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Humanistische Okonomien Des Wissens (Zeitsprunge)

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Wenn von humanistischen Bildungsidealen die Rede ist, ist damit haufig die Vorstellung von Bildung als Selbstzweck oder als Wert an sich verbunden. Selbst wenn angesichts aktueller Bildungs- und Studiengangreformen immer haufiger die Okonomisierung von Bildung und Wissen debattiert wird, impliziert dies in der Regel, dass Bildung und Okonomie idealerweise getrennt, die Bildung den Gesetzen des Warentausches und Marktes entzogen sein sollte. Die Frage nach dem Wert des Wissens charakterisiert indes das humanistische Projekt bereits in seinen Anfangen in der fruhen Neuzeit. Es sind die Humanisten, die Wissen zum Gegenstand und Medium der Autorisierung und Professionalisierung machen; fur sie gilt es daher, seinen Wert 'an sich' zu profilieren, wahrend dieser Wert zugleich in Abhangigkeit von seinen pragmatischen Kontexten begriffen wird. Die Okonomien des Symbolischen werden daher auch uber die materielle Sphare des Warentausches hinaus zum Problem, das nicht nur Fragen des Erwerbs und der 'Vermarktung' humanistischen Wissens, sondern auch textuelle Praktiken der An-, Ent- und Umeignung antiker Traditionen betrifft. Die in den Beitragen dieses Bandes dargestellten Austauschprozesse zwischen Wissen, Macht und Okonomie kennzeichnen symbolische und kulturelle Prozesse weit uber die fruhe Neuzeit hinaus.

250 pages, Paperback

Published November 1, 2017

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