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Three Tearless Histories: The Photographer of Auschwitz and Other Stories
"Erich Hackl's subjects are all actual events, fates and biographies. Often with considerable research and effort, he digs deep into the histories of people whose destiny very often have to do with Nazism and / or with Judaism. In his new collection of short [non-fiction] stories Three tearless histories, two of which are already published in Austria in newspapers and anthologies, Hackl tells of Jewish people and their destinies. [...] These stories get under one's skin."
- Winfried Stanzick, Top Ten Review for Bücher.de, July 9, 2015
"Highly recommended, ... a haunting book."
- Samuel Moser Neue Zürcher Zeitung, September 13, 2014
"The books of Erich Hackl have now been translated into 25 languages. As a chronicler, he reminds us of the fate of people who were arrested for racial reasons or because of their political convictions, tortured and murdered. Hackl reconstructs the biographies of those who have been erased from history. [...] He takes care to strive for historical accuracy."
- Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur
With characteristic literary reflection, the latest book by award-winning Austrian author Erich Hackl humanizes three great, but little known, historical tragedies. “Tschofenig: The Name Behind the Street” recounts the improbable wedding of resistance fighter Gisela Tschofenig (1917-1945) while she was a prisoner in Dachau; “The Photographer of Auschwitz” offers a fragmented biography of Wilhelm Brasse (1917-2012), who photographed Auschwitz inmates and saved evidence of Mengele’s terrible crimes; and “The Klagsbrunn Family” traces the multi-generational story of the Klagsbrunns who, fearing the rise of Nazism in Vienna, fled to Brazil where their grandson was arrested and tortured under that country's fascist dictatorship.
- Winfried Stanzick, Top Ten Review for Bücher.de, July 9, 2015
"Highly recommended, ... a haunting book."
- Samuel Moser Neue Zürcher Zeitung, September 13, 2014
"The books of Erich Hackl have now been translated into 25 languages. As a chronicler, he reminds us of the fate of people who were arrested for racial reasons or because of their political convictions, tortured and murdered. Hackl reconstructs the biographies of those who have been erased from history. [...] He takes care to strive for historical accuracy."
- Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur
With characteristic literary reflection, the latest book by award-winning Austrian author Erich Hackl humanizes three great, but little known, historical tragedies. “Tschofenig: The Name Behind the Street” recounts the improbable wedding of resistance fighter Gisela Tschofenig (1917-1945) while she was a prisoner in Dachau; “The Photographer of Auschwitz” offers a fragmented biography of Wilhelm Brasse (1917-2012), who photographed Auschwitz inmates and saved evidence of Mengele’s terrible crimes; and “The Klagsbrunn Family” traces the multi-generational story of the Klagsbrunns who, fearing the rise of Nazism in Vienna, fled to Brazil where their grandson was arrested and tortured under that country's fascist dictatorship.
216 pages, Hardcover
First published April 30, 2014
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
July 19, 2017
HACKL, Erich: „Drei tränenlose Geschichten“, Zürich 2014
Erich Hackl hat sich als Autor mit Menschenschicksalen aus dem Zweiten Weltkrieg einen Namen gemacht. Im vorliegenden Buch geht er darüber hinaus und bezieht auch Regionen wie Lateinamerika mit ein und geht in der Zeitachse bis ins 21. Jahrhundert herauf.
Gleich in der ersten der drei Geschichten wird das Schicksal und die Entwicklung einer Wiener jüdischen Unternehmerfamilie aufgezeigt, die nach Brasilien flüchtet und deren nachfolgende Generationen mit den südamerikanischen politischen Verhältnissen in Konflikt kommen.
In der zweiten „tränenlosen Geschichte“ beschreibt Hackl einen Fotografen im Konzentrationslager Auschwitz. Er musste im KZ alle neuangekommen Häftlinge fotografieren. In den ruhigeren Zeiten ließen sich die Mitarbeiter des KZs fotografieren. So etwa eine Sekretärin, die sich noch mit nacktem Busen fotografieren ließ bevor sie Selbstmord beging, weil sie die Gräueltaten nicht verkraften konnte. Mehrere Bilder sind nach dem Krieg berühmt geworden: die Hochzeit eines Häftlings und vier Mädchen, die knapp vor dem Hungertod nackt fotografiert wurden. Für den Mediziner Mengele war er abkommandiert um die medizinischen Versuche des Arztes zu dokumentieren. Etwa Liliputaner aus Ungarn Frauen, die gynäkologisch verstümmelt wurden. Ein Offizier wollte die verschiedenen Stadien vor dem Hungertod dokumentiert haben.
Mit all diesen Gräuelfotos im Kopf konnte er nach dem Krieg – den er durch Glück überlebte – nicht mehr fotografieren. Wann immer er durch den Sucher eines Fotoapparates schaute sahen ihm die vier fast verhungerten nackten Mädchen entgegen.
Einer seiner Mithäftlinge war Österreicher, fühlte sich aber als Pole. Als solcher war er irrtümlich inhaftiert worden. Als man den Fehler feststellte, entschuldigte sich die Lagerleitung und wollte ihn frei lassen. Er aber fühlte sich als Pole und wollte bei den anderen Polen bleiben. Ein anderer Österreicher – Karl Albrecht von Habsburg-Lothringen fühlte sich als Pole und nicht als Österreicher. Nach 1918 wechselte er seine Staatsbürgerschaft und diente in der polnischen Armee. Die deutschen Besatzer verhafteten und enteigneten ihn, weil er seine völkische Abstammung verleugnet hatte. Er überlebte die Gefangenschaft und kehrte 1945 nach Polen zurück, wo er aber nach der kommunistischen Machtübernahme weiter fliehen musste und in Stockholm Zuflucht fand.
Die dritte Geschichte in diesem Buch wird einer Kärntner Frau, die mit ihrem Freund als Kommunist tätig ist gewidmet. Das Schicksal führt über verschiedene Arbeitslager und KZs bis sie letztlich fast am Ende der deutschen Hitlerherrschaft erschossen wird.
Erich Hackl hat sich als Autor mit Menschenschicksalen aus dem Zweiten Weltkrieg einen Namen gemacht. Im vorliegenden Buch geht er darüber hinaus und bezieht auch Regionen wie Lateinamerika mit ein und geht in der Zeitachse bis ins 21. Jahrhundert herauf.
Gleich in der ersten der drei Geschichten wird das Schicksal und die Entwicklung einer Wiener jüdischen Unternehmerfamilie aufgezeigt, die nach Brasilien flüchtet und deren nachfolgende Generationen mit den südamerikanischen politischen Verhältnissen in Konflikt kommen.
In der zweiten „tränenlosen Geschichte“ beschreibt Hackl einen Fotografen im Konzentrationslager Auschwitz. Er musste im KZ alle neuangekommen Häftlinge fotografieren. In den ruhigeren Zeiten ließen sich die Mitarbeiter des KZs fotografieren. So etwa eine Sekretärin, die sich noch mit nacktem Busen fotografieren ließ bevor sie Selbstmord beging, weil sie die Gräueltaten nicht verkraften konnte. Mehrere Bilder sind nach dem Krieg berühmt geworden: die Hochzeit eines Häftlings und vier Mädchen, die knapp vor dem Hungertod nackt fotografiert wurden. Für den Mediziner Mengele war er abkommandiert um die medizinischen Versuche des Arztes zu dokumentieren. Etwa Liliputaner aus Ungarn Frauen, die gynäkologisch verstümmelt wurden. Ein Offizier wollte die verschiedenen Stadien vor dem Hungertod dokumentiert haben.
Mit all diesen Gräuelfotos im Kopf konnte er nach dem Krieg – den er durch Glück überlebte – nicht mehr fotografieren. Wann immer er durch den Sucher eines Fotoapparates schaute sahen ihm die vier fast verhungerten nackten Mädchen entgegen.
Einer seiner Mithäftlinge war Österreicher, fühlte sich aber als Pole. Als solcher war er irrtümlich inhaftiert worden. Als man den Fehler feststellte, entschuldigte sich die Lagerleitung und wollte ihn frei lassen. Er aber fühlte sich als Pole und wollte bei den anderen Polen bleiben. Ein anderer Österreicher – Karl Albrecht von Habsburg-Lothringen fühlte sich als Pole und nicht als Österreicher. Nach 1918 wechselte er seine Staatsbürgerschaft und diente in der polnischen Armee. Die deutschen Besatzer verhafteten und enteigneten ihn, weil er seine völkische Abstammung verleugnet hatte. Er überlebte die Gefangenschaft und kehrte 1945 nach Polen zurück, wo er aber nach der kommunistischen Machtübernahme weiter fliehen musste und in Stockholm Zuflucht fand.
Die dritte Geschichte in diesem Buch wird einer Kärntner Frau, die mit ihrem Freund als Kommunist tätig ist gewidmet. Das Schicksal führt über verschiedene Arbeitslager und KZs bis sie letztlich fast am Ende der deutschen Hitlerherrschaft erschossen wird.
September 16, 2026
Alle Geschichten zeigen einen interessanten Abriss aus der Vergangenheit, die Hackl durch geschichtliche Quellen, etwas Raten und Fantasie zu konstruieren probiert. Dabei sind die Geschichte, wie der Titel ankündigt, tränenlos. Es wird trocken erzählt und die vielen Namen und Schicksale laden zur Verwirrung ein, dennoch möchte man über die Einblicke staunen, die einem geboten werden.
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