Eine Ordensschwester wird mit einem Aschenkreuz auf der Stirn tot in der Solothurner Einsiedelei aufgefunden. Die Spur führt die Ermittler zu einer obskuren katholischen Gemeinschaft, die Beziehungen zu rechtsextremen Kreisen pflegt. Kantonspolizist Dominik Dornach und Staatsanwältin Angela Casagrande versuchen die Fäden zu entwirren—und kommen dabei einem mörderischen Komplott auf die Spur. . . .
++ Was haben eine katholische Sekte und eine rechtspopulistische Partei gemeinsam? [#2 - Dornach & Casagrande]
>> Triggerwarnung: Die Geschichte behandelt Themen mit pädosexuellem und kirchlichem Missbrauch
Das ist der 2. Band der Solothurn-Reihe und man kann ihn gut ohne Vorkenntnisse lesen, aber für das bessere Verständnis empfehle ich trotzdem, diese Reihe chronologisch zu lesen, weil vor allem im privaten Bereich vieles aufeinander aufbaut.
Die Handlung ist recht breit angelegt und es gibt neben der Krimihandlung auch einige private Handlungsstränge, die relativ viel Raum einnehmen. Staatsanwältin Angela Casagrande schwankt z.B. mit ihren Gefühlen zwischen Dominik Dornach und ihrer Geliebten Ines. Dornachs Tochter Pia lernt den jungen Migranten Rafik kennen und wird mit den Problemen der Asylsuchenden und den politischen Gegenkräften konfrontiert.
Bei den Ermittlungen gibt es erst zwei Fälle, die dann aber parallel laufen, weil es ein paar Verbindungspunkte gibt. Nacheinander gibt es Mordopfer, denen mit einer Spritze Luft in die Vene injiziert wurde. Irgendjemand arbeitet eine Todesliste ab und das Motiv ist lange unklar. Jana Cranach arbeitet sich in ihrem neuen Posten bei Europol ein und einer ihrer Fälle hat das gleiche Muster, wie die Solothurner Mordfälle.
Mir gefällt diese Reihe sehr gut, weil die Bücher spannend und fesselnd geschrieben sind und immer gesellschaftskritische Themen mitverarbeitet werden.