Im Sommer 1972, in dem die Amerikaner Nordvietnam bombardieren, bereitet Ernst, der sich nach seinem Idol von den Rolling Stones Mick nennt, mit seinen Freunden im Strandbad den Sturz des Establisments vor. Während sein Vater mit Schweißarbeiten in der Garage beschäftigt ist und seine Mutter die Tiefkühltruhe zum Bersten anfüllt, hat sein Großvater die Schnapsflaschen im Keller und den Hund des verhassten Nachbarn im Visier. Mick, der eigentlich Ernst heißt und für die Französisch-Nachprüfung lernen sollte, versucht seinem Idol von den Rolling Stones nachzueifern. Zwei bislang im Bad noch nie gesichtete Mädchen sorgen für Aufregung, doch letztlich klappt nichts so richtig und dieser Sommer endet schließlich nicht nur für Candy, den jüngsten der Freunde, mit einer Katastrophe. Kurt Palm erzählt, wie lange ein Sommer in der Provinz in Österreich sein kann und wie kurz und unerbittlich das Leben - schräg, brilliant, irrwitzig, unterhaltsam und grenzgenial.
Ab der Hälfte eindeutig besser, nachdem anfangs der Protagonist eher nervte und einige Gags ein bisschen schal waren. Der Protagonist ist natürlich trotzdem ein Arsch, aber in der zweiten Hälfte liest sich das einfach besser/interessanter. Die Szenen aus dem Familienalltag und -urlaub sind obendrein ganz wunderbar.
ENDLICH!!!!! Das ist das Buch, nach dem ich dieses Jahr so lange gesucht habe. Das Buch, wegen dem ich mir gewünscht habe, dass die Bahnfahrt noch ein bisschen länger dauert. Das Buch, das auch meine Sitznachbarn amüsiert hat, weil ich zwischenzeitlich so lachen musste. Das Buch, das ich mir schon ewig kaufen wollte, weil das Cover so cool ist („Hardcover sind immer so teuer!!“)
Eine herrliche Geschichte über eine Jugend im Österreich der 70er Jahre. Wunderbar erzählt, locker, flockig, man sehnt sich beim Lesen nach den Schulferien mit Freunden im Freibad und Urlaub mit den Eltern. Für Ösis vielleicht sogar noch netter 😊.