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Plato the Myth Maker

The word myth is commonly thought to mean a fictional story, but few know that Plato was the first to use the term muthos in that sense. He also used muthos to describe the practice of making and telling stories, the oral transmission of all that a community keeps in its collective memory. In the first part of Plato the Myth Maker, Luc Brisson reconstructs Plato's multifaceted description of muthos in light of the latter's Atlantis story. The second part of the book contrasts this sense of myth with another form of speech that Plato believed was far superior: the logos of philosophy.

Gerard Naddaf's substantial introduction shows the originality and importance both of Brisson's method and of Plato's analysis and places it in the context of contemporary debates over the origin and evolution of the oral tradition.
"[Brisson] contrasts muthos with the logos found at the heart of the philosophical reading. [He] does an excellent job of analyzing Plato's use of the two speech forms, and the translator's introduction does considerable service in setting the tone."—Library Journal

188 pages, Unknown Binding

First published November 25, 1982

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About the author

Luc Brisson

78 books5 followers
Luc Brisson is director of research at the Centre National de la Recherche Scientifique in France.

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Profile Image for A YOGAM.
3,012 reviews25 followers
November 7, 2025
Platon-Regal
Trotz Platons berechtigter Kritik an der Schrift, wie er sie im „Phaidros“ darlegt, bleibt sie ein mächtiges Werkzeug des Denkens. Dort legt er Sokrates die Warnung in den Mund, die Schrift sei ein trügerisches pharmakon – Heilmittel und Gift zugleich: Sie stärke nicht das Gedächtnis – das wahre, innere Verstehen –, sondern erzeuge nur ein äußeres Erinnern und damit Scheinwissen. Ein geschriebener Text ist starr; er kann auf Fragen nicht antworten, sich nicht gegen Missverständnisse wehren und „treibt sich überall herum“, auch bei jenen, die ihn nicht verstehen. Platon sah in ihr daher nur ein „schwächeres Abbild“ des lebendigen, beseelten Gesprächs. Und doch liegt in diesem Abbild eine eigentümliche Macht: Die Schrift bewahrt, was das Gedächtnis zu verlieren droht, und erlaubt, Gedanken über Zeit, Raum und Generationen hinweg zu teilen.
Meine Vorfahren konnten weder lesen noch schreiben, und doch trugen sie Geschichten, Wissen und Gefühle in Liedern und Erzählungen – ihre Stimmen zogen wie Fäden durch die Zeit. Sie waren Hüter einer lebendigen, atmenden Tradition. Ich stehe zwischen diesen Welten: der mündlichen Überlieferung, die ich ehre, und der schriftlichen Reflexion, in der ich lebe. Vielleicht ist mein Schreiben nichts anderes als der Versuch, beiden gerecht zu werden – der flüchtigen Glut des gesprochenen Wortes und der stillen Glut der Schrift.
In den vergangenen siebenundvierzig Jahren habe ich unzählige Bücher gelesen – große Werke und solche, die kaum Beachtung fanden. Sie bilden den reichen Fundus, aus dem ich nun schöpfe. Denn ich habe beim Lesen stets annotiert – Randbemerkungen, Gedanken, kleine Spuren eines langen Zwiegesprächs mit den Toten und den Lebenden. Viele dieser Werke möchte ich nun würdigen; nicht weil sie vollkommen sind, sondern weil sie aufrichtig versuchen, etwas Wahres auszusprechen. Manche Bücher öffnen sich schon mit ihrem Titel – wie eine Tür in einen noch ungedachten Raum. Ein Wort, ein Klang, kann genügen, um etwas in uns zum Schwingen zu bringen. Selbst zweitrangige Werke können Funken schlagen, wenn sie zur rechten Zeit auf einen offenen Geist treffen.
Der Anlass, diese alten Annotationen nun „aus der Mottenkiste“ zu holen und die Bücher im Rahmen einer solchen Würdigung vorzustellen, ergab sich eher zufällig: Erst im November 2024 erfuhr ich durch meinen Sohn – der wiederum von seiner Schwester darauf gebracht worden war – von der Plattform Goodreads. Seither öffnet sich mir diese „digitale Mottenkiste der Leseratten“, in der jede Rezension ein Zettel im unendlichen Zettelkasten des globalen Lesens ist. Ich blättere darin wie in einem imaginären Archiv der Menschheit, in dem jeder Eintrag, jede Notiz, ein Flüstern aus einer anderen Zeit ist. Ich habe dort begonnen, Spuren zu hinterlassen – nicht um zu urteilen, sondern um zu danken. Denn jedes Buch, das ehrlich geschrieben und aufmerksam gelesen wird, fügt dem großen Gespräch der Menschheit eine eigene, unverwechselbare Stimme hinzu.
Es ist das Fundament dieser Bibliothek und wohl auch der gesamten abendländischen Philosophie, die Alfred North Whitehead einmal als „eine Reihe von Fußnoten zu Platon“ bezeichnete. In diesem Regal stehen die Dialoge selbst – Politeia, Phaidros, Symposion, Sophistes, Theaitetos – wie Stimmen eines fortwährenden Gesprächs, das über Jahrtausende hinweg wirkt.
Daneben lagern Bücher über ihn: Exegeten, Historiker, Kommentatoren, die versuchen, seine Gedanken zu erklären, zu deuten oder zu hinterfragen. Manche streiten, andere feiern; manche beleuchten Details, andere öffnen neue Horizonte. Zusammen bilden sie ein dichtes Netz, in dem das Denken Platons immer wieder aufscheint, nachklingt und neue Resonanzen erzeugt.
Die Regale dokumentieren meine über 4000 Bücher – meine persönliche Topographie des Lesens und Denkens. Was sind schon viertausend Bücher in achtundvierzig Jahren, wenn weltweit jedes Jahr rund 1,79 Millionen neue Bücher erscheinen? Diese Zahl relativiert meine Leseleistung, nicht jedoch die Bedeutung der Gedanken, die in den Büchern dieser Regale nachhallen.
3 reviews
February 17, 2019
Anyone interested in how myth and stories, oral tradition, writing, legislation, democracy and argumentation (logos) relate to each other in Plato’s thought and in interpretations of it, should read this book. Plato’s own views of these matters are scattered in his different dialogs but this book draws his different views together and gives an interesting commentary on Plato’s thought about myth and argumentation.
Profile Image for Nikki.
358 reviews14 followers
March 27, 2011
Was required to read just chapters 7-11 for my Myth & Philosophy class. I really felt like if I had read EVERYTHING by Plato, the text would have resonated more with me. Did give a good overview though of both Plato's & Aristotle's view of myths, and of the difference between mythos & logos.
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