Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer ist es an der Zeit, die Texte Heiner Müllers neu zu lesen. Der Begriffsflitter der verflossenen Postmoderne konnte ihnen ebenso wenig etwas anhaben wie die ideologische Zensur der Open Society . Zu entdecken sind prophetische Analysen, die Elend und Schrecken des triumphierenden Kapitalismus im Voraus zur Sprache bringen. Der Band legt eine Auswahl bekannter und weniger bekannter Texte Heiner Müllers zum Kapitalismus vor. Die Gliederung orientiert sich an fünf grundlegenden Aspekten der Kritik, die das Gesamtwerk die Dialektik des Kapitals, der Affekt des Ekels, die Kritik der Sprache, die Frage der Religion, die Permanenz des Krieges. Eingeleitet werden die einzelnen Kapitel jeweils durch ein kurzes Vorwort, das einen möglichen Zugriff auf die Texte eröffnen soll. Es geht darum, der Chance , die Heiner Müller als Dialektiker noch in der völligen »Ratlosigkeit des Denkens« erkannt hat, einen Denkraum zu geben.
Heiner Müller was a German (formerly East German) dramatist, poet, writer, essayist and theatre director. Described as "the theatre's greatest living poet" since Samuel Beckett, Müller is often considered the most important German dramatist of the 20th century after Bertolt Brecht. His "enigmatic, fragmentary pieces" are a significant contribution to postmodern drama and postdramatic theatre.
Changiert zwischen nervigem, eklektischen Geschwafel, ganz interessanten Bemerkungen und tatsächlich Wichtigem. Am interessantesten ist, dass der Heiner immer mal wieder ne globale Perspektive hat, und auf den Imperialismus und dessen größere und unangenehmere Implikationen hinweist, auch hinsichtlich des Faschismusbegriffs. Aber selbst diese Einsichten sind getrübt durch verblödeten Malthusianismus. Ich würde dem Buch eigentlich eher 2,5 Sterne geben, aber die Seite erlaubt's net.
Einleitungen sind unfassbar nervig, geschrieben von Leuten, die noch den größten Modemüll in Sachen Theorie naiv-gläubig auf- und für bare Münze nehmen. Hat der Müller allerdings verdient mit seinem eigenen Eklektizismus.