Der Autor wagt sich an ein Buch über Mathematik und Physik, das physikalische Zusammenhänge für Laien interessiert und spannend zusammenfasst und Interesse wecken soll.
Das ist Schaller im Großen und Ganzen auch gelungen. Große Wissenschaftliche Entdeckungen werden mit Anekdoten gespickt und keinesfalls langsweilig wiedergegeben. Kleine Feinheiten werden für so ein Buch zu recht herausgefiltert und übergangen, ansonsten wäre eine Spannende Erzählung auch kaum möglich. Die Kapitelgröße ist genau richtig gewählt, um das Wissen "häppchenweise" zuzubereiten und so weder zu kompliziert, noch zu langweilig zu werden. Die Sprache und das ausschmücken mit Geschichten machen Spaß und fördern die Lust am Weiterlesen.
Ein Alleinstellungsmerkmal hat das Buch allerdings nicht. Von dieser Sorte Buch gibt es dutzende, und das Besondere oder eine spannende Innovation hat Schaller nicht im Buch untergebracht. Lesenswert ja, besonders leider nicht.
Wer allerdings schon über Wissenschaft schreibt und sich als Physiker profiliert, sollte bevor er ein Buch veröffentlich auch die Fakten überprüfen. Vor allem jene, die nicht zum Fachgebiet des Autors zählen. Leider hat das hier wohl nicht funktioniert und die Vorurteile gegeüber dem angeblich dunklen und vor allem dummen Mittelalter haben hier obsiegt: Ganz im Gegesatz zu den Ausführungen des Autors konnten die Menschen nicht nur Tageszeiten messen, denn schon um 1300 n.Chr. kamen die ersten Räderuhren auf, die minutengenau Zeiten angeben konnten.