In ein Schwimmbad einbrechen, zu einem Candle-Light-Dinner ausgefuhrt werden, mich an meine Hochzeit erinnern ... Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgeloscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijahrigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdachtig dunklen Nebel, der sich uber ihre Vergangenheit zieht. Im Leben der 34-jahrigen Allie ist nichts mehr von dem ubrig, was ihr als Teenager wichtig war - nicht einmal ihr Name. Um den Geheimnissen der geschwarzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zuruck in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nachsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest. +++ Allies Erinnerungsliste "Memories To Do" im Anhang! +++"
17 Jahre sind aus Allies Gedächtnis getilgt worden. Von einem Tag auf den anderen fehlt ihr die Erinnerung an ihr halbes Leben: Die Geburt ihres Kindes, ihre eigene Hochzeit, alles ist durch einen unglücklichen Unfall verschwunden. Allies Gedächtnis ist auf dem Stand ihres 17-jährigen Ichs. Um herauszufinden, wer sie ist, bleibt nur eine Möglichkeit: Ihr alter Freund Luis, der die letzte Person ist, an die sie sich erinnern kann, soll mit ihr in ihre Heimatstadt Townsend reisen. Doch was wird Allie finden, wenn ihr Gedächtnis wieder aufgewühlt wird? Und welches Geheimnis steht zwischen Luis und ihr? Eine Liste mit allen Erlebnissen, die sie nachholen will, begleitet Allie auf ihrem steinigen Weg zu ihrem Glück…
Meine Bewertung
Hach. Schon wieder so ein Herzschmerzbuch, ein Buch zum verlieben und träumen, zum aufatmen und mitfiebern. Ein Buch, das Herzklopfen und Gänsehaut vorantreibt, mit so viel Gefühl und liebenswürdigen Charakteren, dass man es kaum aus der Hand legen mag. Seit ich Linda Schipp auf der Autorenmesse 2016 in Frankfurt getroffen und „Memories To Do“ noch in der Selfpublisherausgabe gekauft habe, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Jetzt kam ich endlich dazu, und habe damit direkt wieder einen Drachenmondtitel durchgesuchtet, der ein besonderes Highlight des Verlags ist – und das zurecht.
Unsere Protagonistin Allie ist ein komplexer Charakter mit vielen Gefühlen, die nicht allein für ihre Verwirrung sorgen. Von Anfang an fand ich die junge Frau sympathisch, ganz egal, in welcher Lebenslage sie sich gerade befand. Ihre Erfahrungen haben sie deutlich geprägt, sie ist ein dreidimensionaler Charakter mit einer breiten Emotionsspanne, die auch sehr passend ausgeschöpft wird. Allie kam mir während des Buches nicht nur wie ein fiktiver Charakter, sondern wie ein Mensch vor, den man genauso gut auf der Straße treffen könnte. Ihr Gedächtnisverlust macht sie angreifbar, aber auch stärker, und ich fand ihre unerschütterliche aber gleichzeitig sensible Art, ihren Weg zu finden, unheimlich bezaubernd.
Auch die anderen Charaktere, die Linda Schipp konstruiert hat, haben voll ins Herz getroffen. Selten habe ich in einem Liebesroman so bemerkenswert tiefgründige Figuren getroffen, deren Beweggründe und Handlungen man leicht nachvollziehen kann, auch wenn man sie nicht in Ordnung findet. Mehr als einmal habe ich während des Buches mit mir gerungen, ob Allie tatsächlich bei ihrem Ehemann bleiben oder Luis, ihren alten Freund, wählen sollte. Es war eine besondere Dreiecksbeziehung und obwohl ich normalerweise dieses Klischee nicht ausstehen kann, war die Umsetzung hier so erfrischend und ergreifend, dass ich nicht daran mäkeln kann. Es hat der Stimmung im Buch einen besonderen Pluspunkt verpasst, eine dramaturgische Spitze, die mich immer weiterlesen lassen wollte.
Der Name des Buches ist hier auch Programm. Wer stur darauf hofft, dass Allie ihre alten Erinnerungen wiederfindet, sollte sich das aus dem Kopf schlagen. Hier geht es um neue Erlebnisse und darum, den eigenen Lebensweg zu finden. Natürlich spielt Allies Amnesie hierbei eine wichtige Rolle, aber es geht um so viel mehr: Die Bedeutung von Familie und Freundschaft, den Stellenwert von Liebe und natürlich auch darum, dass das Leben nicht immer so spielt, wie man es gern hätte. Trotzdem sollte man versuchen, damit klug umzugehen und auch in schlechten Zeiten nach dem Licht zu greifen, dass das Leben trotz allem zu bieten hat.
Neuanfänge und alte Erinnerungen mischen sich zu einem emotionalen Buch, das nicht nur typische Liebesroman-Leser begeistern wird. Mir ging Allies Geschichte zumindest sehr ans Herz, die lebendigen Charaktere und das Drama in der Story wurden clever versponnen und bilden eine intensive Atmosphäre, aus der man sich weder befreien kann noch will. Ein absolutes Highlight in dem Genre!
Aufmerksam auf dieses Buch bin ich durch das wundervolle Cover geworden. Als ich dann auch noch so viele gute Rezensionen dazu gelesen habe, war ich sogleich Feuer und Flamme und musste es einfach lesen. Geschichten, in denen die Protagonisten Listen abarbeiten, habe ich schon immer gerne gemocht und so konnte ich es kaum abwarten "Memories to do" zu beginnen. Am Anfang konnte mich Linda Schipp mit ihrer Geschichte auch noch überzeugen. Ich fand es spannend zu lesen, wie die Sprache auf die Liste gekommen ist. Neugierig folgte ich dem weiteren Verlauf, doch schon sehr bald machte sich Ernüchterung breit. Zuerst möchte ich etwas zu Allie sagen: Sie ist mir die gesamte Zeit über kein bisschen ans Herz gewachsen. Für mich war sie einfach nur eine Hülle, die durch das Buch schwebte. Emotionen? Fehlanzeige! Ich habe es vermisst zu sehen, wie traurig und verzweifelt sie von ihrem Gedächtnisverlust ist. Selbst wenn derlei Regungen von ihr beschrieben wurden, habe ich ihr die überhaupt nicht abgenommen. Als sie erneut auf Luis, ihre Jugendliebe, trifft, benimmt sie sich wie eine läufige Hündin. Das war mir zu viel, zu überspitzt, zu krass dargestellt. Allgemein empfinde ich es als eher fragwürdig, dass der Ehemann seine Ehefrau mit ihrer Jugendliebe verreisen lässt. So geschehen in "Memories to do". Allies Mann spricht zwar "ein ernstes Wort" mit Luis, aber so wirklich um sie kämpfen tut er nicht.
»"Den du liebst, mit dem stehst du alles durch. Daran musst du immer denken, immer. Denn Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf."« Zitat aus: "Memories to do, Allies Liste"
All das sind Szenen, in denen man große Gefühle in die Geschichte mit einbringen kann, um sie lebendig werden zu lassen. Doch dies hat Linda Schipp leider nicht geschafft. Auf mich wirkte alles ein Stück lieblos und kalt. Die großen Gefühlsmomente blieben gänzlich auf der Strecke. Besonders enttäuscht bin ich darüber, dass die Liste, die so groß angepriesen wird, eher im Hintergrund "bearbeitet" wird. Die Hauptstory behandelt die Bemühungen, dass Allie ihr Gedächtnis wiedererlangt. Ich hätte mich vielleicht mit diesem anderen Verlauf anfreunden können, wenn es ansprechend und spannend umgesetzt worden wäre, doch leider zieht sich die Geschichte auf gerade mal 296 Seiten so dermaßen in die Länge, dass ich das Gefühl hatte, einen richtig dicken Schinken zu lesen und dabei nicht voran zu kommen. Mir fehlte nicht nur Tempo, sondern auch Spannung, und Überraschungen. Dazu wurde auch noch ständig erwähnt, dass Luis ja etwas so furchtbares getan hat und er das Allie auf keinen Fall sagen darf. Nachdem ich das so oft gelesen hatte, konnte ich es irgendwann nicht mehr ertragen. Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass es natürlich rauskommt und das es auch nicht toll ist, was er getan hat. Aber so wirklich schrecklich kam es nicht bei mir an. Es wirkte alles so konstruiert auf mich. Und ich denke genau aus diesem Grund prallte dieses Ereignis einfach so an mir ab. Es tut mir leid, aber ich war sehr erleichtert, als ich endlich die letzte Seite hinter mich gebracht hatte.
Fazit: Bedauerlicherweise konnte mich "Memories to do" leider überhaupt nicht von sich überzeugen. Ich fand es zum Gähnen langweilig und habe mich durch die Seiten gequält. Von Emotionen keine Spur und die Liste ist auch eher eine Nebengeschichte. Ich hätte das Buch fast abgebrochen, habe mich aber drei Wochen lang gezwungen weiterzulesen.
Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgelöscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijährigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdächtig dunklen Nebel, der sich über ihre Vergangenheit zieht. Um den Geheimnissen der geschwärzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zurück in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nächsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich ist: Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest.
Dieser Roman lässt mich etwas zwiespältig zurück. Einerseits hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Die Idee ist toll und auch die Personen fand ich alle irgendwie sympathisch. Andererseits wurde es manchmal etwas langatmig, es hat mir Schwung gefehlt. Die Geschichte wird super aufgebaut, denn grade am Anfang war ich viel am Rätseln und konnte mich treiben lassen, um zu sehen was passiert. Die Idee, dass Allie ihre Erinnerungen auf einer Reise wiederfindet und vielleicht zu einer neuen Person wird, fand ich wirklich gut. Auch das Luis sie begleitet, der einzige Mensch der ihr noch geblieben ist, wo sie sich nicht einmal an ihren Mann erinnern kann. Auch das Beschreiben der Gefühle oder wenn Allie eine kleine Erinnerung zurückbekommt fand ich sehr schön beschrieben. An sich hat es Spaß gemacht, mit Allie auf die Reise zu gehen. Ja jetzt kommt ein Aber. Denn, manchmal hat sich die Geschichte ein wenig verlaufen. Es gibt Passagen, da ist die Geschichte ein wenig langatmig. Sie kreist um verschiedene Themen aber kommt nirgendwo zum Punkt. Dort wollte ich einfach nur, dass es vorwärtsgeht. Das fand ich etwas schade. Ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gutgetan. Auch hätte ich mir wenigstens ein paar mehr Erinnerungen gewünscht. Das wäre irgendwie schön gewesen. Alles in allem ist es ein ganz guter Debütroman, dem in meinen Augen etwas Pepp fehlt. Ich würde gerne 3 ½ Sterne geben aber da das meistens nicht geht gibt es 3.
Romane über Gedächtnisverlust: Ein heikles Thema, denn die wenigsten haben es selbst erlebt und wissen, wie es sich anfühlt. Doch in diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin den Nerv getroffen hat. Allie ist ein spezieller Patient. Zwei Unfälle hatte sie, im Abstand von 17 Jahren. Zweimal im Koma lag sie. Schon eine ordentliche und eher unwahrscheinliche Situation in einem einzigen Leben. Nachdem sie aufwacht fehlen Allie genau die siebzehn Jahre zwischen den Unfällen. Sie versucht ihr Leben zu rekonstruieren, fühlt sich jedoch dabei wie siebzehn und nicht wie 34. Das führt dazu, dass auch ihre Gefühle die der siebzehnjährigen sind, doch ihr 34-jähriges Ich ist sich mit ihr einig. So kommt es dazu, dass man eine seichte, schöne Liebesgeschichte erwartet. Doch durch Allies Mann weiß man sofort, dass die Geschichte nicht so seicht wird, wie vermutet. Zudem hat Allie wichtige Dinge vergessen. Die Vergangenheit aufzuarbeiten ist immer schwer und ich liebe es, Charaktere in ihre Vergangenheit zu begleiten. Allie sucht altbekannte Orte und Freunde auf und setzt sich ihre Vergangenheit Stück für Stück zusammen. Die ganze Geschichte über versucht man selbst diese Teile zusammen zu setzen und herauszufinden, was denn das "Ding" ist, welches ihr verschwiegen wird. Das Buch ist realistisch geschrieben. Ich konnte mich in Allie hinein fühlen. Ein perfektes Zusammenspiel aus der Akzeptanz des neuen Lebens und der Verzweiflung, dass alte nicht mehr zu kennen. Ich kann an dieser Stelle gar nicht soviel zum Roman selbst erzählen, da mit der Beschreibung "tiefgründig" schon alles zusammengefasst ist. Man lässt sich auf eine Reise ein, reflektiert auch das eigene Leben, stellt sich zig Fragen über einen selbst. Man wünscht der Protagonistin ein Happy End, leidet und freut sich mit ihr. Am Schönsten fand ich den Schreibstil, der so glaubwürdig rüber kam. Keine unrealistischen Streitereien, Gespräche oder sonstiges. Ein Herzensroman.
Charaktere
Allie kam mir oft gar nicht vor wie 34. Kein Wunder, denn sie ist in ihrem 17-jährigen Ich stecken geblieben und oft fand ich superschön zu lesen, wie frei sie das macht, obwohl sie ja eigentlich älter ist. Ohne die Last vieler Jahre ist man unbefangener, es gibt weniger zu verarbeiten. Auch Luis hatte ich auf Anhieb gerne. Optisch scheint er ein klischeehafter Bundi zu sein. Kurzes Haar, stämmige Figur. Doch tief in ihm drin sind tiefe Gefühle verborgen. Aber auch düstere und Geheimnisse. Und auch mir viel es schwer ihn bis Ende zu durchschauen.
Schreibstil & Sichtweise
Das Buch ist tiefgründig und mitreißend geschrieben. Man leidet mit Allie, man freut sich mit Allie. Die Geschichte bleibt eher auf einem seichten Level. Süße, kleine, schöne Momente erfreuen den Leser. Überschattet von dem finalen Ende, welches Allie, sowie den Leser in Zwiespalt bringt und nachdenklich stimmt. Die Autorin lockt gekonnt die Gefühle hervor und fokussiert sich aufs Wesentliche. Geschrieben ist das Buch aus Allies Sicht in der dritten Person.
Zitat
"Mann muss versuchen, zu Lebzeiten Tausend und Abertausende Erinnerungen zu sammeln. Damit man später einmal von ihnen zehren kann." Position 4749
Fazit
Ein Herzensroman, der ein tiefgründiges Thema beleuchtet, welche wohl kaum jemand nachvollziehen kann. Dennoch wirkt es, als steckte die Autorin mittendrin. Die Geschichte wirkte real, nahm einen mit, brachte die Emotionen zum kochen. Die Idee mit der Liste ist wunderbar.
Ich weiß überhaupt nicht, wie diese Geschichte so schnell so bergab gehen konnte. Auf den ersten Seiten dachte ich, dass es halt eine weitere cringy, aber cute Romance Story über Gedächtnisverlust wird. Aber dann plötzlich ist die Autorin komplett auf Abwege geraten.
An den trigger warnings erkennt ihr es bereits, es passiert so viel mehr als man von einer kleinen Geschichte erwarten würde und sie waren so dermaßen schlecht und teilweise eklig verpackt, dass ich ab der Hälfte des Buches nur noch wütend war. Ich hab gar nicht glauben können, was ich da lese.
Die Handlungsidee ist sehr gut, leider hapert es an der Umsetzung. Der Schreibstil ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Ständig wird die Sicht gewechselt, aus der die Geschichte erzählt wird. Tatsächlich erzählt die Hauptperson Allie ziemlich wenig ihrer eigenen Geschichte, obwohl sie laut Handlung auf der Beerdigung ihrer Familie ihre eigene Lebensgeschichte erzählt. Auch das Ende kommt sehr plötzlich und eher hölzern und ungelenk daher. Schade eigentlich.
Cover: Mir gefiel das Cover auf Anhieb. Es ist durch die Farbauswahl hell und freundlich gestaltet und fällt dadurch in meinen Augen wirklich auf, was der Geschichte sehr zu Gute kommt. Ich finde die einzelnen Elemente des Covers sehr gut gewählt. Dazu zählt beispielsweise die Schrift auf dem Cover, die einfach sehr gut zum Inhalt passt. Genauso hat das Boot auch eine besondere Bedeutung, wie man im Buch erfährt. Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Cover, das zum Inhalt passt sowie neugierig auf die Geschichte dahinter macht.
Inhalt: Linda Schipp hatte mit "Memories To Do: Allies Liste" eine Idee, die mich begeisterte. Allie hat nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren und kann sich an nichts mehr nach ihrem 17. Lebensjahr erinnern. Mit 34 Jahren versucht sie nun, ihre Vergangenheit zu rekonstruieren. Man findet mit Allie gemeinsam alte und neue Freunde und stößt auf Geheimnisse, die es in sich haben. Der Einstieg in die Geschichte war überraschend, denn man startet viele viele Jahre später, doch gerade das gab der Handlung einen kreativen Rahmen. Man war sofort mitten drin und hing wie gebannt an Allies Lippen, die ihre Geschichte erzählten. Die Handlung war sehr gut durchdacht und in allen Aspekten logisch, aber dennoch so gestaltet, dass man sich vieles wirklich absolut nicht denken konnte und einen so einige Überraschungen erwarteten. Ich würde "Memories To Do" als spannend und gefühlvoll beschreiben, denn ich verbrachte tolle Stunden mit Allies Geschichte, die mich mit all ihren Facetten begeistern und fesseln konnte.
Charaktere: Ich fand in Allie schon auf den ersten Seiten eine Freundin. Ihr Charakter erschien mir so wahnsinnig liebenswürdig, dass ich gar nicht anders konnte. Sie ist frech, hat aber doch ihre schüchternen Seiten und hat definitiv Humor. Als ich mitbekam, was ihr geschehen ist, war ich sehr bestürzt, denn ein derartig extremer Gedächtnisverlust ist wahrlich grausam. Doch Allie ist eine Kämpfernatur und tut alles, um für sich und ihre Familie ihre Vergangenheit zurückzubekommen. Sie macht sich mit ihrem besten Freund Luis auf eine Reise in längst vergessene Zeiten. Man merkt, wie sehr ihr die ein oder andere Situation zusetzt und wie serh sie an vielen Dingen zu knabbern hat. Doch Allie wächst daran und die Entwicklung wurde für mich deutlich spürbar. Sie beginnt zu begreifen, was ihr wirlich wichtig ist. Insgesamt war Allie eine tollen Protagonistin, die mit ihrer starken Gefühlswelt einfach authentisch wirkte. In meinen Augen ist sicher jeder ein Fan von Luis. Nicht, weil er perfekt und liebevoll und sonst wie zuvorkommend ist. Sondern weil er echt ist mit all seinen Ecken und Kanten. Auch ihn lernt man im Verlauf der Geschichte immer besser kennen und blickt immer mehr hinter seine Fassade. Luis ist ein spannender Charakter, der so viel mit sich herumträgt und doch so stark wirkt. Auch die Nebencharaktere fügten sich nahtlos in die Geschichte ein und wurden liebevoll vielseitig gestaltet. Man hegte Sympathien und dann auch mal eher weniger gegenüber manchen, was der Geschichte einen weiteren Hauch Spannung verlieh.
Schreibstil: Linda Schipps Schreibstil konnte mich in "Memories To Do" sehr überzeugen. Die Beschreibungen waren sehr bildlich, sodass man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen konnte und das Handeln der Charaktere miterleben konnte. Genauso gut gefiel mir das Erfrischende an dem Schreibstil der Autorin. Es ließ sich sehr gut und fließend lesen und war in meinen Augen noch dazu sehr unterhaltsam durch die amüsanten Dialoge, vor allem zwischen Luis und Alison. Besonders fasziniert war ich von dem Rahmen, den Linda Schipp der Geschichte gab. Man beginnt in der Zukunft und wirft mit Allie zusammen einen Blick in die Vergangenheit. Diese Idee fand ich sehr passend und kreativ und ich finde, dass sie der Sahnehaube eine kleine Kirsche aufgesetzt hat. Es gelang Linda Schipp die Gefühle und Gedanken der Charaktere mir als Leser wirklich nahe zu bringen und mich in die Geschichte zu entführen. Ich lachte, weinte und liebte mit Allie gemeinsam und wurde von dieser Geschichte wirklich berührt.
Fazit: "Memories To Do: Allies Liste" konnte mich absolut berühren. Allies Gedächtnisverlust war sehr gravierend, sodass sie versucht, ihre Vergangenheit zu rekonstruieren. Idee und Umsetzung konnte mich total überzeugen, denn es war spannend, Allies Vergangenheit mitzuerleben, Geheimnissen auf die Spur zu kommen und mit der erwachsenen Allie gemeinsam zu lernen, was im Leben zählt. Linda Schipp vermittelt in ihrem Werk, wie wichtig es ist, dass man sich selbst treu bleibt und man danach gehen soll, was einen selbst glücklich und zufrieden macht, selbst wenn andere meinen, besser zu wissen, was das ist. Kreative und vielseitige Charaktere sowie ein humorvoller und gefühlvoller Schreibstil sorgten für tolle Lesestunden zum lachen und weinen.
Darum gehts Allie ist erfolgreiche Journalistin, Bestsellerautorin und führt das perfekte Leben, bis sie einen Unfall hat. Danach kann sie sich an die letzten 17 Jahre, die Hälfte ihres Lebens, nicht mehr erinnern. Ihr Mann Aaron, ihr Sohn…einfach alles weg. Das einzige, was Allie halt gibt sind die Erinnerungen an ihren besten Freund Luis. Das war er zumindest Mal. Zusammen machen sich die beiden auf den Weg in ihre Heimat Townsend, damit Allie ihre Erinnerungen wiederfindet. Doch auf der Reise in ihre Vergangenheit muss sie erkennen, dass nicht immer alles so perfekt war, wie es scheint. Damit beginnt auch eine Suche nach sich selbst und nach der Antwort auf die Frage, was wichtiger ist: Ihr altes Leben wiederzubekommen oder das neue zu leben?
Meine Meinung Dieses Buch ist wahnsinnig toll und schön und hach! Ich bin immer noch ganz begeistert! Memories to do ist mit eins der besten Bücher aus dem Bereich Romantik, das ich je gelesen hab – und das sind viele. Ein klasse Debüt liebe Linda! Ein Buch für alle, die sich wünschen, ihrem Leben eine zweite Chance zu geben.
Der Einstieg gelingt sehr leicht, auch wenn man sich in das Szenario 2071 erst einmal hineinversetzen muss, da man das so gar nicht erwartet hätte. Denn eigentlich erwartet man so etwas wie im Film Für immer Liebe. Leider falsch gedacht lieber Leser! Diese Geschichte ist so komplett anders. Die Figuren sind einem direkt sympathisch. Der innere Zwiespalt von Allie zwischen ihrem Jugendlichen- ihrem Erwachsenen- und ihrem Jetztigen-Ich wird sehr gut dargestellt und man kann sich gut in Allie hineinversetzen.
Der gesamte Plot war einfach so ganz anders als erwartet. Die große Sache, die Luis immer erwähnt konnte ich bis zur Auflösung nicht komplett entschlüsseln und es hat mich wirklich aus den Socken gehauen! Das Buch kommt auch fast komplett ohne jeglichen Romantik-Kitsch oder die üblichen Floskeln aus so Frauen-Liebesromanen aus. Es sind auch Erotikszenen enthalten (was ja dann doch öfter Mal vorkommt), sondern nur Beschreibungen vergleichbar mit einem leichten Prickeln. Und das alles hat der Geschichte definitiv keinen Abbruch getan, sondern die Gefühle tiefer und echter wirken lassen. Es war erfrischend und es hat so viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und Allie auf ihrer Reise zu begleiten! Nicht zu letzt auch wegen des Schreibstils von Linda Schipp. Das findet man wirklich selten bei einem Debüt und Selfpublisher in Kombination. Wüsste ich es nicht besser könnte dieses Buch auch in einem der großen Verlage erschienen sein. Vom Epilog wurde ich dann regelrecht angesprungen, so unerwartet kam er plötzlich für mich. Hier wartet dann noch einmal ein besonderer Hammer für euch.
Fazit Lest dieses Buch! Memories to do ist die etwas andere Liebesgeschichte, ganz ohne Kitsch, aber trotzdem mit ganz großen Gefühlen! Wer auf der Suche nach einem tollen Liebesroman für den Sommer ist, ist hier an genau der richtigen Adresse.
Wie soll ich anfangen? "Memories To Do - Allies Liste" ist eine Geschichte, die mich ganz tief in meinem Herzen berührt hat. Eine Reise in die Vergangenheit und in die Zukunft, die Suche nach verloren gegangenen Erinnerungen und das Finden neuer Erinnerungen.
Der schörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Allies Suche nach ihren Erinnerungen ist gefühlvoll und herzzerreißend geschrieben und hat mich von Anfang bis Ende an die Seiten gefesselt. Beim Lesen spürt man richtig das Herzblut der Autorin, das in jedem einzelnen Wort versteckt ist. Mir liefen die Tränen über die Wangen und trotzdem hatte ich durchweg ein gutes Gefühl und war einfach nur glücklich.
Die beiden Hauptprotagonisten sind mit soviel Liebe gezeichnet. Es war mir eine Freude ihre verschiedenen Facetten in den verschiedenen Lebenslagen zu erleben und gleichzeitig ihre Zerrissenheit zu fühlen. Allie und Luis habe ich gleich in mein Herz schließen können, aber auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben ihre Ecken und Kanten. Allie und Luis wirken authentisch und handelten für mich nachvollziehbar.
Hier wird nicht nur einfach Allies Geschichte erzählt, sondern man hat als Leser tatsächlich das Gefühl Teil dieser Geschichte zu sein als bewege man sich selber mitten im Geschehen, wenn auch nur als Stiller Beobachter. Auch wenn die Reise doch eher ruhig erscheint, keimt doch ein Funken Spannung auf, denn natürlich gibt es ein großes Geheimnis zu lüften, wozu nur noch Luis in der Lage ist. Aber wird er Allie tatsächlich die ganze Wahrheit sagen? Wird er die neu gewonnene Nähe zu Allie aufs Spiel setzen?
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir tatsächlich während des Lesens Gedanken gemacht habe, welches Geheimnis so dramatisch sein kann, weshalb Allie ihrer Heimatstadt den Rücken kehrte, sie den Kontakt zu ihrer geliebten Mutter abbrach und warum aus den zwei Seelenverwandten nichts geworden ist. Auf der einen Seite lag ich mit meiner Vermutung schon richtig und trotzdem konnte ich noch überrascht werden, denn die Auflösung war noch ... ach das solltest du lieber selber lesen.
Fazit: "Memories To Do - Allies Liste" ist eine wundervolle Geschichte über die Liebe zum Leben und die Tragweite von Erinnerungen. Gefühlvoll und Herz zerreißend geht man mit Allie auf eine Reise auf der Suche nach ihren verloren gegangenen Erinnerungen und gewinnt neue hinzu, welche die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit einander verbindet und definitiv zum Nachdenken anregt. Die Geschichte um Allie und Luis hat mir unglaublich schöne Lesestunden beschert und ja, ich habe auch das ein oder andere Taschentuch benötigt.
Erster Satz: Liv verweilte noch einen Augenblick vor dem Blumenbouquet und zögerte. Meine Meinung: Das erste Kapitel hat mich seeehr verwirrt - Überschrift: Juli 2071.. okaaay? Aber es war glücklicherweise nur die Einleitung, die ich trotzdessen etwas merkwürdig fand. Wir begleiten dort Liv, die auf der Beerdigung ihres Opas ist, heimlich den elektronischen Grabstein anschaltet und eine Liste ihrer Oma vorfindet besagte Memories To Do Liste. Natürlich fängt Oma Allie dann an und erzählt ihre Geschichte. Diese Geschichte fand ich teilweise sehr anstrengend und langatmig. Man trat ewig auf der Stelle und es ging nicht voran. Richtig in Fahrt kam die Geschichte erst ab ca. 50-75%. Ebenfalls störend fand ich die Perspektivenwechsel, von Absatz zu Absatz. Wie oft musste ich nachlesen, ob ich mich auch nicht verlesen hab. Anstrengend! Allie hat ihr Gedächtnis verloren und ist bei ihrem 17. Lebensjahr stehengeblieben - bleiben 17 Jahre, an die sie sich nicht erinnert. Weder daran Aaron geheiratet zu haben, noch einen Sohn mit ihm bekommen zu haben. Sie erinnert sich nur an Luis, der einen sehr verschlossenen und undurchschaubaren Eindruck macht. Nun ja, Luis soll mit Allie in ihr Heimatdorf fahren, um ihre Erinnerungen zurückzubekommen - im Auftrag Aarons. Eigentlich ziemlich unrealistisch, Aaron (der Ehemann), will dass Allie alleine mit Luis (ihrer Jugendliebe) verreist, im Wissen, dass Allie immer noch Gefühle für Luis hat. Die Charaktere allgemein haben mich auch nicht wirklich angesprochen, sie wirkten sehr eindimensional und . doof. Allie's innerlicher Konflikt nervte mit der Zeit und Luis.. von ihm las man andauernd, dass er Allie nicht die Wahrheit sagen könne, wegen 'der Sache'. Das war, glaube ich, auch das einzig Interessante an dem Buch, ich wollte unbedingt erfahren was denn nun 'die Sache' ist und warum sie ihre Beziehung auf ewig zerstören würde. Ich muss zugeben, dass der letzte Teil des Buches gut durchdacht und geschrieben war (auch wenn man es etwas erahnen konnte) und dafür erhält "Memories To Do" von mir 3 Sterne.
Ein kleines Indie Meisterwerk Viel Arbeit und Durchhaltevermögen, aber auch ein wahres Talent, steckt hinter diesem traumhaften Buch, was mich wirklich verzaubert hat.
Der bildhafte Schreibstil der Autorin Linda Schipp ist einfach zum verlieben. Hinter der Story steckt eine wahrlich schöne und durchdachte Story, für jedes Alter. Die Charaktere sind bedacht und wunderbar beschrieben und es ist so einfach, in die, doch verwirrende Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen. Sie sind lebendig, so wie auch der kleine Ort so lebendig wirkt.
Die Story legt einem nahe, welche Rolle Erinnerungen eigentlich spielen. Wie prägen sie uns? Und was tun wir, wenn wir sie verlieren? Versuchen wir sie wiederzuerlangen? Oder schließen wir mit der Vergangenheit ab und beginnen einen Neustart?
Linda Schipp entführt uns mit Allie, Luis und weiteren wundervollen Charakteren in eine Welt in der es nicht nur um das Wiedererlangen von Erinnerungen geht, sondern auch um Freundschaft, Liebe, Verrat und Lügen.
Dieses Buch beschreibt das wahre Leben und das wahre Leben hat nicht immer ein Happy End. Dem ist sich auch Allie bewusst. Doch wie wird ihre Story enden?
Wenn ihr darauf gespannt seid, legt euch die Hand aufs Herz und greift nach dem Buch. Die junge Autorin hat es verdient.
Für mich ist es eindeutig auf Platz #1 der diesjährig gelesenen Bücher und passt auch super als Frühlingslektüre. (weiterer Wink mit dem Zaunpfahl das ihr das Buch JETZT kaufen solltet).