Maria Eichhorn (1879-1930) war eine deutsche Schriftstellerin, Diseuse und Kabarettistin. Sie wurde unter dem Pseudonym Dolorosa (lat. „Schmerzensreiche“) vor allem als Autorin erotischer Gedichte und Prosa mit sadomasochistischer Tendenz bekannt. Die Tochter eines Oberförsters verließ bereits mit 16 Jahren das Elternhaus und arbeitete als Privatsekretärin in Breslau und anschließend als Erzieherin in Südungarn. 1899 kam sie nach Berlin, wo sie die folgenden Jahre lebte. Sie verkehrte dort in den Kreisen der Berliner Bohème und trat als Kabarettistin und Diseuse in Kabaretts auf. Ab 1902 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Dolorosa Lyrik und Prosa sowie Übersetzungen aus dem Französischen. Sie heiratete den Schriftsteller Wilhelm Fischer (1878–1963). Der Zeitpunkt von Kennenlernen und Heirat ist unklar, 1905 bestand die Ehe jedenfalls schon. Dessen Werke („Mein Schmerzensweg“, „Sadistisches in meinem Lebenswege“ und „Ein Märtyrer der Frauen - Roman einer Ehe auf flagellantistischer Grundlage“), die er unter den Pseudonymen Wilhelm Fischer vom Thal, Heliogabal und Wilhelm Eichhorn veröffentlichte, reflektieren vermutlich autobiografisch Elemente seines Ehelebens.