Jump to ratings and reviews
Rate this book

Falls Europa erwacht

Rate this book
Depuis l'effondrement de l'Union soviétique, l'Europe est comme hébétée : le bouleversement historique qui l'a parcourue permet enfin sa recomposition et met un terme à une ère d'immobilisme. Sa prééminence éclipsée en 1945 par le partage du monde entre les deux superpuissances, l'Europe s'était accoutumée à ne plus être le centre du monde, à ne montrer que des « ambitions réduites » et à n'exercer que des « responsabilités partagées ». Or, tandis que se pose à nouveau la question de la construction européenne, peut-elle se soustraire à toute ambition de « grande politique » ? Comment penser l'Europe ?
Le temps est donc venu de développer une vision prophétique, s'inspirant de la philosophie de l'Histoire. Les Européens doivent aujourd'hui « réapprendre le texte de leur rôle dans le monde » , condition préalable à un éveil de l'Europe.
Loin de chercher une réponse du côté d'une identité européenne, Peter Sloterdijk formule l'hypothèse que l'Europe a toujours été animée par un mécanisme qui lui est propre, celui de vouloir
« rejouer » l'Empire romain, à toutes les époques - qu'il nomme
« transfert d'empire » . Peter Sloterdijk est philosophe, et l'auteur de Bulles ( Sphères , I, Pauvert, 2002) et Ni le soleil ni la mort (Pauvert, 2003).

66 pages, Paperback

First published January 1, 1994

Loading...
Loading...

About the author

Peter Sloterdijk

136 books615 followers
Peter Sloterdijk is a German philosopher, cultural theorist, television host and columnist. He is a professor of philosophy and media theory at the University of Art and Design Karlsruhe.

Peter Sloterdijk studied philosophy, Germanistics and history at the University of Munich. In 1975 he received his Ph.D. from the University of Hamburg. Since 1980 he has published many philosophical works, including the Critique of Cynical Reason. In 2001 he was named president of the State Academy of Design, part of the Center for Art and Media in Karlsruhe. In 2002 he began to co-host Das Philosophische Quartett, a show on the German ZDF television channel devoted to discussing key issues affecting present-day society.

The Kritik der Zynischen Vernunft (Critique of Cynical Reason), published by Suhrkamp in 1983, became the best-selling philosophical book in the German language since the Second World War and launched Sloterdijk's career as an author.

The trilogy Spheres is the philosopher's magnum opus. The first volume was published in 1998, the second in 1999, and the last in 2004.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
9 (20%)
4 stars
14 (31%)
3 stars
22 (48%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Gustav Gutschke.
100 reviews2 followers
February 15, 2026
Sloterdijk erkennt 1994 (!), wofür europäische Politik-Eliten erst Putin und Trump brauchten: Für Europa bricht ein neues Zeitalter der Identitäts- und Souveränitätsbehauptung an.

450 Jahre - „von Kolumbus bis Hitler“ - hing die Welt von Europas Wissenschaft und Kolonialismus ab. Dieses Europa als Zentrum der Welt ging 1945 unter in der Befreiung von den Faschismen durch die amerikanisch-sowjetische Zangenbewegung. Es folgten knapp 50 Jahre Ernüchterung, Einigelung, Nabelschau ohne politisches Projekt: Nachkriegs-Existenzialismus, 68er-Moralismus, Plastik-Konsumismus der 1980er. „Tatsächlich genossen die Europäer (…) für die Dauer eines halbenJahrhunderts eine Art Urlaub vom Zwang zur großen Politik.“

Europa wird von Sloterdijk weder geographisch, noch ethnisch oder kulturell definiert. Europa sei hingegen geeint durch sein wiederholtes politisches Re-Enactment des Römischen Reiches: Die europäische Identität sei ein psycho-historisch-dramaturgisches Schauspiel, eine Immer-Wiederkehr des imperialen Gedankens in verschiedenen Formen, zu verschiedenen Zeiten. Insofern ist auch die USA in diese Europa-Idee eingeschlossen: „In der Sache geht es beim Aufstieg Nordamerikas zuungunsten Englands und Europas um eine Familienangelegenheit unter Epigonen der Römer.“

Was also nottue, sei eine erneute europäische „Reichs-Metamorphose“. Was nicht gehe: Wiederbelebung der „National-Imperialismen“ von 1800 bis zum 2WK oder Fortsetzung der weltpolitischen „Absence“ seitdem. Auch ein neuer Imperialismus im alten Wortsinne scheint nicht erstrebenswert. Stattdessen sei „das Prinzip Reich selbst in einem weltgeschichtlichen Akt politischer Formschöpfung durch das Prinzip Staaten-Union aufzuheben.“ Und weiter, einige Seiten später: „Erinnerungen an Karl den Großen und seine Imitatoren werden dabei nicht helfen.“ Wieso eigentlich nicht? Das ist einzige Stelle, die wirklich irritiert; es wird Symbole und kulturpolitische Stützpfeiler geben müssen, wenn Sloterdijks Europa nicht eine Idee der Intellektuellen bleiben soll. Die wenigen verbleibenden nationalen Erinnerungsbeuchstücke können nicht auch noch ersatzlos gestrichen werden. Dann wird es gar nicht anders gehen als durch den Ausbau des Bürokratie-Monsters. Wiederum zustimmungsfähig ist sein klares Bekenntnis zum europäischen Humanismus: „In Europas letzter Reichsübersetzung muss daher seine Absage an die Menschenverachtung, die allen Imperialismen innewohnt, politische Gestalt annehmen.“

Mit Abstand die klarste, unterhaltsamste, prägnanteste und aktuellste Schrift, die ich von ihm bisher gelesen habe. Der Stil brilliert mit geistreichen Spitzen, Analogien und Metaphern, bleibt dabei aber klar auf die Aussageabsicht fixiert statt sich in kryptischer Selbstbespiegelung zu verlieren. Soll ja auch schon vorgekommen sein.

Ziemlich genau dreißig Jahre nach Erstveröffentlichung wird man allerdings feststellen, dass das Angedachte nicht umgesetzt wurde. Eine vertiefte Staaten-Union war zwar eindeutiges Ziel der EU und seit 1995 hat eine beachtliche Erweiterung stattgefunden. Beides geschah allerdings aus dem Geist der Verwaltung, nicht dem der Politik. So hat die vertiefte Union nur den Unmut der Nationen hervorgebracht, keine erneuerte europäische Identität. Europa ist nicht erwacht. Und doch: Der erneute nordamerikanisch-russische Zangengriff scheint etwas in Bewegung gesetzt zu haben - vielleicht erfolgt die Vertiefung doch noch mit einer einer Idee, einer Vision, einem Motiv. Die Zeit der Absence jedenfalls ist endgültig vorbei. Und, wie hellsichtig ist das bitte, Sloterdijk scheint es vorausgesehen zu haben: „Europa kommt, falls es erwacht, zu sich am Vorabend eines Zeitalters der Stürme.“
Profile Image for Gabriel Franklin.
504 reviews38 followers
February 19, 2023
"A nova política começa, para nós, com a arte de criar palavras que, a bordo da realidade, permitam descortinar o horizonte."
Profile Image for Lucas.
66 reviews
January 27, 2021
O livro refaz a trajetória europeia: do centro do mundo em um movimento imperialista à periferia do domínio americano e imersa na futilidade e no consumismo. Eis a questão: há um futuro possível para uma Europa pós imperialista?
Profile Image for Aafke Romeijn.
Author 7 books374 followers
February 26, 2019
Heerlijk leesbare filosofie met vaart en ontzettend goede metaforen.
Profile Image for Francisco Luis Benítez.
71 reviews11 followers
November 12, 2012
Breve ensayo bajo una aproximación historicista del ideal de Europa, fuera del concepto de Imperio, y la necesidad de definir el europeísmo como un "máximum" social y político que debe defenderse frente al concepto casi teológico de "Estado" de muchas de las sociedades europeas que lo confunden con "cultura" y que puede llevar a la desaparición del mayor proceso civilizatorio que la Humanidad ha desarrollado en paz. Libro de necesaria lectura para entender quiénes y por qué somos como somos los europeos.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews