En 1983 apareció en Alemania un libro que, a la vez de convertirse en un insólito éxito editorial, suscitaría interesantes debates. Se trataba de Crítica de la razón cínica , del filósofo Peter Sloterdijk, «una de las obras más provechosas e inteligentes aparecidas en Alemania en los diez últimos años», según Fernando Savater. Después de un silencio de seis años, en 1993 Sloterdijk publicó este fulminante ensayo.
En la actualidad, el arte de lo posible ya no se deja definir como política, sino como hiperpolítica. Para desentrañar este concepto, Sloterdijk retrocede a la época de las altas culturas clásicas y consigue captar nuestro tiempo con lucidez aumentada a través de un recorrido de tres milenios que dibujará un fresco histórico universal «para disgusto de aquellos que se alivian con las tesis de que los grandes relatos ya no son posibles».
Peter Sloterdijk is a German philosopher, cultural theorist, television host and columnist. He is a professor of philosophy and media theory at the University of Art and Design Karlsruhe.
Peter Sloterdijk studied philosophy, Germanistics and history at the University of Munich. In 1975 he received his Ph.D. from the University of Hamburg. Since 1980 he has published many philosophical works, including the Critique of Cynical Reason. In 2001 he was named president of the State Academy of Design, part of the Center for Art and Media in Karlsruhe. In 2002 he began to co-host Das Philosophische Quartett, a show on the German ZDF television channel devoted to discussing key issues affecting present-day society.
The Kritik der Zynischen Vernunft (Critique of Cynical Reason), published by Suhrkamp in 1983, became the best-selling philosophical book in the German language since the Second World War and launched Sloterdijk's career as an author.
The trilogy Spheres is the philosopher's magnum opus. The first volume was published in 1998, the second in 1999, and the last in 2004.
Slotderdijk liefert mit diesem Büchlein im Jahr 1993 eine zynisch demagogische Pseudo-Geschichtsschreibung verpackt als Essay. Mit "Hegels logischer Rekonstruktion der Welt- und Geistesgeschichte" sei sein eigener Versuch - man bemerke die Unbeschwertheit, mit der Sloterdijk seine eigene Produktion neben der größten Prominenz in der Philosophiegeschichte platziert - "nur durch zwei dünne Fäden verbunden [..] - durch die Vorliebe für die Zahl drei und durch das unverwüstliche Motto "um so schlimmer für die Tatsachen" (S. 14). Sich einen destruktiveren Paukenschlag zum Auftakt zu denken fällt schwer. Bevor Sloterdijk die Geschichte in simplifizierender Manier in drei Phasen einteilt, erweitert er dasjenige, was wir seiner Meinung nach unter Geschichte verstehen sollen: Geschichte dürfe nicht auf die Hochkulturen beschränkt werden. Diese Beschränkung sei "Indoktrination" und "Hauptirrtum" der Humanwissenschaften sowie der Psychologie und verblende "die Sicht auf das Grundereignis, das aller Hochkultur vorausliegt [...] das Globalereignis: Anthropogenese" (S. 15f.). Durch diese 'Erweiterung' der Geschichte werde der Blick frei auf eine "hunderttausendjährige Verfassung der Menschheit" (S. 16). Menschheitsgeschichte wird reduziert auf Naturgeschichte, wobei die Hochkulturen die Rolle "bedenkliche[r] Abweichungen" (S. 16) spielen. Die Fixierung auf die Hochkultur habe "die Einheit der menschlichen Evolution" (15) zerstört und die "zahllosen menschlichen Generationen, die unsere genetischen und kulturellen 'Potentiale' erarbeitet haben", vergessen. Der Mensch ist in Solterdijks Augen ein Tier, das in Horden lebt, das genetische Potentiale hat, diese sogar irgendwie erarbeitet und nur unnatürlicherweise, als bedenkliche Abweichung, in Hochkulturen lebt. Mit der Verstädterung hätten sich Probleme des Zusammenlebens ergeben, welche durch eine "Staats-Athletik" (31) ausgeglichen werden mussten. Das Leben im Staat sei nur "durch langwierige Dressuren und Trainings, die das Subjekt aus seiner Familiarität herausbrechen und es so lange härten, kräftigen, steigern, bis es auf der Höhe funktioniert", möglich (S. 32). Die Horde kann daher als "totalitärer Club" bezeichnet werden, "der seine neuen Mitglieder selbst erzeugt, um sie in den Clubregeln, die die Welt bedeuten, zu "sozialisieren"." (18)
Während in den urzeitlichen Horden, die Wiederholung des Menschen durch den Menschen zentral war, so bildet die zweite Stufe der klassischen Politik das Problem, das Große, also das Gemeinwesen, an die nächste Generation weiterzugeben, also zu wiederholen. Hier werde Erziehung "als Theorie der Aristokratendressur in der Stadt" (32) relevant. Das dritte und letzte Zeitalter beginne mit der Industrialisierung (49): "Mit voranschreitender Globalisierung beginnen die letzten Ganzheiten des spätklassischen Politik-Kontinuums zu zerplatzen, die Menschen im neuzeitlichen Großen zusammengehalten hatten" (58). Dieses Zeitalter sei weiterhin durch die Diagnose vom Tod Gottes sowie der Gloablisierung gekennzeichnet. Die Globalisierung bringe einen "Planetarisierungs-Streß" mit sich, in welchem "neue Seelenformen ausgehandelt [werden], die ihre Formatierung zwischen manischen und depressiven Momenten ermitteln müssen." (53) Politiker seien diesen Herausforderungen nicht gewachsen, was wiederum "Ekelkrisen" der Gesellschaften "gegenüber ihren politischen Klassen" (54) hervorrufe. Demokratie sei diejenige Gesellschaftsform, in welcher es dem einzelnen erlaubt sei, "nicht an den Staat und die Kunst des Zusammengehörens zu denken" (74). Die Individuen würden vereinzelt und einsam, da sie nicht mehr in ihrer Urhorde zusammenleben könnten. Nietzsches Diktum von den letzten Menschen sei zu verstehen als der "Mensch ohne Wiederkehr": "Er wird in eine Welt eingebaut, die keinen Vorrang der Reproduktion mehr anerkennt" (76f.). "[D]as zu Ende individualisierte Individuum [...] führt sein Leben als Endverbraucher seiner selbst und seiner Chancen." (77) Diese Situation komme jedoch langsam zu Bewusstsein und Gegenmaßnahmen würden entwickelt.
Sloterdijk schreibt, dass "Ironie nötig ist, um die klassische Politik an ihrem Zentralnerv [...] ein wenig zu reizen." (71) Allerdings ist es unmöglich, sein Buch als konstruktiven Anreiz zu lesen, oder wie der Klappentext verharmlosend sagt: Peter Sloterdijk mischt sich in seinem fulminanten Essay zur Hyperpolitik ein, und zwar auf eigen- und einzigartige Weise." Vielmehr liest sich der Text über weite Strecken als gegenüber dem Gegenstand, also unserer heutigen Gesellschaft, indifferente Beleidigung, die sich aus Affekt und Herrschsucht speist. Als Leser kann man nicht anders, als sich als Tier angesprochen zu fühlen, auf dessen Rücken die Peitsche Intellektuellen saust, den der Gedemütigte anzuerkennen hat als die Personifikation der Evolution und der heiligen Natur selbst. Sloterdijk führt sich als Prophet auf, welcher allem wissenschaftlichen Mühen endlich die Maske vom Gesicht reißt, um der Natur wenn schon nicht zu ihrem Recht, so doch zu ihrer Offenbarung für die Menschen zu verhelfen. Alle Humanität ist Ideologie, die herrschende Klasse ist unfähig und rufe in ihrer Überforderung nichts als Ekel der Beherrschten hervor. Hier wird Zwietracht gesäht und in ein sophistisches Kleid gezwängt, die sich mit monströsen Neologismen als Bote einer höheren Wahrheit präsentiert. Das Format des Essays enthebt Sloterdijk allem Zwang zu näherer Ausführung, die seine wild herausgeschleuderten Ansichten fasslich machen würden.
Sólo es posible hablar de paleopolítica si uno empieza por atacar la imagen del mundo y de la historia que adoctrina a los miembros de nuestro hemisferio cultural con una falseada conciencia de calendario. La ideología oficial de la cultura superior, en todas sus variedades, quiere hacernos creer que la auténtica historia, aquella de la que merece ocuparse, no tiene más de cuatro o cinco mil años y que el género esencial en el que estamos obligados a contarnos salió de entre la niebla precisamente entonces, en Egipto, Mesopotamia, China y la India (...) el hombre no tiene más edad que la cultura superior, la humanidad propiamente dicha empieza ya a lo grande. Esta tesis opera en todas partes, pero quizá en ningún lugar se presenta de forma tan desnuda, como allí donde humanistas, teólogos, sociólogos y politólogos toman la palabra para elaborar modelos colectivos eficaces acerca de lo que es ser humano. Todos ellos hacen surgir al "hombre" ya a partir de la ciudad, del Estado o de la nación y, como es propio, no se olvidan de fijar la apariencia civilizada en los cráneos de los pupilos de la cultura. Nunca se podrá insistir bastante en lo falso que ha sido desde siempre este adoctrinamiento, y en lo funestamente que sigue actuando hoy. La obsesión por las culturas superiores es la mentira esencial y el error capital no sólo de la historia y de las humanidades, sino también de la ciencia política y de la psicología. Destruye, al menos como consecuencia última, la unidad de la evolución humana y hace que la conciencia contemporánea salga despedida de la cadena de las innumerables generaciones humanas que han elaborado nuestros "potenciales" genéticos y culturales. Ciega nuestra visión del suceso fundacional, del acontecimiento global que precede a toda cultura superior y respecto del que todos los llamados sucesos históricos no son más que tardías derivaciones: la antropogénesis. El omnipresente superiorismo de la cultura abrevia en un 95 o 98 por ciento, la duración real de la historia de la humanidad, a fin de tener manos libres para un adoctrinamiento antropológico que resulta ideológico en grado sumo: se trata de la doctrina, concebida por clásicos y modernos, del hombre como "ser vivo político". Su sentido es presentar a priori al hombre como un burgués animal de Estado, que necesita, para la plenitud de su esencia, capitales, bibliotecas, catedrales y embajadas. Pero en cuanto superamos esta anulación de la prehistoria queda a la vista una panorámica sobre la constitución milenaria de la humanidad, de la que sólo hace poco se han producido desviaciones notorias; desviaciones cuyos efectos se suman a lo que Levi-Strauss ha llamado "historia caliente". Resulta esencial a la paleopolítica que no presuponga al "hombre", sino que lo genere. Mientras las culturas superiores siempre consideran al hombre como algo ya dado, a fin de disponer de él para trabajos, cargos y funciones, el mundo de la prehistoria está atravesado por la conciencia de que el arte de lo posible consiste en llamar a la vida a nuevos hombres a partir de los más viejos que ya existen, en un mundo mezquino y peligroso. La paleopolítica es el milagro de la repetición del hombre por el hombre. Se ejerce y se logra en un medio que, en alguna medida, parece querer dificultar a los hombres el arte de reponerse en los hijos.
PETER SLOTERDIJK, En el mismo barco. Ed. Siruela, 1994.
La aventura política y la representación de la humanidad como especie política, es una descripción que en este extenso ensayo retoma Sloterdijk para hacernos pensar sobre futuros posibles.
Sloterdijk propose une protohistoire de l’humanité qui réhabilite le pré-civilisationnel chez l’homme: la horde. Une décharge généalogique visant avant tout à susciter « une réflexion de fond sur les conditions d'une thérapie politique qui pourrait guérir les psychoses nationales engendrées par les mutations du monde (P. 68) ».
Sloterdijk retrace ainsi l’évolution de la horde originelle vers la matrice platonicienne et l’éclosion d’une contre-nature : la "hyperhorde" politique, dans laquelle les mythes matriarcaux s’effacent au profit de mères politiques artificielles (P. 38). Une hyperhorde qui pose les futurs jalons de l’Etat, cette « mère métaphorique supérieure qui met les citoyens sous la coupe sociale d'une communauté de sang purement fantasmatique » (P. 40). Chez Platon, la Polis crée l’individu et cette paléopolitique, traduisant le miracle de la répétition de l'homme par l'homme, constitue « un management de fusion ou un travail sur l'hyperutérus imaginaire pour des enfants politiques » (P. 40).
La réflexion de Sloterdijk se referme sur le zoon politicon, bébé éprouvette de la cité à l’époque postmoderne avec la possibilité d’une régression en avant. La postmodernité est en effet l'époque de l'« après Dieu », où s’efface le principe d'appartenance de tous dans l'unité d'une espèce créée (P. 56).
Pensées inactuelles pour une sociologie ultra-contemporaine très actuelle : on comprend mieux pourquoi certaines sociétés peuvent encore aujourd’hui, après la perte de leurs prothèses politiques imaginaires, rétrograder au stade de tribus névrosées (P. 66). D’après Sloterdijk, « négliger les petites unités conduit obligatoirement, et pour longtemps, les sociétés modernes dans des impasses psychopathologiques (P. 77). Face au diagnostic nihiliste, le philosophe de Karlsruhe prône dès lors l’avènement d’une hyperpolitique : l’organisation de la communauté des derniers (hommes). Eclairant.