Hat mir gar nicht gefallen. Das weitgehend Fehlen von Interpunktion bzw., to be fair, jedenfalls Anführungszeichen für wörtliche Rede, wirkt hier auf mich nicht gut und häufig Unklarheit produzierend. Auch blieb das Geschehen des Romans irgendwie angreifbar, merkwürdig distanziert, alles blieb irgendwie wolkig. Das finde ich stilistisch nicht prinzipiell schlimm, aber hier hat es mir nicht gefallen und ich finde es für einen Krimi auch keine gute Wahl Auch der extreme Kulturpessimismus war mir etwas zu viel, die Protagonistin dadurch unsympathisch (obwohl nicht alle kolportierten Ansichten per se falsch finde). Problematisch für mich auch der leicht rassistische bzw. zumindest kulturalisierende Unterton. Und schließlich finde ich den Plot einfach nicht sonderlich gut, und das ist für mich bei einem Krimi wirklich ein Problem. Wie die Protagonistin den Fall löst ist letztlich enttäuschend, wie zufällig. Es bleibt der Eindruck, dass hier eher eine vermeintliche Milieustudie vorliegt, jedoch aus befremdlich distanzierter und distanzierender und wertender Perspektive.