Das Leben ist eine Reise, was für manche Menschen noch viel mehr gilt als für andere. So auch für Christopher Many, der 1997 zu seiner ersten Overlandreise aufbrach. Damals glaubte er nicht, dass er mehr als ein, zwei Jahre mit dem Motorrad unterwegs sein würde. Mittlerweile sind jedoch 19 Jahre vergangen und er treibt sich noch immer in der großen Freiheit dort draußen herum und tut das, was ihm am liebsten ist: Immer wieder die Welt zu umrunden, um selbst und unmittelbar zu erfahren, wie diese wirklich funktioniert.
Hinter dem Horizont rechts ist die packende Geschichte von Christophers jüngstem Motorradabenteuer, das er zusammen mit seiner Partnerin Laura Pattara erlebt hat, die auf dieser Reise erst mittels „Learning by doing“ das Motorradfahren gelernt hat. Ihre moderne Odyssee folgte der Seidenstraße von Europa nach Zentralasien und dann über das Pamirgebirge nach China, ins Reich der Mitte, das sie als Erste völlig legal mit ihren eigenen Fahrzeugen ohne Pflichtbegleiter durchqueren durften. Nach insgesamt vier Jahren Fahrt kamen sie in Denpasar auf Bali an – dem Verschiffungsort nach Australien und gleichzeitig der Endstation einer der größten, klassischen Routen für Overlander.
Christopher Many, born in New York City in 1970 to an American father and German mother, has always had an unnerving knack of breaking conventional norms and following his own dreams. More than anything else, he wanted to find out what lies "beyond the horizon". After completing an apprenticeship as a boat builder in Bavaria, Christopher hitchhiked a ride with a sailing boat over the Atlantic. He lived modestly at various locations around the world, alternatively working and backpacking through the Caribbean, Asia, Europe and Australia.
In 1997 Christopher set off on his first motorbike world trip with Puck, his Yamaha XTZ660 Ténéré, and rode from Germany to New Zealand via India. Three years later he returned to Europe, found a job in Scotland, and began to save up funds for his next venture: a round-the-world voyage with an ailing Land Rover he purchased from a Highland farmer for GBP 700 ($1000). He named the Landy Matilda and, between 2002 and 2010, traveled through 100 countries. His book about this journey is called "Left Beyond the Horizon – A Land Rover Odyssey”.
In 2012, Christopher decided to reunite with Puck, and together with his partner Laura Pattara, left on a four year ride from Europe to Australia. His book "Right Beyond the Horizon – A Motorcycle Odyssey" tells the story of his most recent adventures.
Christopher spent 24 months in Australia, during which he rode once around the continent and crisscrossed the Outback on numerous sandy trails. Then, after six years absence, he briefly visited Germany in 2018 ... but only to buy an old, decommissioned Mercedes 308D post-office truck, and to immediately set off again. Currently, Christopher and Laura are vagabonding though Europe with their bright yellow van. The future? Well, that's anybody's guess. Only one thing seems certain: even after 22 years on the road, Christopher has no intentions of settling down with still so much to explore on our wonderfully surreal planet.
For further information about Christopher Many's voyages and books, please visit the author directly on his book's Facebook Page (https://www.facebook.com/Hinter.dem.H...). The site is public, so even if you do not have a Facebook account yourself, you can nonetheless enjoy Christopher's updates from the road, photos, and much, much more. If you require special information about Christopher's "Horizon" series, you are welcome to visit his book info webpage (http://www.christopher-many.com). Foreign language translations can be purchased in German and Portuguese ... and for the visually impaired, a copy in Braille can be ordered through BLISTA and the Library for the Blind. The author strongly believes that everybody should be allowed to travel the world through literature.
Zeit für die Welt. Es kommt drauf an, was man will. Komfort, Wohlfühlzone und Zivilisation oder Reisen um die Welt. Im besten Fall hat man natürlich beides, aber normalerweise muss man, will man im Leben ständig sein eigener Herr sein und gleichzeitig reisen, etwas dafür opfern. Christopher Many hat schon früh für sich entschieden, dass er nicht viel braucht an materiellen Besitztümern, obwohl es nicht ganz ohne geht, und hat auf eine „normale Karriere“ verzichtet. Bootsbauer hat er gelernt, meine ich, gelesen zu haben. Im Abspann erläutert der Autor, dass man, wenn man durchaus will, Mittel und Weg findet, zu reisen. Aber man muss etwas dafür tun. Wenn du deinen Traum leben willst, dann gib hundert Prozent dafür. Das ist seine Botschaft.
Wenn sich einer Zeit für die Welt genommen hat, dann Christopher Many. Denn seit zwei Jahrzehnten reist der Autor durch und um die Welt, die letzten vier Jahre, die „Hinter dem Horizont rechts“ behandelte, rechts herum, wie der Name sinnig verrät, Richtung Griechenland, Kasachstan, Laos, China bis man irgendwann am Ziel ankommt: Australien. Begleitet wird Many dabei von seiner Lebensgefährtin Laura und auf Achse ist man mit Puck und Pixie, den beiden Motorrädern.
Many erzählt eloquent und amüsant von Erlebnissen mit Land und Leuten. Er war schon 1999 mit seinem Landrover Matilde auf einer ähnlichen Route und es ist erschreckend, wie sich in der relativ kurzen Zeit (bis 2014) vieles verändert hat. Malerische Dörfer „hinter dem Berg“, in denen die Zeit anders verstrichen ist, sind Hochburgen des Tourismus geworden, einheimische Gewohnheiten und endemische Nahrungsmittel sind verschwunden.
Usbekistan ist grün in der Nacht (angeleuchtet), Georgien ist das schönste Land der Welt (Bergwelt ist umwerfend), war es bei den Uiguren, wo man mit geköpfen Ziegen eine Art Fussball spielt?, Tibeter sind mehr als aufdringlich und durchsuchen ungefragt deine Taschen und folgen dir sogar aufs Klo, wo es keine Klotüren gibt. In Kambodscha ist die Kinderprostitution normal und deshalb um so abscheulicher, in Laos sucht man die leckeren Hamburger aus Rattenfleisch, die Many früher so gemundet haben, inzwischen vergeblich, und in China gibt es Tausende von Elektroroller, weil die Diktatur diese einfach so verordnen kann und nicht durch Lobbyisten behindert wird. Dort gibt es auch eine Realityshow, in der einige der 10 000 jährlich zu Tode Verurteilten kurz vor der Vollstreckung in Live-Übertragung interviewt werden.
Besonders gefallen die lose eingestreuten Kapitel über Kultur und Vorurteile. Denn Many hat Meinung und die darf er auch mitteilen! So kommt der Autor zum Beispiel zum Schluss, dass die Menschen in China insgesamt recht zufrieden mit ihrem Land, ihrem Leben und ihrer Regierung sind. Die USA dagegen, die mit viel Kriegszeug durch die Welt tingelt und Minenfelder hinter sich herzieht, denen die Menschen noch jahrzehntelang zum Opfer fallen, obwohl der Krieg eigentlich vorbei ist, werden angeprangert und manch andere Ungerechtigkeiten und Verbrechen, die die Weltmächte begehen, werden ebenso klar beim Namen genannt. So erfährt der Leser einige Facetten über die Welt, die sich bei Many ganz anders ausnehmen als die auf Mainstream ausgerichteten Fernsehberichte glauben lassen.
Christopher Many ist ein unabhängiger Geist und das kommt im Buch zum Ausdruck. Davon braucht die Welt jede Menge mehr! Passsende, interessante und schöne Bilder vervollständigen den Reiseroman, an dem man einfach nichts auszusetzen findet. Die 10 Gesetze Murphys für Overlander am Ende des Buches beenden die Lektüre mit breitem Grinsen.
„Hinter dem Horizont rechts“ ist ein wunderbarer Reisebericht für die, die eher mit dem Finger auf der Landkarte reisen einerseits und ein Appetizer für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich selber auf den Weg zu machen. Dabei hat mir besonders der Satz gefallen: „Wie oft wird man Sie ausrauben“?.
Fazit: Ich habe Christopher Manys Reisebericht trotz der über 500 Seiten sehr gerne gelesen. Er ist lustig, eloquent erzählt, informativ und macht einfach Spaß!
Inhalt Das Leben ist eine Reise, was für manche Menschen noch viel mehr gilt als für andere. So auch für Christopher Many, der 1997 zu seiner ersten Overlandreise aufbrach. Damals glaubte er nicht, dass er mehr als ein, zwei Jahre mit dem Motorrad unterwegs sein würde. Mittlerweile sind jedoch 19 Jahre vergangen und er treibt sich noch immer in der großen Freiheit dort draußen herum und tut das, was ihm am liebsten ist: Immer wieder die Welt zu umrunden, um selbst und unmittelbar zu erfahren, wie diese wirklich funktioniert.Hinter dem Horizont rechts ist die packende Geschichte von Christophers jüngstem Motorradabenteuer, das er zusammen mit seiner Partnerin Laura Pattara erlebt hat, die auf dieser Reise erst mittels „Learning by doing“ das Motorradfahren gelernt hat. Ihre moderne Odyssee folgte der Seidenstraße von Europa nach Zentralasien und dann über das Pamirgebirge nach China, ins Reich der Mitte, das sie als Erste völlig legal mit ihren eigenen Fahrzeugen ohne Pflichtbegleiter durchqueren durften. Nach insgesamt vier Jahren Fahrt kamen sie in Denpasar auf Bali an – dem Verschiffungsort nach Australien und gleichzeitig der Endstation einer der größten, klassischen Routen für Overlander.
Meinung Ich hatte ja zuerst gedacht es wäre ein typischer Reiseführer und bin ganz vorsichtig an das Buch ran gegangen. Ich muss aber sagen das es kein typischer Reiseführer ist. Es super erzählt vom Start in Deutschland bis zum Ende in Australien. Es gibt sogar Passagen wo man auch zum lachen kommt. Christoph Many bringt einem die Reise so nahe als wäre man selbst mit dabei. Zwischen drin sind immer mal Bilder um sich einen Eindruck zu machen wie das Land gerade aussieht in dem man sich befindet.
Fazit Ein klasse Einblick rund um die Welt. "Hinter dem Horizont rechts " von Christopher Many ist im Delius Klasing Verlag erschienen. Hat 520 Seiten und kostet als Taschenbuch 22,90€ und als ebook 17,99€.
Ich bin ein großer Fan von Reiseberichten aller Art (obwohl ich selbst eigentlich überhaupt nicht wegfahre) und habe mich deswegen sehr über "Hinter dem Horizont rechts" gefreut. Das Vorgängerbuch kenne ich nicht, das macht aber nichts, denn man braucht es für das Verständnis dieses Buches nicht.
Christopher Many beschreibt in seinem neuen Buch seine Reise von Europa nach Australien auf seinem Motorrad Puck, begleitet wird er dabei von seiner Lebensgefährtin Laura auf ihrem Motorrad Pixie. Der Grund, warum das Buch doch ein rechter Wälzer von immerhin guten 500 Seiten ist, ist die Unterteilung in tatsächlichem Reisebericht und immer wieder eingeschobenen Gedankenschweifungen des Autors zu verschiedenen Themen. Jedes Kapitel überschreibt er dabei mit einem musikalischen Fachbegriff zum jeweiligen Temperament des Stückes bzw. hier der Region oder des Landes.
Sehr sympathisch fand ich ganz zu Anfang Manys "Reisewarnung", in der er den Leser darauf hinweist, dass es bei dem vorliegenden Buch um eine subjektive Schilderung seiner Reise geht und nicht um einen objektiven Reiseführer. Er nimmt auch sonst kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die jeweiligen Bräuche und Gepflogenheiten der jeweiligen Länder zu befolgen. Auch fand ich es sehr schön, dass der Autor stets höflich und mit Respekt von Dingen berichtet hat, die wir "Westler" vielleicht nicht so sehen (z. B. ein Spiel zu Pferde, bei dem ein kopfloser Ziegenkadaver eine Rolle spielt, oder die Tatsache, dass in vor allem ärmeren Ländern Fleisch eine seltene Delikatesse ist und man sich nicht unbedingt als Vegetarier oder Veganer outen sollte, denn dies sind Luxusprobleme).
Im Großen und Ganzen dreht sich in diesem Buch die Geschichten also um Straßen und Wege, die befahren werden, das Wetter - das für einen Motorradfahrer ja nicht unbedingt unwichtig ist - die Beschaffung von Visa und anderen Dokumenten, die man braucht, um eine Grenze zu überqueren, das Essen, die Menschen, die Lagerplätze und und und.
So sehr mir das Buch gefallen hat, es gab trotzdem das eine oder andere, das mich ein bisschen gestört hat. Zum Einen betont Many immer wieder wie wunderschön das Leben ohne feste Heimat und ohne festen Bezugspunkt ist, weil man weiterziehen kann, wenn es einem nicht mehr gefällt, und man frei ist das zu tun, was man will. Er schwärmt von urigen Dörfern in der Pampa, die noch ohne Strom und fließendes Wasser wie im vorigen Jahrhundert vor sich hinschlummern und sich nicht dem Diktat der modernen Welt unterworfen haben. Wo "alte Opis in der Sonne sitzen und Omis mit Esel unterwegs sind". Da habe ich mich schon gefragt, ob ihm klar ist, wie anstrengend so ein Leben vor allem für die Frauen sind, die in solchen Umgebungen Wäsche waschen, kochen, putzen, Kinder aufziehen, das Haus zusammen halten, sich um die Männer kümmern und den Rest des Alltags bestreiten müssen - ob da Strom und fließendes Wasser wirklich so schrecklich sein können? Wahrscheinlich kann er es nicht so ganz nachvollziehen, weil er - wie er schreibt - beim Kochen und der Körperpflege ohnehin eher in den hinteren Reihen sitzt.
Aber alles in allem ist "Hinter dem Horizont rechts" ein sehr schönes Schmökerbuch - und für all diejenigen, die selbst eine solche Reise planen, eine Fundgrube an Infos und guten Tipps. Lesenswert!