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Gefuhle 'Schwarz Auf Weiss': Implizieren, Beschreiben Und Benennen Von Emotionen Im Empfindsamen Briefroman Um 1800 (Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beihefte)

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Die Relation zwischen empfindsamem Briefroman und Affekt, Gefuhl oder Emotion ist theoretisch betont, jedoch selten manifest geworden. Im Ubergang zur modernen Episteme zeigt sich innerhalb dieser Gattung zwar eine im hohen Masse asthetisch ausdifferenzierte Sprache der Emotionen. Intuitiv geht dies aus den exemplarischen Briefromanen, 'Julie, ou La Nouvelle Heloise' (1761), 'Die Leiden des jungen Werther' (1774; 1789) sowie 'Ultime Lettere di Jacopo Ortis' (1817) hervor. Wie wird dies aber textanalytisch unter Berucksichtigung historischer und gegenwartiger Emotionstheorien im Zuge des 'emotional turn' plausibel? Der Schlussel liegt in der Revision des europaischen Emotionskonzepts als eines Zusammenspiels zwischen Bewusstwerdung und Reflexion. Folglich lasst sich in der asthetischen Praxis des Briefeschreibens eine Kulturtechnik entdecken, die abhangig vom zugrundeliegenden paradigmatischen Emotionskonzept eine reflexive Bewusstwerdung oder eine Verhullung von Emotionen zulasst.

423 pages, Hardcover

Published November 1, 2016

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