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Venice from the Bell Towers

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The wonder and uniqueness of Venice are obvious from the first awed accounts from pilgrims heading toward the Holy Land. Rarely, though, has the hidden beauty of the city been captured so evocatively as it is here. This is the first book to be devoted to photographs taken from the numerous bell towers of Venice, showing, almost from an aerial perspective, every quarter of the world's most beautiful city. In a succession of stunning photographs, all specially commissioned for this book, the whole of Venice is revealed, from the well-known landmarks to the smallest side canals, minor palaces, and the city's many secret gardens. The photographs are complemented by an informative text, which begins with an historical introduction, followed by brief histories of over 100 individual churches whose bell towers provide the views.

272 pages, Hardcover

First published September 1, 2002

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26 reviews
March 25, 2012
Schlagen Sie zuerst die Seite 12 (deutsche Ausgabe 2002, ISBN 978-3777494401) auf! Niemand, der vom Becken von S.Marco, von Giudecca oder San Giorgio Maggiore aus einmal auf die alllerheiterste Stadt geschaut hat, wird wohl je dieses Bild vergessen und wahrscheinlich auch kaum jemand, der nur ein Photo davon kennt. Der Anblick, den Max Abraham Rupprecht/Christoph Haffner 1745 bieten, ist gleichwohl ungewöhnlich: Venedig als ein Wald von Türmen. Freilich, der Künstler hat in wenig übertrieben, nicht, was die Anzahl der Türme angeht, sondern die Höhe, damit man sie besser sieht. Die Autorin dieses Bandes und der Photograph übertreiben aber nicht im geringsten. Diese Graphik gehörte eigentlich, um das Buch als ganzes zu charakterisieren, auf den Schutzumschlag, war aber wohl andererseits - da schwarz/weiß - als Aufmacher nicht so richtig geeignet. Aber auf dem Rücktitel hätte es sich, ergänzt um ein aktuelles Photo aus gleicher Perspektive, sehr gut gemacht. Es ist ein überraschender Blick zurück und dieser Bildband bietet noch viel mehr Überraschungen, die ihn empfehlenswert machen.

Tudy Sammartini legt ihrer eindrucksvollen Präsentation der venezianischen Türme den grandiosen Stadtplan von Jacopo de'Barbari/Anton Kolb (auf dem Vor- und Nachsatz abgebildet) und weitere historische Stadtansichten zugrunde. Von den 103 Glockentürmen auf dem Stadtplan aus dem Jahre 1500 sind nur noch 50 erhalten. Allem Anschein nach ist keiner der so identifizierbaren Türme ausgelassen. Insgesamt werden 113 Türme nebst Kirchen - auch nicht mehr existierende - vorgestellt. Im 16. Jahrhundert gab es mehr als 200. Der Stadtplan S. 224-225 macht es leicht, die Türme zu finden, und man hat auch daran gedacht, die nicht mehr vorhandenen und jene, von denen aus photographiert wurde, hier kenntlich zu machen.
Anhand eindrucksvoller historischer Abbildungen gibt Tudy Sammartini eine kurze Einführung (S. 9-13) und schließt mit der "Frage, ob wir es wirklich verdienen, in dieser zauberhaften Stadt zu leben, ist es uns doch gelungen, sie äußerlich und innerlich verfallen zu lassen." Ein Text von Piero Falchetta (Der Blick von oben, S. 17-27) handelt von der "Vision einer von oben gesehenen Welt" (S.18), von den unterschiedlichen Typen von Stadtansichten - Profil, Vision, Plan, von Venedigs Türmen und der Stadt im Kontext der umgebenden Natur. Die kurzen Bemerkungen zur modernen Landkarte, die mit ihrer "zenitale(n), zweidimensionale(n) Perspektive... die Möglichkeit (eröffnet), etwas kennenzulernen, nicht es zu sehen", machen nachdenklich, fordern nach systematischer Vertiefung: "Es ist die technische Sicht auf die Welt, auf die jede physische Wirklichkeit, jede räumliche Qualität reduziert werden kann." (S. 22-23) Aber das ist nicht Gegenstand dieser Publikation. Im Gegenteil! Man kann und soll hier durchaus in der Schönheit des Bildes, der Bilder schwelgen.
Die Photos von Daniele Resini geben dazu reichlich Gelegenheit. Als Betrachter ist man sicher oft erstaunt, so manchen Turm original nicht so oder gar überhaupt nicht gesehen zu haben, obwohl er doch wirklich dasteht. Das liegt nicht nur daran, daß viele Türme in Venedig von den engen Gassen oder Plätzen aus kaum zu sehen sind. Es ist nicht nur der erfahrene Blick des Photographen, der gemeinhin Ungesehenes sichtbar macht. Er hat mit einer außergewöhnlichen Photokampagne An-, Auf-, Aus-, Ein-, Überblicke gewonnen, die so einfach nicht zu haben sind. Er präsentiert damit, "stets auf der Hut vor den Versuchungen des Kitsches" (S. 31), "ein Stück Zeit, das mit einer sich darin manifestierenden Wirklichkeit verbunden ist." (S. 33) Natürlich kann kaum jemand die sinnliche Erfahrung, mit der diese Arbeit verbunden war, praktisch nachvollziehen. "Die langsamen Aufstiege auf den dunklen unwegsamen Stufen aus Stein und aus jahrhundertealten, wurmstichigen Holz" sind aber mit den Photos - nicht zuletzt auch durch die angemessene Wiedergabe, mit der der Verlag sie präsentiert - sinnlich nachvollziehbar: Stufen eines Glockenturmes von Il Redentore (S. 30) oder die Glocken von San Canzian (S. 32). "Jedes Glockengeschoß hat einen eigenen Charakter; seine Seele sind die Glocken..." (S. 31). Diese Glockenseele kann man wirklich S. 32 sehen, die Seele der Fassadenengel S. 126, 127, 133, 136, 154, 222, die Seele der Stadt auf allen Photos. Besonders beeindruckend sind natürlich die großen Panoramaansichten (S. 45-48, 50-52, 53-54, 59-62, 64-66, 71-73,75-78, 85-87, 89-92, 99-101, 103-106113-115, 117-120, 124-125, 127-129, 139-142, 175-178, 180-182, 187-189, 191-194, 203-206, 213-215, 218-220, 221-222). Obwohl Daniele Resini in seinem Einleitungstext S. 33 etwas von der Aufnahmetechnologie verrät, fragt man sich da immer wieder, wie hat er das bloß gemacht.

Tudy Sammartini bietet zu jedem Turm einen erläuternden Text, in dem sie die wichtigsten Daten zur Baugeschichte, Besonderheiten der Architektur und wichtige Ereignisse, die mit dem Turm verbunden sind, darlegt. Soweit der jeweilige Turm auf dem Plan von Barbari/Kolb zu sehen ist, ist der entsprechende Kartenausschnitt wiedergegeben und bei nahezu allen Türmen noch eine Zeichnung, die die äußerliche Struktur verdeutlicht. Die wichtigsten, bedeutenden (ich will hier keinerlei Schönheitsvergleiche anstellen) Türme sind ausführlich im Hauptteil (S. 34-223) erläutert und um diese Texte herum gruppieren sich jeweils die entsprechenden Photos. Im anschließenden Teil (S. 226-267) sind alle Türme alphabethisch aufgeführt und die Erläuterung zur jenen, die nicht im Hauptteil stehen, erfolgt hier. Man kann diesen Teil zugleich als originelles, untristes Sachregister auffassen. Eine Bibliographie ist vorhanden (S. 268-271)

Die Würdigung durch Prof. Pierre Lasserre und Maria Teresa Rubin de Cervon namens des Ventian Office der UNESCO (S. 6), das die Schirmherrschaft zu diesem Prachtband übernommen hat, ist wohlverdient: "Unser Wunsch ist es, daß der außergewöhnliche Blick auf Venedig von seinen Glockentürmen aus uns Erkenntnisse vermitteln und unsere Vorstellungen anspornen möge... Das Büro der Unesco in Venedig schätzt sich glücklich, diesem Werk, das zweifellos in die venezianischen Annalen eingehen wird, die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben." Dem ist nicht hinzuzufügen, außer, daß den Wünschen auch viele Käufer folgen mögen.
Profile Image for Scott Marx.
Author 4 books
April 30, 2020
I have close to 100 photography books on Venice and this is one of my favorites. The sweeping views are not found in any other similar works. The print quality is also superb. You can easily get lost in the beautiful imagery.
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