Unverträglichkeiten erkennen und heilen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten spitzen sich oft im Laufe des Lebens zu, wenn man sie missachtet. Jeder 10. Betroffene erkrankt irgendwann in einer Weise, dass er seine Ernährung konsequent umstellen muss. So erging es auch Nathalie Gleitman, der jungen deutsch-israelischen Marketing-Studentin und lebensfrohen Globetrotterin mit wechselnden Wohnsitzen in München, London und Tel Aviv. Aber auf alles einfach zu verzichten, kam für sie nicht infrage. Also setzte sie sich daran, aus der Not eine Tugend zu machen und aus gut verträglichen Lebensmitteln leckere, abwechslungsreiche Rezepte zu entwickeln, die zu ihrem Lifestyle passen und im Alltag Spaß machen. Ich habe diese Einschränkung gebraucht, um eine unglaubliche Vielfalt neu zu entdecken. Für mich war das ernährungstechnisch ein Glücksfall.
Ihre schwerwiegenden Beschwerden waren bereits nach wenigen Tagen abgeklungen. Schnell verbreiteten sich diese Nachrichten in den sozialen Medien. Unzählige Menschen baten sie plötzlich um ihre Hilfe und Rezepte. Den Betroffenen wieder Beschwerdefreiheit und vor allem Lebenslust zurückzugeben, war genau ihr Ding. Kurz entschlossen beendete sie ihr Studium mit dem Bachelor und sattelte konsequent um. Für ihr erstes Buch hat sie über 100 Rezepte entwickelt, die bei Histamin-, Gluten- oder Laktose-Intoleranz schnell helfen. Verschwinden die Beschwerden auch bei Ihnen bereits innerhalb weniger Tage, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine mögliche Unverträglichkeit als Ursache ungeklärter Beschwerden.
„Happy Healthy Food. Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen“ hat auf mich einen guten Eindruck gemacht: viele spannende, leckere Rezepte, tolle Bilder. Das Buch ist in zwei Segmente aufgeteilt. Zunächst erzählt Natalie Gleitman ihre Geschichte und wie sie zur Diagnose kam: Histaminintoleranz, Gluten- und Laktoseunverträglichkeit. Hier wird eine Liste der Lebensmittel aufgeführt, die man bei Histaminintoleranz nicht zu sich nehmen darf. Tomate, Aubergine, Schokolade, Soja, Kaffe, Alkohol, uvm. gehören dazu. Natalie schreibt auch, welche Symptome typisch bei Intoleranzen sind und wie man sich zu Hause testen kann. Eine durchaus nachvollziehbare Methode, die allerdings mit viel Disziplin verbunden ist. Sehr gut fand ich, dass Natalie auch empfiehlt, wie man mit Intoleranzen umgeht, auch wie man sich als Gast verhält, wie man sich auf Flugreisen, in stressigen Phasen verhält. Dos and Don’ts und eine Liste der Lebensmittelfavoriten bei Gemüse, Obst, Nüssen, laktosefreien Milchprodukten, etc. runden den „theoretischen“ Teil von rund 25 Seiten ab. Auf den drauf folgenden rund 212 Seiten finden sich spannende Rezepte, in sechs Themen aufgeteilt: Breakfast, Snacks, Fresh Salads, Healthy Sweets, Quick and easy Mains, Cooking for friends and family. Gleich zu Anfang, bei Smoothies, gab es interessante Kombinationen, wie z.B. Blaubeer-Grünkohl, Mango-Kirsch unter Zugabe von Kokoswasser und paar andern Zutaten. Das setzte sich auch bei weiteren Rezepten fort: Chia-Pfirsich-Muffins, Saftiges Süsskartofel-Kokos-Brot, Herzhafte Grünkohl- Pancakes mit Quinoa, etc. Sehr oft sind es vegane oder vegetarische Gerichte. Aber es gibt auch einige Rezepte mit Fleisch und Fisch: Paniertes Kokoshuhn mit Mango-Couscous, Lachs auf Gemüsebett, Grünes Thai-Curry mit Hähnchen, usw. Tolle Food-Fotos sind gleich bei den Rezepten dabei und laden zum sofortigen Nachkochen/backen ein. Es gibt einige Rezepte zum Backen von Riegel (Apfel-Zimt), Cookies (Kokos-Blaubeere), Muffins (Quinoa-Mais) und Kuchen (Pfirsich-, Apfel), etc. Wenn man also Intoleranzen hat, wird man hier fündig. Die Rezepte sind meist sehr einfach zuzubereiten: oft in einem Blender und/oder per Hand zusammenrühren. Fleisch/Fischgerichte mit Gemüse dauern entsprechend etwas länger, aber immer noch ganz easy, auch ein Anfänger kann sie gut bewältigen. Dadurch, dass alles frisch, aus hochqualitativen Zutaten zubereitet wird und die Kombinationen prima gewählt sind, schmeckt es auch lecker und so ganz anders als sonst. Für ungeübte Gaumen, wenn man z.B. Fast-Food und Fertiggerichte mit Geschmacksverstärkern gewohnt ist, wird es ggf. etwas ungewöhnlich, zu ehrlich und „zu gesund“ schmecken. Aber es lohnt sich auszuprobieren. Was einen Stern Abzug eingebracht hat: Die Quellen habe ich vermisst. Im ersten Teil wird aufgeführt, dass so und so viel Prozent der dt. Bevölkerung an Intoleranzen leidet. Quelle? Manche Zutaten wiederholen sich sehr oft. Fast in jedem Rezept findet man Kokos in irgendeiner Form: ob Raspel, Milch, Wasser oder als Öl. Quinoa und Hafer (glutenfrei) sind auch sehr oft dabei. Da kam oft die Frage nach Alternativen auf. Kalorienangaben und Eiweiß-, Kohlenhydraten-, Fettanteile pro 100gr habe ich vermisst. Aber sonst fand ich das Buch sehr gut, auch weil es einen zum Experimentieren und zum Selbst-Rezepte-Zusammenstellen und zum Besser/gesünder-Essen inspiriert. Paar Lebensweisheiten (auf Englisch) hier und dort tun dem Buch auch ganz gut. Das Buch hat auch handliches Format, passt ins jede Kochregal: 19,5x 24,5 x3cm. Fester Einband, schön gebunden. Es wiegt 1120gr.
Fazit: Ein schönes Buch voller veganer und vegetarischer Rezepte. Nicht vegane Rezepte lassen sich schnell in vegane umwandeln: ein Ei lässt sich oft durch paar Löffel Apfelmus ersetzen. Wenn man Intoleranzen hat oder einfach was anderes ausprobieren möchte, ist „Happy Healthy Food“ eine gute Adresse.
Das Kochbuch ist gut strukturiert und schön gestaltet. Das vegane Gerichte noch einmal extra gekennzeichnet sind, finde ich super und erleichtert auch den Überblick. Aber, es gibt meiner Meinung nach etwas zu wenig Hauptgerichte für mittags und abends. Außerdem hätte ich noch ein Kapitel mit Gerichten, die auch gut mitgenommen und unterwegs oder im Büro gegessen werden können.
Die Rezepte sind auch für Kochlaien verständlich geschrieben und die angegeben Zubereitungszeiten konnte ich bei allen nach gekochten Rezepten auch einhalten; meistens sogar unterbieten. Doch auch hier ein kleines Manko: In den Rezepten mit Kartoffeln gibt es keine Angabe, welche Eigenschaften die Kartoffeln haben sollten.
Was mich auch etwas stört ist, dass bei vielen Gerichten mit Kokosprodukten gearbeitet wird. Ich mag das zwar, aber nicht ganz so oft. Positiv zu bewerten ist jedoch, dass mit relativ wenigen speziellen Nahrungsmitteln, wie z.B.: Teffmehl, gearbeitet wird. Es gibt zwar ein paar, aber nicht so viele, wie ich bei einem Kochbuch zur Ernährung bei Intoleranzen erwartet hätte. Die Autorin beschränkt sich auf ein paar wenige, diese benutzt sie diese dann in verschiedenen Rezepte. Wer viele Rezepte aus dem Buch ausprobieren möchte, muss sich also nicht erst dutzende neue Lebensmittel kaufen, die dann im Schrank vergessen werden. Leckere Rezepte für Menschen mit Intoleranzen
Sehr gut fand ich, dass sich der Inhalt des Kochbuch nicht nur alleine auf Rezepte stützt, sondern auch noch die persönliche Geschichte der Autorin erzählt wird. Vor allem, wie sie aus dem „Schicksalsschlag“ für sich etwas positives formt.
Das ist ein schönes Kochbuch vor allem für Menschen mit den aufgezählten Intoleranzen. Und genau deshalb stört mich der Titel sehr. Denn „Happy Healthy Foods“ suggeriert in diesem Kontext, dass es gesünder wäre sich histaminfrei, glutenfrei und laktosefrei zu ernähren. Was eben nur der Fall bei einer Intoleranz ist. Davon abgesehen, dass ich im allgemeinen den Begriff „gesund“ bei der Ernährung total fehl am Platz empfinde.
Alles im allen, ein sehr schönes Kochbuch aus dem ich auch einige Rezepte in meinen Alltag übernehmen werde.
Das Buch, welches doch als Kochbuch angepriesen wird, hat mich nur teilweise überzeugen können.
Auf der einen Seite hätte man sich entscheiden sollen, ob man nun ein Kochbuch mit gesunden Rezepten aufbereitet oder ein Kochbuch für Allergiker. Denn nicht zwangsweise ist zB histamin- oder laktosefreies Essen gesund. Das sollte jedem bewusst sein.
Desweiteren sind auch viele Informationen enthalten, wie die Autorin zu dem Buch gekommen ist - wie bei ihr Allergien von heute auf morgen entstanden sind. Dieser Teil des Buches wurde in meinen Augen für ein Kochbuch viel zu sehr ausgeschmückt.
Die Rezepte selber finde ich okay... teilweise etwas unpraktisch, und aufwendig (insbesondere das besorgen der Zutaten), teilweise aber auch ein Anstoß um sich neue Ideen zu holen. Die Qualität der Rezepte ist aber durchaus gut gelungen.
Im Großen und Ganzen muss ich aber sagen, dass ich etwas enttäuscht bin, un mir mehr von dem Buch erwartet hätte.
Vorneweg muss ich gestehen, dass ich null Unverträglichkeiten habe. Bei einer anderen Rezension steht, dass "histaminfrei" als Werbeaufhänger falsch ist, weil ... (Solltet ihr selbst lesen, falls ihr betroffen seid, auf Lovelybooks unter "Milapferd".) Mir persönlich geht es grundsätzlich um neue, interessante und bevorzugt gut schmeckende Rezepte, wenn die auch noch supergesund sind, um so besser.
Die Autorin nutzt einen Teil des Buches, um zu erklären, wie sie überhaupt darauf kam, ihre Rezepte zu entwickeln. Noch total jung bekam sie quasi über Nacht Unverträglichkeiten, die sich auf alles Mögliche bezogen, doch statt zu verzweifeln, dachte sie darüber nach, WAS sie essen durfte und kreierte damit und daraus Rezepte für Frühstück, Snacks, Mittag, eigentlich für alle Gelegenheiten. Sehr oft hat sie diese Rezepte dann variiert, einmal in der glutenhaltigen und einmal in der glutenfreien Variante, was ziemlich spannend ist (für mich als Laien), weil mir solche Sachen gar nicht bewusst waren.
Aber zu den Rezepten. Tatsächlich steckt das ganze Buch voller Zettel, die auf den Seiten herausragen, wo ich Rezepte probiert habe oder auf jeden Fall noch testen will. Bis jetzt waren es elf - was nicht so viel ist, wie es klingt, weil extrem viele süße Sachen dabei waren wie Chiapudding, Muffins, Müsliriegel, Dattelpowerkugeln und ähnliches. (Jetzt kennt also auch jeder meine Schwäche - sweet tooth. ^^) Die entstandenen Essen waren nicht alle superlecker, aber auf jeden Fall immer interessant. Für mich habe ich beschlossen, dass ich nichts mag, wo Chiasamen enthalten sind, komisches Zeug.
Von der Qualität der Rezepte bin ich durchaus überzeugt, aber ... Das muss man wissen: Offenbar werden Leute mit Unverträglichkeiten extrem abgezockt. Viele Zutaten sind sehr teuer, vor allem, da sie ja auch immer nur in Kleinstmengen angeboten werden. Ob das jetzt Macadamia-Nüsse, Hanfmehl, Blütenzucker, Wachteleier oder Erdmandelcreme ist, so wirklich leicht zu stemmen ist das auf Dauer nicht. Das mag für ein Mädchen aus reichem Haus wie Nathalie Gleitman gut zu packen sein, für die tägliche Umsetzung anderer Betroffener sehe ich große Probleme.
Eine spannende Reise in die Welt der Histamin-, Gluten- und Laktosefreien Gerichte aus Nathalies Cuisine. In diesem Buch gibt es Happy Healthy Food in den Kategorien „Breakfast“, „Snacks“, „Fresh Salads“, Healthy Sweets“, „Quick and Easy Mains“ und „cooking for friends and family“.
Als Erstes muss ich zugeben, dass mir die Autorin einfach wahnsinnig symphytisch ist. Im Einführungsteil gibt Nathalie allgemeine Information zu Histaminunverträglichkeit. Durch ihre persönliche Geschichte, ihre Tipps und Tricks wirkt dies aber gleich viel weniger beunruhigend als in einem Fachbuch. Die Autorin hat eine wahnsinnig positive Einstellung und vermittelt durchgehend, dass eine Ernährungsumstellung zu schaffen ist.
Bei den Rezepten hätte ich mir eine andere Schwerpunktsetzung erhofft. Snacks oder die Healthy Sweets nehmen einen großen Teil des Buches ein. Es gibt mehrere Rezepte für Riegel zum Mitnehmen. Außerdem muss ich zugeben, dass mich die Salatrezepte nicht überzeugt haben, Salat kann ich auch ohne dieses Buch histaminfrei zubereiten! Mir fehlen einfach die Hauptgerichte. Im hinteren Teil des Buches gibt es zwar noch einige Rezepte. Aber ehrlich gesagt, länger eineinhalb Wochen komme ich da nicht über die Runden, bevor ich wieder von vorne anfangen müsste. Ich hätte mir wirklich mehr Fokus auf Hautgerichte gewünscht. Es gibt regelmäßig Doppelseiten mit Sprüchen wie „If you can dream it, you can do it“ und einem Foto von Nathalie. Diese hätte man sich wirklich sparen können. Die Sprüche sind unpersönlich und nehmen unnötig Platz ein, den man hätte besser nutzten können.
Ein ganz wichtiger Hinweis: In jedem zweiten Rezept kommt Kokos vor. Ich mag den Kokosgeschmack ziemlich gerne, mein Freund allerdings weniger und da kamen dann schon einige Beschwerden. Ansonsten hält sich die Zutatenliste wirklich im Rahmen. Die meisten Sachen sind einfach zu finden und Leute, die sich gesund ernähren, dürfen wohl einiges sowieso schon im Haus haben. Vollkommen histaminfrei zu kochen ist natürlich eine Umstellung in der Küche aber durchaus zu schaffen!
Was mir an diesem Buch wahnsinnig gut gefallen hat, sind zum einen die tollen Fotos von den Gerichten, das Layout und die Gestaltung des Buches. Das Buch macht sich hervorragend in der Küche! Die zusätzlichen Infos zu jedem Gericht sind interessant und machen gleich noch viel mehr Lust zum Loskochen. Die Anweisungen sind gut verständlich und die angegebenen Zeitangaben sind realistisch!
Es gibt zu diesem Buch einen Mengenrechner im Internet, mit dessen Hilfe man sich die ideale Portionsgröße bestimmen lassen kann. Ich habe diesen Rechner nicht genutzt. Ehrlich gesagt ist es mir zu aufwendig zusätzlich zum Kochbuch auch noch im Internet alles umrechnen zu lassen. Aber es sei erwähnt, dass es diese Möglichkeit gibt.
Mein Fazit: Dieses Buch ist für Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit einfach nur motivierend und kann das eigene Rezeptrepertoire super ergänzen. Aber auch für alle anderen ist es eine tolle, gesunde Ergänzung im alltäglichen Speiseplan. Es gibt eher weniger Hauptgerichte dafür aber gute Rezepte für Snacks. Meine absoluten Lieblingsgerichte aus diesem Buch sind die Apfel-Zimt-Riegel, die Quinoa Patties, der Tortilla Wrap und der Bikini Burger. Aber ich bin noch fleißig am Kochen – es werden bestimmt noch mehr Lieblingsrezepte im Laufe der Zeit.
Ich habe ein kostenloses Exemplar dieses Buches im Austausch für eine ehrliche Bewertung erhalten.
Zunächst einmal muss ich leider sagen, dass mich dieses Kochbuch nicht überzeugt hat und ich mir einiges mehr erhofft hatte.
Die Aufmachung und Gestaltung des Buches ist wirklich sehr schön. Der Einband ist sehr hart und robust und auch die Seiten sind sehr fest. Es sind auch sehr viele Fotos enthalten, die mir gut gefallen. Jedoch waren es nach meinem Geschmack ein wenig zu viele selbstdarstellerische Bilder, die eher an einen Instagram Account anstatt an ein Kochbuch erinnern.
Die einführenden Seiten sind durchaus hilfreich, wenn auch sehr umfangreich.
Die Rezepte sind aufgeteilt in Breakfast, Snacks, Fresh Salads, Healthy Sweets, Quick and easy Mains and Cooking for Family. Diese Aufteilung finde ich gelungen. Auch die Rezepte an sich sind nett anzusehen und es macht Spaß durch das Buch zu blättern. Aber zum Nachmachen sind die Rezepte nicht für Jedermann geeignet. So gut wie in jedem Rezept sind Zutaten vorhanden, die man nicht Im Supermarkt um die Ecke holen kann geschweige denn Zuhause hat. Auch hier erinnert es wieder an ein Instagram Profil. Hauptsache gut aussuchen, das Praktische für den Alltag bleibt da auf Strecke.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Rezepte zu "fancy" sind und nicht alltagstauglich. Es ist ganz nett das Buch Zuhause zu haben, aber selber kaufen würde ich es mir nicht. Somit spreche ich keine Kaufempfehlung aus.