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Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist.
Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner Kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen.
Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist.

"Carter ist übrigens nicht mein richtiger Name."

164 pages, Kindle Edition

Published June 22, 2017

2 people want to read

About the author

Felix A. Münter

62 books2 followers

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Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Emtyra *:・゚✧.
24 reviews
May 23, 2017
Im Tausch gegen eine ehrliche Meinung habe ich über lovelybooks ein freies Rezensionsexemplar erhalten.

In "Mercenary" verfolgen wir Carter; einen Söldner der eigentlich kein Problem damit hat sich die Hände schmutzig zu machen, ganz gleich, worum es denn geht. Das einzige das dafür stimmen muss ist der Preis. Natürlich nimmt er da den Auftrag eines wohlhabenden Herrn gerne an, der nur die unscheinbare Aufgabe stellt, zwei ihm entwendete Kisten wiederzubringen und sich anschließend um die Diebe zu kümmern. Tatsächlich merkt Carter dann aber schnell, dass dahinter weitaus mehr steckt als man ihn glauben lassen wollte und ohne wirklich etwas dagegen tun zu können, bringt er sich selber schließlich auch noch in Gefahr.

In das Buch kam ich wirklich sehr gut herein. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich superleicht und schnell lesen. Ich bin mir sicher, dass ich es locker innerhalb eines Tages geschafft hätte, wenn ich nicht mit so viel anderem beschäftigt gewesen wäre. Grund dafür ist unter anderem wohl auch einfach, dass es in diesem Buch nie wirklich langweilig wird. Die Action fängt direkt im zweiten Kapitel an und bis hin zum Ende passiert einfach immer irgendetwas. Das ist also definitiv ein Pluspunkt. Das einzige was mir dabei nicht gefallen hat, ist dass das ganze eben auch etwas zu leicht vorangegangen ist. Carter stößt auf seinem Weg wirklich auf kaum Widerstand, da die wenigsten es wagen ihm zu widersprechen oder gar Steine in den Weg zu legen. Ob das jetzt realistisch ist oder nicht, darüber kann man diskutieren, aber es hätte auf jeden Fall zum Lesevergnügen beigetragen.

Carter selber ist nach meiner Meinung ein ziemlich symphatischer Protagonist der für die Handlung passend gewählt wurde. Er ist zwar skrupellos aber dennoch ziemlich gelassen und erinnert mich auch wenig an Deadshot von Suicide Squad. Zwar habe ich mir an ein paar Stellen gedacht "Okay, das dürfte nach seiner jahrelangen Erfahrung in diesem Beruf so eigentlich nicht mehr passieren", aber wirklich ernsthaft gestört hat es nicht. Ganz am Ende musste ich wegen ihm sogar schmunzeln, weil die Art wie er gehandelt hat wirklich zu ihm gepasst hat. Und wenn wir jetzt auch schon beim Ende sind, dann muss ich sagen, dass es definitiv zumindest etwas anders war, als ich erwartet habe. Geflasht wurde ich zwar im Gegensatz zu vielen anderen nicht; allerdings könnte das auch daran liegen, dass das Ende mit etwas zuammenhängt, von dem ich nicht viel Ahnung habe und deswegen sogar kurz etwas nachgoogeln musste.

Letztendlich gebe ich dem Buch 3 Sterne, wenn auch ziemlich gute. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich das Buch zwar mochte - es ist definitiv super für etwas schneller zwischendurch - allerdings definitiv das Gefühl habe, dass da noch etwas geht. Es hat viel Potenzial etwas größeres zu sein als es momentan ist und würde denke ich auch ein paar Seiten mehr vertragen, da es sich für mich angefühlt hat, als hätte man es so nebenbei zum alltäglichen Chaos geschrieben. Das ist aber gar nicht schlimm, da der Autor selber gesagt hat, dass es eigentlich eher ein Testroman war. Dank der guten Resonanz soll Carters Geschichte aber in Zukunft weitergführt werden und ich denke, dass die Chancen gut stehen, dass ich mir diese Teile dann auch noch einmal anschaue.
226 reviews1 follower
March 12, 2018
"Das, was meinen Kontostand füllt, ist richtig." Das ist Carters Grundsatz und macht es ihm ziemlich leicht, zu entscheiden, ob er einen Auftrag annimmt oder nicht. Und das macht ihn bei mir nicht grad sympathisch, aber muss ein Protagonist das sein, um mich zu überzeugen? Nein, er muss authenthisch sein. Und das ist Carter. Er tut, was getan werden muss, und schert sich nicht um Moral. Er ist kalt und effizient.

Und das muss er bei seinem neuesten Auftrag, der ihn quer durch New York führt, auch sein. Auf der Suche nach dem Besitz seines verschwiegenen Auftraggebers sammelt Carter hauptsächlich Informationen, die ihn von einer Gruppe zur nächsten führt. Und nicht alle sind kooperativ, sodass Carters Fähigkeiten immer wieder zum Einsatz kommen müssen. Über Carter selbst erfährt man nur das nötigste. Vielleicht ist die Reihe darauf angelegt, dass man Stück für Stück seinen Charakter aufdeckt, vielleicht aber auch nicht. Ich weiß es nicht. Aber hier im ersten Band bleibt er oberflächlich.

Die Handlung ist aus der Ich-Perspektive von Carter geschrieben und liest sich irgendwie wie ein Bericht gespickt mit den Gedanken von Carter. Es folgt einzig einem roten Faden ohne Auschweifungen und Ausschmückungen. Irgendwie passt es zu Carters Charakter. Allerdings fesselte es mich dadurch nicht so wie andere Thriller. Es ist für meinen Geschmack zu gradlinig. Die große Wendung kommt erst am Ende. Es packte mich nicht, lies mich nicht mitfiebern. Ich machte mir zwar Gedanken, was der verschwundene Besitz wirklich ist. Warum darum so ein Geheimnis gemacht wurde und wer dahinter her ist, aber bis zur Auflösung blieb ich selber genau ahnungslos wie Carter.


Fazit

Der Protagonist ist authentisch und der Schreibstil passt zu dessen Charakter. Klar, direkt, ohne Ausschmückungen. Die Handlung folgt einem roten Faden und ich als Leser wollte wissen, was sich in der gesuchten Kiste befindet. Allerdings fieberte ich nicht mir Carter mit und hätte mir mehr Spannungspunkte gewünscht.
Profile Image for Sandy Nuernberger.
82 reviews2 followers
March 31, 2018
"Mercenary" ist der erste Fall der Carter-Akten und aus meiner Sicht ein gelungener Start. Wunderbar landet man als Leser in der Geschichte. In einer lässigen Art und Weise stellt sich Carter vor und das was er beruflich macht. Die Geschichte ist relativ kurz, aber aus meiner Sicht hätte es gar nicht länger sein müssen. Manchmal liegt in der Kürze die Würze.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Der Autor hat ein Händchen, den Leser an die Seiten zu fesseln. Man möchte quasi gar nicht aufhören zu lesen, um zu erfahren was als nächstes passiert. Gespickt wird das ganze mit einer Prise trockenem Humor. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Carters Sicht.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet. Auch wenn Carter nicht gerade durch seine klare und trockene Art sympathisch rüber kommt, mochte ich seinen humorvollen Charme sehr. Für ihn zählt nur das Geld, dafür macht er fast alles, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber auch er kommt nicht immer glimpflich davon.

Der Autor weiß, wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrecht erhält. Anfänglich hatte ich das Gefühl es wiederholt sich einiges, wie auch Carter selbst:

"[...] Diese Angelegenheit verwandelt sich immer mehr zur Schnitzeljagd, Sir." (Seite 69)

Auf jeden Fall bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben eines Söldners, wie seine Arbeit aufgebaut ist und auch seine Erfahrungen lernt man zu schätzen. Die Geschichte ist eher geradlinig ohne Schnörkel oder Nebenhandlungen drum herum. Natürlich gibt es auch wirklich spannende und für mich als Leser Momente, die mein Herz zum Rasen brachten. Zum Ende wurde ich dann tatsächlich noch überrascht, so dass ich das Buch mit gutem Gewissen beenden konnte.

Fazit:
"Mercenary" ist ein unterhaltsamer Krimithriller, der mich nicht nur einmal zum Schmunzeln bringen konnte. Auf nur wenig Raum gelang es dem Autor mich an die Seiten zu fesseln und auch wenn der Protagonist vielleicht eher stumpf und gerade wirkt, war er mir dennoch nicht unsympathisch. Definitiv eine spannende Geschichte für Zwischendurch.
Profile Image for Mel.
62 reviews
March 26, 2018
Das Cover ist sehr schlicht gehalten und zeigt einen Reisekoffer und Flugtickets die nach New York gehen. Das passt gut zum Buch, da es den Söldner Carter, was natürlich nicht sein richtiger Name ist, für seinen nächsten Auftrag nach New York verschlägt.

Da Thriller grundsätzlich eher nicht so mein Genre sind, ich dem Buch aber dennoch eine Chance geben wollte, war ich anfangs eher skeptisch. Zumal man nicht direkt in die eigentliche Story einsteigt, sondern langsam rangeführt wird in das Leben von Carter. So im Nachhinein gesehen war das garnicht so verkehrt. ;-)

Wir begleiten Carter also nach New York zu seinem nächsten Auftrag, lernen seinen Auftraggeber und dessen Handlanger kennen und folgen dann gemeinsam den Spuren, die uns zu den verschiedensten Menschen und kriminellen Kreisen führen und Carter sein Leben aufs Spiel setzt.

Das Ende konnte dann nicht überraschender sein. Ich jedenfalls habe es so nicht erwartet.

Felix Schreibstil ist super zu lesen und so war es mir möglich die 164 Seiten an nur einem Abend durch zu bekommen. Für mich als nicht sehr schnellen Leser keine Selbstverständlichkeit.

Der Plot war sehr stimmig aufgebaut und ich konnte mich jederzeit in die Situation hineinversetzen, auch wenn es mir nicht möglich war mich persönlich mit dem Protagonisten Carter zu identifizieren. Denn als Söldner kann ich mich selbst nun wirklich nicht vorstellen ;-)

Dennoch hat mich dieses Buch überzeugt und wenn man auch nur ein wenig Krimis oder ähnliche Genres mag, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.
Profile Image for Carmen Vicari.
217 reviews5 followers
April 5, 2018
Carter ist skrupellos. Carter ist käuflich, wenn der Preis stimmt. Carter ist ein Söldner.

Als Carter angeheuert wird, um einen Bankraub aufzuklären und das entwendete Diebesgut wieder zu finden, klingt es zunächst nach einem einfachen, harmlosen Auftrag. Doch Carter ist misstrauisch, denn sein Auftraggeber scheint irgendwas zu verschweigen und Geld scheint keine Rolle zu spielen.

Noch während Carter seine ersten Ermittlungen anstellt merkt er, dass er es mit zwei Dingen zu tun hat: zum einen entwickelt sich die Geschichte zu einer Schnitzeljagd durch New York, zum anderen ist der Auftrag weit gefährlicher als er zunächst annahm. Plötzlich muss Carter um sein eigenes Leben bangen …

Ich kannte den Autor bislang noch nicht und war überrascht, wie schnell ich den Einstieg in die Carter Akten gefunden habe. Flüssig und schnell ging der Auftrag los, Carter lernt man nebenbei kennen und schätzen. Seine Art von Humor entspricht der meinen, auch wenn ich seinen Job nie würde machen wollen.

Die Geschichte ist eine echte Schnitzeljagd, bei der ich froh war, mich ein wenig in New York auszukennen. Lesern, die der Geschichte etwas tiefer folgen möchten, empfehle ich daher, einen Stadtplan von New York bereit zu halten.

An manchen Stellen sind mir kleine Fehler aufgefallen, die ich zwar bemerkt habe, aber das Gesamtbild nur wenig beeinflussen.

Fazit:
Insgesamt hat mir der erste Teil mit dem Söldner Carter sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der schon auf mich wartet.
Profile Image for Eileen.
779 reviews30 followers
May 27, 2017
Mr. Carter ist ein sehr interessanter Charakter, der in eine spannenden Handlung eingebettet wurde. Er ist käuflich und damit beginnt alles. Ich fand sehr gut, dass seine Vorgehensweise sehr schön und ausführlich erläutert wurde. Er handelt jederzeit sehr rational und perfekt und kalt.
Ich mochte die Handlung sehr gerne, weil sie sehr klar strukturiert war und immer wieder neue Gefahren auftauchten, doch leider war mir die Vorgehensweise von Mr. Carter ebenfalls fast zu perfekt. Er nimmt sich was vor, wenn überhaupt wehren sich seine Gegner und schon ist er am Ziel und bekommt die Informationen. Ich hätte mir noch ein paar mehr Hindernisse und vielleicht einen Gegenspieler gewünscht.
Die Atmosphäre und die Location fand ich sehr schön gewählt und auch passend zur Handlung.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, einzig und allein, die zu perfekte Vorgehensweise von Carter stört mich ein wenig und ich hätte mir einen Gegenspieler gewünscht. Sonst ist das Buch sehr zu empfehlen.
Profile Image for Sóley.
127 reviews
April 23, 2018
Ich will gar nicht so viele Worte über das Buch verlieren.

Es ist der erste Münter, den ich gelesen habe. Durch Lesungen des Autors, bspw. bei der Buchmesse oder als Livevideo auf Facebook, kannte ich den Stil allerdings schon ein wenig.

Carter ist ein Söldner, der bei verschiedenen Aufträgen bereits eine Menge Erfahrung sammeln konnte. So fragt er nicht viel nach, als er den Auftrag eines vermögenden, bereits sehr alten Herrn erhält, ihm entwendete Kisten wieder zu beschaffen.

Solange der Preis stimmt, ist Carter bereit.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form durch Carter selbst.
Man ist also nah dran und rätselt mit Carter mit, was es mit dem Fall auf sich haben könnte.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Die Geschichte baut chronologisch auf und ist gut und logisch strukturiert.
Ein gewisser Humor ist trotz der Spannung und einiger Gewaltszenen auch vorhanden und ließ mich einige Male schmunzeln.

Zum Ende wartet das Buch noch mit einigen Überraschungen auf.

Für mich ein kurzweiliges Lesevergnügen, das mich sehr gut unterhalten hat.
Profile Image for Ivan Ertlov.
Author 106 books25 followers
March 2, 2019
Eine rasante Söldnergeschichte, ein erstklassiger Pageturner.
Schnörkellos und gnadenlos spannend geschrieben, treibt die Story den Ich-Erzähler Carter (das ist übrigens nicht sein richtiger Name) durch new York, wo er einem auf den ersten Blick banalen "Wiederbeschaffungsjob" nachgeht. Doch, wie so oft im Leben, ist manches nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Für mich eine neue und spannende Erfahrung - hier werden Nebencharaktere, die nur in einem Kapitel oder einer Szene auftauchen, wirklich nur als Mittel zur Handlung eingesetzt. Kein Tiefgang, kaum Hintergrundgeschichte - und es funktioniert, genau deswegen.

Dafür taucht man umso besser in den Protagonisten ein, und in seine Welt, sein Leben als - ja, als Söldner. Die Recherche, die drinnen steckt, ist bemerkenswert. Jedes Detail sitzt.

Es ist fast unmöglich, dieses (wenn auch etwas kurze) Buch NICHT in einem Zug durchzulesen.
Profile Image for Chantal.
9 reviews2 followers
September 25, 2018
Worum es geht:
Der Söldner Carter wird beauftragt eine aus einem Bankschliessfach gestohlene Kiste wiederzubeschaffen und den Dieben „einen Denkzettel zu verpassen“. Es folgt eine spannende und action geladene Schnitzeljagd durch New York.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist fliessend, passend zum Protagonisten und zieht einen regelrecht ins Geschehen hinein. Ich hatte allerdings ein wenig Probleme mit der Ich-Erzähler Form. Die hat mir Carter nämlich zu emphatisch für eine Söldner wirken lassen. Es ist vielleicht stereotyp, aber ich stelle mir das Innenleben eines Söldners „böser“ vor. Vielleicht hätte mir bei der Figur Carter auch der Beruf Detektiv besser gefallen.
Im großen Ganzen fand ich das Buch sehr spannend und unterhaltsam.
Profile Image for Andraja.
32 reviews9 followers
February 8, 2020
rscheinungsdatum: 06.07.2017

Autor: Felix A. Münter

Seitenzahl: 164 Seiten

ISBN: 978-3959626026

Erhältlich: hier

Klappentext: Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist.
Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner Kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen.
Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist.
"Carter ist übrigens nicht mein richtiger Name." (Cover, Klappenteyt by Papierverzierer Verlag)
Rezension:
Gnadenlos. Tödlich. Käuflich.

Mit Mr. Carter aus seinem Roman „Mercenary“ stellt Felix A. Münter jeden 'Frank Martin' (Protagonist Transporter Filme) in den Schatten. Er arbeitet allein, effizient und für den richtigen Preis auch gegen alle Regeln. Diese Kombination ist ebenso vielversprechend wie Münters Stil selbst. Carters Auftrag wird in einem angenehmen Tempo wiedergegeben, das sich nach und nach gemeinsam mit der Spannung steigert. Dabei trifft der Protagonist immer wieder auf Rückschläge und kalte Spuren, die er mit einer imposanten Leichenspur zu überwinden versucht. Obwohl der aktuelle Auftrag langsam beginnt und seine Zeit braucht, findet sich der Leser plötzlich in einem Konstrukt aus Lügen wieder, die unausweichlich auf eine tödliche Jagd zusteuern.

Mr. Carter (was übrigens nicht sein richtiger Name ist) – seines Zeichens Freiberufler – erhält den Auftrag die Beute eines Banküberfalls zurück zu beschaffen. Für den Söldner ist dies eine ziemlich simple Angelegenheit, die eine großzügige Bezahlung in Aussicht hält. Ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann. Die Hinweise sind aber verwirrend und zeigen ihm ein anderes Bild auf, als dass die Aussagen des Auftraggebers der Wahrheit entsprechen können. Eine Tatsache, über die er hinweg sehen kann, solange der Preis stimmt – Gefahrenzulage inklusive! Denn eines ist sicher: die Gefahrenzulage ist auf jeden Fall nötig.
Die ersten Seiten sind gelesen und eines ist klar: Carter ist berechnend, kühl und in jeder Situation professionell. Er überstürzt nichts und hält sich strikt an den Plan. In der ersten Hälfte des Romans erhält man als Leser dadurch vielleicht das Gefühl, dass sein Auftrag etwas zu glatt verläuft und es mit einem sogenannten „Gary Stu“ Charakter zu tun hat. Doch dieser Eindruck verfliegt innerhalb weniger Momente, als sich das Blatt für Carter plötzlich wendet. Ab diesem Moment kommt man nicht mehr von dem Roman los! Man merkt, dass Carter nicht unbesiegbar ist, und beginnt mit dem 'Helden' mitzufiebern und zu bangen. Sodass man sich schließlich fragt, wer hier eigentlich der 'Böse' ist.

Die Riege der Nebencharaktere ist sehr klein. Hieran merkt man deutlich, dass Carter ein Einzelgänger ist. Abgesehen von seinen Auftraggebern und den Leichenbergen, die er hinterlässt, gibt es kaum jemanden, der dem Protagonisten nahe steht. Die einzige Ausnahme bildet die Ärztin Joan Ulanski – eine alte Freundin Carters, die sich im Geschäft auskennt.
Betrachtet man diese Umstände, ist er überraschend, dass die Umwelt weder leer noch trist wirkt. Nicht jeder Roman ist dafür geschaffen, sich voll und ganz auf seinen Protagonisten zu fixieren. Doch in Kombination mit Carters Hintergrund, war es die perfekte Entscheidung.

Bewertung:
Obwohl ich Actionfilme, Thriller und dergleichen liebe, schafft es leider nicht jedes Buch dieser Genres mich auf seine Seite zu ziehen, da es immer wieder eine Gratwanderung zwischen Klischees und ereignisloser Handlung ist.

Doch allein die Tatsache, dass Münter diese unglaublich gelungene Ich-Erzähler Perspektive so gekonnt nutzt und man selbst somit ebenso wenige Informationen, wie der Protagonist erhält, kann man die Handlung nur schwer vorhersehen und wird immer wieder überrascht. Auch das 'Ziel' der Handlung blieb daher beinahe bis zum Ende verborgen und man musste sich blind auf Carters Erzählungen verlassen.
Der Anfang hat es mir hingegen etwas schwer gemacht, da mir der Protagonist (wie bereits erwähnt) zu perfekt erschien und die Handlung durchaus etwas mehr Action hätte vertragen können. Deswegen hoffe ich umso mehr, dass der zweite Teil der Carter-Akten genau so gewaltig weiter macht, wie “Mercenary“ geendet hat, da ich das Buch ab der zweiten Hälfte förmlich verschlungen habe.

Wer also auf einen tollen Stil und unvorhersehbare Ereignisse hofft, ist bei „Mercenary“ ebenso goldrichtig, wie Fans von Actionfilmen mit Badass Charakteren. Ein klares Must-Read!

9/10 bzw. 4,5/5 Sterne
★★★★★★★★★☆

PS
Wenn ihr mehr zu den Carter Akten wissen wollt, schaut auf Instagram nach den Hashtags #carterakten #mercenary und #papierverzierer. Dort findet ihr nämlich Beiträge zur Carter Aktion des Papierverzierer Verlags, wo ich und einige andere in der Rolle von zugeteilten Charakteren einen weiteren Fall Carters zu lösen versuchen. Ihr könnt gern mit rätseln!
Profile Image for Beate Werum.
1,153 reviews8 followers
April 21, 2018
Guter Auftakt der Carter-Akten.Lässt sich locker lesen und durch die überschaubare Seitenanzahl ist man schnell durch. Ich werde auf jeden Fall die nächsten Teile noch lesen.
Profile Image for Diane Weyrich.
350 reviews3 followers
May 1, 2018
Der Autor Felix A. Münster weiss ganz genau wie er seine Leser fesseln kann :)

Der mich kennt, der hat schon mitbekommen, dass ich ein paar von seinen Werken gelesen und rezensiert habe. Auch diesmal wurde ich auf keinen Fall enttäuscht. Von Anfang an super spannend.

Das Buch ist nicht zu dünn und auch nicht zu dick, genau nach meinem Geschmack. Der Schreibstil ist wie immer, sehr flüssig und leicht in meinen Augen.

Ich danke dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar und möchte bei dieser Gelegenheit erwähnen, dass dies auf gar keinen Fall meine Meinung beeinflusst hat! 

Ich finde es gut, dass es noch weitere Bände von der Carter-Akten gibt, denn irgendwie konnte ich nicht genug kriegen. Daher werde ich demnächst den 2. Band lesen :)
Profile Image for Claudia Stadler.
913 reviews10 followers
April 23, 2017
Der Thriller "Mercenary" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2017 im Papierverzierer Verlag.

Carter, bekommt von Mr. Maryland einen gut bezahlten Auftrag als Söldner, den Diebstahl auf die Schließfächer der Haven-Bank aufzuklären. Zwar erfährt er nicht, was in den Schließfächern sich befunden hat, aber da der Auftrag gut bezahlt wird, sagt Carter zu und befindet sich sofort in Mitten von Mord, Totschlag und Korruption.

Dem Autor gelingt es einen ganz speziellen Thriller zu zaubern, denn bereits ab der ersten Seite, ist dieses Buch spannend und wirklich ein Pageturner. Man will unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht, welche Probleme und Bosheiten noch versteckt werden. Auch der Hauptprotagonist ist ein sympathischer Kerl, welcher mit seinem nicht alltäglichen Beruf als Söldner sein täglich Brot verdient.
Carter, der eigentlich gar nicht so heißt, sondern oft mit Decknamen arbeitet, fällt sofort als zielstrebig und selbstbewusst auf. Man hat das Gefühl, dass er das Leben im Griff hat und sich nicht unterkriegen lässt. Allerdings so kommt es einem auch als Leser vor, verliert er immer mehr die Zuversicht den Fall wirklich lösen zu können, denn viele verschiedene Organisationen sind ihm bei seiner Hatz durch New York auf den Fersen. Aber Carter ist nicht einer, der klein beigibt, er kämpft und arbeitet.
Das Buch hat einen angenehmen Sprachstil und die Wortwahl macht die Geschichte spannungsgeladen, hitzig und interessant. Man kann mit dem Hauptprotagonisten durch die Geschichte stürmen und sich trotzdem Gedanken machen, wie es weitergeht. Viele Wendungen und Überraschungen verfolgen unseren Hauptprotagonisten, welche seht interessant und spannend sind.

Ein absolutes Muss für jeden Thrillerfan. Begeben Sie sich mit Carter nach New York und lösen Sie den Fall mit ihm.
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