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Bochumer Studien zur Philosophie #31

Sprache und Dialektik in der Aristotelischen Philosophie (Bochumer Studien zur Philosophie)

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Entgegen der Ansicht, Aristoteles sei als Sprachphilosoph und -wissenschaftler “nur sehr wenig über Platon hinausgekommen” (H. Arens, R. Haller u.a.), will die vorliegende Untersuchung zeigen, daß Aristoteles einen tiefgreifenden Einschnitt in der Entwicklung der Sprachwissenschaft und -philosophie markiert. Er hat ― in Grundzügen ― die erste semantische Theorie entworfen, hat als erster eine Schrift über den (Aussage-) Satz verfaßt und hat in der Poetik den ersten systematischen Abriß einer wissenschaftlichen Grammatik vorgelegt.
Eine der wesentlichen Ursachen für den Fortschrift innerhalb der antiken sprachphilosophischen Forschung ist in der veränderten Einstellung zur Sprache zu sehen. Bei Aristoteles ist die Identität von Sprache und Denken weitgehend zerbrochen. War für Platon die Sprache noch das Medium, in dem sich jedwede Form der philosophischen Erkenntnis realisierte, so ist die Sprache für Aristoteles (bloß) Ausdruck des Denkens, symbolische Repräsentation von Inhalten der Seele. Hierdurch wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, daî sich die Sprache als eigenständiger Gegenstand der Forschung etablieren konnte. Zugleich aber kam es bei Aristoteles zu einer Abwertung der Sprache und (im Zusammenhang damit) zu einer Neubewertung der Dialektik. Für Aristoteles bildet die Dialektik nicht mehr das Zentrum der Philosophie, sondern wird zu einem ― allerdings unverzichtbaren ― Instrument der philosophischen Forschung.

369 pages, Hardcover

First published September 15, 2000

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Rudolf Rehn

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