Als Lisa erfährt, dass aus dem verlassenen Herrenhaus ein Waisenhaus werden soll, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Ein Haus ohne Eltern - das klingt nach Freiheit! Ehe sie sich's versieht, findet sie sich auf der Krankenstation des Waisenhauses wieder. Alles nur wegen einer einzigen Nuss, von der sie lieber die Finger gelassen hätte! Plötzlich will Lisa nur noch nach Hause. Aber sich wieder rausschleichen aus der neuen Welt, ist viel schwerer als hineinzukommen. Denn diese Welt hält mehr für Lisa bereit, als sie jemals für möglich gehalten hätte.
Danke an Netgalley und den Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar.
"Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte" ist ein unterhaltsames Lesevergnügen für Jung und Alt. Es gibt viele witzige Momente, aber auch ein wenig nachdenkliche Momente. Das Buch zeigt wie wichtig Freundschaft ist und was für eine Freundschaft von Bedeutung ist.
Lisa ist ein wirklich süßes Mädchen, das ihr Herz am rechten Fleck hat. Ich fand es stellenweise sehr unterhaltsam ihre Gedankengänge zu verfolgen. Aus meiner Erwachsenenpersperktive kam mir Lisa manchmal allerdings deutlich jünger als ihre 11 Jahre vor.
Die Spannungsmomente, die sich durch die Geschichte zogen haben mir sehr gut gefallen und haben der Geschichte noch einen zusätzlichen Pfiff gegeben. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas sehr plötzlich. Ein abschließendes Kapitel wäre ganz gut gewesen.
Der Schreibstil was gut zu lesen, nicht zu kindisch und für das Alter passend.
Von wegen einfach nur ein schönes Kinderbuch, in der ein Mädchen vielleicht ihre Pubertät entdeckt. Dieses Buch ist definitiv schön, aber mit so einem Tiefgang habe ich nicht gerechnet. Es ist mit so viel Witz, Charme und viel Liebe geschrieben. Es ist definitiv auch für Erwachsene geeignet, man sieht dadurch vieles aus einem anderen Licht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Seit Lisa und ihre übervorsichtigen Eltern in eine Reihenhaussiedlung in der Pampa gezogen sind, ist nichts mehr wie vorher. Ihre beste Freundin will plötzlich nichts mehr von ihr wissen und weil außer Lisa sonst keine Kinder in der Nachbarschaft leben, langweilt sie sich nachmittags zu Tode. Bis sie eines Tages erfährt, dass aus dem leer stehenden Herrenhaus, das sie von ihrem Fenster aus häufig beobachtet, ein Waisenhaus werden soll. Kurzerhand beschließt sie, sich das Ganze aus der Nähe anzuschauen und purzelt prompt in ein ganz besonderes Abenteuer.
Das Buch hat mich wirklich überrascht. Lisas Geschichte wird ganz unerschrocken und sehr authentisch erzählt. In vielen Situationen konnte ich mein eigenes 11-jähriges Ich mit all den widersprüchlichen Gefühlen und Sorgen dieser Phase wiedererkennen und musste hin und wieder einfach schmunzeln oder auch laut lachen, weil es so schön und ehrlich war. Zudem wurden die Charaktere – und zwar alle und nicht nur einige wenige – so lebhaft beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, es mit echten, mehr-dimensionalen Menschen zu tun zu haben. Sie hatten Ecken und Kanten, liebenswürdige Eigenschaften und nachvollziehbare Motive. Lisa wächst in dieser Geschichte und wir Leser dürfen sie auf ihrem Weg begleiten, neue Freundschaften schließen und mitfiebern, wenn sie schwierige Aufgaben meistern muss. Die Geschichte und ihre Charaktere haben mich ganz und gar in ihren Bann gezogen.
"Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte" ist lustig, bisweilen ernst und tiefgründig, aber vor allem mitreißend und bewegend und auf jeden Fall eine der schönsten Geschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe.
***Herzlichen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag, der mir das Buch über NetGalley zur Verfügung gestellt hat.***
Als Lisa erfährt, dass aus dem verlassenen Herrenhaus ein Waisenhaus werden soll, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Ein Haus ohne Eltern - das klingt nach Freiheit! Ehe sie sich versieht, findet sie sich auf der Krankenstation des Waisenhauses wieder. Alles nur wegen einer einzigen Nuss, von der sie lieber die Finger gelassen hätte! Plötzlich will Lisa nur noch nach Hause. Aber sich wieder rausschleichen aus der neuen Welt, ist viel schwerer als hineinzukommen. Denn diese Welt hält mehr für Lisa bereit, als sie jemals für möglich gehalten hätte. Und da kommt sie noch einem wohlbehüteten Familiengeheimnis auf die Spur…
Die Geschichte bietet einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt einer 11jährigen, kindlich am Rande der Pubertät. Das Buch hat ein wunderschönes Cover und fühlt sich sehr gut in der Hand an. Ein schönes Buch für um 12jährige, auch zum verschenken.
Brisante Themen verpackt in einem humorvollem Jugendbuch. Dieser Roman ist ein wahrer Trip. Das Herrenhaus, das da hinter der Siedlung auf dem Hügel steht, irgendwelche reichen Leute haben es gekauft, diese alte Villa auf dem Grashügel. Mit ihren Säulen und der mit Efeu überwucherten Fassade sieht sie wirklich ziemlich herrschaftlich aus. Wie ein kleines Schloss. Vielleicht ziehen ja auch Kinder ein, dann könnte Lisa sich mit denen anfreunden, dachte sie. Als Lisa aber erfährt, dass aus dem verlassenen Herrenhaus ein Waisenhaus werden soll, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Ein Haus ohne Eltern, das klingt nach Freiheit! So ein Leben stellte sie sich ziemlich entspannt vor. Sie weiß, so was dürfte sie nicht denken. Weil man als Kind wirklich froh sein sollte, Eltern zu haben. Aber jeder, der in ihrer speziellen Lage wäre, würde insgeheim genauso denken. Ehe sie sich's versieht, findet sie sich auf der Krankenstation des Waisenhauses wieder. Alles nur wegen einer einzigen Nuss, von der sie lieber die Finger gelassen hätte! Plötzlich will Lisa nur noch nach Hause. Aber sich wieder rausschleichen aus der neuen Welt, ist viel schwerer als hineinzukommen. Denn diese Welt hält mehr für Lisa bereit, als sie jemals für möglich gehalten hätte. Die witzige (jawohl!), zutiefst berührende, turbulente Geschichte nimmt ihren Lauf. Alexa Hennig von Lange zeigt einmal mehr wieder großes Einfühlungsvermögen und psychologisches Gespür für die berauschende Zeit des Erwachsenwerdens. Ihr Schreibstil besitzt eine große Portion Charme und vor allem ganz viel Leichtigkeit. Sehr gefühlvoll und mit leichter Feder. Optimal für ein sommerliche Geschichte wie diese hier. Ein Buch über geplatzte Träume, ewige Erinnerungen und eine Freundschaft die alles übersteht. Aber wenn man den richtigen Menschen an seiner Seite findet, ist das oftmals Hilfe genug. Eine umwerfende Geschichte voller Wortwitz und Herz verfasst. Diese ungewöhnliche Freundschaft wird gestärkt und durch das gemeinsame Abenteuer erst möglich! Einfach umwerfend! Die Protgonisten können unterschiedlicher nicht sein, aber dies macht das Buch so lesenswert. Für mich das Sommerbuch des Jahres. Dieses Buch ist kein reines Jugendbuch, sondern ein AntiAgingBuch! Sehr viele Gefühle und die großen Ziele im Leben. Das ist Sommerlektüre pur, für alle von 10 bis 99, super zum Vorlesen und auch bestens als Geschenk geeignet! Ein sehr romantisches Buch, das man einfach so verschlingt, berührend! Absolut lesenswert.
„Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte“ von Alexa Hennig von Lange ist ein Kinderbuch, empfohlen ab einem Alter von 10 Jahren.
Die Geschichte beginnt sehr humorvoll, doch man merkt schnell, wie viel mehr hinter den leichten Worten steckt. Lisa erlebt ein richtiges, kleines Abenteuer; in einem doch sehr kurzen Zeitraum lernt sie sie sich selbst und ihr Umfeld ganz neu kennen und entwickelt sich dabei ungemein.
Lisa ist die einzige Figur, der man als Leser näher kommt, doch das ist gar nicht schlimm! Die überschaubare Seitenanzahl gibt da gar nicht so viel mehr Raum, außerdem waren die gegebenen Informationen mehr als ausreichend. Mal abgesehen davon, dass Alexa Hennig von Lange so die kindliche Perspektive verdeutlicht.
Das gelingt ihr generell sehr gut, nur die Wortwahl erschien mir doch das ein oder andere Mal etwas zu erwachsen. Nicht, dass die Zielgruppe das nicht verstehen würde, aber ich bezweifle, dass einige der Formulierungen im Alltagsgebrauch von Kindern zu finden sein werden.
Davon abgesehen wird „Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte“ in jedem Fall der Zielgruppe gerecht. Selbst ich fand es sehr schön, die Welt für eine kurze Zeit aus Kinderaugen zu sehen. Manche Dinge einfach zu tun, die man als Erwachsener wohl zerdenken würde, und im Gegenzug Dinge zu hinterfragen, die für uns selbstverständlich sind.
Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es eine sehr unrealistische Geschichte ist. Die Autorin arbeitet konstant mit Übertreibungen, was für mich aber gut funktioniert hat. Es verdeutlicht die Dinge, auf die es ankommt, und bringt dazu noch eine Menge Humor mit. Alexa Hennig von Lange begegnet ihrer Leserschaft auf Augenhöhe – sie richtet sich zwar eindeutig an eine junge Leserschaft, hält diese aber nicht für dumm. Ironie und Wortwitz sind auf den Punkt genau, doch auch die nicht so schönen Seiten des Lebens werden nicht unnötig verniedlicht.
Fazit:
Alexa Hennig von Langes „Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte“ ist ein bezauberndes Kinderbuch für Groß und Klein. Es ist ein Buch voller Entscheidungen, lebensverändernden Wendungen und auch den Banalitäten des Lebens, die trotz ihrer Alltäglichkeit ganz schön für Drama sorgen können. Einige Formulierungen passten nicht ganz zum jeweiligen Alter der Figuren und die überspitzte Konstruktion ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Sache. Alles in allem kann ich es aber auf jeden Fall empfehlen – gute 4/5 Bücher!
Inhalt: Der Umzug in die "Rentner-Wohnsiedlung" hat Lisas Leben sehr verändert: Es gibt keine Kinder, mit denen sie spielen kann, ihre Ex-beste-Freundin hat sie innerhalb kürzester Zeit ersetzt und dank der Vergangenheit ihrer Mutter kann Lisa kaum einen Schritt allein vor die Tür machen. Dann tut sich aber was im Wohngebiet: Das alte Herrenhaus auf dem Hügel soll ein Waisenheim werden und Lisa malt sich die tollsten Dinge aus: Die Kinder haben ständig jemanden zum Spielen. Kurzerhand geht sie zu dem Gebäude, wird vom Gärtner für eine der Waisen gehalten und durch den Beweis, nicht allergisch zu sein, wie ihre Mutter immer behauptet, landet sie nach einem allergischen Schock auf der Krankenstation. Bei ihrer "Flucht" aus dem Gebäude lernt sie die Waisenkinder Siggi und Lasse kennen - letzterer sieht Lisa einfach zum Verwechseln ähnlich. Und plötzlich geht es in Lisas Leben wirklich drunter und drüber.
Meinung: Schon Titel und Klappentext machen neugierig und versprechen eine humorvolle Geschichte.
Die bekam ich dann auch. Alexa Hennig von Langes Erzählstil ist absolut witzig und ich musste allein aufgrund der so spritzigen Erzählweise und den guten Sprüchen mehrmals laut auflachen. Die Geschichte wird aus der Sicht der 11-jährigen Lisa erzählt, zu der dieser Erzählton einfach wunderbar passt.
Schnell machte mich die Autorin mit Lisa und ihrem von einer Helikopter-Mama geplagten Leben bekannt, für das Lisa auch sogleich die Erklärung liefert. Dennoch ist nichts, wie es scheint und die Geschichte bekommt im Laufe der Seiten immer mehr Tiefgang. Es gibt zahlreiche alltägliche "Probleme" wie Pubertät, Freundschaft und erste Liebe, die auf humorvolle Weise erwähnt werden, aber auch ernstere Themen wie die Wünsche und Selbstdarstellung der elternlosen Kinder.
Auch wenn die Geschichte im Großen und Ganzen vorhersehbar ist, konnte mich die Umsetzung dennoch überzeugen und der stetige Lesedrang ersetzte die fehlende Spannung. Die Seiten flogen nur so dahin, eine Situation führte zur nächsten und ehe ich mich versah, war das Buch zu Ende.
Urteil: "Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte" war eine wunderbar tiefgründige Geschichte, die mit einer großen Portion Humor aufwartet und dennoch traurigere und wichtige Themen nicht außen vor lässt. Verdiente 5 Bücher für Lisa und die Nuss, die ihr Leben veränderte.
Die elfjährige Lisa ist gerade erst mit ihren Eltern aus der Stadt in eine weit abgelegene Neubausiedlung umgezogen. Der Makler hatte der Familie andere Kinder versprochen, aber die Siedlung entpuppt sich als ein wahres Rentnerparadies. Lisa hat durch den Umzug ihre allerbeste Freundin Alice verloren, die sich viel zu schnell mit der Nachfolgerin in Lisas altem Kinderzimmer, Estelle, verschwestert hat. Hatten doch zuvor Lisa und Alice Tür an Tür gewohnt und alles zusammen unternommen. Eigentlich soll Lisa ihre neue Nachbarschaft nicht allein erkunden, denn die Eltern sind besorgt, ihr könne etwas zustoßen. Lisas Mutters ist durch ein eigenes Erlebnis als Mädchen geradezu traumatisiert, auch Lisa könnte wie sie selbst einer versuchten Entführung zum Opfer fallen. Allein und gelangweilt macht sich das Mädchen dennoch auf dem Weg, die Umgebung zu erforschen. Das gerade neu errichtete Waisenhaus bietet sich ihr geradezu an. Noch sind keine Kinder eingezogen, immerhin den Gärtner lernt Lisa kennen. Als er ihr unwissend ihrer Allergie eine Walnuss anbietet, wacht Lisa auf der Krankenstation des Waisenhauses wieder auf. Allergischer Schock! Ohne zuviel von der Handlung verraten zu wollen, so stimmt der Buchtitel nur zu gut, denn für Lisa steht von nun an ihre Welt auf dem Kopf.
Die Autorin Alexa Hennig von Lange schreibt in frischer, moderner, dem Alter ihrer Leser angepasster Sprache. Ihr Schreibstil ist flüssig und in einem hervorragenden Tempo. Die Charaktere sind alle wunderbar angelegt und spielen herrlich miteinander. Die Geschichte selbst ist unsagbar einfühlend und zu Herzen gehend. Die Entwicklung, die Lisa in dem Zeitraum durchlebt ist schön zu sehen und lässt den Leser mit ihr mitfiebern. Die Altersfreigabe ist bei 10 Jahren festgelegt und ich bin sicher, Mädchen und Jungen fühlen sich angesprochen und werden sicherlich auch die Botschaft des Buches verstehen – Freundschaft und Vertrauen.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter. Auch wenn es sich bei diesem Buch um eines für Kinder handelt, so hatte ich doch großen Lesespaß und habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt.