Auf den Fernsehbildschirmen sind sie allgegenwärtig: Rechtsmediziner, die mit modernster technischer Ausrüstung und naturwissenschaftlichen Analysen noch die kleinsten Spuren finden, um einen Tathergang nachverfolgen zu können. Weniger bekannt ist, dass auch die Archäologie die Methoden der Forensik nutzt, um längst vergangene Ereignisse zu rekonstruieren. Burkhard Madea und Wilfried Rosendahl haben zahlreiche Experten versammelt, die die neuesten Möglichkeiten der Rechtsmedizin und ihren Einsatz im Dienste der Archäologie vorstellen. Von Ötzi bis zu den Medici sind bekannte und illustre ›Fälle‹ vertreten, die die gesamte Bandbreite abdecken: von der Toxikologie über die Gesichtsrekonstruktion und Obduktion bis zur forensischen Ballistik. Jedes Thema wird anhand eines aussagekräftigen Fallbeispiels aus der aktuellen archäologischen Forschung anschaulich und allgemeinverständlich erläutert.