, viele Freunde, dank seiner Eltern nie zu wenig Geld und eigentlich auch eine Freundin. Doch diese macht mit ihm Schluss als Anton sie zu einem New York Trip einlädt. Anton ist nicht auf den Kopf gefallen und sucht auf Instagram direkt nach einer neuen Olivia Lindmann, die das Flugticket übernehmen und mit ihm NY unsicher machen kann. Doch Liv ist nicht gerade Antons Traumkandidatin.

Das pinke Cover ist ein richtiger Hingucker mit seinen niedlichen Cliparts. Bei meinem ersten Blick unter die farbenfrohen Buchdeckel fiel mir zum ersten Mal auf, dass das Buch als einziger Nachrichtenverlauf konzipiert ist. Wir finden in ihm also keine langen beschreibenden Abschnitte, sondern nur Livs und Antons digital geführte Dialoge. So eine Textform habe ich zuletzt im Studium als Dramenstück gelesen. Ganz so schlimm wird es in "New York zu verschenken" aber nicht! ;)
Erstaunlich schnell gewöhnte ich mich an diese Art des Erzählens und die Seiten flogen so auch förmlich dahin. Es kommt sogar ein voyeuristisches Feeling auf, weil man das Gefühl hat verbotenerweise einen fremden Chatverlauf zu lesen.

Ich hatte ein paar Probleme mit Anton, die sich im Laufe des Buches nicht legen wollten. Er ist ein ziemlicher Kotzbrocken, überheblich, eingebildet und oberflächlich. Dabei hat er stets einen lustigen Spruch parat, die mich nicht immer abholen konnten. Für mich ist seine Veränderung im Laufe des Romans nicht deutlich genug ausgefallen. Er hat zwar nette Momente, in denen er eine fürsorgliche Ader zeigt, doch die waren nicht oft genug vorhanden, um mich mit ihm zu versöhnen.

Liv ist das absolute Gegenteil von Anton. Sie hat es nicht so leicht im Leben, ihre Eltern sind getrennt, ihre Mutter hat ernsthafte Probleme und somit muss Liv ständig für ihre Schwester sorgen. Das macht sie zwar gerne, doch ihre Jugend bleibt da ganz schön auf der Strecke. Anstatt wie Anton Party zu machen, sitzt Liv daheim, liest und pflegt ihren Bookstagram-Account. Ich mochte sie wahnsinnig gerne für die Art wie sie Antons überheblicher Art Paroli bot.

Ich hatte befürchtet, dass aufgrund der reinen Nachrichtenverläufe, die Tiefe der Charaktere auf der Strecke bleiben würde, schließlich gibt es kaum Beschreibungen wie sie aussehen, etc. Doch da lag ich total daneben, die Dialoge brachten mir Liv und Anton besonders nahe.

Dennoch fehlte mir etwas. Das Buch besitzt naturgemäß wenig Handlung, von der erzählt werden könnte und so drehen sich die Dialoge auch oft im Kreis um die selben Themen. Anton will unbedingt Liv offline abchecken, doch diese ziert sich und plant das allererste Treffen vorm Terminal.

Zum Glück packten die Autorinnen gegen Ende einen Twist aus, den ich mir erhofft hatte. Ich war sehr glücklich als es schließlich so kam, denn dadurch gewann die Geschichte an Emotionalität und Tiefe, was mir richtig gut gefiel! So war ich sogar ziemlich wehmütig, als das Buch auf der 331. Seite endete. Ich hätte Anton und Liv noch wahnsinnig gerne auf ihrem NY-Trip begleitet, aber das ließe sich sicher nur schwer, im Chatverlauf geschrieben, umsetzen.

"New York zu verschenken" von Anna Pfeffer ist ein außergewöhlich erzähltes Jugendbuch mit einer tollen Protagonistin und einem schwierigen Helden. Dank seines gelungenem Endes gefällt mir das Buch bisher am allerbesten von den gelesen Vergleichsmöglichkeiten.
Profile Image for AnnaSalvatore.
270 reviews4 followers
September 18, 2017
GANZE REZENSION: http://annasalvatoresbuchblog.blogspo...

GESTALTUNG
Bunt, quitschig, New York-lastig und es passt mit dem Rahmen, Schrift etc. zu dem anderen Buch.
Ich bin zufrieden! Lediglich der kleine Größenunterschied hätte nicht sein müssen^^


MEINUNG
Zuerst einmal fange ich mit meiner Erwartungshaltung an:
Ich erwartete eine süße Liebesgeschichte gespickt mit viel Humor, die in New York spielt und das Kennenlernen der beiden spielt sich in Chats ab.

Zuerst überrascht mich, dass es nur im Chat geschrieben ist. Keine Ausnahmen.

Aber fangen wir mal mit den positiven Sachen an.
Der Schreibstil bzw. die Chatverläufe lesen sich wirklich schnell und leicht. Die Sprache ist recht jugendlich, manchmal vielleicht ein Tick übertrieben, gehalten und lässt sich sehr flüssig lesen. So beendete ich das Buch an einem Tag.

Auch der Einsatz von viel Humor und Charakterentwicklung kann ich per sé nicht schlecht finden.

Und jetzt kommen wir auch leider zu den nicht so begeisterten Aspekten.
Der Humor war mir fast schon zu übertrieben. An einer Sache wurde sich richtig festgebissen und nicht losgelassen, bis man wirklich den allerletzten Witz dazu gemacht hatte. Dabei ist der Sarkasmus eigentlich meins, doch hier wurde es einfach zuviel ausgereizt.

Ja, die Charakterentwicklung ist auch so eine Sache gewesen. Denn damit ist diese Entwicklung geben kann, war der Protagonist lange Zeit wirklich unausstehlich und oberflächlich. Und auch Liv war mir zu unnahbar, aber dies kann natürlich auch an der Form des Buches gelegen haben. Auch wenn versucht wurde tiefere Themann anzuschneiden, konnte ich das über WhatsApp einfach nicht abkaufen.

Ein weiteres Problem des puren Dialogs war, dass es oft um belanglose Dinge ging. Smalltalk eben eine große Rolle, damit es erst zu den richtigen Gesprächen kommen konnte.

Ein großes Problem war für mich die Handlung. Denn beide sitzen einfach immer irgendwo rum, sind am Handy und schreiben. Das ist alles. Es wird nur über Sachen geredet, und hier habe ich ganz stark den Wunsch nach Show, not tell gespürt. Man weiß eben auch gar nicht, was die Protagonisten genau fühlen.
Daher finde ich die Aufmachung auch sehr irreführend, denn New York wird kaum besucht, und das, was geschehen ist, zählt für mich nicht.
Auch eine echte Liebesgeschichte findet meiner Meinung nach nicht wirklich statt.

Und leider hat mich der große Plottwist am Ende des Buches, der die Geschichte irgendwie ausmacht, nicht überrascht. Schon ca 70 Seiten vorher ahnte ich es und es wurde mir mit jeder Seite mehr bestätigt.


FAZIT
Leider hatte ich nach dem ersten Buch der Autorin falsche Erwartungen. So spielt die Geschichte weder in New York, noch kann sie mit dem Vorgänger mithalten.
Mir persönlich war es zu oberflächlich, zu unpersönlich und viel zu wenig eigentliche Handlung. Es gab dennoch gute Ansätze, wie den Humor, die Charakterentwicklung und die versuchte mega Überraschung.
Für Fans von Chatromanen sei dieses Buch empfohlen!

- Weil ich glaube, dass Anna Pfeffer eigentlich mehr kann und es solide Ansätze gab: 2 von 5 Feenfaltern -


Dennoch natürlich vielen Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar!

© Anna Salvatore's Bücherreich
Profile Image for Loni ♈⚜.
234 reviews18 followers
September 3, 2017
Allgemeines
Titel: New York zu verschenken
Autorinnen: Ulrike Mayrhofer & Carmen Schmit (Anna Pfeffer)
Verlag: cbj
Seitenzahl: 331
ISBN: 978-3-570-17397-8
Preis: 14,99€


Klappentext
Aufgepasst, Leute! Hier gibt es einen Urlaub der Extraklasse zu gewinnen! Und zwar nach New York, zehn Tage, full package inklusive. Nur das Beste vom Besten, Luxus-Hotel und die perfekte Reisebegleitung - nämlich mich. Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach: Olivia Lindmann heißen.

Der selbstsichere Sonnyboy Anton hat ein Ticket nach New York zu verschenken, denn von seiner Freundin ist ihm nur der Name auf dem Ticket geblieben. Tatsächlich meldet sich eine Olivia, aber sie ist ganz anders, als er sich vorgestellt hat...

Meinung
Das Buch ist mir hauptsächlich wegen dem interessanten und witzigen Klappentext aufgefallen. Als ich dann auch noch erfahren habe, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, wollte ich es unbedingt lesen!
An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei dem Bloggerportal und dem cbj Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!😊

Inhalt
Anton hatte eigentlich alles ganz genau geplant, doch es soll ganz anders kommen als er erwartet hat. Der Plan war, dass er seine Freundin mit einer zehntägigen Reise nach New York überraschen wollte. Sie werden in einem Luxushotel wohnen, mit allem drum und dran, und können die Schönheit New Yorks genießen und sich vielleicht auch ein bisschen näher kommen. Die Tickets hat er bereits gebucht, und brauch es eigentlich nur noch seiner Freundin geben. Doch die macht einfach kurzerhand mit ihm Schluss, weswegen er jetzt ein bisschen dumm mit seinen zwei Tickets da steht. Aber anstatt die Reise abzublasen, entscheidet er sich spontan dafür auf Instagram einen Aufruf zu starten, in dem es heißt dass er sein zweites Ticket gerne verschenken möchte. Es gibt nur eine einzige Bedingung die die andere Person mitbringen muss, wobei das auch das wichtigste ist, nämlich der Name. Dieser muss der gleiche wie der seiner Ex-Freundin sein, da er bereits auf dem Ticket steht. Olivia Lindmann...
Anton hat Glück und es meldet sich wirklich jemand mit dem Namen. Die beiden beginnen also miteinander zu chatten, um sich etwas besser kennen zu lernen. Aber diese Olivia ist ganz anders, als die die er vorher kannte...

Cover
Das Cover finde ich ganz gut gelungen, da man dort vieles, was New York ausmacht, wieder erkennen kann. Durch das sehr auffällige Pink sticht es einem auch direkt ins Auge.

Schreibstil
Den Schreibstil zu bewerten ist meiner Meinung nicht ganz leicht. Gut fand ich auf jeden Fall, dass man quasi nur so durch die Seiten geflogen ist und ich mich richtig gut unterhalten gefühlt habe. Die beiden ziehen sich gegenseitig gerne auf, was mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht hat.
Es hatte manchmal aber auch leider seine Längen. Und zwar meistens, wenn der eine von ihnen mal eine längere Zeit nicht geantwortet hat und der andere dies ausnutzt um ellenlange Monologe zu schreiben.

Zum Inhalt
Die Idee des Buches fand ich einfach nur großartig und sehr unterhaltsam zu lesen!
Die beiden sind einfach völlig verschieden, Anton der reiche, selbstverliebte und verwöhnte Junge der immer seinen Willen bekommt und Liv, die sich gerne in Büchern verliert, weiß was Verantwortung bedeutet und ziemlich schlagfertig mit Antons Art umgehen kann.
Ich hätte nicht Gedacht, dass es in dem Buch fast ausschließlich um das kennen lernen zwischen den beiden geht und sie sich quasi erst im Flugzeug treffen wollen. Weswegen ich auch gerne an manchen Stellen mir gerne ein "Richtiges" Buch gewünscht hätte, um einfach zu erfahren, was gerade in den beiden vorgeht. Aber andererseits konnte man sich so auch gut in die beiden Charaktere hineinversetzten, denn bis auf das bisschen, was sie im Chat miteinander austauschen, erfahren wir genau so wenig wie sie. Wir werden also als Leser, genauso wie die beiden Protagonisten, ins kalte Wasser geschmissen.
Leider konnte ich an einigen Stellen im Buch das Ende bereits erahnen, weswegen es für mich jetzt nicht allzu überraschend war.

Charaktere
Die beiden haben mir wirklich gut gefallen!
Anton... Er kann einem schon ziemlich auf die Nerven gehen, mit seinem selbstverliebten Gehabe aber im Laufe der Geschichte lernen wir ihn zusammen mit Liv besser kennen und können ein Blick auf sein wahres ich werfen. Denn eigentlich ist er sehr hilfsbereit und immer für seine Freunde da. Auch wenn er so manchmal nicht rüber kommt und Liv ihm erst einmal in die Schranken weisen muss.
Liv... Mit ihr konnte ich mich sogar an manchen Stellen ziemlich gut Identifizieren. Sie möchte Anton einfach richtig kennenlernen und schickt ihm aus diesem Grunde auch nie ein Foto von sich, auch wenn Anton gerade nur so um eins bettelt. Sie ist bodenständig und weiß mit Verantwortung umzugehen. Und das ist genau das, was Anton alles fehlt. Sie ergänzen sich also ziemlich gut.
Zwar hat sie auch an manchen Stellen, meiner Meinung nach, ziemlich blöd gehandelt aber niemand kann perfekt sein, und das hat mir dann auch so wahnsinnig gut an ihr gefallen.

Fazit
Eine Liebesgeschichte die nur durch Chat-Nachrichten funktioniert. Sie ist unterhaltsam und sehr schnell zu lesen. Ein perfektes Buch für zwischendurch!

Ich gebe New York zu verschenken 3/5 Sternen⭐
Liebe Grüße
Loni😄
146 reviews
September 13, 2017
New York zu verschenken ist ein tolles Buch, auch wenn ich das Ende ungefähr ab Mitte des Buches voraussagen konnte, war es wirklich wert gelesen zu werden.

Ich kam zum Buch da ich die letzten Serien der Autorinnen (besonders gern mochte ich die 17 Reihe) mir auch schon sehr gut gefallen haben und ich mal einen einzelnen Roman ausprobieren wollte. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man auf Contemporary Bücher steht und eine süße und klasse Liebesgeschichte lesen möchte.
Profile Image for Steffi.
3,282 reviews183 followers
gave-up
November 25, 2017
Nach gefühlten drei Seiten hat mich das Buch schon genervt und nach schätzungsweise 5 habe ich es abgebrochen.
Es ist mir einfach zu kindisch und oberflächlich. Wusste bis eben auch nicht, dass es ein Chat-Roman ist.
Profile Image for Sorina.
97 reviews
November 15, 2019
Toll toll toll! Das Ende hat mich komplett überrascht!!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Immie.
441 reviews12 followers
September 18, 2019
Innerhalb weniger Stunden in einem Rutsch durchgelesen. Was für eine tolle Geschichte.
Und was für ein Plottwist. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Genial, dass alles nur ein Whatsapp-Chat ist.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Liss.
443 reviews9 followers
September 11, 2017
Die zwei Autorinnen hinter Anna Pfeffer haben den Dreh raus. Sie treffen den Puls der Zeit und wissen mit ihren Büchern ganz genau, wie sie mich unterhalten können. "Für dich soll's Tausend Tode regnen" hatte mich damals fasziniert zurückgelassen und so musste ihr neuer Jugendroman, der lediglich in Chat-Form geschrieben ist, natürlich ebenfalls sofort bei Erscheinen in meinem Regal landen.

Und auch dieses Mal war das Buch binnen 2 Tagen verschlungen und vor allem das Ende hat noch mal so richtig reingehauen. Die Geschichte um Anton und Olivia nimmt mit der Zeit immer mehr an Fahrt auf. Es gibt heikle Situationen, witzige Gespräche und ironische Auseinandersetzungen, die mir oftmals ein Lächeln oder ein lautes Lachen entlockt haben. Mein Freund im Zimmer hat mich dann manchmal komisch angeschaut. Aber das war es mir wert. ;)

Der Roman startet mit einer sehr distanzierten Olivia, die in Anton einen oberflächlichen Macho sieht, den er in gewisser Weise auch erstmal raushängen lässt. Das macht das Buch aber auch zu lustig und verführt dazu, dass man immer weiter lesen will. Es werden viele Klischees und Themen angesprochen, die jeder Jugendliche schon erlebt hat. Es geht um die Familie, die Wichtigkeit und Bedeutung des Lebens, um Vorurteile, Vertrauen.. Irgendwie ist alles mit dabei und ganz geschickt verpackt, dass ich jetzt grad erst merke, wie viel wirklich da drin steckt.

Ich habe oft Schwierigkeiten mit Chat Romanen und traue mich selten an sie heran, aber mit Anton und Liv hat es Spaß gemacht. Man war hautnah mit dabei, hat mitgelacht und mitgehofft. Und vor allem das Ende hat mich erstaunt. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich glaube sogar ohne den großen Schock, wären es für mich 5 Sterne gewesen. Danke!

Fazit

Anna Pfeffer hat es zum zweiten Mal geschafft mich absolut zufrieden nach dem Lesen eines Buches zurück zu lassen. Witzige, alberne, ernste und vorwurfsvolle Gespräche - alles ist mit dabei und viele Themen und Klischees wurden behandelt. Ich konnte hautnah bei Anton und Liv mit dabei sein und fühlen, wie sich Gefühle entwickelten und Hoffnungen aufkeimten. 5/5 Punkte.
Profile Image for Jil.
121 reviews2 followers
August 29, 2017
Vom Chatten, alten Lieben, neuen Freunden und einer ganz großen Reise

New York zu verschenken ist das zweite Buch von Anna Pfeffer, ihr neuer Jugendroman. Darin begegnen wir zum einen Anton – dem supersexy Instagramhottie mit dem vermeintlich großen Ego, der das Leben lebt und liebt, wie es kommt. Und dabei jeden einzelnen Moment genießt. Sorgen kennt er zunächst nicht. Das zumindest denkt man am Anfang, wird aber schnell eines Besseren belehrt. Dann gibt es da noch Liv, sie wirkt unsicher, hält auf sich selbst nicht allzu große Stücke und versteckt sich daher hinter einer perfekten Weltanschauung und dem Zurechtweisen von anderen – ab und an zu deren Leidwesen. Diesen Anschein hat es zunächst. Doch auch hier gilt: der Blick hinter die Fassade lohnt.
Anton wurde von seiner Freundin verlassen, Olivia Lindmann, der er noch immer nachtrauert, auch wenn er es sich nicht eingestehen will. Er wollte ihr eine Reise zum Big Apple schenken, hatte die Tickets schon und dann: Schluss. Auf einmal! Und was nun? Anton wäre nicht Anton, wenn er nicht eine pfiffige Idee hätte. Nämlich: Über Instagram einfach nach einer zweiten Olivia Lindmann suchen, die mit ihm in den Urlaub fliegt. Gesagt, getan. So treffen er und unsere Liv aus dieser Geschichte aufeinander. Zumindest virtuell. Zunächst.
Die beiden schreiben sich über Wochen Nachrichten. Chatten, was das Zeug hält. Lernen sich kennen, öffnen sich einander und wagen den Blick hinter die Fassade. Erzählen von ihren Träumen, schmieden gemeinsame. Bauen vielleicht sogar Gefühle füreinander auf, zeigen sich ihre schönen und auch nicht so schönen Seiten. Es scheint wirkliche Nähe zu entstehen, bis … ja, bis der Tag X – die Abreise – anbricht und mit einem Mal alles anders ist.
• Was hatte Olivia Lindmann an sich, dass Anton ihr nach so kurzer Zeit eine so große Reise schenken wollte?
• Und warum ist es so abrupt auseinandergegangen?
• Kann die neue Liv wirklich mit der alten Flamme mithalten?
• Warum eigentlich will sie nach New York?
• Was passiert so Schlimmes, dass am Ende alles anders ist?
• Und was hat das Zeigen eines Gesichts damit zu tun?
• Sein Gesicht zu zeigen, erfordert Mut – Werden Liv (und auch Anton) diesen haben?
»If you can make it there, you’ll make it everywhere«, ist ein Zitat, das nicht passender sein könnte. Vor allem für Liv, Anton und New York. Doch gilt es auch für die gemeinsame Reise? Lest, und findest es selbst heraus.
Für mich war diese Geschichte ein kleines Highlight, weil sie so erfrischend anders ist. Nicht nur in ihrer Form. Das ist ja offensichtlich. Doch ich muss sagen, die Idee eines ausschließlichen Chat-Romans finde ich auch klasse. Viel mehr als das hat mich aber die Dynamik der Dialoge und das Eigenleben der Charaktere sowie ihre schwankenden Gefühle begeistert, die sich ungeschönt in jeder geschriebenen Nachricht widergespiegelt haben. Das wirkt authentisch und ist vielleicht genau der Grund, warum man sich auch ohne geteilte Fotos näherkommen kann. Die Geschichte verdeutlicht dabei eines ganz besonders: Jeder hat sein Päckchen zu tragen, egal wie perfekt sein öffentliches Profil auch aussieht. Wir lassen uns nur allzu oft von ersten Eindrücken und falschen Oberflächlichkeiten blenden und verstecken uns dabei selbst nur zu gern hinter dem Schubladendenken.
„Es gibt gute Tage, es gibt schlechte Tage und verdammt viele dazwischen.“
Ich habe es schon gesagt: Dieses Buch ist etwas Besonderes. Angefangen beim poppigen Cover, das den Puls der Zeit trifft und perfekt zu Anna Pfeffers ersten Werk passt – eine Linie und doch wieder neu! Über den lockeren, jugendlichen, absolut humorvollen und doch teilweise tiefgründigen Schreibstil – es ist wirklich lustig und echt geschrieben. So stelle ich mir die heutigen Teenagerjahre vor. Bis hin zur Idee als solche, einen Roman einfach mal als Chat-Verlauf zu schreiben und den Lesern alles Drumherum, die Kulisse zu überlassen. Es ist einfach das Gesamtpaket, das überzeugt. Ich habe diese Geschichte in einem Tag durchgesuchtet. Konnte sie nicht aus der Hand legen. Sie war und ist für mich ein echter Pageturner. Die Nachrichtenform lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Die jugendliche Sprache wirkt aus dem Leben gegriffen. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als wäre ich selbst Liv, die Anton schreibt und seinen Messages entgegenfiebert. Habe die beiden direkt im Kopf gehabt. Es war einfach eine unverkrampfte, für mich sehr realitätsnahe Storyline, die ab der zweiten Hälfte an Tiefgründigkeit auch in den Chatgesprächen gewann. Die Protas kennen sich ab da inzwischen etwas besser und lassen ihre Gespräche weit über anfängliche Oberflächlichkeiten hinausgehen. Öffnen sich teilweise einander. Meine Ahnung, die ich von vornhinein hatte, hat sich übrigens gen Ende bestätigt. Was das ist, sei hier aber nicht verraten. Ihr werdet es nach dem Lesen des Buches selbst wissen.
Sidenote: Besonders gefiel mir natürlich Jilly, die kleine Schwester von Liv, woran mag das bloß liegen 😊?
Dass manche Chatepisoden, so nenn ich es mal, etwas langatmig waren, hat mich nur ab und an gestört, da es doch den realen Charakter solcher Gespräche gut wiedergibt. Da wiederholen sich eben Dinge, das finde ich normal. Einziger kleiner Minuspunkt, aber das ist sicher Geschmackssache, ich hätte mir etwas mehr New York gewünscht. Einfach, weil der Titel einen verleitet, zu glauben, dort passiert auch viel. Gut, etwas Wichtiges, das ich aus Spoilergründen unkommentiert lasse, passiert schon. Aber: vielleicht gibt es ja eine Romanze 2.0 und was geschah danach! Nach New York. Das würde ich mir sehr wünschen.
Alles in allem aber wirkt die Story einfach echt. Ist ein Erlebnis, ohne dass viel an sogenannter Action passiert. Die Geschichte und die Bilder entstehen beim Lesen im Kopf. Und das ist das Wunderbare daran. ‚New York zu verschenken‘ ist ein schneller, frischer Read, der Laune macht. Vor allem: sich Fremdem zu öffnen und auch mal wieder nach NY zu reisen. Er ist erfrischend anders, jung, fesch, frech, kurzweilig und trotzdem tiefgründig. Beim Lesen hat es sich wie ein Lied angefühlt, dem ich gerade lausche. Mein Liebling für den Spätsommer 2017. Vielleicht auch Eurer?
Eure Jil Aimée
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November 1, 2017
Spritzig freche Dialoge aber mit sanfter Handlung und sympathischen Protas

Erstmal ein großes Dankeschön an das Autorinnenduo Ulli und Carmen dafür, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar geschenkt bekommen habe! Da mir „Für dich soll's tausend Tode regnen“ schon wahnsinnig gut gefallen hat, habe ich mich auf diesen Chatroman schon sehr gefreut. Zumal ich kurz vorher auch Kira Gembris „Nur einen Klick entfernt“ - ebenfalls ein Chatroman - gelesen hatte und sehr begeistert von den hervorragenden Dialogen war, und ich mir einen Chatroman im Stile von Anna Pfeffers pfeffrigen Sprachstil schon sehr gut vorstellen konnte.

Coverbild
Ganz im Stile von „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ gleicht das Cover einem Wimmelbild auf pinken Hintergrund. Da tummeln sich lauter für New York typische Dinge, die die Freiheitsstatue und den Titel umrahmen. Leider wurde hier kein Blindprägedruck verwendet, aber es gefällt mir trotzdem sehr gut.

Handlung
Antons Freundin hat mit ihm Schluß gemacht. Nur blöd, dass er gerade 2 Flugtickets nach New York gekauft hat. Auf seinen Aufruf über Instagram, in dem er nach einer Olivia Lindemann sucht, die das übrige Ticket übernehmen soll, meldet sich nun tatsächlich eine Liv. Aber der WhatsApp Chat entwickelt sich ganz anders, als Anton wohl erwartet hätte.

Buchlayout / Haptik
Irgendwie habe ich eine Einteilung in Kapitel vermisst, so hatte ich keine Punkte, an denen ich immer anhalten konnte. Ich lese gerne von Kapitel zu Kapitel. Was mich aber mehr gestört hat, waren die unübersichtlichen Zeitangaben. Manchmal wurde der Tag und die Uhrzeit genannt, manchmal aber nur eine Zeitspanne. So musste ich ziemlich oft immer wieder zurückblättern, und nachsehen, an welchem Tag wir gerade sind. Das hat mich mehrfach aus meinen Fluss gebracht.

Idee / Plot
Schon seit Kira Gembris Chatroman bin ich begeistert von diesen Chatdialogen. Wie kann man eine Geschichte aufbauen, die nur über Dialoge erzählt wird? Wie kann man den Protagonisten Leben einhauchen, ohne eine wirkliche Handlung spielen zu lassen?

Es gar nicht um die Reise nach New York, sondern darum, jemanden kennen zu lernen ohne ihn persönlich zu treffen. Das geschriebene Wort birgt die Gefahr den anderen misszuverstehen, denn ohne Mimik und Intonation ist es sehr schwer die Gefühle und echte Meinung hinter den Sätzen zu verstehen. Für diesen Zweck werden allzu gerne die Emoji-Smileys eingesetzt. Aber können diese auch wirklich die eigentliche Bedeutung widerspiegeln? Wie leicht fällt es doch durch den Filter des Chattes den unbekannten Gegenüber in eine Schublade zu packen und zu analysieren. Vor allem, weil man die Reaktionen seines Gegenüber ebenfalls gefiltert durch den Whatsapp-Chat erhält und man sich die Zeit nehmen kann sich die Worte zurecht zu legen.

Emotionen / Protagonisten
Anton ist ein sehr von sich überzeugter und sehr selbstsicherer junger Mann, vom Beruf Sohn, hat also Geld wie Heu. Aber er genießt das Leben, das Geld schert ihn nicht und er lebt mehr oder weniger spontan in seinen Alltag hinein. Er kann ein ganz schöner Macho sein, aber trotzdem blitzen da immer wieder ganz feine Momente in ihm durch. Vor allem, wenn er sich wirklich Sorgen um Liv macht. Das gefällt mir. Er ist lustig - klopft zwar manchmal heftige Machosprüche - aber ich hatte immer das Gefühl, dass er das mit einem zwinkernden Auge geschrieben hat.

Liv ist ganz anders als Anton. Man bekommt sehr schnell mit, dass sie zu Hause große Probleme hat. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und Liv musste sehr früh Verantwortung für sich und ihre kleine Schwester Jilly übernehmen. Das macht sie zu einem sehr liebenswerten Menschen. Sie schafft es auch, Anton nachdenklich zu machen und mehr aus ihm heraus zu holen. Sie weigert sich aber stur Anton noch vor der gemeinsamen Abreise persönlich kennenzulernen.

Anna Pfeffer haben es für mich dennoch geschafft, die digitalen Personen Anton und Liv zum Leben zu erwecken und ihnen Persönlichkeit eingehaucht, die für mich wirklich authentisch rüberkommt. Ich kann Liv in ihrer Handlung sehr gut verstehen. Aber auch Antons Reaktion ist für mich absolut nachvollziehbar.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Gar nicht so einfach, eine Handlung aufzubauen nur in Dialogen. Zumal sich die Protagonisten auch nicht begegnen. Die Handlung an sich ist deswegen auch eher sanft. Es gibt keine überdimensionalen Höhepunkte, aber die Spannung spielt sich vielmehr dezent ab. Da hätte ich mir vielleicht etwas mehr erwartet, trotzdem baut sich es über das Buch immer mehr auf. Und das Ende passt dafür perfekt. Es gibt einige Leser, die gerne ein-zwei Seiten mehr gehabt hätten, aber mich hat es am Ende noch mal richtig gepackt und tatsächlich auch ergriffen. Und es passte genauso, wie es ist. Mehr will und brauche ich nicht.

Szenerie / Setting
Die Szenerie zu beschreiben fällt etwas schwer, da wir uns im luftleeren Raum von Bits und Bites befinden. Dass sich die Protagonisten in Hamburg aufhalten ist schnell kein Geheimnis. Und trotzdem fühlt man sich in dem Setting gleich wohl, kennt man doch selber das Chatten und weiß, wie schnell Wörter geschrieben und abgeschickt sind. Ob man sie so nun meint oder nicht.

Sprache / Schreibstil
Sprachlich ist es mal wieder top. Die Autorinnen Ulli und Carmen haben es verstanden spritzige, freche und sarkastische Dialoge zu schreiben. Aber auch sehr intensive und tiefgründige Passagen geben einem immer wieder zum Nachdenken.

FAZIT
Meine Erwartungen an das Buch wurden zum großen Teil erfüllt. Trotzdem ein gelungener Chatroman mit sanfter Handlung und passendem Ende und sympathischen Protagonisten. Etwas mehr Spannung im Mittelteil hätte ich mir gewünscht und eine klarere Einteilung in Kapitel.
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September 18, 2017

INHALT:


Ein Chat-Roman über die wahre Liebe

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …

Quelle: Randomhouse


COVER:


Das Buchcover ist richtig mädchenhaft gestaltet und vor allem richtig pink. Damit meine ich: wirklich pink!
Mir gefällt das Cover total gut und ich mag die ganzen kleinen Symbole, die auf New York anspielen, wirklich sehr.

MEINE MEINUNG:


Ein Chat-Roman ist für mich absolutes Neuland.
Daher war ich auch wirklich gespannt auf die Umsetzung und darauf, was das Buch beim Lesen in mir auslösen wird.

Am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürftig, da das ganze Buch ein einziger Chat ist. Das hatte ich so ehrlich gesagt gar nicht erwartet.
Man verfolgt also über 300 Seiten reine SMS-Verläufe.
Es gibt somit keine detaillierten Orts- oder Gefühlsbeschreibungen.
Das Aussehen der Charaktere ist weitestgehend unbekannt und außerdem gibt es keine wirkliche Handlung.
Wobei eine Handlung schon vorhanden ist. Ich weis gar nicht wie ich es genau beschreiben soll.
Inhaltlich geht es natürlich um Anton, der eine Olivia sucht, die mit ihm nach New York fliegt, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat. Spannende Idee eigentlich!
Die Chatgespräche basieren also schon auf einer Grundidee, nehmen stellenweise aber auch eine Abzweigung oder wiederholen sich.
Und obwohl sich so nach und nach ein Handlungsverlauf aufbaut, habe ich den normalen Erzählstil doch vermisst. Während Anton also in seiner SMS kurz vom Wochenende erzählt, war ich als Leser aber bei diesen Geschehnissen nicht direkt dabei und hatte ständig das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Beim Lesen fühlte sich diese Art eines Romans für mich daher etwas komisch an und letzten Endes bin ich wohl auch nicht ganz warm damit geworden.

Besonders positiv ist mir dafür aufgefallen, dass man die Charaktere unheimlich gut kennenlernt.
An ihrer Art zu schreiben und sich auszudrücken kann man ganz viel erahnen und wenn man etwas zwischen den Zeilen liest, werden auch Emotionen und Gefühle übermittelt.
So ist Anton stellenweise ein wirklicher Idiot und Liv viel zu angespannt.

Anton hat mir daher am Anfang gar nicht gefallen. Er kam einfach nur überheblich, geldversessen und selbstverliebt herüber.
Mit der Zeit verändert sich Anton aber und ich konnte einen Blick auf sein wahres Ich werfen, das mir durchaus besser gefallen hat.
Anton hat wie jeder Jugendliche in seinem Alter Probleme und Sorgen, die nach und nach sichtbar werden und sein Verhalten authentischer wirken lassen.

Liv dagegen mir von Anfang an recht sympathisch. Sie ist ein sehr fürsorglicher Mensch und achtet leider viel zu wenig auf sich selbst.
Durch Anton scheint auch sie ans Nachdenken zu kommen.
In ihrer Familie läuft es nicht rund und durch die "Gespräche" mit Anton entwickelt Liv sich weiter.
Gerade zum Ende hin hatte ich eine Ahnung, warum Liv nicht gerne etwas über sich oder ihr Aussehen erzählen wollte.
Die Auflösung war ein kleiner Schock, aber vorhersehbar und ich hatte wirklich Probleme, das Ganze zusammenzubringen. Für mich und meine eigene Gedankenwelt passte es nämlich einfach nicht zusammen.
Aus Spoilergründen kann ich euch diese Thematik aber leider nicht näher erläutern.

Der Verlauf des Buches war stellenweise ganz unterhaltsam, häufig aber auch langweilig. Besonders wenn Anton nicht von seinem hohen Ross herunterkommen wollte, gingen mir die "Gesprächen" zwischen den beiden auf die Nerven. Teenie-Zankereien wird man hier auf jeden Fall nicht vermissen.
Der Humor und auch der Sarkasmus waren mir stellenweise viel zu übertrieben und hätten in dem Maße für mich nicht sein müssen.
Leider waren die letzten 50 Seiten sehr vorhersehbar, sodass weder die große Wendung, noch das Ende an sich mich wirklich überraschen konnten.

Ich glaube, dass das Experiment Chat-Roman bei mir fehlgeschlagen ist und mir die Buchidee in normalem Erzählstil besser gefallen hätte.

BEWERTUNG:


Dieser Roman ist definitiv mal etwas anderes.
Während er viele tolle Themen wie Liebe, Träume, Hoffnung, Vertrauen und Schmerz behandelt, konnte mich Umsetzung in Chatform leider nicht überzeugen.
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October 27, 2017
Da in einem Chat- oder Briefroman das Setting nur schwer zu bewerten ist, stehen für mich in dieser Rezension der Plot und die Figuren im Mittelpunkt. Anton, der mit seinem Aufruf, eine Reise verschenken zu wollen, die ganze Geschichte erst ins Rollen bringt, ist mein persönlicher Held der Geschichte. Seine Figur hat mir am meisten gefallen, denn obwohl er zuerst als oberflächlicher Spaßvogel eingeführt wird, ist an ihm am deutlichsten eine Figurenentwicklung zu erkennen. Anton liebt sein Leben, denn er hat alles, was man sich wünschen kann: reiche Eltern, viele Freunde, jede Menge Partys – und vor allem – Spaß am Leben. Für ihn zählt der Spasso, koste es was es wolle.

Anton: Jeder will doch ein perfektes Leben ohne Schmerz, mit viel Kohle und jeder Menge Spaß. Einfach eine geile Zeit erleben. Mach dir nichts vor, Liv, du willst das auch! (S. 24)

Mit dieser Lebenseinstellung könnte Anton nicht weniger mit Liv gemein haben, denn Liv passt häufig für ihre Mutter auf die kleine Schwester auf, bleibt dadurch viel zu Hause und vertieft sich generell an den Wochenenden lieber in ihre Bücher als auf Partys zu gehen. Als Leser kann man sich gut vorstellen, wie viel Zündstoff die Geschichte bieten wird, wenn zwei so unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen. Dementsprechend heiß geht es auch her, als Anton und Liv miteinander schreiben und ihre jeweiligen Lebensphilosophien vehement vertreten. Besonders witzig ist der Schlagabtausch, den sich beide liefern und bei dem sie einander mehr und mehr kennenlernen.

Anton: Hey, jetzt ist gleich wieder der dicke Dr. Einstein da und sieht sich meinen Fuß an. […] Liv: Ich glaube, Dr. Einstein wird dir gleich offenbaren, dass dein Fuß amputiert werden muss. Tschüss, Perfektion! (S.82)

An Antons Figur kann man sehr schön sehen, wie ihm langsam die teils witzigen, teils ernsten Gespräche mit Liv zu gefallen scheinen, denn obwohl ihm die Mädchenherzen reihenweise zufliegen (laut eigener Aussage), konnte er noch mit niemandem so intensive Gespräche führen wie mit Liv. Sie wird ihr Tagebuch, was für Anton eine ganz neue Erfahrung ist. Auch wenn sie nur chatten, merkt man als Leser, wie Antons Macho-Fassade mehr und mehr bröckelt und ein ganz anderer Mensch zum Vorschein kommt. Immer wieder kommen in den Chats die Themen durch, die Anton wirklich bewegen, und über die er normalerweise nicht spricht. Die Anziehungskraft, die beide anscheinend nur über das Schreiben aufeinander auszuüben beginnen, wird in zarten Andeutungen angelegt, die ich romantisch und amüsant fand.

Anton: Vielleicht bist du auch gerade beschäftigt und schreibst bereits an deiner Biografie, von den Höhen und Tiefen deines langen Lebens – dann widmest du mir sicher ein paar Seiten. Oder ein ganzes Kapitel? Hier ein paar Vorschläge für die Kapitelüberschriften: „Der endgeile Typ, mit dem ich New York nie sah“ oder „Anton oder die verpasste Gelegenheit“ […] (S. 59)

Sehr gefallen hat mir, dass der Chat auch mal einseitig ist, wenn entweder Liv oder Anton nicht unmittelbar auf eine Nachricht antworten. Die Spannung der Liebesgeschichte entsteht genau in diesen Momenten (was einen Chat- oder Briefroman ja auch ausmacht), weil man natürlich wissen will, warum sich Liv tagelang nicht meldet, Anton sich aber die Finger wund zu schreiben scheint. So liest man Nachricht um Nachricht, erst witzige, dann immer verzweifeltere und fühlt sich mit den Figuren verbunden. Meiner Meinung nach lebt der Plot der Geschichte von einer Menge urkomischer und ernster Missverständnisse zwischen den beiden Protagonisten, von unausgesprochenen Dingen, von Geheimnissen, von aufkeimenden Gefühlen – und einer Sehnsucht nach einem wirklichen Partner, die jeden umtreibt.

Sprachlich haben die beiden Autorinnen ganze Arbeit geleistet. Sie werden nicht nur der umgangssprachlichen Jugend-, sondern auch der Chatsprache mit all ihren Abkürzungen und Smileys gerecht (einige Abkürzungen sind anscheinend so aktuell, die musste ich sogar googeln). Ihr Schreibstil lässt beide Figuren sehr authentisch wirken und hat es für mich noch leichter gemacht, mich mit ihnen zu identifizieren.

Fazit & Bewertung

New York zu verschenken ist ein humorvolles Jugendbuch in Form eines Chat-Romans, das mir sehr gut gefallen hat. Das Autorinnen-Duo Anna Pfeffer versteht sich ungemein darauf, witzige Charaktere mit Tiefe zu erschaffen, die genügend Konfliktpotenzial mitbringen, um die Spannung innerhalb der Handlung, selbst bei längeren Chat-Passagen, nicht abreißen zu lassen. New York zu verschenken hat mich zum schmunzeln gebracht und mein Herz an genau den richtigen Stellen höher schlagen lassen!

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November 5, 2017
Heute ist genau das optimale Wetter um ein Buch zu lesen. Draußen regnet es in Strömen, es ist kühl geworden und so richtig hell mag es auch nicht werden. Die meisten Menschen mögen das gar nicht. Ich hingegen mag dieses trübe, kalte Wetter in den Herbst- und Wintermonaten sehr. Nicht nur zum Fotografieren ist das Licht im Herbst perfekt. Und die Fotografie hängt eng mit dem Rezensieren von Büchern zusammen. Eng eingemurmelt in eine kuschelige Decke, habe ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht um euch mein zuletzt gelesenes Buch New York zu verschenken vorzustellen.

Hinter dem Synonym Anna Pfeffer verstecken sich zwei junge Frauen. Nämlich Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit. Ihr Debütroman Für Dich soll´s tausend Tode regnen wird sicher vielen von euch etwas sagen. Das neue Buch der Beiden, New York zu verschenken, erschien im August diesen Jahres und ist somit noch ganz frisch. Da die Protagonisten in diesem Buch sechzehn und siebzehn Jahre alt sind, lässt es sich zweifellos dem Young-Adult-Genre zuschreiben. Nicht immer bin ich ein Freund dieses Genre. Manches ist mir zu kitschig, unnatürlich und weltfremd. Wenn eine Geschichte aber durchdacht, klug geschrieben und die Charaktere gut ausgearbeitet sind, bin ich alles andere als abgeneigt.

Über andere Buch-Blogs und das Blogger-Portal der Verlagsgruppe Randomhouse bin ich auf New York zu verschenken aufmerksam geworden. Besonders interessiert hat mich, wie es gelingen soll, einen simplen Chatverlauf so in einen Roman zu verpacken, dass dieser nicht langweilig wird. Das gesamte Buch zeigt nämlich lediglich das Gespräch von Anton und Liv in Form eines Chat-Protokolls. Hier wirkliche Spannung hineinzubringen, stellte ich mir sehr schwierig vor.

Beim Lesen der ersten Seiten, stellte ich zunächst fest, dass sich gerade dieser Chat-Monolog leicht und flüssig lesen lässt. Was auch daran liegen mag, dass die jeweiligen Texte der beiden nicht übermäßig lang sind. Ein typisches Merkmal eines Chats eben. Gleichzeitig konnte mich die Story nie so richtig packen. Das ganze Buch widmet sich den Unterhaltungen von Anton und Liv. Andere Charaktere kommen nicht vor. Dieser Umstand allein führt sicher nicht dazu, dass das Buch nicht voll überzeugen konnte. Allerdings ist die Umsetzung hier nicht all zu gut gelungen.

Erschreckend fand ich die oberflächlichen Kommentare von Anton. Natürlich war mir bewusst, dass es sich um einen siebzehnjährigen Jungen handelt, jedoch wirkten seine Aussagen oft nicht nur sehr unreif und dümmlich, sondern führten auch dazu, dass ich den Charakter von Beginn an nicht mochte. Ich versuche an dieser Stelle nicht zu spoilern und belasse es dabei. Liv hingegen war mir direkt sympathisch, aufgrund ihrer klugen, schlagfertigen und menschlichen Art.

Die Idee, dass ein Schüler, deren Freundin ihn verlassen hat und welcher er zuvor eine Reise nach New York schenken wollte, das Ticket nun bei Instagram anbietet und ein Mädchen mit gleichem Namen finden muss, dass er auch noch so sympathisch findet um es mitzunehmen, scheint etwas weit hergeholt. Für einen Jugendroman aber finde ich den Gedanken ganz witzig und passend.

Während der Verlauf der Geschichte schon ziemlich am Anfang sehr vorhersehbar ist, punktet das Ende noch einmal mit viel Menschlichkeit und Emotion. Mein Fazit fällt dementsprechend aus. Die Idee ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber okay. Die Umsetzung finde ich eher mangelhaft. Die Charaktere sind nicht bis ins letzte Detail durchdacht und besonders das oberflächliche Geschwätz von Anton ging mir sehr schnell auf die Nerven. Das Cover finde ich für dieses Genre gelungen und der Schreibstil ist für ein Chat-Protokoll angenehm leicht zu lesen. Ein netter Roman, mit teilweise amüsanten und emotionalen Passagen, der mich aber leider nie ganz überzeugen konnte.
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September 5, 2017
Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Mit dem Buch "Für dich soll es tausend Tode regnen" konnte mich das Autorengespann sehr gut unterhalten, weshalb relativ schnell für mich klar war, dass ich auch zu weiteren Werken greifen werde. "New York zu verschenken" fällt natürlich gleich durch das farbintensive Cover auf. Aber auch der Titel, sowie der Klappentext versprachen auf eine kurzweilige und dennoch lockere und humorvolle Geschichte. Auch dass dieses Buch ein reiner Chatroman ist, machte mich sehr neugierig.

Einstieg: Ohne viel drum herum beginnen die beiden Autorinnen Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit mit der eigentlich Handlung. So wurde ich förmlich in den Chat zwischen Liv und Anton hineingeworfen. Dies gefiel mir wirklich gut, denn so war ich von Anfang an in dieses Kennenlernen der beiden Figuren involviert. Durch die Chatform, die das Autorengespann Anna Pfeffer hier wählte, fiel mir der Einstieg sehr leicht und ich fühlte mich augenblicklich wohl.

Charaktere: Liv und Anton sind zwei Figuren, die nicht unterschiedlicher sein können, das merkte ich nur nach wenigen Seiten. Auf der einen Seite ist die geheimnisvolle unbekannte Liv, die so ganz anders als die Exfreundin von Anton ist. Auf der anderen Seite begleitet der Leser Angeber höchstpersönlich und Oberflächigkeit in Person Anton. Ihn empfand ich gerade zu Beginn echt nervig. Er legt nur Wert auf das Äußere und Geld spielt bei ihm auch keine große Rolle. Dennoch hat er eine enorme Entwicklung durchgemacht, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. Durch Liv lernt er plötzlich ganz andere Ansichten kennen und brachten ihn vor allem auch zum Nachdenken. Trotz der Chatform ist es dem Autorenduo wunderbar gelungen beiden Figuren genug Tiefgang zu geben.

Handlung: Das Hauptaugenmerk liegt nicht, wie man vielleicht denken mag auf New York, sondern hier wurde mehr der Fokus auf das Kennenlernen der beiden Figuren gelegt. Das mag zwar ein wenig öde klingen, aber ich muss sagen, dass das Autorengespann dies wirklich gut gelöst haben. Trotz der Erzählform ist es den beiden Autorinnen gelungen ausreichend Gefühl und jede Menge Humor und Sarkasmus einzubauen, was mir sehr gut gefiel. Manchmal war die Handlung etwas zäher, wurde aber wieder durch die schlagfertigen Dialoge aufgebrochen. Zum Ende hin ahnte ich langsam, wie das Buch ausklingen könnte und behielt damit auch recht, aber das störte mich nicht. Ich hatte zwar einen etwas anderen Ausklang erwartet, finde jedoch das gewählte Ende gut umgesetzt.

Schreibstil: Der Erzähl- und Schreibstil des Autorengespann ist gewohnt locker und sehr angenehm zu lesen. Gerade durch die Chatform ließ sich dieses Buch so schnell lesen, dass ich es quasi in einem Rutsch verschlang. Mit viel Humor und auch einer Prise Gefühl erzählen Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit die Geschichte von Liv und Anton. Gerade die teilweise aberwitzigen Szenen zwischen den beiden Figuren fand ich so gelungen, dass meine Mundwinkel nicht nur einmal zuckten. Sehr schön!


Mein Urteil 

"New York zu verschenken" ist ein lockeres Buch, was nicht zu viel Konzentration vom Leser verlangt. Perfekt für zwischendurch. Durch den Humor den Anna Pfeffer hier immer wieder einfließen ließ, sowie durch die Chatform die hier gewählt wurde, rutschte ich förmlich durch die Geschichte. Selbst Gefühle und ein paar wichtige Botschaften, die für die Weiterentwicklung der Figuren wichtig waren, hatten genug Möglichkeit sich trotz der Chatform zu entfalten. Dies gefiel mir sehr gut. Einige Unstimmigkeiten mit den Figuren, sowie das Ende, dass ich zwar gut fand, aber ein anderes erwartet habe, trübten den Lesefluss keineswegs. Ich vergebe gute 4 von 5 Welten.
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September 28, 2017
Anton wurde abserviert. Und das, kurz nachdem er seiner Ex eine Reise nach New York geschenkt hatte! Weil er aber nicht alleine reisen will, sucht er kurzerhand auf Instagram nach einer neuen Olivia Lindmann, denn auf den Namen ist das Ticket gebucht. Und wie es der Zufall so will, schreibt ihn tatsächlich jemand an: Liv, die eine kleine Schwester daheim hat, deren Eltern getrennt sind und die sich einfach nicht zeigen will. Und das, obwohl Anton immer und immer wieder darauf beharrt. Doch nach einer Weile ist das Aussehen Nebensache, denn die beiden lernen sich immer näher kennen, bis ihre Bekanntschaft eine überraschende Wendung nimmt.

Anton wurde schon während der Geschichte mehrmals von Liv als oberflächlich und arrogant bezeichnet und leider muss ich ihr da zustimmen. Er hat viele grenzwertige Kommentare vom Stapel gelassen, die immer wieder auf dem Aussehen von Frauen allgemein, von dem von Liv, dem seiner neuen Freundin und dem seiner Ex herumhacken und mit der Zeit echt viel werden. Auch hat er sich null wie ein 17-jähriger Teenager verhalten (Ich hatte das Gefühl, dass die beiden viel jünger sind, als wie es im Klappentext steht). Und sein Bezug zu Geld ist wirklich sehr verschoben. Mag ja sein, dass seine Eltern relativ reich sind, aber dann mit dem Geld um sich schmeißen und seiner Freundin dieses und jenes kaufen: Wirklich? Aber er hatte auch ein paar positive Seiten an sich. Zum Schluss des Romanes, als er dann wirklich interessiert an Liv ist und nicht nur daran, wie sie aussieht, wird er ihr gegenüber sehr süß und aufmerksam und sein Humor hatte auch öfter etwas, dass mir sehr gefallen hat.

Liv war von Anfang an die Bodenständigere der beiden, weshalb sie mir sympathischer war, als Anton. Doch auch sie war genauso, wie Anton sie immer beschrieben hatte: sehr voreingenommen. Sie hat Anton oftmals nicht die Chance gelassen, mit ihr zu schreiben, denn oft war sie einfach eingeschnappt und hat ihn ignoriert. Sie hat ihn von Anfang an in eine Schublade gesteckt und er hatte es schwer, dort wieder rauszukommen. Und das hat mich mit der Zeit auch sehr genervt. Sie fand ich außerdem sehr zurückhaltend während dem ganzen Chat.

Und da wären wir auch schon bei einer Sache, die in dem Buch anders war: Chat. Das ganze Buch ist ein WhatsApp Chat Verlauf und dieser wird nicht ein einziges Mal unterbrochen. Mir persönlich hat diese Art von Geschichte gefallen, auch wenn ich am Anfang eher skeptisch war. Man ist gut mitgekommen, von wem jetzt welche Nachricht war und außerdem war es sehr flüssig zu lesen. Was allerdings nicht so toll war, war die fehlende Tiefe in der Geschichte. In einem Chat kann man einfach nicht wirklich tiefsinnig werden (und wenn doch, über Sprachnachrichten, zumindest ist es bei mir so :D) und jedesmal, wenn es anfing tiefer zu werden, hat einer von den beiden einen witzigen Spruch geschrieben und das wars. Im echten Gespräch ist das normalerweise nicht so.

Die Entwicklung der Geschichte war zudem etwas langweilig, da die meiste Zeit über die selben Sachen geschrieben wurde und sich nie etwas neues aufgetan hat. Es ging so gesehen mehr um die Charaktere, als um die Geschichte und nachdem die Charaktere jetzt nicht so wahnsinnig toll waren, kann man zusammengefasst sagen, dass der Roman für zwischendurch auf jeden Fall super ist, man aber auf keinen Fall mehr erwarten sollte, denn dann wird man nur von etwas flachen Protagonisten und einem nicht ganz so spannenden Verlauf enttäuscht.
Profile Image for Annalena.
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September 22, 2017
Allgemeines

Titel: "New York zu verschenken"
ISBN: 9783570173978
Autor: Anna Pfeffer (Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit)
Seitenanzahl: 400 Seiten
Verlag: cbj
Veröffentlichungsdatum: 28.08.2017


Eine Reise nach New York zu verschenken - ihr müsst nichts weiteres tun als Olivia Lindmann zu heißen!
Sunnyboy Anton hat ein Ticket zu verschenken, denn seine Ex hat ihn verlassen - also muss noch schnell ein Ersatzu gefunden werden. Er startet einen Instagram-Aufruf und tatsächlich meldet sich eine Olivia Lindmann - doch Anton hat sich seine Begleitung ganz anders vorgestellt.

~ Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch verbindet sie etwas~


Meinung

Zu allererst - ich finde das Cover ist extrem süß gestaltet und spricht denke ich auch die richtige Lesergruppe an.
Der Schreibstil von Anna Pfeffer hat mir gut gefallen: er war luftig leicht und sehr humorvoll - was mir gut gefallen hat. Teilweise wurde mir aber auch ein bisschen langweilig, denn ich wusste schon sehr früh, was am Ende des Buches passieren wird. Es war mir leider zu vorhersehrbar und das hat dann natürlich ein wenig den Reiz genommen.
Die Geschichte an sich fand ich eigetnlich ganz schön gestaltet - was vielleicht wichtig ist zu wissen: das Buch ist ein einziger großer "Whats App - Verlauf". Das hat mich ehrlich gesagt gar nicht so gestört, denn ich finde es toll, mal ein bisschen was anderes zu lesen. Eine Sache, die aber eher den Aufbau des Buches kritisiert: mir haben leider die Kapitel gefehlt. Ich kam städnig durcheinander, wann die beiden das letzte Mal geschrieben haben und musste dann immer zurückblättern.
Zurück zu der Geschichte an sich: Anton ist mir eigentlich von Anfang an sympathisch, auch wenn er der typische "reiche Junge" ist. Im Laufe des Buches hat sein Charakter eine Wandlung durchlebt die mir wirklich gut gefallen hat - nun zu seinem weiblichen Gegenpart: Liv. Liv war mir am Anfang etwas komisch - ich meine, sie hat den richtigen Humor, aber irgendwie wurde ich mit ihr nicht richtig warm. Das hat sich aber dann im Laufe des Lesens gebessert und ich musste teilweise echt laut lachen.
Das Ende war zwar schön, aber ich hätte mir da noch ein paar Seiten mehr gewünscht - man kam so schnell durch das Buch, ob nun ein paar Seiten mehr oder weniger.



Fazit

Somit bekommt das Buch 3 von 5 Sterne von mir.
Teilweise war mir das Buch einfach zu vorhersehbar, nichts desto trotz hatte ich meinen Spaß mit dem Buch. Ich würde dieses Buch Mädchen im Alter von 12 Jahren empfehlen, nach oben gibt es keine Grenzen (auch wenn es für Erwachsene eher weniger etwas ist). Die Geschichte zwischen Anton und Liv war schön zu lesen und ist eine schöne Lektüre für den Sommer - nur wie bereits gesagt, teilweise hat mir etwas gefehlt.

*Vielen lieben Dank an den cbj-Verlag und an das Bloggerportal - ich habe mich riesig über das Rezensionsexemplar gefreut.
Profile Image for Susanne Krajan.
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December 7, 2019
Als großer Fan des Autorenduos, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ich auch "New York zu verschenken" greifen würde. Außer Fantasy können die beiden nämlich auch in anderen Genres punkten.

Mein erster Chatroman und ich war eheljch gespannt, was mich erwartet. Auf jeden Fall etwas, was sich wahnsinnig schnell wegliest. Die Chatverläufe sind spritzig, leicht und unterhaltsam geschrieben und geben tolle Einblicke in die Charaktere. In der Umsetzung wurde also Alles richtig gemacht.

Die Story ist super gemacht, denn der liebe Anton (17) hat ein Ticket für eine New York Reise abzugeben. Der Haken ist nur, dass die Reisebegleitung weiblich sein und Olivia Lindemann heißen muss. Das war der Name von Antons Ex und eben ihr Ticket gilt es neu zu besetzen. Ob Instagram für seinen Aufruf die richtige Plattform ist, dei mal dahin gestellt, aber es wird wirklich witzig. Auf seinen Aufruf meldet sich nämlich die 16jährige Olivia. Diese ist mal so gar nicht auf den Mund gefallen und so erleben wir einen amüsantes Kennenlernen der beiden.

Spannend fand ich die Unterschiede von Anton und Olivia. Es kristallisiert sich schnell heraus, dass Anton aus einer her wohlhabenden Familie stammt. Sind Vater ist Herzchirurg und der junge Mann trägt das Geld seines Vaters gern in die Weltgeschichte hinaus. Ich gestehe mit ihm zeitweise meine Probleme gehabt zu haben, einfach weil er total oberflächlich war. Das nervte manchmal wirklich. Aber es gehört irgendwie dazu.

Auf der anderen Seite Olivia, die einen Nebenjob hat und sich Alles in ihrem Leben hart erarbeiten muss. Wo Anton oberflächlich ist, ist Olivia immer etwas zu steifnoder besser gesagt, ein Klugscheißer. Was stellenweise genauso anstrengend war.

Ziemlich große Unterschiede, aber auch wenn es nicht so aussieht, nähern sich die Beiden an und sie ergänzen sich super. Man freut sich mit ihnen, aber man leidet auch mit. Es ist also im Großen und Ganzen rund und passt.

Neben dem lustigen und unterhaltsamen Stellen, haben die Autorinnen hier aber auch Emotionen einfließen lassen. Wir sind dabei, wenn sich zwei fremde und aus unterschiedlichen "Welten" stammende Jugendliche annähern. Authentisch ist es auch, denn die Begebenheit, hat es wohl wirklich so gegeben.


Fazit

Das Autorenduo hat hier eine Story geschaffen, die Spaß macht, aber einen auch sämtliche Gefühle durchleben lässt. Freude, Wut und Enttäuschung. Es gibt ein paar Punkte, die fragwürdig sind, über die lange aber, meiner Meinung nach hinweg sehen kann. Dazu gehört für mich die Reise in die USA. Aber ich geh da auch von mir aus und ich hätte die Traute nicht gehabt in dem Alter. Vermutlich hätte ich die auch heute nicht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, einfach weil es auch so überraschend war.
Profile Image for Callie Wonderwood.
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September 8, 2017
Ein Chat-Roman über die wahre Liebe
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …
(Klappentext)


Von dem Autoren-Duo Anna Pfeffer habe ich bereits "Für dich soll's tausend Tode regnen", was ich total gerne musste, so war ich dann auch ziemlich gespannt auf ihr neustes Buch.
Die Idee dahinter fand ich echt süß, wie Anton im Internet eine Reisebegleitung nach New York sucht und dann auf Liv trifft.
Zitat : "Liv : Willst du nicht wissen, mit wem du nach New York fliegst ?
Anton : Nun mal schön langsam. Wer sagt, dass ich dich überhaupt mitnehme ?
Liv : Immerhin chattest du seit 17 Minuten mit mir.
Anton : Na und ? Vielleicht bin ich einfach nur höflich. Daran schon mal gedacht ?"
Es ist mal etwas Anderes, weil es nur in Chat-Form geschrieben ist. Daran musste ich mich anfangs erst gewöhnen und es ließ sich auch total schnell und flüssig lesen. Insgesamt war es mir doch ein bisschen zu viel. Ich fand es gut gemacht, mit den Chats, aber das Buch hätte mir noch besser gefallen, wenn es nicht nur Chats und mehr Abwechslung gegeben hätte.
Die Chats zwischen Liv und Anton sind oft mit Tages- und oder Zeitangaben versehen, so dass man das Geschehen schön verfolgen kann.
Auf den ersten Blick wirkt Anton nicht sonderlich sympathisch, sondern eher arrogant und oberflächlich. Er zeigt aber im Verlauf des Buches seine loyale und liebevolle Seite, man merkt, dass er ein gutes Herz hat. Durch ihre gemeinsamen Gesprächen bringt Liv ihn zum Nachdenken und Hinterfragen bestimmter Dinge, wie Perfektion.
Liv war mir als Charakter gleich sympathisch, sie eher vernünftig und verantwortungsbewusst im Gegensatz zu Anton. Ich mochte einfach direkt ihre Art und mir hat gut gefallen, wie schlagfertig und humorvoll sie mit ihm schreibt.
Insgesamt mochte ich bei der Handlung sehr gerne, dass verschiedenen Themen aus dem Alltag und Familienprobleme angesprochen wurden.
Zitat : "Liv : So ein Tagebuch ist anscheinend doch ganz nützlich.
Anton : Stimmt, du bist echt ein ganz nützliches Tagebuch, Liv.
Liv : Aber eines, das mehr Schlaf braucht.
Anton : Dann schlaf gut!"
Die streitlustigen und neckenden Momente von Anton und Liv haben mir total gut gefallen und es war süß und humorvoll gemacht. Und ich fand es schön zu sehen, wie sie sich zwischen den beiden immer mehr eine Freundschaft entwickelt hat, obwohl sie sich nur durch die Chats und Worte kennen.
Sie reden mit der Zeit offener miteinander, vertrauen sich viel an und schreiben über alles was sie gerade bewegt. Es gab auch kleinere Aspekte, die öfters aufgegriffen wurden und sich zu Insider-Witzen zwischen Anton und Liv.
Leider war für mich ein großer Punkt in dem Buch relativ schnell vorhersehbar. Die Idee dahinter fand ich gut, aber ich hätte mir doch gewünscht, dass mich das Buch in dieser Hinsicht mehr überrascht hätte.

Fazit :
Ein humorvoller, süßer und schlagfertiger Chat-Roman, der mit gut gefallen hat.
Profile Image for Rene Bote.
Author 109 books
March 18, 2018
Klappentext:
Ein Chat-Roman über die wahre Liebe

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …

Über die Autorinnen (Quellen: Portraits bei Amazon und Randomhouse):
Anna Pfeffer ist das Pseudonym des Autorinnen-Duos Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit. Sie kennen sich seit ihrer Schulzeit in Wien, leben heute in Wien und Hamburg und schreiben Jugendbücher als Anna Pfeffer sowie Liebesromane als Rose Snow. Zusammengerechnet haben sie 70 Lebensjahre, 2 Männer, 6 Kinder und 1 Hund. Gemeinsame Vorlieben neben dem Schreiben sind Reden (gern endlos), Pizza, Schokolade und Lachen (gern über sich selbst).

Persönlicher Eindruck:
New York zu verschenken kommt in einem eher ungewöhnlichen Format daher, das 337 Seiten starke Buch enthält nichts als einen Chatverlauf. Der reicht jedoch, um den Leser umfassend über das vergangene und aktuelle Geschehen in Kenntnis zu setzen, denn er ist auch bis zum Schluss der einzige bewusste Kontakt zwischen Anton und Liv, so dass sie sich auf diesem Weg gegenseitig über alles informieren, was bei ihnen passiert. Das ist auf der einen Seite recht amüsant, weil beide teils mit spitzer Zunge reden, es ist auf der anderen Seite aber auch spannungsgeladen, weil Anton und Liv sich zwar aufeinander zu bewegen, dabei aber immer wieder auch mit einem falschen oder falsch verstandenen Wort einen Rückschlag provozieren.
Irgendwann beginnt man als Leser zu ahnen, dass Liv ein Geheimnis hat, und hat eine sehr konkrete Idee, was sie Anton verschweigt, aber die Autorinnen schaffen es, daraus eine Wendung zu machen, die die Sache erst richtig spannend macht, wenn das Happy End schon in unmittelbarer Griffweite zu sein scheint.

Fazit:
Wer sich auf die ungewöhnliche Erzählform einlassen kann, wird mit einem teils humorvollen, manchmal nachdenklich machenden und immer spannenden Schlagabtausch belohnt.
Profile Image for mylittlebookpalace .
127 reviews8 followers
September 19, 2017
Handlung:Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …

Orte: Von den Orten hat man nicht wirklich viel mitbekommen, außer das die Protagonisten in Hamburg leben und beide nach New York wollen. Aber trotzdem fand ich deren Enthusiasmus für New York irgendwie niedlich.

Personen: Ich mochte die beiden Hauptpersonen gerne und das obwohl ich am Anfang Angst hatte, dass ich gar nichts von ihnen mitbekommen würde, da man sie nur über den Chat kennenlernt. Mit Olivia konnte ich mich am besten identifizieren, weil wir beide einen ähnlichen Charakter haben, allerdings war ich auch hier mit einigen von ihren Taten nicht zufrieden war. Mit Anton habe ich auch ein paar Seiten gebraucht.

Gestaltung: Das Cover passt sehr gut zu dem Buch, auch wenn mir die Farbwahl nicht wirklich gefallen hat, aber das ist ja nur mein eigener Geschmack.

Schreibstil: Das buch ist ja komplett, als Chat zwischen den beiden geschrieben und mir hat das wirklich gut gefallen und ich konnte das Buch auch sehr schnell lesen.

Geschichte: Die Geschichte hat mir eigentlich sehr gut gefallen und ich mochte den Anfang auch echt gerne, allerdings mochte ich das Ende nicht sooo gerne. Trotzdem wurde es nie langweilig und ich musste an manchen Stellen wirklich lachen.

Fazit. Mir hat das Buch wirklich gefallen ,es war einfach mal etwas neues und ich habe noch nie wirklich etwas gelesen, was in diese Richtung geht. Ich mochte den Schreibstil, die Orte und auch die Handlung. Die Personen fand ich soweit ganz gut, allerdings hatte ich ein paar Probleme mit Anton und die Gestaltung hat mir auch nicht soo gefallen. Trotzdem war es für mich ein tolles Buch, weshalb ich auch 4 von 5 Sternen gebe.
Profile Image for Cornelia.
Author 15 books6 followers
September 27, 2017
*Persönliche Meinung:

Mein erstes Buch der beiden Autorinnen, mit dem Pseudonym Anna Pfeffer, auch habe ich zuvor noch keines von deren Fantasy Pseudonym gelesen – Rose Snow. Das Cover ist wieder genauso ein Hingucker, wie es schon beim ersten Buch der beiden war „Für dich soll’s tausend Tode regnen“.

Der gesamte Roman ist in Chatform geschrieben und obwohl ich anfangs angenommen hatte, dass sich das ändern wird, zumindest zum Ende hin, wenn sie sich in New York treffen werden, so hatte ich mich da geirrt. Es war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kommt ziemlich schnell rein. Irgendwie hatte ich mir erhofft, gemeinsam mit den beiden Protagonisten New York unsicher zu machen und dort noch spannendes zu erleben, oder doch ein umwerfendes Happy End, doch für mich kam dann alles doch ziemlich anders, als ich erwartet hatte. Es war super einfach und flüssig zu lesen und in weniger als 3 Stunden hatte ich das Buch an einem Abend beendet. Mit dem Ende war ich dann nicht wirklich einverstanden und hätte selbst nicht so gehandelt, aber jeder Mensch ist ja etwas anders.

Anfangs fand ich den Protagonisten Anton ziemlich egoistisch, oberflächlich und arrogant. Zwar hat sich das im Laufe der Geschichte doch etwas geändert, doch so richtig warm wurde ich mit seiner Figur nicht wirklich. Hingegen in Liv konnte ich mich super hineinversetzen, verstand ihre Familiensituation und konnte mich super in sie hineinversetzen. Manche Stellen waren wirklich unterhaltsam, während ich andere gähnend langweilig fand und einfach uninteressant – gut, das kann natürlich auch am Alter liegen, da ich einfach diese ganzen Teenagerzankereien nicht abkann und es einfach übertrieben finde.

*Fazit:

Von mir gibt es 3*** Sterne, da es sich super flüssig lesen lässt und die Zeit dabei nur so verrinnt. Nur gesamt gesehen, hat es mich nicht so mitgerissen, wie ich es erwartet hatte. Natürlich war es keine Enttäuschung, auf keinen Fall. Viel eher für einen entspannten Abend am Kamin, um die Stunden lesend zu verbringen. Zu empfehlen für alle, die mal eine andere Romanart lesen wollen und neugierig auf die Chatform sind, oder für diejenigen, die entspannt eine Liebesgeschichte verschlingen wollen.

Profile Image for Michaela Fraenzer.
95 reviews9 followers
December 11, 2017
Erst einmal vielen Dank an cbj für das Rezensionsexemplar!
Am Anfang hatte ich leichte Startschwierigkeiten im Buch. Die Protagonisten wirken auf den ersten Blick beide sehr stereotypisch und wiederholen sich am Anfang relativ häufig. Je weiter man in der Geschichte fortschreitet, desto mehr wachsen die beiden einem aber irgendwie ans Herz und am Ende ist es fast schade, die Anton und Liv ziehen zu lassen.

Der lockere, unterhaltsame Schreibstil und die seichte Handlung machen es einfach über den Text zu fliegen – in wenigen Stunden hatte ich das Buch durch. Ich finde bei Chat-Romanen besteht immer die Gefahr, dass zu viel von der eigentlichen Handlung wegfällt. Das war hier zum Glück überhaupt nicht der Fall, da sich die komplette teils humorvolle, teils romantische Handlung bis zu einem sehr fortgeschrittenen Punkt wirklich nur über die Online-Kommunikation der beiden abspielt. Ich habe nicht viel nachgedacht, sondern mich von den sehr humorvollen Dialogen berieseln lassen und so die große Überraschung am Ende nicht kommen sehen – obwohl ich natürlich einige Theorien diesbezüglich hatte.

Allerdings war ich auch ein kleines bisschen enttäuscht. Ich bin wirklich beeindruckt von der Kreativität der beiden Autorinnen Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die sich hinter Anna Pfeffer verbergen. Ihre Buchideen finde ich immer total lustig, ungewöhnlich und sie machen mich neugierig. Leider musste ich nach Für dich solls tausend Tode regnen auch bei New York zu verschenken wieder feststellen, dass ich mir einfach noch mehr erwartet hätte – insbesondere noch größere Lacher. Die Sorte, wo man richtig laut loslachen muss und alle einen schräg angucken.

New York zu verschenken ist eine romantische, lustige und kurzweilige Geschichte, die sich perfekt eignet, für ein paar entspannte Lesestunden zwischendurch. Die Geschichte wird mir aufgrund ihrer ausgefallenen Idee noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben, auch wenn ich mir noch etwas mehr erwartet hätte.
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews18 followers
September 20, 2017
Dies ist mein erstes Buch des Autorenduos und das Buch hat mich wirklich begeistert. Es wird uns hier auf eine sehr unterhaltsame Art präsentiert, wie Anton jemanden sucht, der in nach New York begleitet, denn seine Freundin hat ihn sitzenlassen. So trifft er übers Internet auf Liv und die beiden beginnen zu kommunizieren.

Ich fand die Story zwischen den beiden sehr witzig, denn ich meine, wer kommt schon auf die Idee, jemanden übers Internet zu suchen, der exakt den gleichen Namen hat, wie die Exfreundin. Die Idee fand ich irgendwie ansprechend.
Die Autorinnen erzählen auf sehr lustige Weise, wie sich die beiden übers Internet kennen lernen. Übrigens ist der Roman in Chat Form geschrieben, wovon ich normalerweise eigentlich kein Freund bin, denn ich finde diese Art einen Text zu lesen sehr ansprechend, was aber glücklicherweise hier nicht der Fall war.
Zwischen den beiden werden einige Klischees erwähnt, was ich aber nicht problematisch gefunden habe. Wir haben zum Beispiel: Arm und Reich oder auch intakte Familie gegenüber problematische Familie. Diese Dinge fand ich aber nicht wirklich störend.

Toll fand ich außerdem von den Autorinnen, dass sehr aktuelle Dinge erwähnt wurden, denn ich meine, wer mag Captain America nicht. 😉

Beide Hauptcharaktere wirkten auf mich sehr sympathisch und glaubwürdig. Mir hat auch das Zwischenspiel zwischen den beiden sehr gut gefallen, dass hat auf mich recht harmonisch gewirkt, obwohl die beiden sehr unterschiedliche Hintergründe haben.

Der Schreibstil hat mir gefallen. Ich fand ihn sehr modern und unterhaltsam. Das Buch lässt sich übrigens sehr flott lesen. Außerdem ist die Geschichte sehr verständlich.

Das Cover finde ich toll. Es wirkt sehr ansprechend in dieser Farbwahl.

Fazit:

4 von 5 Sterne. Ein wirklich unterhaltsamer Roman, der sich perfekt für zwischendurch eignet.
Profile Image for kohoho liest.
88 reviews9 followers
August 28, 2017
Das pinke Cover ist mir mal wieder direkt ins Auge gesprungen und mit dem Klappentext zusammen wirkte es schon einen gewissen Reiz aus, also musste ich es lesen. Und ein Chatroman ist immer erfrischend und direkt, da habe ich dann noch mehr auf das Buch.
Und ich kann mich nicht beschweren: das Autoren-Duo hinter Anna Pfeffer hat hier eine wirklich schöne Geschichte über die Liebe in einfachen Dialogen ohne viel Drumherum.

Und das macht das Buch wirklich aus. Man liest nur den Chatverlauf zwischen den beiden Charakteren, hat keinerlei äußerliche Einflüsse, auch die tieferen Gefühle und innerlichen Konflikte von Anton und Liv bekommt man überhaupt nicht mit.

Die Nachrichten von Anton und Liv sind wirklich sehr passend und glaubhaft geschrieben. Man kann sich richtig gut zwei Jugendliche vorstellen. Am Anfang ging mir Antons Art ein wenig auf den Zeiger, denn er schreibt wirklich oberflächlich und unhöflich, aber mit der Zeit wurde es mit ihm besser. Man merkt aber auch, in welche Schubladen man die beiden stecken kann: Anton - gutaussehend und reich scheint er sich alles erlauben zu können, im Gegensatz dazu dann Liv - sie kommt ziemlich unscheinbar daher, aber lässt sich von Antons Art überhaupt nicht abschrecken und kontert ihm direkt. Zwischen sehr witzigen Nachrichten findet man auch mal ernstere Themen, was natürlich eine schöne Mischung ergibt.

Der Aufbau des Buches kommt einem Chatverlauf schon sehr nahe. Allerdings waren manche Zeitangaben für mich störend oder unrealistisch, da hätte ein anderer Aufbau vielleicht eher gepasst. Das Ende war für mich unerwartet, aber rundete das Buch schön ab.

"New York zu verschenken" von Anna Pfeffer ist ein wirklich leichter Chatroman, der für Zwischendurch wirklich geeignet ist.
Profile Image for Lieblingsleseplatz .
233 reviews44 followers
October 2, 2017
Das Cover von „New York zu verschenken“ allein ist ja schon ein Grund nach diesem Buch zu greifen… Mir ist es sofort ins Auge gesprungen. Das grelle Pink sowie die Sticker auf der Vorderseite sind genau auf die Zielgruppe abgestimmt und haben aber auch mich neugierig gemacht.


Anton hat zusammen mit seiner Freundin Olivia eine Reise nach New York gebucht. Doch leider hat Olivia mit dem zu Anfang doch recht arroganten Anton Schluss gemacht – und die Tickets sind nicht übertragbar… Also sucht Anton einfach eine Neue Olivia Lindemann via Internet. Und tatsächlich findet er auf diesem Wege den Namenszwilling seiner Exfreundin. Doch diese Liv fordert ihn ganz schön heraus…


Was genau ich von einem „Chatroman“ zu erwarten hatte, wusste ich nicht. Aber ich dachte mir, ich lese ja auch gerne Drehbücher, so viel anders wird das nicht sein. Und ich täuschte mich nicht. Die Chats zwischen Anton Liv lesen sich flüssig und leicht. Manchmal habe ich stark daran gezweifelt ob der Umfang der Nachrichten realistisch ist. Wenn ich da an meine Tochter denke, dann fallen Ihre Nachrichten immer deutlich kürzer aus – vielleicht liegt das aber auch daran, das ich der Empfänger bin ;-)


Ich mochte Anton und Liv auf Anhieb, sowie auch die Entwicklung die die Beiden bis zum überraschenden Ende hin durchlebten. Anton war zu Beginn der Geschichte doch ein ganz schön verwöhnter reicher Schnösel – zum Ende hin hätte ich mich auch in ihn verlieben können wäre ich 16 gewesen…


Ein Roman für schöne Stunden – egal ob in der Sonne am Strand oder mit einer Tasse Tee vorm Kamin. Ich vergebe 4 von 5 LieblingsleseSesseln weil es für mich eine Spur zu leichte Literatur war.
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