Ein 17-jähriger Schüler und eine 29-jährige Geschäftsfrau - kann das gutgehen?
Im 12. Jahrhundert haben sie sich heimlich Prinzessin Yuna und der Samurai Yoshi. Doch als sie in unserer Zeit für eine zweite Chance wiedergeboren werden, schlagen ihre Herzen für unterschiedliche Yuna ist eine tüchtige Geschäftsfrau, und Yoshi zockt lieber Computerspiele, statt für die Schule zu lernen. Erst durch Mura, einen alten Widersacher der kaiserlichen Familie, kreuzen sich ihre Wege wieder. Im Kampf um Leben und Tod entfacht das Feuer zwischen Yoshi und Yuna neu. Da entscheidet sich der Samurai in Yoshi erneut für den Ehrentod, um Yuna zu retten... Ist ihre Liebe für immer verloren?
An Lin wurde 1984 bei Hamburg geboren, lässt sich aber auch gerne von süddeutscher Dorfidylle inspirieren.
Seit ihrer Kindheit beschäftigt die Autorin sich mit Japan. In ihrem Studium der Literatur, Geschichte und Soziologie verfasste sie wissenschaftliche Arbeiten über Nihon, lernte die Sprache und bereiste das Land. Das brachte sie dazu, Japan-Romane für junge Erwachsene zu schreiben. Zuvor skriptete sie für renommierte Häuser wie den Carlsen Verlag Comics und andere Texte im japanischen Stil.
Die Autorin geht gerne mit Freunden in Hamburg Sushi essen, sammelt Manga, joggt leidenschaftlich gern durch süddeutsche Wälder, fährt ein japanisches Elektroauto, bespricht Romane in einem privaten Jane-Austen-Club und leitet in Stuttgart einen Stammtisch für Japan-Interessierte.
Worum geht's? Yuna, eine Geschäftsfrau, ist 29 und steht mitten im Leben. Yoshi ist 17 und spielt lieber Computerspiele, als sich auf Schule zu konzentrieren. Beide leben im 21. Jahrhundert, aber was sie demnächst feststellen müssen, ist: Im 12. Jahrhundert, im japanischen Mittelalter, war Yuna eine Prinzessin und Yoshi ein Samurai. Um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, müssen die beiden sich zusammentun und nach den Menschen suchen, die ihr Leben beenden wollten. Zur Unterstützung haben sie ihre besten Freunde, Ami und Riku, an der Seite, die sich mit ihnen durch das heutige Kyoto schlagen, um nach Antworten zu suchen.
Meine Meinung Das Erste, das mir auffiel als ich anfing "Geliebter Samurai" zu lesen, war, wie erstaunlich flüssig und leicht sich der Schreibstil lesen lässt. Aus der Ich-Perspektive lernt der Leser Yuna und ihre Art schnell kennen und es dauert nicht lange, bis die eigentliche Story losgeht: Der Moment, in dem Yuna den siebzehnjährigen Yoshi sieht und den Samurai aus ihren Träumen erkennt. Yuna beschreibt die Situation mit Humor und Selbstironie, die nötig waren, damit der Unterhaltungsfaktor bestehen blieb - denn wirklich "ernst" konnte man die Situation, in der Yuna einen Minderjährigen verfolgt bzw. "stalkt", wie sie es selbst schreibt, nicht nehmen. Generell habe ich mich oft dabei ertappt, wie ich als Leser die Situationen ernst nehmen wollte (ich sollte vielleicht mehr humorvolle Bücher lesen) und erst als ich mich ein wenig entspannt habe, konnte ich die Geschichte von vorne bis hinten wirklich wertschätzen.
Es klingt vielleicht komisch, aber das Buch liest sich wie ein Manga. Ich fand das super, ich liebe Mangas. Die Verbindung rührt nicht zwangsläufig daher, dass die Handlung in Japan spielt, aber so wie die Autorin die Figuren und ihre Reaktionen zeichnet - humorvoll und ein wenig überspitzt - habe ich gleich den Manga-Stil vor Augen. Es kann aber auch daran liegen, dass ich bei den Figuren schon andere Bilder im Kopf hatte. Bei Yuna denke ich immer an Yuna aus den Final Fantasy-Spielen, und bei Figuren wie Ami (Sailor Moon) und Riku (Kingdom Hearts) kommt die Autorin (auf selbstironische Weise) auch zu sprechen, nur leider hat mich das ein wenig irritiert. Für Leute, die die Mangas/Animes/Spiele nicht kennen macht das Wohl keinen Unterschied, aber ich bin teilweise mit diesen Figuren aufgewachsen und hatte Probleme, eigene Vorstellungen auf An Lins Charaktere zu projizieren. Ich verstehe, dass auch darüber Witze gemacht worden sind, aber irgendwann waren diese auch nicht mehr so lustig wie zu Anfang.
Die Geschichte arbeitet mit japanischen Elementen, unter anderem Wiedergeburt, Samurai und Ninja, aber auch die mittelalterliche japanische Geschichte fließt ein wenig mit ein, die anhand von Yunas bzw. Yoshis Träumen ihren Weg in die Handlung finden. Aufgepeppt wurde die Story mit witzigen Dialogen und spannenden Action-Szenen, sodass ich das Buch eigentlich nur selten von der Hand legen konnte. Die Liebesgeschichte kommt auch nicht zu kurz, denn wann immer Yoshi und Yuna alleine sind hat es in der Luft geknistert. Wahrscheinlich bin ich jetzt ein Spielverderber, wenn ich sage, ich hätte mir gewünscht hätte die Autorin Yoshi ein Jahr älter, also 18 gemacht. Dann hätte ich nicht so große "Bedenken" und hätte mich vielleicht ein wenig mehr auf die beiden einlassen können. Denn ich glaube nicht, dass dieses eine Jahr einen Unterschied gemacht hätte - das schlussendliche Problem, vor dem Yuna sich fand, war der große Altersunterschied, und der wäre auch gegeben, wäre Yoshi volljährig.
Yuna ist eine sympathische Protagonistin, mit der man mitfiebern kann. Sie ist entschlossen, mutig und obwohl sie sich mit Magie und Wiedergeburt und all dem Kram befassen muss, hat sie immer noch ihre Verantwortung, wie z.B. gegenüber ihren Job, im Hinterkopf. Das hat sie sehr glaubwürdig gemacht. Was mich allerdings gestört hat, war, dass sie für eine 29-jährige manchmal ziemlich naiv wirkt. Ich verstehe, dass man vielleicht nicht viele Beziehungen hatte, aber so blind zu sein, wenn es um Ami und Riku geht, finde ich ein wenig weit hergeholt. Ähnliches gilt für Yoshi, der mir doch ein wenig zu erwachsen für einen 17-jährigen wirkte. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass plötzlich der Samurai in ihm erwacht ist, aber im allgemeinen konnte ich auch nicht mit ihm warm werden, weil er mir zu aufdringlich war, besonders vor dem Hintergrund des Altersunterschieds.
Fazit Mit "Geliebter Samurai" entführt An Lin den Leser in eine witzige und spannende Geschichte, die vor allem durch den Humor und den japanischen Elementen punktet. Der Leser begleitet eine mutige und sympathische Protagonistin und trifft auf dem Weg auf Dialoge, die ihn zum schmunzeln bringen und Action-Szenen, die zum Weiterblättern auffordern. Trotz der Kritikpunkte schafft es der Roman, durchweg zu unterhalten und Überraschungen einzubauen.
Im 12. Jahrhundert haben sie sich heimlich geliebt: Prinzessin Yuna und der Samurai Yoshi. Doch als sie in unserer Zeit für eine zweite Chance wiedergeboren werden, schlagen ihre Herzen für unterschiedliche Welten: Yuna ist eine tüchtige Geschäftsfrau, und Yoshi zockt lieber Computerspiele, statt für die Schule zu lernen. Erst durch Mura, einen alten Widersacher der kaiserlichen Familie, kreuzen sich ihre Wege wieder. Im Kampf um Leben und Tod entfacht das Feuer zwischen Yoshi und Yuna neu. Da entscheidet sich der Samurai in Yoshi erneut für den Ehrentod, um Yuna zu retten... Ist ihre Liebe für immer verloren?
Das Buch hat eine echt spannende Grundidee, aber ich war leider zu beschäftigt damit, genervt zu sein über die Charaktere, dass ich beim Lesen deutlich weniger davon mitbekommen habe. Zuerst mal ist da Yuna, die doofe Kuh. Sie ist mit 29 Jahren die älteste der Personen und so unfassbar naiv und schwer von Begriff, dass man das teilweise nicht hätte ahnen können. Ja, Yuna, wenn du schon von Anfang an ziemlich sicher weißt, dass du wiedergeboren wurdest und die Träume Erinnerungen aus deinem anderen Leben sind, dann kaufe ich es dir nicht ab, wenn du dich mit Händen und Füßen dagegen wehrst, sobald es dir mal jemand gesagt hat! Oder ihre Sicht auf Yoschi. Sie sieht ihn zum ersten Mal, als er gerade die Schule schwänzt und reitet den ganzen Rest des Buches lang darauf herum, dass er ein Schulschwänzer und ach so unreif ist. Tja, was man sagt, ist man selber? Im Ernst, damit und durch ein paar andere Aktionen erschien Yuna mir etwa tausend Mal unreifer als Yoschi. Ein anderes Beispiel: Yuna wird fast erwürgt. Ihrer Mutter empfiehlt sie, den Polizeischutz, der ihnen zur Verfügung gestellt wird, anzunehmen, aber sie hält es für „übertrieben“ und ein permanenter Personenschutz „würde sie daran erinnern, was sie durchmachen musste“, was sie nicht will. Da in etwa hat es angefangen, dass ich an Yunas Verstand gezweifelt habe. Okay, Yuna, dann lebe dein Leben halt normal weiter, ohne dich ständig daran zu erinnern. Dann beschwere dich aber auch nicht, wenn es kurz bleibt. An ihrer Seite steht Yoschi, ein ganz normaler Jugendlicher. Ihn mochte ich ganz gerne, aber auch mit ihm hatte ich ein entscheidendes Problem. Und zwar ging mir seine Charakterentwicklung viel zu schnell. Die Handlung spielt innerhalb von ein paar Tagen. Am Anfang ist er eben dieser Schüler, der das Lernen nicht so ernst nimmt und lieber Videospiele spielt, aber nach dem, was in den paar Tagen passiert, kommt er als perfekter Traumtyp heraus und ist wie ausgewechselt. Einerseits kann man das bis zu einem gewissen Punkt verstehen, aber ich hätte mir da einen besseren Übergang zwischen Charakter A und Charakter B gewünscht, besonders, weil er dann eben reifer als Yuna wirkt. Die große, epische Liebesgeschichte … ist keine. Man kriegt mit, dass Yuna und Yoschi vor 800 Jahren mal eine innige Affäre hatten und das beeinflusst ein wenig, wie sie sich in der Gegenwart sehen. Und in der Gegenwart gibt es zwar immer wieder Momente zwischen den beiden, aber da habe ich deutlich mehr erwartet. Gerade wegen dem Altersunterschied zwischen Yuna und Yoschi hätte das nämlich spannend werden können, finde ich, eben weil es sonst nicht üblich ist. Trotz der ganzen Kritik muss ich aber schon betonen, dass ich den Schreibstil gerne mochte. Er ist flüssig und lässt sich schnell und angenehm lesen, sodass ich es ziemlich schnell durch hatte.
Über die Autorin: An Lin wurde 1984 bei Hamburg geboren, lässt sich aber auch gerne von süddeutscher Dorfidylle inspirieren. Seit ihrer Kindheit beschäftigt die Autorin sich mit Japan. In ihrem Studium der Literatur, Geschichte und Soziologie verfasste sie wissenschaftliche Arbeiten über Nihon, lernte die Sprache und bereiste das Land. Das brachte sie dazu, Japan-Romane für junge Erwachsene zu schreiben. Zuvor skriptete sie für renommierte Häuser wie den Carlsen Verlag Comics und andere Texte im japanischen Stil. Die Autorin geht gerne mit Freunden in Hamburg Sushi essen, sammelt Manga, joggt leidenschaftlich gern durch süddeutsche Wälder, fährt ein japanisches Elektroauto, bespricht Romane in einem privaten Jane-Austen-Club und leitet in Stuttgart einen Stammtisch für Japan-Interessierte.
Fazit Geliebter Samurai ist mal wieder so ein Kandidat: Interessante Idee, klasse Schreibstil, aber die Charaktere ziehen es ziemlich weit runter. Ich denke, wenn man sich SEHR für Japan interessiert, könnte man das Buch schon lesen, aber man verpasst auch nicht wirklich was, wenn man es nicht tut.
Lieben Dank an An Lin für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplares.
Ehrlich gesagt, habe ich nicht viel mit Japan nicht viel am Hut und ich würde mich auch nicht als Fan von Animes usw. bezeichnen. Dennoch hat mich das Buch "Geliebter Samurai" von An Lin neugierig gemacht. Der Klappentext und die Leseprobe versprach ein spannendes und interessantes Buch, verknüpft mit einer Liebesgeschichte. Vielen Dank an dieser Stelle an An Lin, dass du mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hast.
Worum geht es? Im 12. Jahrhundert haben sie sich heimlich geliebt: Prinzessin Yuna und Samurai Yoshi. Doch als sie in unserer Zeit für eine zweite Chance wiedergeboren werden, schlagen ihre Herzen für unterschiedliche Welten: Yuna ist eine tüchtige Geschäftsfrau, und Yoshi zockt lieber Computerspiele, statt für die Schule zu lernen. Erst durch Mura, einen alten Widersacher der kaiserlichen Familie, kreuzen sich ihre Wege wieder. Im Kampf um Leben und Tod entfacht das Feuer zwischen Yoshi und Yuna neu. Da entscheidet sich der Samurai Yoshi erneut für den Ehrentod, um Yuna zu retten...Ist ihre Liebe für immer verloren?
Wie hat es mir gefallen: Auf die Geschichte neugierig gemacht hat mich, neben den japanischen Elementen, vor allem die "verbotene" Liebe zwischen der 29-jährigen Yuna und dem 17-jährigen Yoshi. Diese stand am Ende gar nicht so sehr im MIttelpunkt, was ich dennoch sehr gut fand. Man konnte die Spannungen zwischen den beiden erahnen, ohne dass die Romanze der beiden den ganzen Plot eingenommen hat. Dabei werden dem Leser bzw. der Leserin auch äußerst sympathische Charaktere präsentiert. Yuna hat mir hier sogar einen Tick besser gefallen als Yoshi. Sie war für mich die starke und führenden Persönlichkeit in der Handlung. Alle Charaktere fand ich sehr gut beschrieben und daher waren sie für mich leicht vorstellbar. Ich hatte konkrete Bilder der Figuren im Kopf, die natürlich einen angenehmen Lesefluss ermöglichten.
Als ehemalige Geschichtsstudentin (allerdings europäische Geschichte) fand ich die Verknüpfung mit mittelalterlichen Aspekten des fernen Ostens äußerst unterhaltsam. Das Ganze hat sich in die Storyline eingeschmiegt und war zu keiner Zeit fehl am Platz. Außerdem machte grade dies sehr neugierig und ich woollte unbedingt immer weiterlesen und konnte das Buch nur schwerlich aus der Hand legen. Gepaart mit einem angenehmen und flüssigen Schreibstil führte es zu einem wahren Lesespaß, den ich auch ohne Kenntnisse der japanischen Welt genießen konnte. Beim Schreibstil haben mich vor allem die Gedankeneinschübe der Protagonisten Yuna begeistert. Ich hatte wirklich das Gefühl in ihrem Kopf zu sein. Das ermöglichte eine Identifikation und Empathie, die man (meiner Meinung nach) seltener in Büchern findet.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. Ich war öfter verwirrt darüber, was gerade passiert, weil das Setting schlagartig wechselte. Hier wären Absätze im eBook angebracht gewesen und das Problem wäre behoben. Hierbei wurde der Lesefluss kurz unterbrochen. Ich fand mich jedoch schnell wieder zu recht, da es keine Auslassungen innerhalb des Erzählstranges waren. Eine optische Trennung wäre, glaube ich, eine gute Lösung.
Alles in allem bin ich doch sehr überzeugt von dem Buch und vergebe 4,5 Punkte und eine klare Leseempfehlung. Ich für meinen Teil bin gespant, wie es mit Yuna und Yoshi weitergeht, denn ich habe noch einige Fragen.
Dank der Anrage von An Lin wurde ich auf das Buch aufmerksam und ich fand sofort, dass es sich sehr interessant anhört. Auch wenn ich absolut keine Ahnung von Japan habe und bisher hatte ich auch kein großes Interesse, aber bei dem Buch war ich mir sofort sicher, dass ich es lesen wollen würde. Worauf ich besonders gespannt war, war der Aspekt des Altersunterschiedes zwischen den Protagonisten, denn in der Gesellschaft ist das ja ein riesen Tabu-Thema, wenn die Frau in der Beziehung weitaus älter ist. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein sehr kontroverses Thema in asiatischen Ländern ist. Darauf habe ich mich dementsprechend sehr gefreut. Beim Prolog hatte ich erstmal Angst, dass es ein Buch wird, welches vor Kitsch trieft, aber zum Glück war das nicht der Fall, was ich in den ersten Kapiteln direkt merken konnte und ich war ehrlich gesagt sehr überrascht von dem Schreibstil, welcher sehr flüssig und leicht ist. Zudem schafft An Lin es, dass man sich alles sehr bildlich vorstellen kann. Dadurch fiel mir der Einstieg natürlich sehr leicht, besonders da man auch im Prolog schon erfahren hat, wie die Beziehung zwischen Yuna und Yoshi im 12. Jahrhundert aussah und wie tief die Liebe ist und ich war ganz gespannt, wie das in der Gegenwart aussehen wird. Die Handlung ist von Anfang an sehr humorvoll, weil Yuna erstmal beginnt Yoshi zu verfolgen, anstatt zur Arbeit zu gehen, was ja wirklich untypisch ist, besonders weil es so klar ist, dass sie aufgeflogen ist. Man merkt aber auch schon bei der ersten Begegnung der beiden in der Gegenwart, dass zwischen den beiden irgendetwas ist. Hier hat man die Reinkarnation schon sehr gut zu spüren bekommen. Der weitere Verlauf der Handlung war sehr interessant und es hat mir sehr viel Spaß gemacht Yuna und Yoshi auf ihrer Suche nach der Wahrheit zu begleiten. Es sind wirklich viele unerwartete Dinge geschehen, besonders wenn ein gewisser Professor ins Spiel kommt. Das gesamte Buch über hatte ich das Gefühl, dass das Setting stimmte. Man hat gemerkt, dass da Recherche hinter stecke oder das die Autorin selber mal vor Ort war bzw. ein großes Interesse an Japan hat. Es wirkte die ganze Zeit echt und ich hatte nie das Gefühl, dass es erfunden ist. Was mir leider etwas negativ aufgefallen ist, waren unsere Protagonisten. Yuna soll 29 Jahre alt sein, aber ich hatte eher das Gefühl, dass sie noch ein Teenager ist. Wir erleben die Geschichte aus ihrer Sicht und man hat wirklich das Gefühl in ihrem Kopf zu stecken, aber nie hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich erwachsen ist.Sie erschien mir etwas zu naiv und blind. Aber genau das selbe kann ich über Yoshi sagen, denn er erschien mir bei den beiden eher als Erwachsener und nicht als Teenager. Das hat mich leicht aus dem Konzept gebracht, aber ansonsten hatte ich keine Probleme mit den beiden. Auch ihre sich aufbauende Beziehung kam nicht zu kurz und sie hat sich gut entwickelt und das definitiv nicht zu schnell, sondern in einem angemessenen Tempo. Das knistern zwischen den beiden konnte man aber dennoch immer sehr gut spüren, was mir sehr gefallen hat. Die beiden besten Freunde, Ami und Riku, fand ich sehr gelungen. Die beiden haben eine Menge Witz in alles gebracht und die Stimmung sichtlich aufgelockert. Auch in die Handlung haben sie sich gut eingefügt. Wenn ich jetzt an den Schluss zurückdenke, dann muss ich sagen, dass er fies war. Erstmal war er voller Spannung, aber auf den wirklich letzten Seiten passiert nochmal was, weswegen man direkt wissen will, was noch so kommt.
Fazit: Geliebter Samurai ist eine sehr unterhaltende, aber auch spannende Geschichte, die sich an ein Tabu-Thema herantraut. Auch wenn ich kleine Probleme mit den Protagonisten hatte, hat mir das Buch gut gefallen und ich bin gespannt wie es weitergehen wird. Außerdem möchte ich mich hier bei An Lin für das Rezensionsexemplar bedanken.
Was passiert, wenn nicht nur die Liebe reinkarniert, sondern auch alte Feinde zurückkehren?
Die 29-jährige Yuna hat den schweren Weg gemeistert, zur Abteilungsleiterin bei einem Automobilkonzern zu werden - aber sie kann sich nicht auf diesen Berufserfolg freuen, weil ihr Leben von seltsamen Träumen heimgesucht wird: darin ist sie Prinzessin Yuna aus dem 12. Jahrhundert, die eine verbotene Beziehung zu ihrem Samurai Yoshi führt, bis ein drohender Krieg sie auseinanderreißt ... Bis Yuna im Jahr 2016 den 17-jährigen Yoshi auf der Straße sieht, einen Faulenzer, Schulschwänzer und Gamer, der exakt wie ihr Samurai aussieht und die gleichen gefühlvollen Träume hat. Zusammen mit ihrer besten Freundin Ami, die wie Sailor Merkur aussieht, und Yoshis bestem Freund Riku, der nie den Mund halten kann, will Yuna herausfinden, was es mit den Träumen auf sich hat. Dabei entdeckt sie eine große Gefahr, denn auch die Feinde aus alten Zeiten sind zurückgekehrt, um die Prinzessin und den Samurai zu finden ...
Tief durchatmen ... puuhh ... Und brüllen: ,,Wann kommt die Fortsetzung raus? Her damit! S-o-f-o-r-t!" Die in Japan angesiedelten Paranormal Romance/ Romantasy-Bücher von An Lin sind zauberhaft, weshalb ich bei ,,Geliebter Samurai" sofort zugriff. Und ob es sich gelohnt hat oder nicht, ist ja wohl bereits klar geworden, nicht?
Japan als Schauspielplatz für die Handlung ist ein besonderes Setting, weil die Autorin dieses exotische ,,Andere" (zumindest bei uns hier in Europa anders) in all seinen Feinheiten übernimmt und sogar die Traditionen aus dem 12. Jahrhundert genau erklärt. Das las sich beinah wie ein unterhaltsames, spannendes Sachbuch, wobei ich die Szene mit den vielen Samurai, ihrem letzten Haiku und dem Ritualmord nicht nur unheimlich, sondern auch spannend fand ...
Yuna als Protagonistin ist eine nachdenkliche Frau, die aber - wenn es sein muss - zur stursten Person überhaupt wird. Ich mag ihre Art, über alles nachzudenken, über Konsequenzen und Risiken, weil das einfach nur realistisch ist. Ihr Leben wirkt geordnet - bis Yoshi auftaucht, den ich geradezu ins Herz geschlossen hat. Wer mag denn nicht die Gamer-Schulschwänzer, die in Wirklichkeit einst mächtige Krieger waren? Zwischen den beiden kommt es nur ganz langsam zu einer Annäherung, weil Yuna immerhin 12 Jahre älter ist, was mich am Anfang ziemlich stutzig machte. Sie 29, er 17? Bedenken hatte ich ein wenig, aber die gab ich nach der ersten Hälfte des Buches auf. Ah, und nicht zu vergessen sind die wichtigen Nebenfiguren Ami und Riku! Hoffentlich kommt in der Fortsetzung mehr von Riku und seinen Sprüchen :)
Das Genre dieses Buches ist zwar Romantasy, aber lasst euch nicht davon täuschen! Es gibt durchaus genug, raffiniert geschriebene Szenen mit Katanas, dunklen Gestalten und Wurfsternen - halt krass!
Und selbst jetzt sind noch nicht alle Geheimnisse gelüftet, während ich langsam an meine Seite greife (ich finde, dass Wurfsterne cooler sind als Schwerter). Eine kurze, schleudernde Handbewegung und 5 aufblitzende Sterne bohren sich in den Schleier alter Mysterien.
Die Autorin An Lin verbindet in ihrem Roman "Geliebter Samurai" den buddhistischen Glauben und die japanische Kultur mit Fantasyelementen. Eine schöne Idee, die noch viel Luft nach oben hat.
Die Idee der Story ist interessant. Es geht um Yuna und Yoshi, die in der heutigen Zeit in Japan leben und eine gemeinsame Vergangenheit in einem anderen Jahrhundert haben - als Prinzessin und Samurai. Diese Elemente haben mich sofort in ihren Bann gezogen, doch leider wurden diese nicht weiter ausgeführt. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass die Autorin weiter auf die japanische Thematik sowie den Buddhismus eingeht. Vielleicht wird mein Wunsch im zweiten Band erfüllt.
Die Umsetzung der Idee ist An Lin gut gelungen. Der Leser erfährt mehr über die Protagonisten und fiebert mit ihnen mit. Das Besondere an der Story ist, dass es nicht zwei gleichaltrige Charaktere sind, die miteinander agieren. Es ist nämlich der große Altersunterschied, der die Protagonisten in eine verzwickte Lage bringt. Ich selbst musste die ganze Zeit darüber nachgrübeln, wie die Autorin diese gemeine Situation nun auflöst. Diese Problematik wurde wirklich gut eingebaut und verleiht dem Buch den nötigen Kick.
Die Charaktere sind eigenwillig. Vor allem Yuna - die Hauptprotagonistin. Ich wäre wirklich so gerne in dieses Buch hineingestiegen, hätte Yuna gepackt und solange geschüttelt, bis sie ihre nervige Naivität endlich ablegt. Doch leider war ich dazu nicht fähig, also ertrug ich es bis zum Schluss. Es war wirklich sehr extrem, da die Story für mich als Leser sehr vorhersehbar wurde. Auch denkt und handelt Yuna meiner Meinung nach nicht ihrem Alter entsprechend, was schnell unrealistisch wirkt. Die anderen Charaktere sind im Gegenzug dazu schön ausgearbeitet und verleihen dem Buch Tiefe.
Der Schreibstil weist leider einige Problemchen auf, die den Lesefluss stören. Der Leser wird am Anfang des Buches in die Story hineingeworfen, was ich sehr schade fand. Ich hatte kaum Zeit, die Situation der Protagonisten zu erfassen und fühlte mich erschlagen. Auch Zeitsprünge, die nicht mit einem Absatz angekündigt wurden, brachten meinen Lesefluss zum Straucheln. Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil der Autorin zeitweise flüssig und bildhaft, was ein schnelles Voranschreiten (oder Voranlesen) möglich macht.
Fazit:
Der Urban-Fantasy-Roman "Geliebter Samurai" von An Lin vereint den buddhistischen Glauben und die japanische Kultur mit einer interessanten Geschichte über zwei Seelen, die füreinander bestimmt sind. Doch das Leben hat andere Pläne für Yuna und Yoshi. Obwohl der Roman einige Schwächen aufweist, bin ich sehr gespannt, wie die Story weitergeht.
Yuna ist 29 Jahre alt und klettert gerade die Karriereleiter rauf, bevor das Schicksal sie erneut zu ihrer ehemals heimlichen Liebe führt. Yuna ist sehr sympathisch und authentisch. Zuerst fand ich, dass sie sich ein wenig zu unreif für ihr Alter benommen hat, jedenfalls kam mir das am Anfang des Buches so vor. Aber umso mehr ich gelesen habe, umso mehr verschwand dieser Eindruck.
Yoshi, ist wohl der feuchte Traum jedes 17-Jährigen Mädchens :P. Er schwänzt die Schule, lebt in den Alltag hinein und ist so ein richtiger Teenager eben. Doch auch Yoshi entwickelt sich in diesem Buch enorm. Er ist ein richtiger Charakter zum verlieben!
Meine Meinung
Das Buch ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Schon von Anfang an hat das Buch mich zum Schmunzeln und zum Lachen gebracht, dann wurde es auch richtig spannend! Das hat mich überrascht und mir total gut gefallen.
Auch hat man einiges über die Vergangenheit erfahren, immer wieder gab es "Rückblenden" und Erinnerungsfetzten von Yuna, die ich wirklich interessant fand. Aber es war auch nicht überladen oder reines Infodumping, es war einfach eine gute Mischung.
Was das Buch auch besonders gemacht hat, waren Ami und Riku, die beiden "Nebencharaktere", die Yuna und Yoshi auf ihrer "Reise" begleitet haben. Sie haben alles einfach aufgelockert und mich immer wieder zum Grinsen gebracht.