Die Studie behandelt Leben und Werk der Juristen in der Fruchtbringenden Gesellschaft, der größten gelehrten Gesellschaft im protestantischen Mitteldeutschland des 17. Jahrhunderts. Ihre Mitglieder verschrieben sich der Pflege der deutschen Sprache und Tugend. Die Auswertung von Leichenpredigten ergibt einen Beitrag zur juristischen Standesgeschichte, in dem die strenge Gliederung des Standes sichtbar wurde. Diese wirkte sich auf den Berufsweg wie auf das Schrifttum der Mitglieder aus. Während die promovierten Gelehrten Räte in lateinischen Werken die Idee des Heiligen Römischen Reiches fortschrieben, stützten die schlechter ausgebildeten Juristen mit ihrer Panegyrik die Throne ihrer unbedeutenden Duodezfürsten. Sie verschrieben sich der Pflege der deutschen Sprache.