In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus.
Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium der Internationalen Entwicklung zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, sucht er Entspannung beim Musizieren und auf Konzerten. Außerdem ist der leidenschaftliche Fußball-Fan regelmäßig in Pubs und im Stadion seiner Lieblingsmannschaft anzutreffen.
Bis jetzt das beste von ihm aber immer noch nicht gut . Alles viel zu unlogisch und konstruiert . Da wollte der Schriftsteller zu viel . Wie viel kann denn bitte in einem Ort passieren ohne das einer etwas merkt . Viel zu unrealistisch für meinen Geschmack , leider wie alle seine Bücher . Hier endet meine Reise mit Roman Klementovic 😌
Inhalt: Lisa ist wieder in ihrem Heimatdorf. Sie konnte nicht anders. Denn ihre kleine Schwester Maria und deren beste Freundin sind spurlos verschwunden. Hat dies alles mit dem verschwinden zweier anderer Teenager vor 3 Jahren zu tun? Kann das wirklich ein Zufall sein?
Weshalb ausgerechnet Maria? Lisa kann kaum einen klaren Gedanken fassen, ist überfordert mit ihrem nahezu apathisch wirkenden Vater, den die Ereignisse kaum zu berühren scheinen. Fühlt sich konfrontiert mit dem Schweigen der Dörfler. Was geht hier nur vor? Weshalb scheint einfach niemand irgendetwas zu wissen? Und dann wird eines der beiden Mädchen tot ermordet aufgefunden...
Meine Meinung: Das Ende war ziemlich überraschend, andererseits passte es schon ziemlich gut zur restlichen Geschichte. Die Auflösung ist sehr heftig und mir gefiel dabei auch, das es sich Klementovic nicht zu einfach damit macht.
Trotzdem hatte ich persönlich einige Probleme mit der Hauptfigur Lisa. Einerseits ist eigentlich ihre ganze Handlungsweise ziemlich glaubwürdig. Sie hat so einiges erlebt, das definitiv seine Spuren bei ihr hinterlassen hat. Von ihrer toxischen Beziehung ganz zu schweigen. Andererseits sieht sie einfach offensichtliches nicht und hinterfragt auch viel zu wenig. Das hat mich nach einer Weile ziemlich genervt. Zu mal Klementovic zu viele Wiederholungen eingebaut hat. Es macht absolut keinen Sinn eine Szene, die man gerade mitverfolgt hat, praktisch fast sofort noch einmal zu hören. Und das war nicht da einzige Mal.
Im Dorf herrscht Schweigen. Aber sie lässt sich in der Ganzen Angelegenheit so extrem treiben, das man sich teilweise schon fragt, weshalb Lisa überhaupt gekommen ist. Im Grunde sind alle Figuren um Lisa herum genauso kaputt wie sie selbst... Emotionale Kälte, die man nicht sofort spürt. die aber von seltsamer Gleichgültigkeit getragen wird die so einige der Charaktere mit sich bringen. Es scheint es gibt nur 2 Menschen, die noch so etwas wie Gefühle haben.
Inhaltlich hat mir vieles dann auch recht gut gefallen, Aber leider bleibt Lisa gleichzeitig so passiv und bringt durch ihr Dasein die Handlung im Grunde gar nicht recht voran. Sie stolpert durch die Geschichte. Ich muss eine Hauptfigur nicht mögen, aber hier hat mir entscheidendes gefehlt Nach und nach habe ich mich über ihr Verhalten eher geärgert. Sie sieht offensichtliche Dinge nicht sie hinterfragt im Grunde genau eine Person aber erst, nach dem ihr alles schön säuberlich präsentiert wird. Das war einfach nervtötend. Ich mag es nicht, wenn eine Person so dargestellt wird, als sei sie einfach dumm. Und dabei geht es nicht um die Dinge, bei denen man sogar versteht, weshalb sie davon nichts wissen konnte. Man fragt sich wo Lisa eigentlich aufgewachsen ist. Scheinbar auf einem anderen Planeten, denn man merkt absolut nichts davon, das sie eigentlich alle kennt.
An ein paar Stellen fand ich die Handlung dann doch auch etwa zu dick aufgetragen. Es gibt ein paar Wendungen, die hätten nicht sein müssen und waren einfach viel zu viel des Guten. Das wirkte auf mich jedenfalls überladen.
Die Lesung von Mareike Britz fand ich allerdings gelungen. Vor allem auch die Schlussszene war richtig gut gelesen. Aber entscheidend ist für mich bei der Wertung dennoch der Inhalt. Daher lande ich bei meiner Durchschnittlichen Wertung.
Das Hörbuch hat eine Länge von 422 Min und ist bei SagaEgmont erschienen. Vielen Dank für das Hörexemplar!
Joa, das war nicht gut. Der Schreibstil ist ausbaufähig, ständig kurze Sätze die nur aus ein, zwei Wörtern bestehen, müssens echt nicht sein. Die“cliffhanger“ waren nicht gut und viel zu viele. Figurenkonstellationen und Beziehungen haben kaum Sinn ergeben und es fiel unglaublich schwer mit der Protagonistin zu sympathisieren. Der Plot am Ende war ansich nh schöne Idee, aber gar nicht ausgebaut und die Abschließende Szene war sehr unbefriedigend. Gedankenführung fehlt Größtenteils und somit ist das Buch wie nh Rezept ohne ein fertiges Produkt.
Drei Jahre ist es her, dass in einer Winternacht zwei Jugendliche verschwanden. Die Ermittlungen der Polizei blieben ergebnislos. Doch nun sind wieder zwei Mädchen abgängig und im Dorf breitet sich Beklemmung aus.
„Immerstill“ von Roman Klementovic ist ein weiterer fesselnder Thriller, der die Leser:innen in die bedrückende Enge eines österreichischen Dorfes entführt. Mittlerweile mag ich den Autor sehr, sehr gerne, weil er regionale Feinheiten und die Mentalität der Österreicher:innen meiner Meinung nach besonders gut einfängt.
Leider habe ich einige seiner Bücher - aufgrund der Nummerierung in Online-Portalen - lange Zeit fälschlicherweise für eine Reihe gehalten. Deshalb habe ich mich überaus gefreut, dass diese Thriller anscheinend doch Einzelbände sind. Mit „Immerstill“ habe ich mich jedenfalls ins winterliche Grundendorf begeben.
Zu den zwei verschwundenen Mädchen der Gegenwart zählt Lisas jüngere Schwester. Obwohl sie schon längere Zeit dem Dorfleben entwachsen ist und in Wien ein neues Leben begonnen hat, kehrt sie nach Grundendorf zurück, um ihre Familie zu unterstützen und bei der Suche zu helfen.
Lisa steht damit als Protagonistin im Mittelpunkt, die verzweifelt nach ihrer verschwundenen Schwester sucht. Beim Lesen erlebt man die Handlung durch ihre Augen, wodurch man eine intensive Nähe zu ihren Gefühlen und Gedanken schafft. Roman Klementovic gelingt es hervorragend, Lisas Beklemmung, Ängste und ihre Verzweiflung spüren zu lassen.
Ihre Heimatgemeinde Grundendorf ist ihr nicht besonders freundlich gewogen, nachdem Lisa zur Suche ihrer Schwester aus der großen Stadt zurückgekehrt ist. In jeder Begegnung spiegelt sich die feindselige Stimmung. Sie fühlt die schweigenden Blicke der Dorfbewohner oder Unausgesprochenes, was man vor ihr zu verbergen scheint. Diese doch recht typische Dorfgemeinschaft, die Veränderungen eher ablehnt, trägt meinem Empfinden nach entscheidend zur bedrückenden Atmosphäre bei. Man sieht regelrecht diese Mauer, die vor Lisa gebaut wurde, und über welche sie kaum einen Blick werfen kann.
Damit ist für mich die Stimmung das Herzstück von „Immerstill“. Der Autor zeichnet ein Bild von Grundendorf, das weniger heimelig ist und dadurch die Handlung trägt. Der Ort wirkt kahl, abgebrannt und vermittelt ein Kältegefühl. Die Dorfbewohner selbst erwecken den Eindruck, dass hier etwas grundlegend im Argen liegt. Beim Lesen schaffen die Enge der Dorfgemeinschaft und ein unterschwelliges Misstrauen ein düsteres Lokalkolorit, wodurch der Thriller - trotz teilweise wenig ausgeprägter Spannung - zu fesseln weiß.
Die Handlung entfaltet sich in gemächlichem Tempo, was jedoch, meinem Empfinden nach, von der Stimmung getragen wird. Es gibt keine atemlose Action, sondern vielmehr ein allmähliches Entwirren von Geheimnissen, denen Lisa auf den Grund geht. Denn ich fand es vorneweg faszinierend, dass anscheinend im Dreijahrestakt Jugendliche paarweise verschwinden.
Obwohl die Spannung nicht durchgehend gegeben ist, konnte mich der Autor trotzdem an die Geschichte bannen. Ich fand es interessant mit Lisa auf den verschlungenen Wegen des Ortes zu gehen und unterwegs auf die Bewohner zu treffen. Diese Begegnungen und das Verhalten von Lisas Verwandten und Bekannten führt immer wieder zu Irritationen und man fragt sich, was hinter der Fassade steckt.
Wobei zu den Gusto-Stückerl Lisas Tante zählt. Diese spricht deutlich dem ein oder anderen Schnapserl zu und hat alkoholgeschwängerte, verwundernde Desorientierung ins Geschehen gebracht. Das hat inmitten der dörflichen Tristesse für Erheiterung gesorgt.
Das Ende fand ich ernüchternd und erschreckend realistisch. Bei mir hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mir wieder gezeigt, dass der Autor ein meisterliches Gespür für den Abschluss seiner Geschichten hat.
Mich hat Roman Klementovic mit „Immerstill“ gut unterhalten. Meiner Meinung nach beherrscht er es ausgezeichnet, die österreichische Mentalität in Verbindung mit der dörflichen Gemeinschaft in seinen Thrillern einzufangen. Zwar war die Spannung nicht immer vordergründig, aber mir hat die beklemmende Atmosphäre gefallen und mich überzeugt.
Unterm Strich ist „Immerstill“ ein Thriller, der aufgrund seiner geruhsamen, aber intensiven Erzählweise im Gedächtnis bleibt, und den ich dementsprechend empfehlen kann.
Ein beschauliches kleines (fiktives) Dorf im Osten Österreichs und seine Bewohner stehen im Mittelpunkt dieses packenden Thrillers. Beschaulich? Nein. Natürlich nicht. Der Autor stürzt die Protagonistin Lisa, die auf einen Anruf ihres Vaters hin ihr Heimatdorf wieder betritt, in ein Gefühlschaos, das man nicht einmal seinem ärgsten Feind wünscht. Auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester Maria stößt sie Lisa nicht nur auf ein heruntergekommenes Dorf ohne Leben und viele eigenartige Bewohner sowie ihre alte Liebe Patrick, sondern vor allem auf eine Mauer des Schweigens, die sie zuerst gar nicht wahrnimmt und schlussendlich dann einreißt, als sie gar nicht mehr wissen will, was sich dahinter verbirgt.
Tief unter die Haut gehen die Beschreibungen der Umgebung, der Wohnhäuser und öffentlichen Einrichtungen in Grundendorf und man ahnt, dass dies nicht die schlimmsten Eindrücke des seelenlosen Dorfes sind, die noch so auf einen zukommen. Die wahren Abgründe sind die unsichtbaren, die beinahe jeder Grundendorfer in sich zu tragen scheint und in denen sich letztendlich auch Lisa wiederfindet, obwohl sie so lange dagegen zu kämpfen scheint. Wie Don Quijote sträubt sie sich gegen all die Eindrücke und Vermutungen, die sie sammelt und weiß sich teilweise nur mehr mit Wutausbrüchen zu helfen. Ja, sie ist emotional sehr gefordert, doch ab und an war es an diesen Stellen auch für den Leser ein wenig zu viel.
Gefallen hat mir, dass auch durch typisch österreichische Ausdrücke zusätzlicher Lokalkolorit in die Geschichte einfloss, ein wenig konsequenter hätte man damit noch sein können, schließlich haben deutsche Pendants auch so ihre Eigenheiten.
Das Cover unterstreicht die düstere Atmosphäre des Thrillers und dass der Titel mehrdeutig ist und warum er überhaupt gewählt wurde, weiß man erst nach der Lektüre. Sehr gelungen.
Zuerst einmal das Poisitive: Es war spannend und einigermaßen gut geschreiben, aber mehr Positives kann ich leider nicht dazu beisteueren. Gerade zu Anfang war das Buch dann doch etwas zäh, gut, dass ist zwangsläufig öfter mal so, da hätte ich ja noch drüber hinweggesehen, zumal das Tempo und die Spannung des Plots schnell zugenommen hat. Aber besonders missfallen haben mir die letzten ca. 80 Seiten (bzw. einfach das Ende an sich). Die Auflösung des Plots war für mich zu konstruiert, zu durcheinander, zu seltsam - einfach nicht stimmig. Für die Art "Epilog" am Ende, falls man es so nennen will, muss ich dann noch einen weiteren halben Stern abziehen und ich habe auch kurz überlegt, sogar nur einen Stern zu vergeben. Das war dann einfach nur unnötig und für mich auch irgendwie eine gewisse "Effekthascherei", damit man quasi über das Ganze nachdenkt. Schade, dass der durchaus interessante Plot (zumindest in der Mitte des Buches), dann durch die Auflösung und das Ende für mich zumindest vollends kaputt gemacht worden ist.
Für mich ging es bei in der Geschichte mehr um das, was der Autor nicht beschrieben hat. Denn das irgendetwas im Hintergrund lauert, wurde schnell deutlich. In Lisas Geburtsort scheinen alle das Offensichtliche nicht sehen zu wollen. Etwas ist im Argen, aber niemand will es ansprechen. Die Atmosphäre ist bedrückend.
Pelikanchen hat recht, wenn sie schreibt dass Lisas Verhalten nicht immer stimmig ist. Aber ich fände es auch schwer, in so einer düsteren Atmosphäre klar zu denken. Die Kälte in ihrem Elternhaus ist für mich symbolisch für nicht nur ihre Familie, sondern die gesamte Dorfgemeinschaft. Echte Herzlichkeit und Wärme scheint es nicht zu geben.
Der Schluss kam auch für mich unerwartet, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Aber wieder habe ich mich gefragt, ob nicht der eine oder andere schon einen Verdacht hatte.
Spannender und tiefgründiger Thriller. Animiert sehr zum lesen. Gesamt sehr düster und geheimnisvoll. Triggerwarnung, wer Probleme mit Suizid und Gedanken hat sollte dieses Buch besser nicht lesen!
"Immerstill" ist der zweite Thriller des österreichischen Nachwuchsautors Roman Klementovic.
Fast drei Jahre nach ihrer Flucht in die Hauptstadt kehrt Lisa zurück in ihr Heimatdorf im Marchfeld. Der Grund: Ihre Schwester ist, wie zwei andere drei Jahre zuvor, auf dem Weg zu den Faschingsfeierlichkeiten verschwunden. Lisa ist nervlich am Ende, die Polizei offensichtlich planlos und ihr lethargischer Vater und die sensationslüsternen Einheimischen sind keine große Hilfe. Doch nach und nach kommen Geheimnisse zum Vorschein, die ein neues Licht auf das Dorf und seine Einwohner werfen...
"Immerstill" ist ein spannender Thriller, der mit vielen zwielichtigen Gestalten punktet. Was mir außerdem gut gefällt, ist der Handlungsort. Da ich aus einer Gegend stamme, die der hier beschriebenen relativ ähnlich ist, verleiht das Setting dem Buch für mich eine gewisse Authentizität und macht es mir stellenweise besonders leicht, mich in die Protagonistin hineinzuversetzen.
Ich empfehle diesen Thriller all jenen, die gerne etwas Spannendes lesen, das nicht vor der Kulisse einer Großstadt spielt.