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Jeder Kandidat wird mit einem großformatigen Porträtbild sowie mit einem zweiseitigen Kurzlebenslauf vorgestellt: Staatsmänner, Wissenschaftler, Schriftsteller, Sportler und Sänger. Die Texte sind pointiert geschrieben und streifen die wichtigsten Stationen und Leistungen im Leben der Betreffenden. Natürlich gehen die Beschreibungen angesichts des knappen Umfangs nicht allzu sehr in die Tiefe. Trotzdem verraten sie oft mehr über eine Person als ein Lexikonartikel, weil sie nicht nur Fakten aneinander reihen, sondern auch kleine vielsagende Geschichten erzählen oder Einschätzungen enthalten.
Über eine Bewertung der Auswahl kann man getrost streiten. Hat es Heino wirklich verdient, in einer Reihe zu stehen mit Alexander von Humboldt oder Hildegard von Bingen? Ja, meinen die Autoren im Vorwort: "Wir wollten Debatten, wollten demokratische Vielfalt statt Einvernehmen und Konformität." Dieses Ziel hat das ZDF erreicht, wenngleich die Pop- und Boulevardkultur natürlich tiefe Spuren in der Liste der "Besten" hinterlassen hat.
Im Buch tauchen die 100 Persönlichkeiten übrigens in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer wirklich würdig ist, sich zu den Besten der Besten, den Top Ten, zu zählen, wollte das ZDF seinen Zuschauern überlassen -- und jeder Leser kann das beim Durchblättern dieses Buches noch einmal für sich selbst entscheiden. --Christoph Peerenboom
319 pages, Hardcover
First published November 1, 2003