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Peking Opera Painted Faces

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Origin, facial colors, types, symbolic meanings and make-up techniques of painted faces. With 272 photos and notes.

142 pages, Paperback

First published December 1, 1997

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Menglin Zhao

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Profile Image for Helmut.
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January 18, 2015
Das geheimnisvolle Gesicht
Schrilles Gekreische, monotone, klirrende Musik, Geschepper, quietschendes Gefiedel. Peking-Oper ist so ein typischer "acquired taste", denn erstmal ist man abgeschreckt, dann verwundert, und je länger man sich damit beschäftigt, umso begeisterter wird man.

Ein besonderes Faszinosum für mich ist der Unterschied zwischen extremem Reduktionismus, was Kulissen angeht - meist spielen die Darsteller vor einem einfachen Vorhang, selbst einfachste Möbelstücke werden durch Körpersprache inszeniert - und üppiger Opulenz, was Kostüme, Masken und Gesichtsbemalung angeht. Für viele sind die Gesichtsbemalungen einiger jing und chou, den Rollen, die in der Peking-Oper so auffallend bunt sind und ihren Eindruck besonders im Westen prägen, fast schon Masken, obwohl sie nur aufgemalt sind.

Schreiend bunt und scheinbar chaotisch steckt doch ein Muster hinter diesen "Masken". Dieses Buch klärt zumindest ansatzweise auf über die verschiedenen Formen und Muster, über die Farbschemata, über die Bedeutung der Farben und Striche. Der erste Teil, ca. 30 Seiten des Buchs, ist im Fachbuchstil geschrieben, mit vielen bunten Illustrationen und Fotografien. Dabei wird klar: Das geschminkte Gesicht ist überhaupt nicht geheimnisvoll, im Gegenteil; durch die Schminke wird dem Zuschauer sofort deutlich gemacht, wen er vor sich hat, und welche Charaktereigenschaften ihn auszeichnen. Wie auch in der commedia dell'arte sind die gemalten Gesichter oft Archetypen und durch ihre Kostümierung als solche charakterisiert.

Der zweite Teil sammelt dann typische Gesichtsbemalungen für 272 wohlbekannte Figuren aus vielen Peking-Opern. Viele Figuren davon kennt der in chinesischer Literatur bewanderte Connoisseur aus den großen Romanen und Theaterstücken Chinas, und so findet man die Maske Cao Caos ebenso wie die Guan Yus, Li Kuis oder Sun Wukongs. Die Darstellung ist recht großformatig, mit tollen, kräftigen Farben auf dickem Halbhochglanzpapier. Zu jeder Maske gibt es eine kurze Annotation, die über die dargestellte Figur erzählt und die Maskentechnik beschreibt. Der einzige Mangel des Buchs ist, dass die Beschreibungen nicht direkt bei der Figur abgedruckt sind, sondern im Anhang - da ist enorm viel Hin- und Herblättern angesagt und macht das ganze als Lektüre unnötig klobig.

Wer sich für Peking-Oper oder Masken im Allgemeinen interessiert, findet hier einen kleinen Schatz, der auch als Nachschlagewerk dienen kann.
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