Töte William Wallace, den Rädelsführer der aufständischen Schotten. Eadrics Auftrag scheint klar. Bevor der junge Angelsachse ihn jedoch ausführen kann, gerät er in die Hände von Wegelagerern. Ausgerechnet ein Trupp Schotten rettet ihm das Leben und nimmt ihn bei sich auf. Bald schon kommen Eadric Zweifel an seiner Mission, so offensichtlich ist die Brutalität, mit der die Engländer in den Highlands vorgehen. Und dann ist da auch noch Ailinor, die Tochter des Clansherren, in die er sich verliebt. Als die Lage sich zuspitzt, steht fest, für wen er kämpfen wird - auch wenn er dafür in die Rolle eben jenes Mannes schlüpfen muss, den zu töten er aufgebrochen William Wallace ...
Der 1969 geborene Michael Peinkofer ist sowohl Autor wie auch Übersetzer und Filmjournalist, außerdem betreibt er an seinem derzeitigen Wohnort Kempten zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die Firmen "Dreamagix Studios Leising" und "Peinkofer GbR". Seine Tätigkeiten im Bereich Journalismus orientieren sich an seinem Studium als gelernter Germanist mit den Nebenfächern Geschichte und Kommunikationswissenschaften - abgeschlossen hat er dies als Magister. Geschrieben hat Michael Peinkofer bereits 180 Romane und benutzt dafür sehr unterschiedliche Pseudonyme - auch auf Genre hat er sich nicht festgelegt, wurde aber vor allem für Fantasy-Romane bekannt. Einige seiner Pseudonyme sind beispielsweise "Marc van Allen" oder "Michael J. Parrish". Größere Bekanntheit erlangte er mit dem Roman "Die Bruderschaft der Runen" und der Romanreihe "Die Orks".
Die etwas andere Version von Braveheart! Ein spannender historischer Roman über die Zeit in der Schottland für seine Unabhängigkeit kämpfte und das, obwohl die Linien zwischen Schotten und Engländern bei weitem nicht so festgesteckt waren wie man vermuten möchte. Die Schilderung der Intrigen, Machtkämpfe, und der Scheinheiligkeit mit der die Lords fliegend die Seiten wechselten, je nachdem wo sich ihnen ein Vorteil bot, hat dieses Buch zu einem mitreißenden Abenteuer gemacht.
Eadric verliert seine Mutter bereits früh. Infolgedessen verbringt der uneheliche Sohn eines Adligen sein Leben auf der väterlichen Burg und ist abhängig vom Wohlwollen des Vaters. Liebe kann Eadric auf jeden Fall in seiner neuen „Familie“ nicht erwarten - alleine sein Halbbruder Gerald möchte ihn gerne aus den Augen haben. Umso unerwarteter kommt die Chance, die sich mit einem Geheimauftrag für Eadric ergibt: inzwischen ein ausgezeichneter Bogenschütze, soll er den schottischen Rebellen William Wallace töten. Als Lohn winkt ihm dann ein Titel und ein Stück Land. Folglich macht sich Eadric auf den Weg nach Schottland… Bevor der junge Angelsachse die Möglichkeit hat, seinen Auftrag auszuführen, wird er von Wegelagerern überfallen. Dank einer Truppe Schotten, die ihm zur Hilfe kommt, überlebt Eadric und findet bei seinen Rettern sogar Unterschlupf. Und schon bald wächst der Zweifel an seiner Mission. Eadric, dessen Mutter Schottin war, beginnt, die Progaganda der Engländer zu hinterfragen - denn auf ihn wirken die Schotten nicht so barbarisch und gewalttätig, wie es ihn die Engländer, deren Auftrag er angenommen hat, glauben haben lassen. Und dann lernt der junge Bogenschütze nicht nur eine Frau lieben, sondern auch den charismatischen William Wallace kennen… Eadric findet sich zwischen zwei Fronten wieder und muss sein Gewissen befragen, auf welcher Seite er künftig stehen will: die der schottischen Freiheitskämpfer oder die Seite derer, in deren Gesellschaft er aufgewachsen ist?
„Die Runen der Freiheit“ ist nicht mein erstes Buch von Michael Peinkofer - das Thema Schottlands fasziniert mich schon seit Jahren und ich mochte vor allem „Das Vermächtnis der Runen“ von diesem Autor sehr gerne. Besonders gefällt mir, dass er es schafft, historische Fakten in eine spannende Geschichte zu verpacken. Dabei vernachlässigt er weder seine Storyline noch seine Figuren - die er im Übrigen nicht so heroisiert wie es in anderen Büchern oder Filmen der Fall ist. Wir wissen vielleicht nicht viel Verlässliches über William Wallace, aber so wie ihn Michael Peinkofer darstellt, kann ich ihn mir gut vorstellen.
Für mich ist die Verbindung Michael Peinkofer und Schottland eine sehr gelungene! Auch der neue Roman ist ein Beweis dafür, dass sich eine packende Geschichte in historische Fakten einbetten lässt und ich dadurch nicht nur prächtig unterhalten werde, sondern auch noch Interessantes lernen kann.