Köln 1695: Ein Duftwasser versetzt die Stadt in Hysterie. Die enthemmende Wirkung seines Duftes wird dem Teufel zugeschrieben. Und die junge Witwe Kathrina wird verdächtigt, als dessen Handlangerin unschuldige Jungfrauen in seine Arme zu treiben. Um sie zu retten, ruft ihr Geliebter, der Kaufmannssohn Daniel, den Parfümeur Giovanni Paolo Feminis zu Hilfe. Aber gelingt es dem Erfinder des Aqua mirabilis, Kathrinas Unschuld zu beweisen und Köln von dem Fluch zu befreien?
Köln 1695: Kathrina ist eine junge Witwe und arbeitet als Hebamme. Als ein Duftwasser in Köln eine gewisse Hysterie auslöst und dem Teufel zugeschrieben wird, gerät Kathrina unter Verdacht, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Sie wird als Hexe gejagt. Der Kaufmannssohn Daniel, der sich in Kathrina verliebt hat, versucht mit der Hilfe des Parfümeurs Giovanni Paolo Kathrinas Unschuld zu beweisen.
Mein Leseeindruck:
Wieder einmal hat die Autorin Birgit Jasmund es geschafft, mich mit ihrem Buch zu begeistern. Ich konnte mich hier ganz in die Geschichte hineinfallen lassen, habe mit den Protagonisten mitfiebern und mitfühlen können und habe jede Buchseite genossen.
Die Geschichte ist sehr spannend, packend, dabei auch romantisch und lehrreich. Man merkt als Leser, dass die Autorin umfangreiche Recherchearbeit geleistet hat. Ich empfand es als sehr spannend, mehr über die Entstehungsgeschichte des Kölnisch Wasser zu erfahren, wenn auch natürlich viel Fiktion in diesem Roman steckt. Aber es gibt ein sehr interessantes Nachwort, was mir bei dieser Art von Historischen Romanen immer sehr gut gefällt.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und genau so, wie ich ihn mag. Leicht, unkompliziert und flüssig zu lesen.
Ich kann diesen Roman allen Lesern weiterempfehlen, die gerne Historische Romane lesen. Mich hat Birgit Jasmund wieder überzeugen können und ich freue mich auf weitere Bücher von ihr!
Eine Geschichte über das bekannte Kölnisch Wasser, die muss ich als Wahl-Kölnerin natürlich lesen. Und auch wenn meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, hatte ich doch schöne Lesestunden.
Die Geschichte beginnt zwar dramatisch, weil die Kirche Klein St. Martin geschändet wird, dann aber lässt die Spannung leider auch schon wieder nach. Die Autorin lässt sich Zeit, die verschiedenen Figuren vorzustellen – viel Handlung gibt es im ersten Drittel leider nicht, dafür aber lernt man die Charaktere in ihrem Umfeld kennen und so auch viel über das Leben im historischen Köln im Jahr 1695. Gefallen haben hier mir die Beschreibungen des Stadtbildes, sicherlich auch, weil ich in Köln wohne und so eine konkrete Vorstellung hatte, wo in der Stadt ich mich nun gerade befinde.
Die Charaktere werden nach und nach in die Geschichte eingeführt und in jedem Kapitel steht ein anderer im Mittelpunkt. So erfährt man verschiedene Sichtweisen der Dinge und im weiteren Verlauf dann auch verschiedene Ansichten zu dem, was geschieht. Nach dem ersten Drittel baut sich dann auch langsam wieder Spannung auf, steigt dann auch stetig bis zum klärenden Finale an – das letzte Drittel fand ich dann richtig spannend und konnte hier das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Die Charaktere sind leider zum Teil etwas blass geblieben und waren insgesamt eher flach und eindimensional gezeichnet, die Guten sind gut und die Bösen böse; Überraschungen hat es da leider nicht gegeben. Kathrina, die unter den Verdacht gerät, mit dem Teufel zusammenzuarbeiten, war mir aber mit ihrer liebenswerten und zuvorkommenden Art sympathisch, so dass ich mit ihr gefiebert habe. Auch ihr Geliebter Daniel, der versucht, den wahren Schuldigen zu finden und so Kathrinas Unschuld zu beweisen, hat ein gutes Herz, und auch ihn habe ich gerne begleitet.
Die Geschichte des Kölnisch Wassers wird eher nebenbei erzählt, im Mittelpunkt steht vor allem die Heimsuchung Kölns durch den Teufel – interessant war hier das Nachwort, durch das man noch einige zusätzliche Information zum bekannten Duftwässerchen erhält.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und sehr flüssig, mir war er an manchen Stellen aber zu modern – immer wieder gab es Worte, bei denen ich mir nicht sicher war, ob es die so im 17. Jahrhundert schon gegeben hat; ein historisches Gefühl hat sich beim Lesen bei mir leider nicht eingestellt.
Trotz meiner Kritik hat mich das Buch aber gut unterhalten – die Spannung baut sich zwar langsam, aber stetig auf, die Charaktere sind sympathisch, so dass ich sie gerne begleitet habe und gerade im letzten Drittel war es dann auch richtig spannend. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.
Mein Fazit Es braucht ein bisschen Zeit, bis die Geschichte spannend wird, dann aber konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Neben der Suche nach dem wahren Schuldigen, der die Stadt Köln in Angst und Schrecken versetzt, lernt man auch eine Menge über das historische Köln und sein bekanntes Duftwässerchen. Der Schreibstil ist sehr leicht, so dass sich das Buch locker lesen lässt – mir war er aber ein wenig zu modern und hat so kein richtiges historisches Lesegefühl aufkommen lassen. Trotzdem wurde ich gut unterhalten und gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.
Inhaltsangabe: Köln 1695: In Köln herrscht große Hysterie. Der Teufel soll ein Duftwasser kreiert haben, welches eine sehr enthemmende Wirkung besitzen soll. Die junge Hebamme Kathrina ist leider zur falschen Zeit am falschen Ort und wird somit bezichtigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen, eine Hexe zu sein und das Duftwasser unter die Leute gebracht zu haben. Um ihre Unschuld zu beweisen, versuchen ihr Geliebter Daniel und der Parfümeur Giovanni Paolo Feminis den Erfinder des Duftwassers zu finden.....
Meine Meinung: Kathrina war mir von Anfang an sympathisch. Leider wird sie aber von Haus aus schief angeschaut, weil ihr verstorbener Mann einer anderen Glaubensrichtung angehört hat. Daher ist sie in der Bevölkerung nur die Protestantische. Zudem hat sie sich Fritz Haan, dessen Heiratsantrag sie abgelehnt hat zum erbitterten Feind gemacht. Als dann ein junges schwangeres Mädchen tot aufgefunden wird, das kurz zuvor bei ihr gewesen ist, ist Kathrina schnell als Schuldige verschriehen und kommt nach ihrer Flucht in den Turm, wo sich schon einige Hexen befinden. Die Geschichte ist sehr spannend, weil sich hier die gebildeten Bürger, die natürlich nicht an Hexen glauben und der fanatische Dominikanermönch Bruder Martin gegenüberstehen. Es ist erstaunlich, wieviel Macht der Mönch besitzt und wie mühelos er Panik unter der Bevölkerung verbreitet. Es war sehr aufregend zu lesen, wie Daniel und Giovanni Paolo versuchen, dem Täter auf die Spur zu kommen.
Dies war mein erster Roman von Birgit Jasmund, aber mit Sicherheit nicht der letzte. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und sehr ansprechende Protagonisten, ich wäre oftmals gerne ins Buch gehüpft und hätte so manchen Bürger schütteln mögen. Egal ob Haupt- oder Nebencharakter, alle sind sehr lebendig gestaltet und man kann richtig mit Ihnen mitgehen.
Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und freue mich schon auf ein weiteres Werk der Autorin.